MONTAGSFRAGE #8: Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum? Wenn nein: warum nicht?

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Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv finden Sie Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.


Buch-Blogger Vorstellungsrunde: Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum? Wenn nein: warum nicht?

Nein, ich leihe keine Bücher aus Bibliotheken aus! Aber über das Warum habe ich mir noch keine ernsthaften Gedanken gemacht. Vielleicht sollte ich es nun…

(Grübel!)

Wir haben hier vor Ort eine tolle Stadtbibliothek, die ich sogar schon betreten habe (Applaus!), um Karten für eine Lesung zu erwerben (Die Lesung fand dann allerdings in der angrenzenden Mensa statt). Neugierig bin ich bei dieser Gelegenheit durch die Reihen geschlendert, habe mir das dortige Angebot angesehen und fand, dass dies eine wichtige Einrichtung ist. Auf den Gedanken, mir ein Medium dort zu leihen, bin ich nicht gekommen.

Als Kind und Jugendlicher habe ich unsere kleine Gemeindebücherei in meinem Heimatort geliebt. Anfangs war sie sogar in zwei Klassenräumen in meiner Schule untergebracht. Da meine Eltern nicht über die finanziellen Mittel verfügten, mich mit ausreichend Lesestoff zu versorgen, war die Gemeindebücherei mein Buch-Paradies, mein Lese-Eldorado, mein Zufluchtsort! Zumal die Ausleihe für Kinder und Jugendliche damals noch kostenfrei war. Wahrlich paradiesisch…!

Bei meiner Ausbildung zum Krankenpfleger nutzte ich natürlich meine eigenen Fachbücher, und auch bei meinen Fortbildungen bei denen am Schluss eine Facharbeit erarbeitet werden musste, griff ich lieber tief in den Geldbeutel, habe mir die nötige Literatur angeschafft und konnte hemmungslos und nach Herzenslust die Texte markieren und Randnotizen machen.

Auch zur Vorbereitung auf eine Lesung greife ich prinzipiell zum Eigen-Buch: Nach einem Textstudium sind die Seiten eines Buches bei mir zwangsläufig nicht mehr „unberührt“.

Ich glaube, es ist nur verständlich, warum in den oben genannten Situationen, Leih-Bücher für mich keine vorteilhafte Wahl darstellen.

Doch neben dem beruflichen und öffentlichen Lesenden gibt es ja auch noch den privaten Lesenden: Rein theoretisch könnte ich mir meine Lektüre in einer Bibliothek entleihen. Aber ich tue es nicht…!

Ich tue es nicht, da ich ein Stimmungsleser bin! Auf meinem Regalbrett der ungelesenen Bücher befinden sich zwischen 15 und 20 Exemplare dieser Gattung (die Anzahl ist Schwankungen unterworfen). Einige Bücher stehen dort schon seit Jahren – nicht, weil sie „schlecht“ sind: sonst hätte ich sie ja nicht käuflich erworben – sondern weil ich für sie noch nicht in Stimmung war. Da bin ich wie eine verschnupfte Geliebte, die ihrem fordernden Liebhaber zuhaucht „Heute nicht, Schatz! Ich habe Migräne!“

Ich entscheide dann äußerst spontan, welchem literarischen Liebhaber ich gnädig meine Gunst gewähre. 💞


…und zu welcher Kategorie tendiert Ihr? Eigen-Buch oder Leih-Buch?

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