Neues Jahr, neues Glück, neue Ideen…

…schön wär’s! Da sich das vergangene Jahr so gänzlich anders entwickelte wie gedacht bzw. geplant, halte ich mich mit Mutmaßungen für dieses Jahr dezent zurück.

…im letzten Jahr hatte ich mich aus persönlichen Gründen als Vor-Leser sehr rar gemacht. Privat ging es etwas arg turbulent zu (Damit meine ich nicht nur meinen 50. Geburtstag!), und auch beruflich stand eine Veränderung an. Umso mehr hoffe ich, dass ich in diesem Jahr wieder mit einigen Lesungen meine Zuhörer*innen erfreuen darf.

…zudem warten einige interessante Rezensionsexemplare geduldig auf mich (nur leider bin ich mit mir selbst weniger geduldig, und das schlechte Gewissen plagt mich schon): ein spannender Fall vom interessantesten Pathologen der Welt Dr. Siri und der verschwundene Mönch von Colin Cotterill, die Neu-Übersetzung von Margaret Mitchells Vom Wind verweht, eine hemmungslose Kicher-Attacke mit Tausend Dank, Jeeves! von P.G. Wodehouse und der vielversprechende Roman Die Wandelbaren von Eleonora Hummel. Besonders beim zuletzt Genannten meldet sich mein schlechtes Gewissen äußerst penetrant, da Frau Hummel mich persönlich kontaktiert hat. Aber da die besinnlich-unruhige Zeit nun vorbei und auch meine Jobsuche abgeschlossen sind, habe ich nun den Kopf wieder frei für die vielen wunderbaren Geschichten!

…außerdem versprechen die Frühjahrs-Publikationen der Verlage weitere abwechslungsreiche Lesestunden: Rivenports Freund von Damiano Femfert (Schöffling & Co./ 4. Februar 2020), Die Sonne hat Gesellschaft von Dorthe Nors (kein & aber/ 11. Februar 2020), Eine Urlaubsliebe von Ewald Arenz (ars vivendi/ 10. März 2020), Vorhang von Agatha Christie (Atlantik/ 4. April 2020), Hotel du Lac von Anita Brookner (Eisele/ 29. Mai 2020) und Ein unerhörtes Alter von Rose Macaulay (Dumont/ 16. Juni 2020).

…und auch kulturell bleibt es bunt und abwechslungsreich: Die Bühnen des Landes locken mich mit den beiden Kurz-Opern Cavalleria Rusticana / Der Bajazzo, die Operette Der Bettelstudent und dem Ballettabend Feuerwerksmusik jeweils im Stadttheater Bremerhaven, Der König der Löwen im Theater im Hafen in Hamburg und dem Musical Ein Amerikaner in Paris am Theater in Kiel. Die Ausstellung Hans Saebens – Bilder für Bremen (1930-1969) im Focke Museum Bremen wirft einen aufschlussreichen Blick auf die Vergangenheit. Sowohl der Literaturgottesdienst zum Thema Heimat am 30. Januar 2020 als auch die Lesung mit Rafik Schami am 7. Februar 2020 wecken meine Neugier.

…und dann freue ich mich sehr auf die vielfältigen Begegnungen mit lieben Menschen – sei es um bestehende Bekanntschaften zu pflegen oder um neue Leute kennenzulernen!

Es bleibt spannend!

F R O H E S   N E U E S   J A H R

Das Jahr neigt sich…

…dem Ende entgegen: Nur noch wenige Tage und 2019 ist Vergangenheit!

War es ein gutes Jahr? War es ein schlechtes Jahr?

Für mich persönlich bot dieses Jahr ein buntes Potpourri an Erfahrungen, Erkenntnisse, Emotionen und Entscheidungen – und ich bin dafür dankbar. Ja, ich bin dankbar: Auch wenn es mir manchmal schwer fällt, dies anzuerkennen. Aber ich lerne…!

Darum habe ich für das Neue Jahr auch nur einen einzigen Vorsatz: Habe mehr Geduld mit dir selbst!

Ich wünsche Euch von Herzen ein besinnliches & friedvolles Weihnachtsfest
und für das Jahr 2020 nur das Allerbeste!

Herzliche Grüße
Andreas

 

Diversität „auf Teufel komm’ raus“: Bitte nicht!

Die Entrüstung wabert durch’s Netz! Die „Süddeutsche Zeitung“ hat eine neue Buch-Edition angekündigt: Unter dem süffigen Titel „Soulmates“ versammeln sich hier 10 Werke von namhaften Autoren, die (angeblich) in keiner Büchersammlung fehlen dürfen. Stein des Anstoßes: Es handelt sich hierbei ausschließlich um Autoren, und eine entsprechende Edition mit Autorinnen ist nicht geplant. Somit beweihräuchern die Kerle sich wieder selbst, und die Frauen schauen mal wieder in die Röhre! Diversität wir überbewertet: Könnte man meinen…!

