[Rezension] frankophile Samtpfoten

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Sie schnurren, maunzen und räkeln sich. Will man sie streicheln, fahren sie ihre Krallen aus. Sie gelten als unberechenbar, dennoch ist ihre Beziehung zum Menschen eine Erfolgsgeschichte…

„Wenn du ihre Zuneigung verdient hast, wird eine Katze dein Freund sein, aber niemals dein Sklave.“ Théophile Gautier


Auf Samtpfoten durch Paris von Olivia Snaije/ mit Fotografien von Nadia Benchallal

Dieses Buch handelt natürlich über Katzen: Es sind aber ganz besondere Katzen! In ihrem Reich sind sie Stars! Denn sie haben sich ein Reich gewählt, indem sie Stars sein dürfen. „Zu Besuch bei den Katzen der schönsten Brasserien, Hotels und Boutiquen“ lautet der Untertext zu diesem Bildband.

Dieses Buch handelt natürlich über Katzen: Gleichzeitig ist es aber auch ein charmanter Shopping-Guide für Paris.

So wird jede Katzenpersönlichkeit mit einer persönlichen und sehr individuell gestalteten Visitenkarte vorgestellt und mit wunderschönen Fotos in ihrem „natürlichen Umfeld“ portraitiert. Gleichzeitig ist es eine Verbeugung über Paris mit seinen Künstlern, seiner historischen Architektur und seinen kleinen, individuellen und inhabergeführten Läden.

erschienen bei Knesebeck/ ISBN: 978-3868737547


Katzen – Französische Landsitze und ihre Bewohner von Rachael McKenna

Das Betrachten der Fotos in diesem Bildband würde ich als „Balsam für die Seele“ bezeichnen: So schön, so stimmungsvoll, so anrührend, so atmosphärisch, so verführerisch,…

Rachael McKenna ist mit ihren Fotos eine Verbeugung vor dem Wesen der Katze gelungen. Dabei spielt natürlich auch die Wahl ihrer Locations eine nicht unerhebliche Rolle am Gelingen ihrer Fotos: Pompöses steht neben Schlichtheit und Vergänglichkeit, Kultur steht neben dem Wilden und Ungezähmten,…

Beim Blättern in diesem wunderschönen Bildband vergesse ich immer alles um mich herum: Darum liegt er auch griffbereit auf meinem Couchtisch.

erschienen bei Knesebeck/ ISBN: 978-3868733747


„Ich habe die Philosophen und die Katzen studiert, doch die Weisheit der Katzen ist letztlich um ein weites größer.“ Hippolyte Taine

Leider stand mir kein Foto einer Katze aus Frankreich zur Verfügung: Aber die überraschende Begegnung einer lieben Freundin mit einer Katze in ihrer Heimat Italien ist doch ebenso schön, oder?

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Foto: Carmela Silvia Sanfilippo

[Kulturtipps] März 2019…

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Der März und somit auch meine ersten Kulturtipps starten mit einer bunten Auswahl an Veranstaltungen: Als Märchen(buch)-Liebhaber freue ich mich besonders auf die Ausstellung zu den Bremer Stadtmusikanten in der Kunsthalle Bremen. Zudem bin ich auch schon sehr gespannt auf die Lesung mit Thomas Raab in der Buchhandlung „die schatulle“, da ich von ihm bisher noch keinen Roman gelesen habe. Eine Lesung ist immer eine wunderbar unverbindliche Möglichkeit, einen Autor und sein Werk kennenzulernen.

Ich wünsche Euch einen kulturell abwechslungsreichen März 2019!


Ausstellung


Ballett

  • 5. März – Kostprobe (Eintritt frei) On the Road / Stadttheater Bremerhaven
  • 9. März – Premiere On the Road / Stadttheater Bremerhaven

Comedy/ Kabarett


Komödie

  • 2. März – Premiere Charlies Weg von Michael McKeever / TiO: Theater in Osterholz-Scharmbeck
  • 7. März – Premiere Loriots gemischtes Doppel nach Vicco von Bülow / Theaterschiff Bremen

Konzert


Lesung, Literatur & Artverwandtes


Schauspiel

  • 1. März – Premiere Auerhaus von Bov Bjerg / Schnürschuh Theater Bremen
  • 5. März – Premiere Der Besuch der alten Dame nach Friedrich Dürrenmatt / Theater Bremen
  • 16. März – Premiere Alte Liebe nach Elke Heidenreich & Bernd Schröder / picollo teatro Bremerhaven
  • 29. März – Premiere Unsere kleine Stadt von Thornton Wilder / Weyher Theater

Nanu! Ein Buch-Blogger gibt Kulturtipps! Wie kommt denn das? Die Antwort findet Ihr unter Der Anfang…!

