Zu wahr und zu wichtig, um unbeachtet zu bleiben…

Statement von Dunja Hayali zur „Düsseldorfer Rede“ am 2. Juni 2019 im Düsseldorfer Schauspielhaus:

Können Sie verstehen, dass man manchmal an den Punkt kommt, laut rufen zu wollen „Ich habe keinen Bock mehr!“?

Keinen Bock mehr auf Rechtsradikale, die meinen, man könnte mörderische Gewalttaten damit relativeren, dass es auch Linksradikale gibt. Und auf die, die heimlich klatschen und andere für sich (Zitat Carolin Emcke) „hassen lassen“.

Keinen Bock mehr auf brechreizerregenden Jubel „im sozialen Netz“, wenn ein Mensch ermordet wurde und darauf, dass dieser „Jubel“ geflissentlich übersehen wird.

Keinen Bock mehr auf Leute, die förmlich auf Terrorakte „aus einer anderen Ecke“ warten, nur um dadurch „beweisen“ zu können, dass die Gefahr nicht aus den eigenen Reihen kommt, sondern „vom Feind“.

Keinen Bock mehr darauf, dass Verantwortliche immer wieder feststellen, sie seien sich der Wahrscheinlichkeit von Gewalttaten bewusst gewesen – aber gegen die Feinde der Demokratie keine Lösungen finden.

Keinen Bock mehr auf die, die schweigen, wenn es im Sinne unserer Gemeinsamkeit laut werden muss!

Keinen Bock mehr auf Extremisten, Terroristen, Radikale, Lügner und Populisten, die uns spalten wollen und uns gegeneinander ausspielen

Keinen Bock mehr auf Leute, die sagen, „es passiert ja nur im Netz“ und vergessen, dass jeder Shitstorm Realität ist und jeder „Aufruf“ Realität werden kann.

Keinen Bock mehr auf die, die sagen, dass das Unsagbare sagbar geworden ist.

Keinen Bock mehr auf Leute, die dauernd zurückrudern.

Aber: ich habe auch „Bock“!

Bock nach vorne rudern zum Beispiel! Und das können wir! Davon bin ich überzeugt. Und gerade weil ich das glaube, habe ich auch weiterhin Bock auf die Verteidigung unserer Werte, unserer Demokratie, unseres Grundgesetzes, unserer Lebensform gegen ALLE, die meinen, das zerstören zu wollen.

Es ist mehr als an der Zeit, dass die Menschen, die das auch so empfinden, endlich, endlich, endlich lauter werden. Klarer. Deutlicher. Fair. Gemeinsam. Eine Mehrheit fällt nicht dadurch auf, dass sie so lange in Schweigen versinkt, bis sie keine mehr ist!

Denn: Keinen Finger breit denen, die uns und unsere demokratische Gesellschaft angreifen wollen.

Keinen.

Dunja Hayali


Die komplette Rede von Dunja Hayali findet Ihr hier! Sehens- und vorallem hörenswert…!

Das Düsseldorfer Schauspielhaus lädt in Kooperation mit der Rheinischen Post Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Religion, Gesellschaft und Kunst dazu ein, über Fragen der Zeit zu sprechen. Die Veranstaltungsreihe „Düsseldorfer Rede“ erfeut sich auch im 3. Jahr einem so großen Interesse, dass die Karten binnen kürzester Zeit ausverkauft waren.

Heute ist…

…INTERNATIONALER TAG GEGEN HOMOPHOBIE

Traurig genug, dass es immer noch einen internationalen Tag geben muss, um auf die Rechte gleichgeschlechtlich liebender Menschen hinzuweisen. Aber wenn ich mir die weltweite Entwicklung ansehe, ist dieser Tag nach wie vor wichtig und richtig,…

…und auch hier im eigenen Land fordert die rechte Fraktion unter ihrer lesbischen „Führerin“ (Finde den Fehler!) härtere Sanktionen gegenüber Schwule und Lesben.

