Vorlesewettbewerb: Heute ist Finale…

Heute findet das Jubiläums-Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs statt. 16 Kids aus allen Bundesländern werden im Studio des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in Berlin ihr Können unter Beweis stellen.

Ich sende den Kids ein lautes TOI! TOI! TOI! – Habt ganz viel Spaß!!!

…und ich kann meine stetige Begeisterung für diesen Wettbewerb nicht verheimlichen: Nicht nur, dass ich seit Jahren mit Freude und aus Überzeugung Teil der Jury auf Kreisebene bin, vielmehr bin ich jedes Mal überwältigt, mit welchem großen Enthusiasmus die teilnehmenden Kinder Jahr für Jahr bei der Sache sind.

Die Kids von heute sind echt cool!


Einzelheiten zum heutigen Finale findet Ihr hier. Zudem gibt es auf der Homepage des Börsenblatts ein interessantes Interview mit dem Sieger des ersten Finales im Jahre 1959.

Zu wahr und zu wichtig, um unbeachtet zu bleiben…

Statement von Dunja Hayali zur „Düsseldorfer Rede“ am 2. Juni 2019 im Düsseldorfer Schauspielhaus:

Können Sie verstehen, dass man manchmal an den Punkt kommt, laut rufen zu wollen „Ich habe keinen Bock mehr!“?

Keinen Bock mehr auf Rechtsradikale, die meinen, man könnte mörderische Gewalttaten damit relativeren, dass es auch Linksradikale gibt. Und auf die, die heimlich klatschen und andere für sich (Zitat Carolin Emcke) „hassen lassen“.

Keinen Bock mehr auf brechreizerregenden Jubel „im sozialen Netz“, wenn ein Mensch ermordet wurde und darauf, dass dieser „Jubel“ geflissentlich übersehen wird.

Keinen Bock mehr auf Leute, die förmlich auf Terrorakte „aus einer anderen Ecke“ warten, nur um dadurch „beweisen“ zu können, dass die Gefahr nicht aus den eigenen Reihen kommt, sondern „vom Feind“.

Keinen Bock mehr darauf, dass Verantwortliche immer wieder feststellen, sie seien sich der Wahrscheinlichkeit von Gewalttaten bewusst gewesen – aber gegen die Feinde der Demokratie keine Lösungen finden.

Keinen Bock mehr auf die, die schweigen, wenn es im Sinne unserer Gemeinsamkeit laut werden muss!

Keinen Bock mehr auf Extremisten, Terroristen, Radikale, Lügner und Populisten, die uns spalten wollen und uns gegeneinander ausspielen

Keinen Bock mehr auf Leute, die sagen, „es passiert ja nur im Netz“ und vergessen, dass jeder Shitstorm Realität ist und jeder „Aufruf“ Realität werden kann.

Keinen Bock mehr auf die, die sagen, dass das Unsagbare sagbar geworden ist.

Keinen Bock mehr auf Leute, die dauernd zurückrudern.

Aber: ich habe auch „Bock“!

Bock nach vorne rudern zum Beispiel! Und das können wir! Davon bin ich überzeugt. Und gerade weil ich das glaube, habe ich auch weiterhin Bock auf die Verteidigung unserer Werte, unserer Demokratie, unseres Grundgesetzes, unserer Lebensform gegen ALLE, die meinen, das zerstören zu wollen.

Es ist mehr als an der Zeit, dass die Menschen, die das auch so empfinden, endlich, endlich, endlich lauter werden. Klarer. Deutlicher. Fair. Gemeinsam. Eine Mehrheit fällt nicht dadurch auf, dass sie so lange in Schweigen versinkt, bis sie keine mehr ist!

Denn: Keinen Finger breit denen, die uns und unsere demokratische Gesellschaft angreifen wollen.

Keinen.

Dunja Hayali


Die komplette Rede von Dunja Hayali findet Ihr hier! Sehens- und vorallem hörenswert…!

Das Düsseldorfer Schauspielhaus lädt in Kooperation mit der Rheinischen Post Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Religion, Gesellschaft und Kunst dazu ein, über Fragen der Zeit zu sprechen. Die Veranstaltungsreihe „Düsseldorfer Rede“ erfeut sich auch im 3. Jahr einem so großen Interesse, dass die Karten binnen kürzester Zeit ausverkauft waren.