Nun sind solche Editionen in ihrer Zusammenstellung per se immer sehr subjektiv: Jede*r von uns würde je nach persönlichem Gusto andere Bücher auswählen. Warum die SZ nun aber ausschließlich nur die Männer mit einer Edition ehrt und nicht für eine bunte Mischung sorgt, darf durchaus kritisch hinterfragt werden.

Ich habe einen Blick auf meine Rezensionen geworfen und selbstkritisch festgestellt, dass dort beinah doppelt so viele Autoren im Vergleich zu den Autorinnen vertreten sind. Woran dies liegt? Mit Sicherheit nicht daran, weil es Frauen sind. So wähle ich mir meine Lektüre nicht aus, und mit der Genderfrage bei Autor*innen habe ich mich noch nie beschäftigt. Für mich ist der Inhalt wichtig: Spricht mich die Geschichte an? Und wenn ja, gefällt mir der Schreibstil? Zudem gibt es einige Buch-Genre, die mir nicht zusagen, aber wo der Autorinnen-Anteil überproportional hoch ist: Unterhaltungs-, Liebes- und Erotikromane.

Sollte ich nun im Sinne der Diversität immer weiblich/ männlich im Wechsel lesen? Ich könnte es noch weiter auf die Spitze treiben: Da ich ein schwuler Mann bin, dürfte ich auch die Gay-Literatur nicht vernachlässigen…! Oder das Verhältnis von deutschsprachigen Autor*innen zu fremdsprachigen Autor*innen…! Oder…!

Nein! Ich weigere mich, mich in meinem Lese-Verhalten und somit in meinen Vorlieben eingrenzen zu lassen. Ich lese, was mir gefällt, und mir ist es völlig schnuppe, ob es sich hierbei um Männlein oder Weiblein handelt. Hauptsache talentiert…!

Und jede*r dieser talentierten Menschen hat es verdient, Beachtung zu finden: Meinetwegen, wenn’s sich partout nicht vermeiden lässt, auch in Form einer Buch-Edition…!

Nicht die Diversität wird bei mir überbewertet, sondern eher scheinen Buch-Editionen mit ihren subjektiv zusammengestellten Inhalten in ihrer Bedeutung von einigen Mit-Menschen überbewertet zu werden. So etwas benötige ich nicht: Zum Glück bin ich ein eigenständig denkendes Wesen und kann selbst für mich die Entscheidung treffen, welche Bücher ich in meinem Leben gelesen haben MUSS!

Woche unabhängiger Buchhandlungen…

„Eine Woche lang – vom 2. bis 9. November 2019 – zeigen sich über 700 unabhängige Buchhandlungen („Indies“) in ganz Deutschland buchstäblich von ihren schönsten Seiten. Es handelt sich um die größte derartige Aktion, die es jemals gab.

Inhabergeführte Buchläden sind nicht wegzudenken aus unseren Städten und Regionen. Ihr Beitrag zum wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben ist von beachtlicher Bedeutung. Das ist für diejenigen, denen diese Bedeutung längst klar ist, ein guter Grund zu feiern – und für alle anderen eine schöne Gelegenheit zu erfahren, dass es es gute Bücher auch ganz in der Nähe gibt.“

…besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können, und so mopse ich mir diese Worte und Sätze von der WuB-Homepage, die meine uneingeschränkte Zustimmung finden.

Auch die Buchhandlung meines Vertrauens „die schatulle“ in Osterholz-Scharmbeck wartet mit abwechslungsreichen Aktionen auf: So findet am 2. November der Autorensamstag mit Catharina Junk statt, die ihre Lieblingsbücher verraten wird. Am 8. November werden bei „Wilde Bücher!“ eben diese im Stadtgebiet von Osterholz-Scharmbeck ausgewildert, um mit viel Glück von einem neuen Frauchen oder Herrchen adoptiert zu werden. Und am 9. November präsentieren die Gartmann-Schwestern beim „Büchersnack“ Literarisches, während die gelernte Hauswirtschafterin Traute Steenken den Gästen Kulinarisches kredenzt.

Details findet Ihr hier

Allgemeine Informationen zur Aktion verstecken sich hier.

…und: Ja! Ich weiß, dass ich mich ständig wiederhole, trotzdem sage ich es nochmals:

BUY LOCAL!

🙂

Buchblog-Award 2019…

Heute wurde auf der Frankfurter Buchmesse zum 3. Mal der Buchblog-Award verliehen: Ausgezeichnet wurden neben einem etablierten Buch-Blog auch der beste Newcomer, sowie der beste Blog einer Buchhandlung und eines Verlages. Während bei den beiden Erstgenannten eine fünfköpfige Jury aus den Finalisten die beiden Sieger kürten, entschied über die besten Buchhandlungs- und Verlagsblogs allein das öffentliche Voting.