Ja, ich bin schwul! Es ist aber nur ein einzelnes Teil meiner Persönlichkeit – ein nicht unwichtiges Teil aber auch nur eines von vielen. Die Mischung meiner Teile machen meine Persönlichkeit aus. Ich bin nicht nur das eine oder das andere: Ich bin so wie ich bin! Und ich kann nichts dafür! Ich habe nichts dazu beigetragen, dass dies so ist!

Manchmal beschleicht mich der Eindruck, dass konservativ-denkende Mitmenschen der Meinung sind, es wäre eine bewusste Entscheidung gewesen. Nein! – Das war es ganz sicher nicht! Ich bin nicht morgens aufgewacht und habe gedacht „Hach! So´ n schöner Tag! Was mache ich mal heute? Zuerst mähe ich den Rasen, danach kaufe ich Katzenfutter ein, und dann werde ich mal schwul!“

Ja, ich bin schwul und witzig und pedantisch und loyal und vorlaut und respektvoll und neugierig und hoffentlich auch ein guter Mensch: Ich bin so wie ich bin! Wozu die Aufregung? Ich tue niemanden damit weh! Ich nehme niemanden etwas weg!

So habe ich die – schon beinah paranoid wirkende – Aufregung rund um „Ehe für alle“ nicht verstanden: Von einer „Bedrohung der traditionellen Ehe“ wurde gesprochen oder befürchtet „bald dürfen auch Geschwister heiraten“ und dazu wurde die Bibel rauf und runter zitiert. (Apropos Bibel: Da ich mich nicht selbst schwul „gemacht“ habe, muss es wohl das Werk einer höheren Instanz sein.)

Aber was war denn konkret passiert? Homosexuellen Menschen wurde ein – wie ich finde – Menschenrecht zugesprochen, das heterosexuelle Menschen seit Jahrhunderten ganz selbstverständlich in Anspruch nehmen (könnten). Ich erinnere mich noch an meinen damaligen Beitrag auf meinem Profil bei facebook:

30. Juni 2017 / 9.13 Uhr
Das Ergebnis der Auszählung ist da: Der Bundestag beschließt die Ehe für alle. Für die Gesetzesvorlage stimmten nach Worten von Parlamentspräsident Lammert 393 Abgeordnete bei 226 Gegenstimmen und vier Enthaltungen.

Ein historisches Ereignis…

…und ich hätte nicht gedacht, dass mich – nach 17 Jahren Beziehung incl. 9 Jahren „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ – dies so emotional berührt, dass mir gerade Tränen über die Wangen laufen!

Heterosexuelle haben dadurch nichts weniger. Aber das Leben vieler gleichgeschlechtlich liebender Menschen wurde durch dieses Gesetz immens bereichert, und was soll überhaupt die Unterscheidung in homo- und heterosexuell, in „ihr“ und „wir“? Wir sind alle Menschen, Bürger, Brüder, Schwestern, Söhne, Töchter, Eltern, Freunde, Nachbarn…! Somit sind wir alle viel mehr als die Summe unserer Teile oder die bloße Reduzierung auf ein einzelnes Teil!

Es gibt leider weiterhin viel zu tun – im Großen wie im Kleinen, auf der großen politischen Bühne wie im kleinen privaten Umfeld. Ich gebe zu, dass wir nicht diejenige sind, die sich übermäßig politisch engagiert und bei Demos oder dem CSD teilnehmen. Mein Mann und ich sind einfach „nur“ sichtbar: Wir werden als Paar in unserer ländlich geprägten Stadt wahrgenommen und leben vor, dass wir eine Ehe führen wie Millionen andere Paare auch – mit Höhen und Tiefen, in guten wie in schlechten Zeiten aber vor allem mit Respekt und sehr viel Liebe!