Der Bundesweite Vorlesetag…

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Dafür ist es nie zu früh, um die Werbetrommel zu rühren! Und auch ich spinne schon an der einen oder anderen Idee, da ich in diesem Jahr mich wieder gerne an dieser tollen Aktion beteiligen möchte.

„Der Bundesweite Vorlesetag ist seit 2004 Deutschlands größtes Vorlesefest und eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Jedes Jahr am dritten Freitag im November setzt der Aktionstag ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und begeistert Kinder und Erwachsene für Geschichten.

 Mitmachen ist ganz einfach: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, schnappt sich eine Geschichte und liest anderen etwas vor. Bei der Frage, wie die eigene Vorleseaktion gestaltet wird, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Viele Aktionen finden in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen statt. Aber auch ungewöhnliche Vorleseorte sind beliebt: Von der Gefängniszelle, dem Tierpark, Museen, Planetarien, bis hin zu Lesungen in der Fußgängerzone ist alles mit dabei.“ Zitat: Homepage Vorlesetag

Anmeldung unter: http://www.vorlesetag.de

Seid auch Ihr dabei??? 🤓 😍 🥳 🥰 🤩

Herzlichen Glückwunsch…

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Foto: Kim Wengoborski

Da war die Freude groß: Die Buchhandlung meines Vertrauens „die schatulle“ wurde zum sechsten Mal in Folge vom Landesverband Nord des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur als „Prädikatsbuchhandlung – Partner für Leseförderung“ ausgezeichnet.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Liebe Ute! Liebe Sabine! Liebe Susanne! Liebe Katrin! Lieber Nino! Ich gratuliere Euch von Herzen zu dieser verdienten Auszeichnung, freue mich mit Euch „wie Bolle“ und bin als passionierter Bücherfan so dankbar, Euch in meiner Nähe zu wissen!

Für alle, die sich für die Hintergründe dieser Auszeichnung interessieren, gibt es hier den entsprechenden Zeitungsbericht.

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Heute ist…

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…INTERNATIONALER TAG GEGEN HOMOPHOBIE

Traurig genug, dass es immer noch einen internationalen Tag geben muss, um auf die Rechte gleichgeschlechtlich liebender Menschen hinzuweisen. Aber wenn ich mir die weltweite Entwicklung ansehe, ist dieser Tag nach wie vor wichtig und richtig,…

…und auch hier im eigenen Land fordert die rechte Fraktion unter ihrer lesbischen „Führerin“ (Finde den Fehler!) härtere Sanktionen gegenüber Schwule und Lesben.

Ja, ich bin schwul! Es ist aber nur ein einzelnes Teil meiner Persönlichkeit – ein nicht unwichtiges Teil aber auch nur eines von vielen. Die Mischung meiner Teile machen meine Persönlichkeit aus. Ich bin nicht nur das eine oder das andere: Ich bin so wie ich bin! Und ich kann nichts dafür! Ich habe nichts dazu beigetragen, dass dies so ist!

Manchmal beschleicht mich der Eindruck, dass konservativ-denkende Mitmenschen der Meinung sind, es wäre eine bewusste Entscheidung gewesen. Nein! – Das war es ganz sicher nicht! Ich bin nicht morgens aufgewacht und habe gedacht „Hach! So´ n schöner Tag! Was mache ich mal heute? Zuerst mähe ich den Rasen, danach kaufe ich Katzenfutter ein, und dann werde ich mal schwul!“

Ja, ich bin schwul und witzig und pedantisch und loyal und vorlaut und respektvoll und neugierig und hoffentlich auch ein guter Mensch: Ich bin so wie ich bin! Wozu die Aufregung? Ich tue niemanden damit weh! Ich nehme niemanden etwas weg!

