Buchblog-Award 2019…

Heute wurde auf der Frankfurter Buchmesse zum 3. Mal der Buchblog-Award verliehen: Ausgezeichnet wurden neben einem etablierten Buch-Blog auch der beste Newcomer, sowie der beste Blog einer Buchhandlung und eines Verlages. Während bei den beiden Erstgenannten eine fünfköpfige Jury aus den Finalisten die beiden Sieger kürten, entschied über die besten Buchhandlungs- und Verlagsblogs allein das öffentliche Voting.

T U S C H ! ! !

Hier sind die Gewinner*innen des Buchblog-Awards 2019:

Und wieder bin ich begeistert, über diesen bunten Haufen an ganz unterschiedlichen Blogs, die sich zur Wahl gestellt haben. Auch wenn nur einige wenige auf dem Siegertreppchen stehen können, so sehe ich auch meine Nominierung eher im olympischen Sinne: „Dabei sein ist alles!“ und sende den Sieger*innen meinen…

H E R Z L I C H E N G L Ü C K W U N S C H ! ! !

Weitere Informationen zu den Sieger*innen findet Ihr hier.

[Die Bücher meines Lebens] Weitere Infos folgen in Kürze…

…stand seit einigen Wochen am rechten Rand dieses Blogs, und vielleicht habt Ihr Euch schon gefragt, was sich dahinter verbirgt. Ich verrate es Euch nun sehr gerne:

In diesem Jahr (genauer am 8. November) werde ich meinen 50. Geburtstag feiern. Aus diesem denkwürdigen Anlass werfe ich einen Blick auf die Bücher, die für mich in meinem Leben prägend waren.

Doch diese Idee stammte ursprünglich nicht von mir. Lautet doch ein von mir häufig bemühter Wahlspruch:

„Lieber gut geklaut, als schlecht selbstgemacht!“

Mein geschätzter Blogger-Kollege Uwe Kalkowski von Kaffeehaussitzer brachte mich Anfang des Jahres auf diese Idee, als er selbst das halbe Jahrhundert vollendete und uns die Bücher seines Lebens verriet. Fluchs holte ich mir „seinen Segen“ und darf – mit seiner Erlaubnis – diese großartige Idee stibitzen.

So vergingen einige Tage und Wochen, die ich damit verbrachte, am Konzept zu feilen, Bücher auszuwählen, Fotos zu schießen und Texte zu verfassen. Anfangs ahnte ich nicht im Entferntesten, dass mein Trip in die Vergangenheit sowohl sehr emotional als auch arbeitsintensiv sein würde. Aber was soll ich Euch sagen…?

Es war mir eine außerordentliche Freude!

Und ich wünsche mir natürlich, dass diese Freude auf Euch beim Lesen meiner Beiträge überschwappt und die darauf folgenden vier Wochen anhält.

Der Startschuß fällt – wie könnte es anders sein – am 8. November. Bis dahin…

Liebe Grüße
Andreas

[Rezension] Agatha Christie – Tödlicher Irrtum

Vor 2 Jahren wurde Rachel Argyle in ihrem Haus ermordet. Alle Indizien sprachen für ihren Adoptivsohn Jacko als Täter, obwohl dieser immer wieder seine Unschuld beteuerte und auf ein Alibi verwies. Doch dieses Alibi konnte nicht bestätigt werden, und so stirbt er während der Inhaftierung an den Folgen einer schweren Lungenentzündung. Doch nun steht ein völlig Fremder vor der Familie und behauptet, eben dieses Alibi bestätigen zu können: Jackos Unschuld am Mord seiner Mutter wäre somit bewiesen. Doch Arthur Calgary, dem besagten Fremden, schlägt keine Erleichterung oder gar Dankbarkeit von Seiten der Familie entgegen – im Gegenteil: Wenn Jacko es nicht war, dann muss es einer der anderen Anwesenden gewesen sein. So belauern der Ehemann der Toten, die übrigen vier Adoptivkinder als auch die Hausangestellten sich misstrauisch gegenseitig: Wem kann man noch trauen…?

Wir haben es – Wie könnte es auch anders sein? – mit einem klassischen Christie zutun. Und trotzdem schafft sie es immer wieder mich aufs Neue zu überraschen, eröffnet sie ihren Leser*innen doch interessante Blickwinkel.