Es gibt leider weiterhin viel zu tun – aber „wenn-schon, denn-schon“ mit Humor: Humor ist eine mächtige Waffe gegen Hass und Intoleranz,…

…und so sende ich Maren Kroymann, Markus Barth und Ralph Ruthe ein großes Dankeschön für diese wunderbaren Videos!!!

Schwul bei der Feuerwehr Tarmstedt:

 

Ehe für alle auf der Insel:

Die Bedrohung der traditionellen Ehe:

Heute ist…

…W E L T T H E A T E R T A G

…und ich kann die Stunden, die ich in einem Theatersaal verbracht habe, gar nicht mehr zählen. Natürlich gab es Aufführungen, die mich mal mehr mal weniger begeistert haben, aber ich kann mich nicht erinnern, je einen Theaterbesuch bereut zu haben.

Nicht umsonst werden Theaterhäuser auch als Musentempel bezeichnet. Besonders die älteren Häuser mit der Patina der Jahr(hundert)e haben ein besonderes Flair und spiegeln die Bedeutung der darstellenden Kunst in der Gesellschaft wieder. Eine Theaterpremiere war ein gesellschaftliches Ereignis. Es galt, zu sehen und gesehen zu werden…!

Die beiden schönsten Theater, die ich bisher besuchen durfte, waren das „Det Ny Teater“ in Kopenhagen (2001) und das „Theater des Westens“ in Berlin (2005).


Det Ny Teater

Das „Det Ny Teater“ in Kopenhagen wurde erstmals 1908 eröffnet und gilt mit mehr als 12.000 m² als eines der größten Theater Dänemarks. Es verfügt über zwei Bühnen, den Hauptsaal mit mehr als 1.000 Plätzen und das „Sceneriet“, ein kleineres Theater, das nach einer umfassenden Renovierung des gesamten Theaters 1994 im Keller errichtet wurde. Nun ist es eine Spielstätte hauptsächlich für Musicals und hat eine Reihe großer internationaler Musicals produziert. Das erfolgreichste davon war „The Phantom of the Opera“, das von 2000 bis 2002 lief und nun im Jahre 2018 „zurückgekehrt“ ist. Gespielt wird natürlich in der Landessprache.

Das Theater ist dem Vorbild der Pariser Oper nachempfunden, vereint jedoch eine Mischung verschiedener Stile. So findet man Elemente mit klassischem „Trompe-l’œil-Effekt“ neben Art-Deco-Elementen kombiniert.

Als wir am 8. November 2001 dort im Zuschauerraum Platz nahmen, waren wir ganz gefangen von der Eleganz. Selten hat ein Theater mit dem dort gezeigten Stück eine solche Symbiose gebildet: Es schien, als würden „The Phantom oft he Opera“ und das „Det Ny Teater“ eine kongeniale Einheit bilden.


Theater des Westens

Das „Theater des Westens“ wurde 1895/1896 im Stil des wilhelminischen Historismus errichtet, blickt auf eine sehr abwechslungsreiche Vergangenheit unter verschiedenen Leitungen und wurde hauptsächlich als Opern- und Operettenbühne genutzt. So standen immer wieder in den unterschiedlichsten Produktionen große Stars auf dieser Bühne: Maria Callas, Mario del Monaco, Dietrich Fischer-Dieskau, Anneliese Rothenberger, Hermann Prey und Rudolf Schock.

Ab 1961 wurde es dann Spielstätte des internationalen Musicals und feierte mit der Premiere von „My Fair Lady“ einen fulminanten Einstand. Nachfolgeproduktionen konnten an diesen Erfolg nicht anknüpfen. Erst 1984 unter der Intendanz von Götz Friedrich und mit Helmut Baumann als künstlerischen Direktor schien sich das Blatt zu wenden. Helmut Baumann entwickelte sich zum führenden Musical-Fachmann, der eine gute Mischung aus unbekannten Stücken und Publikumsrennern bot. Mit der Premiere von „La Cage aux Folles“ im Jahre 1985, in der Baumann kurzfristig die Hauptrolle übernahm, sprach die Presse von einem Theaterwunder à la „My Fair Lady“. Das Stück stand 10 Jahre lang immer wieder auf dem Spielplan des Theaters.