So habe ich die – schon beinah paranoid wirkende – Aufregung rund um „Ehe für alle“ nicht verstanden: Von einer „Bedrohung der traditionellen Ehe“ wurde gesprochen oder befürchtet „bald dürfen auch Geschwister heiraten“ und dazu wurde die Bibel rauf und runter zitiert. (Apropos Bibel: Da ich mich nicht selbst schwul „gemacht“ habe, muss es wohl das Werk einer höheren Instanz sein.)

Aber was war denn konkret passiert? Homosexuellen Menschen wurde ein – wie ich finde – Menschenrecht zugesprochen, das heterosexuelle Menschen seit Jahrhunderten ganz selbstverständlich in Anspruch nehmen (könnten). Ich erinnere mich noch an meinen damaligen Beitrag auf meinem Profil bei facebook:

30. Juni 2017 / 9.13 Uhr
Das Ergebnis der Auszählung ist da: Der Bundestag beschließt die Ehe für alle. Für die Gesetzesvorlage stimmten nach Worten von Parlamentspräsident Lammert 393 Abgeordnete bei 226 Gegenstimmen und vier Enthaltungen.

Ein historisches Ereignis…

…und ich hätte nicht gedacht, dass mich – nach 17 Jahren Beziehung incl. 9 Jahren „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ – dies so emotional berührt, dass mir gerade Tränen über die Wangen laufen!

Heterosexuelle haben dadurch nichts weniger. Aber das Leben vieler gleichgeschlechtlich liebender Menschen wurde durch dieses Gesetz immens bereichert, und was soll überhaupt die Unterscheidung in homo- und heterosexuell, in „ihr“ und „wir“? Wir sind alle Menschen, Bürger, Brüder, Schwestern, Söhne, Töchter, Eltern, Freunde, Nachbarn…! Somit sind wir alle viel mehr als die Summe unserer Teile oder die bloße Reduzierung auf ein einzelnes Teil!

Es gibt leider weiterhin viel zu tun – im Großen wie im Kleinen, auf der großen politischen Bühne wie im kleinen privaten Umfeld. Ich gebe zu, dass wir nicht diejenige sind, die sich übermäßig politisch engagiert und bei Demos oder dem CSD teilnehmen. Mein Mann und ich sind einfach „nur“ sichtbar: Wir werden als Paar in unserer ländlich geprägten Stadt wahrgenommen und leben vor, dass wir eine Ehe führen wie Millionen andere Paare auch – mit Höhen und Tiefen, in guten wie in schlechten Zeiten aber vor allem mit Respekt und sehr viel Liebe!

Es gibt leider weiterhin viel zu tun – aber „wenn-schon, denn-schon“ mit Humor: Humor ist eine mächtige Waffe gegen Hass und Intoleranz,…

…und so sende ich Maren Kroymann, Markus Barth und Ralph Ruthe ein großes Dankeschön für diese wunderbaren Videos!!!

Schwul bei der Feuerwehr Tarmstedt:

 

Ehe für alle auf der Insel:

Die Bedrohung der traditionellen Ehe:

SCHLAGZEILE: Wilde Bücher im Stadtgebiet von Osterholz-Scharmbeck gesichtet!

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Nachdem ein #wildesBuch schon seit einigen Jahren als ausgestorben galt, wurden am heutigen Welttag des Buches wieder etliche Exemplare im Stadtgebiet von Osterholz-Scharmbeck gesichtet. Zuverlässigen Quellen zufolge handelt es sich hierbei um Exemplare, die aus der ortsansässigen Buchhandlung entkommen konnten und nun einen neuen Lebensraum suchen.

Die Bevölkerung wird gebeten, Ruhe zu bewahren und den wilden Büchern freundlich zu begegnen, um Vertrauen aufzubauen. Fachleute des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels raten zudem, die wilden Bücher vorsichtig einzufangen und mit nach Hause zu nehmen.

Wilde Bücher gelten als äußerst anpassungsfähig und sind zudem sehr verträglich mit den schon im Haushalt lebenden Büchern. Bei guter Hege und Pflege können „diese gar possierlichen Tierchen“ ein hohes Alter erreichen und seinen Besitzern über Jahre Freude bereiten.

Nicht nur in OHZ: In vielen Gegenden der Bundesrepublik wurden wilde Bücher gesichtet. Gerüchten zufolge konnten diese Bücher aus vielen Buchhandlungen und Verlagen entkommen!