Berücksichtigung finden natürlich hauptsächlich Veranstaltungen in meinem näheren Umfeld. Aber ich bin mir sicher, dass auch in Eurer Nähe viele spannende Veranstaltungen auf Euch warten!

Kleingedrucktes: Die Kulturtipps eines Monats erscheinen in der Mitte des Vor-Monats. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr!

[Rezension] Poetisches & Erotisches zum Valentinstag

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Der Valentinstag: Für die Einen ist er der romantischste Tag im Jahr, für die Anderen ist es nur Geldschneiderei der Floristen-Innung und der Schokoladenindustrie. Natürlich muss niemand auf den Valentinstag warten, um seinen Liebsten zu versichern, wie groß die Liebe ist. Aber schön ist es doch, oder?

Wer auf Blumen und Schokolade verzichten möchte, z.Bsp. aufgrund einer Rosen-Intoleranz oder einer Kakao-Unverträglichkeit, der kann ganz klassisch zur Feder greifen und lyrisch-verführerische Verse auf das Papier bringen. Oder greift bei mangelndem Talent zu den Klassikern – nach dem Motto „Lieber gut geklaut als schlecht selbstgemacht!“


Liebe!/ herausgegeben von Ilse Walter

Eine Anthologie schöner und abwechslungsreicher Geschichten und Gedichte – meist heiter, doch auch leise und poetisch – rund um das Thema „Liebe“: Robert Gernhardt gesteht große Gefühle, Joachim Ringelnatz möchte getröstet werden, und Else Lasker-Schüler wird von der Liebe eingehüllt.

Karl Valentin erlebt die Tücken einer Heirats-Annonce, Ingeborg Bachmann beschreibt die Macht einer versiegten Liebe, und Ulla Hahn reimt hingebungsvoll ohne Reime. Zusammen mit vielen weiteren Poet*innen kreieren sie ein abwechslungsreiches und vielschichtiges Bild dieses mächtigen Gefühls in 5 Buchstaben!

erschienen bei Deuticke/ ISBN: 978-3216306319


Ich will dich: Die hundert schönsten erotischen Gedichte/ herausgegeben von Hansjürgen Blinn

Hier findet die geneigte Leserin/ der geneigte Leser eine äußerst abwechslungsreiche Sammlung erotischer Verse: So äußern sich Johann Wolfgang von Goethe, Eduard Mörike und Ludwig Thoma auf erotischer Weise ebenso wie die vielen anonymen Poet*innen, die lieber unerkannt bleiben wollten.

Während Karoline von Günderrode zart den Kuss erträumt, versinkt Elke Lasker-Schüler im orgiastischen Rausch, und Reiner Maria Rilke beschreibt in 7 Gedichten die taumelnde Lust zweier Liebenden. „Ich will dich“ ist poetisch, pikant aber stets geschmackvoll!!!

erschienen bei Aufbau/ ISBN: 978-3351037123


Am stillen Himmel meiner Sehnsucht: Liebesmärchen

13 Märchen versammeln sich in diesem kleinen, feinen Band: Dabei dürfen natürlich Werke von den Gebrüder Grimm, Hans Christian Andersen und Ludwig Bechstein nicht fehlen, aber auch die Märchen aus Indien, Dänemark und Ostpreussen finden hier ebenso ihren Platz wie ein Märchen aus tausendundeiner Nacht.

Diese abwechslungsreiche Auswahl schlägt einen gekonnten Bogen von „phantastisch“ bis „erotisch“. Den Märchen werden zudem optisch die Werke berühmter Künstler zur Seite gestellt.

erschienen bei Benziger/ ISBN: 978-3545202153


❣️Ich wünsche Euch von Herzen einen wunderbaren Valentinstag!❣️

[Revue] Nachdem ich mich hier versammelt habe… – Die tierisch satirische Heinz Erhardt-Revue / Weyher Theater

Bühneneinrichtung: Thorsten Hamer / nach Texten von Heinz Erhardt

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Foto: Weyher Theater
Premiere: Datum unbekannt / besuchte Vorstellung: 14. August 2016 / Weyher Theater

Inszenierung: Thorsten Hamer


„Als ich geboren wurde, war ich noch sehr jung…“ 

Das ist er wieder – dieser Schelm – reinkarniert in der Gestalt des Schauspielers Thorsten Hamer!