Das „Theater des Westens“ war zu dieser Zeit eine der modernsten Musicalbühnen Europas mit raffinierten technischen Einrichtungen und Erfindungen. Das Management unter Götz Friedrich und Helmut Baumann mit ausgesuchten Spitzenkräften war vorbildlich und innovativ. Zum Stamm-Ensemble kamen immer wieder Gäste hinzu: Hildegard Knef, Angelika Milster, Helen Schneider, Caterina Valente, Ute Lemper und Hartwig Rudolz.

Helmut Baumann wurde 1993 auch Intendant des „Theaters des Westens“ und sorgte mit einer abwechslungsreichen Stückwahl und herausragenden Inszinierungen für ein internationales Renommeé des Hauses. Doch das Ziel, hochwertige Musicals dem Publikum zu zeigen, konnte aufgrund geringerer öffentlicher Zuschüsse in Kombination mit einem Einstellungsstopp schlecht realisiert werden. Helmut Baumann verließ darauf das Haus mit Ende der Spielzeit im Sommer 1999. Die Jahre bis 2002 waren eher unrühmlich für dieses wunderbare Haus, bis „Stage Entertainment“ das Theater übernahm. Sie beschäftigt seitdem kein festes Ensemble mehr und zeigt Langzeit-Aufführungen ihrer Produktionen. Als wir am 31. Juli 2005 dort eine Vorstellung von „Die 3 Musketiere“ besuchten, waren wir geblendet von der Opulenz dieses Theaters.


Einen Eindruck vom Können Helmut Baumanns erhielten wir in den Jahren 2000 bis 2004: In dieser Zeit inszenierte er die Musicals „La Cage aux Folles“, „Cabaret“, „My Fair Lady“, „Kiss me, Kate“ und „Victor & Victoria“ am Bremer Theater. Ein wahrgewordener Musical-Traum…!

Erinnerungen: „La Cage aux Folles“ / Bremer Theater (Spielzeit 2000/01)

Vorlesewettbewerb 2018/19: And the winner is…

Irgendwie ist es wie bei „Dinner for One!“ – The same procedure as every year!

Es ist an einem Abend im Februar. In der „schatulle“ sitzen neben mir Iris Belz, Leiterin der Stadtbibliothek und Heinz Höllings, Lesepate an verschiedenen Schulen. Wir alle 3 haben Klemmbretter mit Bewertungsbögen auf den Knien. Vor uns sitzen 9 Jugendliche, die den Mut hatten, sich dem Vorlesewettbewerb auf Kreis-Ebene zu stellen und haben ihre „Freunde“ mitgebracht: Elizabeth aus dem Winterhaus, Greg mit seinen Tagebüchern, Young Sherlock Holmes, Lola und der Herr der Diebe sind heute auch in dieser Buchhandlung zu Gast.

Wir bekommen eine bunte, wilde und abwechslungsreiche Reise durch die Jugendliteratur geboten – mit ebenso abwechslungsreichen Darbietungen. Großartig!

Der Ablauf ist seit Jahren identisch: Die Kids müssen 2 Runden absolvieren. In der ersten Runde stellen sie innerhalb von 3 Minuten einen Auszug aus ihrem Wahlbuch incl. einer erklärenden Einleitung vor. Die Jury entscheiden dann über Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl. Bei der zweiten Runde erhalten die Kids einen ihnen unbekannten Text und werden von der Jury in Lesetechnik und Interpretation bewertet. Dann zieht sich die Jury zur Beratung zurück, zählt die jeweils vergebenen Punkte zusammen und diskutiert manchmal durchaus kontrovers, bis dann endlich die/ der Sieger*in feststeht und bekanntgegeben werden kann.