Darum: Geht heute bitte mit offenen Augen durch die Welt, damit alle wilden Bücher wieder ein liebevolles Heim finden!

VIEL GLÜCK!


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Quelle: Osterholzer Anzeiger vom 21. April 2019

Bin ich büchersüchtig…?

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Gerade am 1. April stellte Blogger-Kollegin Reni Nürnberger auf ihrem Blog „RenisBooks“ sich und dem Rest der Welt die Frage Bin ich büchersüchtig?

Anfangs dachte ich an einen April-Scherz, doch je weiter ich in ihrem Beitrag las, umso faszinierender erschien mir diese Frage, und so musste auch ich sie mir stellen: Bin ich büchersüchtig?

Laut Renis Definition treffen von 5 Symptomen nur 2 auf mich zu (Puh! Glück gehabt!?). Warum habe ich trotzdem nicht das Gefühl, aus dem Schneider zu sein? Warum verspüre ich bei diesem Ergebnis nicht die erwartete Erleichterung?

Ich kann es mir nur so erklären: Ich möchte gerne, unbedingt, ohne schlechtes Gewissen und Angst vor den Nebenwirkungen mit Leib und Seele büchersüchtig sein!!!

Und ich bin es auch! Braucht Ihr Beweise? Ja! Hier kommen sie:

  1. Bücher sind für mich nicht nur irgentwelche Gegenstände: Ich brauche diese Droge als Unterstützung während einer schwierigen Lebensphase.
  2. Bücher werden gehegt und gepflegt: Meine Bücher sehen immer laden-neu aus und werden mind. 2x jährlich abgestaubt. Unreiner Stoff kommt mir nicht ins Haus!
  3. Bücher sind empfindlich: Kaffeebecher auf einem Buch abstellen? Geht gar nicht! Kontaminiertes Material schmälert meine Freude am Konsum!
  4. Wer – Bitteschön! – außer ein Büchersüchtiger macht sich die Mühe und fabriziert einen eigenen Buch-Blog? Es ist ja nicht so, dass es nicht ausreichend Buch-Blogs gibt und das www gerade auf meine geistigen Ergüsse gewartet hätte.

…und der fünfte und letzte Beweis:

  1. Ich bin charakterlich schon so abgestumpft und sittlich schon so sehr verroht, dass ich für sämtliche Rettungsversuche meines sozialen Umfelds absolut unempfänglich bin.

Im Gegenteil: Ich schreie es gerne in die Welt hinau…

„Ja, ich bin büchersüchtig! Und ich bin es mit Vergnügen!“

Jetzt habe ich mich so stark erregt, dass mir die Hände zittern. Oder ist es etwa doch ein Zeichen von Entzug? Dann brauche ich jetzt sofort ein neues Buch – oder lasst mich wenigstens an den Seiten eines neuen Buches schnuppern!

5 Gründe, warum man öfter zum Buch greifen sollte…

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Blogger-Kollegin Daniela Kaufmann-Strässle von „read eat live“ hat einen wunderbaren, kurzweiligen Beitrag zu 5 Gründe, warum man öfter zum Buch greifen sollte verfasst, den ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Daniela ist der Meinung, dass das Lesen das Gehirn trainiert, sowohl den Wortschatz als auch den Horizont erweitert, Stress reduziert UND sexy macht!

Gerade der letzte Punkt lies mich aufhorchen: Daniela behauptet, dass Menschen, die sich mit einem Buch in der Öffentlichkeit zeigen, attraktiver und begehrenswerter erscheinen. Dabei kommt es aber sicher auch auf den Titel des Buches an. Was kann man da alles verkehrt machen! Ich finde, da sollte es eine „dos and don’ts“ -Liste geben,…

…und doch lässt der letzte Punkt hoffen, dass jeder – und zwar ausnahmslos – mit dem richtigen Buch viel sexyer wirkt. Hier der Beweis:

Donald ohne Buch
Donald T. aus W. ohne Buch
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Donald T. aus W. mit Buch

Die positive Veränderung ist verblüffend, oder?