T U S C H ! ! !

Hier sind die Gewinner*innen des Buchblog-Awards 2019:

Und wieder bin ich begeistert, über diesen bunten Haufen an ganz unterschiedlichen Blogs, die sich zur Wahl gestellt haben. Auch wenn nur einige wenige auf dem Siegertreppchen stehen können, so sehe ich auch meine Nominierung eher im olympischen Sinne: „Dabei sein ist alles!“ und sende den Sieger*innen meinen…

H E R Z L I C H E N G L Ü C K W U N S C H ! ! !

Weitere Informationen zu den Sieger*innen findet Ihr hier.

Das Warten hat ein Ende…

Die Finalisten zum Buchblog Award 2019 stehen fest!

Über 3000 Leser*innen haben aus mehr als 650 Buch-Blogs und –Kanäle ihre Finalisten gewählt. Diese sensationelle Beteiligung empfinde ich als eine Wertschätzung für alle Nominierten. Nun obliegt es der kundigen Fachjury, den Besten in der jeweiligen Kategorie zu küren.

Liebe Kolleginnen & Kollegen! Ich gratuliere Euch herzlich zum Einzug ins Finale und drücke Euch im Kollektiv ganz fest die Daumen: Jede und jeder von Euch hätte es verdient, auf dem Siegertreppchen zu stehen. TOI! TOI! TOI!

Alle, die mehr über den Buchblog Award erfahren oder weitere Infos zu den Finalisten erhalten möchten, finden Wissenswertes hier!

Muss ich lesen…?

Bei meinem letzten Besuch in der Buchhandlung meines Vertrauens habe ich mir dieses Büchlein gegriffen. In diesem Büchlein werden alle nominierten Bücher zum diesjährigen Deutschen Buchpreis mit Leseproben vorgestellt. Ein Blick hinein offenbarte mir das, was ich eh schon wusste:

Ich habe von den nominierten Büchern nicht ein einziges gelesen!

Aber wäre dies nicht für einen ernstzunehmenden Buch-Blogger das absolute Pflichtprogramm? Ich habe zwar das eine oder andere der genannten Bücher in der Buchhandlung schon gesichtet und die eine oder andere Rezension zu den genannten Büchern schon gelesen. Einen endgültigen Impuls, diese Bücher zwecks eingehender Prüfung selbst in die Hand zu nehmen, blieb aus.

„Schande über mein Haupt“ oder „gleichgültiges Schulterzucken“?

Ich gebe unumwunden zu, dass die Größe meines schlechten Gewissens einen mehr als (naja: eher weniger) überschaubaren Umfang einnimmt und fühle mich bzgl. dieses Umstandes einfach großartig. Ich lese, was mir gefällt! Ich rezensiere, was mir gefällt. Ich lese nichts, nur weil es auf irgendeiner Liste steht, die mir suggeriert, dass ich dies unbedingt lesen müsste, um „en vogue“ zu sein, da ich sonst nicht mitreden kann und mir auf Cocktail-Partys ansonsten die Themen zum Small-Talk ausgehen!

(„En vogue“ und „cool“ sind übrigens Begriffe, die ich eher nicht im Zusammenhang mit meiner Person assoziiere, und Cocktail-Partys sind mir sowas von schnuppe.)

Trotzdem bin ich mir sicher, dass sich unter den nominierten Büchern ganz außergewöhnliche Werke befinden (…so wie unter den vielen, nicht nominierten Büchern ebenso außergewöhnliche Werke zu finden sind).

Und darum bitte ich Euch um Eure Mithilfe: Welches von den in diesem Büchlein vorgestellten Werke würdet Ihr mir wärmstens empfehlen – nicht weil es nominiert wurde, sondern einzig und allein aus dem simplen Grund heraus, dass es ein wunderbares Buch ist?

Ich danke Euch herzlich für Eure Tipps!

P.S. Bitte nicht missverstehen: Preise und Auszeichnungen sind wichtig! Sie schaffen Aufmerksamkeit, rücken die Buchbranche in den Fokus der Öffentlichkeit und würdigen die Leistungen der in der Buchbranche Tätigen. Ich bin für jedes verkaufte Buch dankbar!

Auf Stimmenfang…

Nur noch wenige Tage und dann endet die Frist zur Nominierung zum Buchblog Award 2019…!

Also, ich möchte Dich nicht unter Druck setzen, aber JETZT wäre der geeignete Zeitpunkt, mir Deine Stimme zu geben…!

Also, natürlich erfolgt Deine Nominierung absolut freiwillig und gänzlich frei von Zwang, aber JETZT würde es doch gut passen, oder…?