Clara Serin Schmidt gewinnt mit ihrem gekonnten Vortrag aus „Honigkuckuckskinder“ von Andreas Steinhöfel und ihrer souveränen Leistung beim Fremdtext absolut verdient diesen Kreis-Entscheid und darf sich nun auf Bezirksebene messen. Gratulation!

Ich genieße wieder die entspannt-lockere Atmosphäre und den sehr netten Austausch mit meinen Mit-Juror*innen…

…und fühle mich wieder bestätigt:

Bevor das Buch „ausstirbt“, friert die Hölle zu!!! 😈

P.S.: Hier geht es zu den Zeitungsberichten: Osterholzer Kreisblatt / Osterholzer Anzeiger

Auch auf die Gefahr,…

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…dass ich mich ständig wiederhole! Aber…

…ich habe hier die weltbesten Buchhändlerinnen vor Ort!

Nachdem ich mich im September bei Zeit für Geschichten als heimlicher Fan von Kommissar Gordon geoutet habe, drückten mir wenige Wochen später Sabine und Ute Gartmann einen Umschlag in die Hand mit den Worten „Wir haben da mal was für Dich!“.

Heraus kam ein auf 50 Exemplare limitierter Original-Druck von Gitte Spee, die die wunderbaren Illustrationen zu Kommissar Gordons Abenteuer geschaffen hat. Meine Gartmann-Schwestern wollten mir aber partout nicht verraten, wie sie an diesen Schatz gekommen sind. Ich werde aber beharrlich investigativ recherchieren!

Selbstverständlich wurde dieser Druck von mir gerahmt und hat nun einen besonderen Platz – in direkter Nachbarschaft zum Schutzengel der Bücher – in unserer Mediothek!

Ich habe mich so sehr gefreut! Vielen, herzlichen Dank!!!

Gehässige Bemerkung des Tages: Ob die „Buchhändler*innen“ am großen Amazonas das auch für mich getan hätten?

.LESELUST @ LESERKANONE…

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Foto: Homepage LESERKANONE

Ich bin ganz hibbelig! Seid gestern findet Ihr ein Interview mit mir auf der Homepage von LESERKANONE.

Hinter LESERKANONE verbirgt sich ein privates Internetportal, das seit 2011 unendgeltlich Informationen zu deutschsprachigen Büchern seinen Besucher*innen zur Verfügung stellt. Oder wie LESERKANONE es selbst ausdrückt:

„Auf dieser Plattform haben begeisterte und kritische Leser die Möglichkeit, zu den von ihnen gelesenen Büchern Stellung zu beziehen und sie zu bewerten, ihrer Begeisterung Ausdruck zu verleihen oder sie nach Strich und Faden zu verreißen.“

Zu den zur Verfügung gestellten Informationen zählen auch Interviews mit den Menschen, die hinter den vielfältigen und abwechslungsreichen Buch-Blogs stehen,…

…und ich bin nun auch dabei! (Hibbel!)

Du & Dein Blog

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Stefanie Studt von angeltearz liest schickt nochmals ihre Fragen zu „Du & Dein Blog“ in die Welt hinaus. Hinter jedem Blog steht ein Mensch, der sehr viel Zeit, Enthusiasmus und Herzblut in dieses Hobby steckt und darum Respekt und Anerkennung verdient hat.

Lernen wir uns doch hiermit gegenseitig besser kennen und mehr schätzen: Für Hetze und Missgunst habe ich auf meinem Blog keinen Platz!

Die Fragen…

1. Wer bist du? Stell dich vor!

Mein Name ist Andreas Kück. Ich bin zurzeit 49 Jahre alt, verheiratet aus Überzeugung, stolzer Dosenöffner eines gar wohlgeratenen Katers und hauptberuflich als Krankenpfleger tätig. Weitere ausführliche Infos zu meiner Person findet Ihr unter „Über mich…“!

2. Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich blogge seit dem 7. Juli 2018. Zuerst habe ich versucht etwas Blog-ähnliches auf facebook zu etablieren und habe festgestellt, das fb dafür nicht das richtige Medium für mich ist. Es hat mich eher frustriert, und das Niveau und der Umgangston haben mir teilweise nicht zugesagt. Darum poste ich auch auf meiner privaten fb-Seite nur noch sporadisch.

3. Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?

Ja, sicher weiß mein Umfeld von meinem Blog. Diese Neigung hätte ich gegenüber meinem Mann und meinen Freunden auf Dauer nicht geheim halten können. Dieses Gefühl, sich ständig verstellen zu müssen und in ständiger Angst zu leben, dass jeder Griff zum Buch mich verraten könnte, hätte mich seelisch zerrüttet. Darum habe ich mich sofort mit meinem ersten Blog-Post geoutet und bisher nur positive Rückmeldungen erhalten…! 🤣

4. Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

Ja, es gibt nach wie vor auch eine LESELUST-Seite auf facebook: https://www.facebook.com/andreaskueck.leselust

5. Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen? (Trau dich und sei ehrlich)

Nein, es gibt absolut keinen Grund zur Klage. Bisher habe ich auch noch keine wie auch immer gearteten negativen Erfahrungen gemacht. Ich würde dieses aber auch im Rahmen meiner Möglichkeiten unterbinden. Ganz im Gegenteil…

6. Und was magst du an der Bloggerwelt?

…ich liebe den Austausch mit Blogger*innen sehr. Mein Eindruck ist, dass wir hier auf einem recht hohen Niveau kommunizieren, das geprägt ist von Respekt und Höflichkeit!

Die Liebe zum gedruckten Wort steht bei mir im Vordergrund, und ich hoffe und wünsche, dass das auch meine Leser*innen und Bloggerkolleg*innen spüren. So „like“ ich bei meinen Mit-Blogger*innen durchaus auch Rezensionen von Büchern, die mich persönlich nicht interessieren. Ich möchte aber mit meinem „like“ anerkennen, dass mir die Rezension vom Stil, Ausdruck etc. sehr gefallen hat.

Auch beteilige ich mich gerne an Blog-übergreifende Aktionen (wie z. Bsp. MONTAGSFRAGE), wenn diese zu mir passen.

7. Liest du auch außerhalb deines eigenen “Blogbereiches” oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?

Ich lese auch den einen oder anderen Blog außerhalb des „Blogbereichs“. Aber hauptsächlich findet man mich auf Buch-Blogs.

8. Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!

Ohja, vernetzen ist wichtig. Wir sitzen ja alle nicht in unserer persönlichen Blase und dümpeln im luftleeren Raum. Ich brauche Austausch, Rückmeldungen und Inspiration von meinen Mitmenschen – in diesem Fall: von meinen Mit-Blogger*innen.

Ohje, wo soll ich da anfangen! Es gibt so viele tolle Blogs: Das Leben ist so bunt, wie die Buch-Blogs und die Menschen, die dahinter stehen, unterschiedlich sind. Da ist doch sicher für jeden etwas dabei, oder? So gibt es auch für mich viele Blogs, die mich ansprechen. Die Reihenfolge meiner Aufzählung erfolgt ohne Wertung…


Ich hoffe, Ihr konntet mich nun ein wenig näher kennenlernen und freue mich über Eure Rückmeldungen, um auch Euch besser kennenzulernen.

Lieben Gruß

Andreas

Hatte ich eigentlich schon erwähnt,…

Foto zu Presse-Hinweis zur Spendenübergabe - Erlös aus Lesung STERNENGLANZ & WEIHNACHTSZAUBER mit Andreas Kück.jpg

…wie sehr ich Foto-Sessions LIEBE? Nein? Dann wisst Ihr es jetzt!