Hamer tritt auf, und der Saal tobt: Gestik, Mimik, Körperhaltung und Tonfall – alles perfekt ohne aufgesetzt zu wirken. Jeder Satz, jede Anekdote und jeder Kommentar wurde mit Beifall und Gelächter honoriert. Mit seiner Spielfreude steckt er das Publikum erst an und dann in die Tasche.

Nathalie Bretschneider und Marc Gelhart waren als seine Partner in Sketchen und Songs mit Freude dabei – auch wenn sie hin und wieder „nur“ Stichwortgeber waren, damit Hamer seine Kunst dem Publikum kredenzen konnte.

Auch Kevin Kuhlmann am Piano war vor den Streichen von Thorsten Hamer nicht gefeit: So überrascht er – bei aller Professionalität – sich, seine Bühnenpartner und das Publikum mit spontanen Improvisationen, über die er sich selbst am Meisten amüsierte. Wir waren ihm alle verfallen.

„Wer reitet so spät durch Wind und Nacht? Es ist der Vater, es ist gleich acht…“

Als Liebhaber von intelligenten Blödeleien und klugen Sprachspielereien kamen wir bei dieser „tierisch satirischen Heinz Erhardt-Revue“ voll auf unsere Kosten.

Jubel für Heinz Erhardt! Jubel für Thorsten Hamer!


Nachdem ich mich hier versammelt habe… wird unregelmäßig am Weyher Theater gezeigt: Bitte den Spielplan beachten!

MONTAGSFRAGE #23: Was ist für dich die Art von (Haupt-)Charakter, die es öfter in Büchern geben sollte?

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Ich las die heutige Montagsfrage, und mein Schrei schall durch das Haus: „Antonia, ich hasse Dich!“

Natürlich nicht wirklich – im Gegenteil – im Grunde meines Herzens liebe ich die Montagsfrage, auch wenn sie mich immer wieder herausfordert, indem sie meine Lesegewohnheiten hinterfragt…!

Und da ich ja immer behaupte, dass jede meiner Lesung eine Herausforderung für mich darstellt, der ich mich gerne stelle, werde ich natürlich jetzt bei der Beantwortung dieser „kleinen“ Montagsfrage nicht kneifen!

Also…

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So, nun bin ich wieder da! Ich brauchte eine kleine Sendepause, um mir einen starken Kaffee zu kochen, einen Toast zu vertilgen und die Gedanken zu ordnen.

Es gibt sie in der Literatur zum Glück schon zuhauf: die Protagonisten und ihre Antagonisten, die Charaktere mit Ecken und Kanten.

Wir müssen uns nur die „Harry Potter“-Reihe von Joanne K. Rowling ansehen. Ein Junge, der in merkwürdigen sozialen Verhältnissen aufwächst, wird aufgrund seiner Biografie in eine Rolle/ in ein Schicksal hineingedrängt. Viele Entscheidungen und die daraus resultierenden Taten hätte er nicht begangen, wäre da nicht die zwiespältige Figur des Severus Snape,…

…oder Jean Valjean aus Victor Hugos „Die Elenden“: Diese Figur macht eine immense Wandlung durch und mutiert vom Galeerensträfling zum Heiligen. Und doch sind ihm menschliche Gefühle mit all seinen seelischen Abgründen nicht fremd. Auf der anderen Seite steht der gesetzestreue Inspektor Javert, der ja im Grunde das Gute verkörpern sollte. Seine Suche nach Valjean zwingt diesen, sich immer wieder in Situationen zu begeben, in die er ohne Javert nie gekommen wäre. Im Gegenzug bringt Valjean mit seinem Verhalten Javert dazu, an seinen Prinzipien zu zweifeln,…

…oder bei Collin Cotterills „Dr. Siri“-Romane: Hier ist das System selbst der Antagonist, beeinflusst den Lauf der Geschichte und spielt mit seinen Protagonisten wie mit Marionetten. Vieles von diesem – von mir so sehr geliebten – skurrilen Humor wäre nicht möglich ohne diesen politischen Hintergrund.

Das Zusammenspiel dieser beiden Extreme interessiert mich bei einer Geschichte. Wobei es auf beiden Seiten nicht nur weiß oder schwarz gibt (Das wäre ja kolossal langweilig.), sondern es finden sich vielfältige Schattierungen in mannigfaltigen Grautönen wieder. Erst diese charakterlichen Abstufungen verschaffen einer fiktiven Figur Tiefe und Authentizität!