Häufig wird in Krimis die Persönlichkeit des Täters sehr detailliert beleuchtet, um so seine Beweggründe für die Tat zu verstehen. In diesem Krimi ist es zudem von Bedeutung, die Persönlichkeit des Opfers näher in Augenschein zu nehmen. Wir haben es hier mit einer äußerst wohlhabenden Frau zu tun, die, da sie nicht selbst in der Lage war, Kinder zu bekommen, sich ihre Kinderschar fröhlich „zusammenadoptierte“: Sie behütete und hegte diese Kinder bis ins Erwachsenenalter hinein, traf für sie immer die richtigen Entscheidungen und erschien so unfehlbar und übermächtig. Rachel Argyle wird als eine Art „perfekte Übermutter“ beschrieben, die sich zwar dem Respekt ihrer Kinder sicher sein konnte, aber auch ihrer Liebe…? Fällt es nicht eher schwer, die Perfektion zu lieben? Macht nicht erst das Unperfekte an einem Menschen diesen für einen anderen liebenswert?

Auf der anderen Seite haben wir fünf junge Menschen, die alle aus ähnlichen ärmlichen Verhältnissen stammen, eine vergleichbare Erziehung, die zwar durch eine übertriebene aber gutgemeinte Fürsorge geprägt war, genossen haben, und doch unterschiedlicher in ihren Persönlichkeiten nicht sein könnten. Welche Faktoren lassen einen Menschen zur Rechtschaffenheit oder zur Kriminalität tendieren? Christie stellt die interessante Frage, was mehr Einfluss auf die Entwicklung eines Menschen nimmt:  die Herkunft oder die Erziehung? Sie lässt diese Frage unbeantwortet, stößt beim Leser aber einen Denkprozess an und animiert ihn, einen Blick auf die Mitglieder der eigenen Familie zu werfen.

Und wieder verspüre ich eine Hochachtung für eine Autorin, die schon im Jahre 1958 (Erscheinungsjahr des Romans) sich traute, in ihren Romanen Themen der Soziologie anzusprechen. In den 50er Jahren war dies sicherlich nicht die gewohnt gefällige Lektüre zum „Five o’clock tea“…!

Zum Abschluss: Als Christie-Fan freue ich mich natürlich närrisch, dass die „Queen of Crime“ seit einigen Jahren eine feste Heimat beim Atlantik-Verlag gefunden hat, und dieser immer wieder mit Veröffentlichungen auch ihrer unbekannteren Werke das Fan-Herz erfreuen. Eine Veröffentlichung aller ihrer Werke als Hardcover wäre einer Offenbarung gleichgekommen. Doch auch für das Taschenbuch-Format bin ich dem Verlag schon sehr dankbar: Ich möchte weder ungerecht noch unverschämt erscheinen! 😉


erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455006247

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

[Kulturtipps] November 2019…

Der November startet mit der „Woche unabhängiger Buchhandlungen“, und viele Buchhandlungen landauf, landab locken mit einen abwechslungsreichen Programm. Da lohnt es sich einmal mehr, der Buchhandlung seines Vertrauens mit einem Besuch zu erfreuen. Zudem gehen die Buchhändlerinnen meines Vertrauens fremd: Auf Einladung ihrer Kolleginnen der Buchhandlung „Memminger“ werden sie beim beliebten Bücherfrühstück in der Seestadt Bremerhaven die literarischen Neuerscheinungen vorstellen.

Nur noch wenige Wochen bis zum Advent und es kribbelt mir schon in den Fingern, alle unsere Kisten und Schachteln mit Weihnachtsschmuck hervorzukramen. Da dürfen die ersten weihnachtlichen Märkte natürlich nicht fehlen, zudem zwei davon bei mir in unmittelbarer Nachbarschaft stattfinden: Der weihnachtliche Kunsthandwerkermarkt auf der Museumsanlage gibt den Saison-Startschuss, und dem kleinen Weihnachtsmarkt „Weihnachten in St. Marien“ meiner Kirchengemeinde fühle ich mich natürlich besonders verbunden. Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, beiden Märkten einen Besuch abzustatten.

Ich wünsche Euch einen schönen Start in die vorweihnachtliche Zeit!


Ausstellung


Comedy/ Kabarett

  • 10. November – Sascha Korf / TiF – Theater im Fischereihafen in Bremerhaven

Konzert


Krimi

  • 15. November – Premiere Totenfrau nach Bernhardt Aichner / bremer kriminal theater

Lesung, Literatur & Artverwandtes


Märchen


Märkte & Messen


Oper


Schauspiel


Nanu! Ein Buch-Blogger gibt Kulturtipps! Wie kommt denn das? Die Antwort findet Ihr unter Der Anfang…!

Berücksichtigung finden natürlich hauptsächlich Veranstaltungen in meinem näheren Umfeld. Aber ich bin mir sicher, dass auch in Eurer Nähe viele spannende Veranstaltungen auf Euch warten!

Kleingedrucktes: Die Kulturtipps eines Monats erscheinen in der Mitte des Vor-Monats. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr!

MONTAGSFRAGE #55: Welches Buch, das man – nach allgemeiner Meinung – gelesen haben sollte, hast du noch nicht gelesen? Warum nicht?

„Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.“ sinnierte schon Johann Wolfgang von Goethe, und der Herbst ist nun auch bei uns eingekehrt. Meteorologisch ist er definitiv da und fordert uns mit seiner Mischung aus farbenfrohen Herbstlaub und tristen Regenstürmen. Biologisch habe ich das Gefühl, mich mit langsamen Schritten dem Herbst zu nähern. Ob der Herbst nun unsere beste Zeit wird, liegt da ganz an uns…!

Da passt die heutige Montagsfrage ganz hervorragend zu meinem philosophischen Geplänkel, war doch eines dieser noch nicht gelesenen Bücher kein geringeres als „Sofies Welt“ von Jostein Garder. „Das MUSST du UNBEDINGT lesen!“ wurde mir in Dolby Surround Anfang der 90er von allen Seiten ins Ohr gebrüllt. Nun beinhaltet diese Aussage dummerweise 2 Wörter, auf die ich reflexartig mit Trotz reagiere. „Nö! MUSS ich nicht, und UNBEDINGT schon gar nicht!“ Eine Freundin überreichte mir diesen Roman als Geschenk zum Geburtstag („Uih, toll! Das ist aber ’ne Überraschung!“), und pflichtbewusst las ich die ersten Seiten…! Schmerzlich wurde ich mir meiner philosophischen Defizite bewusst, und – Schwupps! – landete das Buch in der Flohmarkt-Kiste.

Auch bei der Harry Potter-Manie regte sich dieser Trotz, doch ich lies mich – nach langer und intensiver Überzeugungsarbeit durch meinen da noch nicht Angetrauten – glücklicherweise eines Besseren belehren und bin somit wahrscheinlich der einzige Leser, der erst bei Erscheinen des vierten Buches in den magischen Kosmos eingestiegen ist.

15 Jahre zuvor regte sich zwar kein Trotz, da ich diesen Roman UNBEDINGT haben MUSSte (😉), trotzdem fand ich bisher zu diesem Werk keinen Zugang. Obwohl es sich hier um einen Kriminalroman handelt, der seinen Weg auch schon auf Leinwand, TV-Bildschirm und Bühne gefunden hat, verwirrten mich die theologischen Exkurse kolossal und verlangten zwecks intensiver Auseinandersetzung seine Zeit, die ich bisher noch nicht bereit war zu investieren. „Der Name der Rose“ von Umberto Eco steht seitdem (sogar in einer wunderbar gebundenen Ausgabe im Schuber) bei mir im Regal und wartet und wartet und wartet…! Vielleicht werde ich im Herbst reif genug sein! Sollte die Zeit dafür aber erst in meinem Winter passen, dann soll es wohl so sein! Ich bin da mit mir ganz geduldig…!

…und: Welche Bücher verbindet Ihr mit den Worten „MUSS“ und „UNBEDINGT“?


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Noch ein Gedicht…] Theodor Fontane – HERR VON RIBBECK AUF RIBBECK IM HAVELLAND

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Theodor Fontane

[Rezension] Shaun Bythell – Tagebuch eines Buchhändlers

…ZUM WELTTAG DER BUCHHANDLUNGEN


FREITAG, 22. AUGUST

Online Bestellungen: 3 / Gefundene Bücher: 2

Nach dem Mittagessen bin ich zu meinen Eltern gefahren, um ein Gewehr zu holen und damit auf einen Kindl zu schießen (kaputter Bildschirm, für 10 Pfund auf eBay erstanden). Es war unglaublich befriedigend, ihn in tausend Stücke zu ballern.

Einnahmen insgesamt: 296,47 Pfund / 20 Kunden

„The Bookshop“ ist die größte Buchhandlung für antiquarische Bücher in Schottland und ein Mekka für Buchliebhaber. Damit alles (manchmal mehr, meistens weniger) reibungslos läuft ist viel Arbeit, Herzblut und eine enorme Portion Humor von Nöten. Der Inhaber Shaun Bythell hat von allem zuhauf und lässt uns anhand seines Tagebuchs am ganz normalen Wahnsinn eines Buchhändlerlebens teilhaben. Statt romantischer Verklärung gibt es hier einen kurzweiligen aber durchaus realistischen Einblick ins Alltags-Geschäft: skurrile Kunden, vorlaute Angestellte, Kampf mit den großen Anbietern und ihren Online-Portalen, Ärger mit der Technik, der Post oder sonstigen Unvorhersehbarkeiten.

Ich staunte über Bythells Ideenreichtum, um sich und den Laden durch die täglichen Untiefen zu lotsen. Der Tagebuch-Schreiber passt in seiner kauzigen, liebenswerten Art hervorragend in das Ambiente eines Antiquariats und vergisst nicht, mit Ironie vom eigenen Scheitern zu berichten.

