MONTAGSFRAGE #117: Wie sieht Euer Leseverhalten aus: Musik oder Hintergrundgeräusche, eher morgens oder abends, Leseplatz u.a.?

Esoterische Rituale, Räucherstäbchen und Gesänge der Buckelwale: Brauche ich nicht!
Sonnenlicht aus süd-östlicher Richtung mit Windböen unter Stärke 4: Brauche ich nicht!
Eine von tibetanischen Tempeltänzern geklöppelte Sitzgelegenheit: Brauche ich nicht!

Viel brauche ich nicht, außer…

…Ruhe! Ich brauche Ruhe! Darum werden Hintergrundgeräusche möglichst eliminiert, was zur Folge hat, dass selbst beim herrlichsten Frühlingswetter Fenster und Balkontür geschlossen bleiben, wenn mein Vermieter vs. Nachbar vs. Freund wieder einmal der Meinung ist, seine Werkstatt aufräumen zu müssen. Dieses Unterfangen hat schon ein episches Ausmaß angenommen, denn seit unserem Einzug im Jahre 2003 wird diese Werkstatt in mehr oder weniger regelmäßigen Intervallen aufgeräumt – und dies gerne recht geräuschvoll mit musikalischer Untermalung.

Apropos Musik: Während der Lektüre? Geht gar nicht! In jungen Jahren – also zu einer Zeit, die weit, sehr weit in der Vergangenheit liegt (Zur allgemeinen Orientierung: Als Währung hatten wir die D-Mark, Helmut Kohl war Bundeskanzler und Dieter-Thomas Heck moderierte noch die „Hitparade“!) – dudelte, während ich las, im Hintergrund immer ganz unaufgeregt irgendeine Musik. Und heute? Ruhe! Ich brauche Ruhe! Ach, das hatte ich ja schon erwähnt!

Als Leseplatz wähle ich mir gerne das Sofa und zwar vorzugsweise die Seite mit der Recamiere, damit ich meine Füße bequem hochlegen kann. Kaum bin ich in dieser Leseposition, lockt sie wie durch Zauberei unseren Kater auf den Plan, der liebend gerne auf meinem Schoß Platz nimmt. „Eigentlich“ (!) ist er auch das einzige Lebewesen, das mir beim Lesen Gesellschaft leisten darf. Mein Gatte wird höchstens in Ausnahmefällen gnädig von mir geduldet. Erstaunlich wie laut so’n Mensch atmen kann! Und dabei brauche ich doch…! Ach, das hatte ich ja schon erwähnt!

Auch bei Tageslicht schalte ich die Leselampe ein. Unser Sofa steht in einem so ungünstigen Winkel zum Fenster, dass auf die Buchseiten nur dann ausreichend Licht fallen würde, wenn der Buchrücken in meine Richtung zeigt. Zwecks Ausnutzung der Naturbeleuchtung müsste ich dann meinen Kopf auf die Recamiere betten, während meine Beine sich über die Rückenlehne Richtung Zimmerdecke schlängeln. Geht gar nicht! Aus dem Alter, wo ich akrobatische Verrenkungen auf einer weichen Unterlage machte, bin ich seit einigen Jahren (Okay, okay! Es sind eher Jahrzehnte!) raus. Also bescheint die Leselampe meine Buchseiten und brennt mir nebenbei einen fulminanten Sonnenbrand in den Nacken.

„Eigentlich“ (Schon wieder dieses schauderhafte Wort…!) kann ich zu jeder Tageszeit (weniger Nachtzeit) lesen. Allerdings bin ich morgens einfach frischer und somit aufnahmebereiter, während es (leider) am Nachmittag durchaus vorkommen kann, dass mich nach der Lektüre einiger Seiten eine altersbedingte Müdigkeit befällt und meinen Kopf auf das Polster zwingt. Dabei weckt mich häufig ein sehr spezifisches Geräusch – mein Schnarchen! Wen wundert’s?! Denn auch für einen erholsamen Schlaf brauche ich – Ihr ahnt es sicherlich – Ruhe, ganz viel Ruhe!

Wie gesagt: Viel brauche ich nicht…!

…und welche Lese-Rituale habt Ihr für Euch kultiviert???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

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