Aber es war ja schließlich für einen guten Zweck: Ich übergab (durchaus mit einem Hauch von Stolz) den Erlös aus meiner Lesung „Sternenglanz & Weihnachtszauber“ an Pastor Georg Ziegler und Luise Scholtissek. Die stolze Summe von 500,- Euro hatte ich „erlesen“ und konnte somit einen kleinen Teil zum Erhalt unserer historischen Friedhofsmauer beitragen. Als Dank erhielt ich einen symbolischen Papp-Ziegel mit einem originalen Stück vom verwitterten Klinker, der nun seinen Platz in meinem Bücherregal gefunden hat,…

…und natürlich wurden bei dieser Gelegenheit Fotos für Presse und Social Media gemacht, um weiterhin für diesen guten Zweck zu werben und somit vielleicht Nachahmer zu animieren.

Dafür grinse ich doch gerne wie ein Honigkuchenpferd von einem Ohr zum anderen in die Kamera! Cheese!

Neues Jahr, neues Glück, neue Ideen…

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…und da gibt es so einiges, das mir im Hirn herum spukt: Themen und Orte für interessante Lesungen, besondere Events und Aktionen. Ich bin schon sehr gespannt, was ich davon in diesem noch so jungen Jahr umsetzen kann,…

…so wird es im Laufe des Jahres eine neue Rubrik hier auf .LESELUST geben. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich möglichst viel Leser*innen beteiligen würden: Einzelheiten folgen zeitnah!

…da liegen noch eine Menge Rezensionsexemplare für mich bereit: Immer Ärger mit Harry von Jack Trevor Story, Opernroman von Petra Morsbach, The Hills von Matias Faldbakken und Weißer Tod von Robert Galbraith – neben all den tollen Bücher, die mir „so nebenbei“ selbst gegönnt habe,…

…zudem stehen zwei Krimiklassiker mit einer Neuauflage in diesem Jahr am Start: Dreizehn Gäste von J. Jefferson Farjeon (23. März) und N oder M?: Ein Fall für Tommy und Tuppence von Agatha Christie (6. Mai)…

…auch als Vor-Leser werde ich in diesem Jahr sicher wieder unterwegs sein: Während meine Traditions-Lesung im Carpe Diem schon fest terminiert ist, werde ich mich ansonsten überraschen lassen, wo und bei welcher Gelegenheit ich ein Buch aufschlagen werde,…

…zudem hängen an unserer Pin-Wand schon einige Eintrittskarten für wunderbare Konzert- und Theater-Abende: Die Zauberflöte im Stadttheater Bremerhaven, Mary Poppins im Stage Theater an der Elbe, Der Frosch mit der Maske im Imperial Theater Hamburg, Die Tür mit den 7 Schlössern im bremer kriminal theater, Konzert Pe Werner – Von A bis Pe im Theater im Fischereihafen,…

…und dann gibt es in diesem Jahr den 1. Geburtstag meines Blogs zu feiern!

Es bleibt spannend!

F R O H E S   N E U E S   J A H R

Sternenglanz & Weihnachtszauber…

Es war ein Tag wie im Märchen: Die Sonnenstrahlen glitzerten verführerisch in den verschneiten Bäumen, und der Wind hauchte feinen Schnee wie Elfenstaub über die Landschaft. So und nicht anderes begann dieser Tag…

…sicher irgendwo auf der Welt, aber nicht hier in Osterholz-Scharmbeck: Sprühregen, ein Himmel tief verhangen mit grauen Wolken, von der Sonne fehlte jede Spur…

…und mir ging es nicht gut: tagelange Migräne gepaart mit Lampenfieber ist keine angenehme Kombination. Aber: The Show Must Go On!