Kontinuierliche Handlung, Spannungsbogen, Weiterentwicklung des Handlungspersonals: Dies sucht die geschätzte Leserschaft hier vergeblich. Es ist eben „nur“ ein Tagebuch, wie es ja auch auf dem Cover steht: „Drin ist was drauf steht!“ So ist die Länge der einzelnen Einträge auch stets überschaubar. Im Großen und Ganzen ist „Tagebuch eines Buchhändlers“ sehr kurzweilig zu lesen, amüsiert und bietet sich wunderbar für die Lektüre zwischendurch an – ohne das die Gefahr besteht, den Faden zu verlieren und nicht mehr in die Handlung hineinzufinden (Handlung! Welche Handlung?). Leider birgt dies auch die leise Gefahr, in Beliebigkeit abzugleiten, da sich vieles wiederholt. Auch die Zitate von George Orwell aus „Erinnerungen an eine Buchhandlung“, die jedem Monat vorangestellt wurden, helfen da leider nur bedingt.

Die Tätigkeiten eines Buchhändlers sind eben alles andere als glamourös sondern eher von einer immer und immer wiederkehrenden und sich ständig wiederholenden Routine gekennzeichnet. Und doch aller erwähnten Untiefen bleibt die Botschaft unumstößlich: Der Besuch eines Buchladens, der von Büchermenschen mit Herz und Leidenschaft geführt wird, ist ein Erlebnis für alle Sinne und kann durch keinen Klick in einem Online-Shop ersetzt werden.

Hier ein sowohl optischer als auch akustischer Spaziergang durch „The Bookshop“:


erschienen bei btb/ ISBN: 978-3442718658

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

MONTAGSFRAGE #54: Was haltet ihr von Buch-Communities wie „Goodreads“ oder „Lovelybooks“?

Die 2-wöchige Zwangspause der Montagsfrage endet heute, und irgendwie scheint bei Antonia von Lauter & Leiser wie auch bei mir ein „Virus“ seinen Schabernack zu treiben und uns auf der einen oder anderen Weise zu „blockieren“! Doch davon lassen wir uns selbstverständlich nicht von der Beantwortung der Montagsfrage abbringen…!

Wieder eine Frage über dessen Inhalt ich mir recht wenige Gedanken bisher gemacht habe…!

Vor Beginn meines Blogger-Lebens war gerade Lovelybooks eine wunderbar-spielerische Art hin und wieder an ein Gratis-Buch zu gelangen, um sich nach der Lektüre am Verfassen einer Rezension zu erproben. Ich gebe zu, dass ich die Rezensionen anderer Mitglieder der jeweiligen Leserunde wenig bis gar nicht studiert habe („Asche auf Haupt“ oder so ähnlich…!). Somit ist es gerade für jemanden, der sich (noch) nicht an einen eigenen Buch-Blog wagt oder dem der Arbeitsaufwand für eine solche Seite abschreckt, eine sehr gute Gelegenheit, um mit Gleichgesinnte in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und an der einen oder anderen Rezension zu versuchen.

Mit Beginn meines Blogger-Lebens und der Etablierung meiner Seite nehme ich kaum noch an Buchverlosungen teil, da ich die mich interessierenden Bücher direkt beim Verlag anfordere. Auch der Austausch mit anderen Buch-Fetischisten findet eher über die Blogger-Community als über „Lovelybooks“ & Co. statt. Nichtsdestotrotz nutze ich die entsprechenden Seiten, wie unschwer auf meinem Blog zu erkennen ist. Der Grund hierfür ist von ganz pragmatischer Natur: Viele Verlage erwarten, dass die Rezension einer ihrer Publikationen zum Zwecke der Werbung möglichst weit verbreitet wird! Ein durchaus nachvollziehbarer Wunsch, dem ich gerne nachkomme – zudem mein Aufwand auch recht überschaubar ist. Dabei nutze ich nicht „alle möglichen“ Seiten, sondern nur die, die mich auch überzeugt bzw. angesprochen haben.

Englischsprachige Buch-Communities wie „Goodreads“ nutze ich als selbsternannter Fremdsprachen-Legastheniker nicht, und auf dem Amazonas schippere ich ebenso wenig, da ich so schnell seekrank werde!

Mit Sicherheit könnte ich die vorhandenen Funktionen der Buch-Portale noch deutlich besser für meine Zwecke einsetzten, wenn ich denn wüsste, wie es funktioniert. Natürlich könnte ich mich durchaus weiter in die Materie reinfuchsen, aber…

„Wann soll ich das bitteschön noch machen!“ (Jammern auf hohem Niveau)

Somit bleibt vorerst alles so, wie es ist!

…und: Was haltet Ihr von Buch-Communities?


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.