Ich habe da mal am PC ein wenig gebastelt: Würde Dir ein fesches Wahlplakat bei Deiner Entscheidungsfindung helfen? Was meinst Du?

Wahlplakat Buchblog Award 2019.png

Oder sollte ich mich lieber unter einem Sonnenschirm auf den Marktplatz stellen, um Luftballons und Kugelschreiber unter das vorbeischlendernde Volk zu werfen – oder lieber Bücher von meinem SuB? Ich könnte es auch so einrichten, dass das vorbeischlendernde Volk direkt an meinem Wahlstand ihre Nominierung abgeben kann – völlig unproblematisch mit nur einem „Wisch“ über den eBook-Reader…!

Wie bitte? Was sagst Du? Das wäre Dir zu übertrieben aufwendig? Na, dann bleibt Dir wohl doch nur die Möglichkkeit, oben rechts auf den Button zu drücken…!

😉

 

#buchpreisbloggen

Auch in diesem Jahr ist wieder die Meinung von Buchbloggerinnen und Buchbloggern zum Deutschen Buchpreis gefragt. 20 Kolleginnen und Kollegen, die in vorbildlicher Weise und mit sehr viel Herzblut ihre Blogs mit Leben füllen und kompetent über Bücher berichten, wurden absolut verdient ausgewählt, nun auch ihr Statement zu Werken, die für den Deutschen Buchpreis nominiert sind, abzugeben,…

…und ich bin wieder sehr erstaunt, in welche illustre Runde von Literaturbegeisterten ich mich vor gut einem Jahr – völlig naiv und unbedacht – „verirrt“ habe. Ihr Lieben, es ist mir eine Freude, ein kleiner Teil dieser Community zu sein!

Ich wünsche meinen Kolleginnen und Kollegen vom #buchpreisbloggen eine inspirierende Lektüre, einen regen Austausch und natürlich viel Spaß!

Die Liste mit den teilnehmenden Buchbloggerinnen und Buchbloggern findet Ihr hier.

Ich habe es gewagt,…

…mich selbst für den diesjährigen Buchblog Award zu nominieren. Ich habe gezögert – und mir lange und intensive Gedanken gemacht: „Kann ich mich wirklich selbst nominieren, oder wirkt es zu selbstgefällig?“, „Sollte ich nicht lieber abwarten, ob mich ein mir wohlgeneigter Mensch nominiert?“, „Aber wie würde ich mich fühlen, wenn mich niemand nominiert?“, „…und was sagt diese Tatsache über mich und meinen Buch-Blog aus?“, „…sagt es überhaupt etwas aus?“.

So kam ich zum Entschluss, sämtliche Verantwortung auf mich zu vereinen: Ich habe mich angemeldet! Ich trage die alleinige Schuld an einem Misserfolg!

Also flugs das Anmeldeformular aufgerufen und hurtig die Lücken gefüllt. Dann kam die Spalte „Begründung zur Nominierung“ sprich „Selbstbeweihräucherung“. Da stehe ich ja total drauf, mich selbst anzupreisen, wie „supi“ ich bin! Spontan brach meine ironische Ader hervor und wollte schreiben „…weil ich einfach der Geilste bin!“. Da mir bewusst ist, dass Ironie in der geschriebenen Form durchaus missverstanden werden könnte, habe ich mich für eine unverfänglichere Variante entschieden:

„Andreas Kück – LESELUST ist ein kleiner aber feiner Blog, der zum Lesen von guten Geschichten verführen möchte. Hier richtet er sein Augenmerk durchaus auf aktuelle Publikationen, aber auch die schönen Geschichten vergangener Monate und Jahre werden wiederentdeckt. Zudem werden die Leser*innen animiert, auch „Ausflüge“ in andere Regionen der Kultur zu unternehmen.“

…nun noch schnell auf „Nominierung absenden“ geklickt, und das Schicksal kann seinen Lauf nehmen!

So, nun werde ich ganz entspannt abwarten.

Wie viele Menschen wohl für mich stimmen werden? Naja, 101 Stimmen sind mir ja schon sicher, da ja alle meine Follower selbstverständlich für mich stimmen. Schließlich drücken sie mit ihrer Followerei ja aus, dass sie meinen Blog gut finden. Da werden sie ja sicher auch ihre Verbundenheit mit einer Stimmabgabe zum Ausdruck bringen. Und wenn sie es nicht tun??? Aber warum followern sie mich denn dann, wenn sie mir noch nicht mal ihre Stimme für einen Award geben würden? (Grübel!)

Ja, danke auch: Hätte ich mich bloß nicht selbst nominiert! Jetzt bin ich so überhaupt nicht mehr entspannt,…

…und Ihr seid schuld!

(Höre ich da etwa, wie Paul Watzlawick mit seinem berühmten Hammer gegen den Sargdeckel klopft?) 😉