So saß ich hier in „meiner“ Klosterkirche St. Marien und wartete,…

…wartete auf den Beginn der von mir selbst initiierten und geplanten Veranstaltung und schickte Verwünschungen gegen mich selbst gen Kirchenkuppel (WARUM?).

Zudem nagte in mir die Unsicherheit „Werden auch genügend Gäste erscheinen?“. Der Kartenvorverkauf verlief leider nur sehr schleppend. Über die Gründe konnten wir nur spekulieren: Lag es an der Wahl des Termins so kurz vor Weihnachten? Oder lag es doch eher an der „Konkurrenzveranstaltung“ einer Lesung mit der Schauspielerin Janette Rauch im wenige Kilometer entfernten Kulturzentrum Gut Sandbeck? Dabei ging es weniger um mein Ego – Ich lese für 5 Gäste ebenso gerne wie für 50 Gäste! – sondern diese Lesung sollte für einen guten Zweck sein, und da hätte ich gerne viele, viele Euros „eingelesen“!

Dabei hatten wir alles getan, um unseren Gästen einen stimmungsvollen Abend zu bescheren: Der große Weihnachtsbaum erstrahlte in unzähligen Lichtern, Kerzen brannten auf dem Altar und auf dem Adventkranz.

Der Kirchenmusiker Utz Weißenfels sorgte an der Orgel für den musikalischen Rahmen. Ute Gartmann von der Buchhandlung „die schatulle“ präsentierte eine kleine, feine Buchauswahl, Susanne Bödeker vom „Carpe Diem“ umsorgte die Gäste mit Getränken, und Pastor Georg Ziegler fand die passenden Worte zur Begrüßung und zum Abschied.

Doch die Hauptlast des Abends lag natürlich auf meinen zarten Schultern. Aber: The Show Must Go On!

Der 1. Teil der Lesung stand ganz im Zeichen des Humors mit seinen heiter-satirischen Texten:

  • Nicole Franz – Um Himmels willen
  • Janina David – Wer glaubt noch an den Weihnachtsmann
  • Loriot – Advent
  • Fritz Bernhard – Der unkorrekte Tannenbaum
  • Hans Scheibner – Fahrlässige Leergutfalscheinsortierung

Nach dem 1. Teil der Lesung ging es mir schon ein wenig besser: Die erste Aufregung hatte sich gelegt, und die Migräne war etwas abgeklungen – auch dank des tollen Publikums, das sich von der ersten Minute an sichtlich gut amüsierte und nach den einzelnen Geschichten entsprechend Applaus spendete.

Der 2. Teil der Lesung wurde ruhiger und besinnlicher:

  • Anton Cechov – Eine schreckliche Nacht
  • O. Henry – Das Geschenk der Weisen
  • Agatha Christie – Der unfolgsame Esel

40 Gäste (geschätzt) spendeten am Schluß begeistert Beifall. Ich war vollgepumpt mit Glückshormonen und hatte das Gefühl, dass ich Bäume entwurzeln könnte: Dopamin ist ein echt krasses Zeug!

Der Abend klang aus mit netten Begegnungen, vielen anerkennenden Worten, dem Genuss des einen oder anderen Bechers Punsch und der freudigen Erkenntnis, dass ich ein hübsches Sümmchen spenden konnte!

Natürlich könnte ich einen solchen Abend nicht „stemmen“, wenn ich nicht so viele tolle Menschen zur Unterstützung an meiner Seite wüsste. Darum sende ich einen herzlichen Dank an Georg Ziegler und Anne Leukers für die Organisation, Utz Weißenfels für die musikalische Begleitung, Susanne Bödeker und Ute Gartmann für „das Dasein“. Ein besonderer Dank geht an meinen Mann, der mich in dieser Zeit immer geduldig erträgt!

P.S.: Kennt jemand von Euch ein wirksames Mittel gegen „Glänzen wie Speckschwarte“ in Kombination mit einem hochroten Kopf? Ich wäre für jeden Tipp sehr dankbar!