…weichgespült oder kantig: Wie dürfen Eure Roman-Charaktere sein???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Kulturtipps] Der Anfang…

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Nun ist es schon wieder passiert – und absolut unabhängig voneinander: Ich wurde zum wiederholten Male von Menschen aus meinem Umfeld, die auch meinem Blog folgen, angesprochen. Diese Gespräche verliefen alle recht ähnlich:

„Du hast wieder von dieser tollen Veranstaltung gepostet. Wenn ich das gewusst hätte, das hätte mich auch interessiert! Warum gibst Du es nicht früher bekannt?“ (vorwurfsvoller Blick)

Mein 1. Gedanke war „Ich bin doch kein lebender Veranstaltungskalender auf 2 Beinen!“ und habe mich bisher davor gesträubt! Dann dachte ich „Warum eigentlich nicht?! Ein wenig Kultur kann niemanden von uns schaden! Im Gegenteil…!“

Aber… (Ja! Es gibt ein ABER!)

…hier gelten nur meine Regel:

  1. Ihr findet hier nur Veranstaltungen, die mich ganz persönlich interessieren könnten und es verdienen, mehr Beachtung zu erhalten.
  2. Es bedeutet nicht, dass ich bei jeder Veranstaltung selbst dabei bin und hinterher davon berichte: Leider hat auch mein Tag nur 24 Stunden und meine Geldbörse nur ein begrenztes Fassungsvermögen (Hach! Wäre das schön, wenn es anders wäre!).

Aber… (Ohje, noch ein ABER!)

…ich würde mich sehr über Eure Rückmeldungen freuen, nachdem Ihr eine der von mir genannten Veranstaltungen besucht habt, und sie Euch hoffentlich begeistert hat!

Und… (Was kommt denn jetzt noch?)

…ich möchte an Euch einen Appell senden: Wagt doch mal etwas für Euch Neues!

  • Du bist ein begeisterter Kino-Besucher, dann probiere es doch mal mit einer Komödie im Theater!
  • Du besuchst gerne ein Musical, dann schaue doch mal bei einer Ausstellung in einem Museum vorbei!
  • Du warst schon auf so vielen Konzerten, dann wage Dich doch mal an eine Oper heran!

Blöd bleiben ist leicht! Schlau werden ist anstrengender aber macht auch mehr Spaß!

Ohne die vielfältigen kulturellen Angebote, die mir unsere bunte, abwechslungsreiche Welt bietet, wäre mein Leben ärmer!!!


Kleingedrucktes: Die Kulturtipps eines Monats erscheinen in der Mitte des Vor-Monats. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr!

[Rezension] Matias Faldbakken – The Hills

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„The Hills“ hat eine Vergangenheit! Der Gast bemerkt dies kurz nach dem Eintreten schon: Der Garderobier bittet freundlich um den Mantel, der Maître kreiert mit kulinarischer Raffinesse das Dîner, und die Barchefin erfüllt mit stoischer Ruhe die Getränkewünsche der Gäste, während der Hauspianist Tafelmusik spielt.

„The Hills“ hat eine Vergangenheit! Der Gast bemerkt dies an den vielen kleinen Indizien: Der Marmor der Tischplatten wirkt ein wenig abgenutzt, die Spiegel erscheinen matt in ihren goldenen Rahmen, und die Bilder der Künstler, die alle schon hier gespeist haben, welken hinter Glas.

Aber „The Hill“ hat nicht nur seinen Stil bewahrt – Nein! Es verteidigt diesen als letztes Great European mitten in Oslo vehement und verwehrt sich den schnöden Errungenschaften der modernen Zeit! Hier scheinen die Uhren langsamer zu ticken, wenn nicht gar die Zeit gänzlich stehengeblieben ist.

Im Mittelpunkt steht der Kellner mit Würde und verrichtet seinen Dienst Tag für Tag, Jahr für Jahr mit gleichbleibender Akkuratesse. Er kennt seine Stamm-Gäste sehr genau und erkennt an deren Körperhaltung, wann diese eine Bestellung zu tätigen wünschen. Jegliche Veränderungen der gewohnten Abläufe erregen bei ihm, dem „Hochsensiblen“, absolutes Missfallen und werden höfflich aber bestimmt unterbunden.

Matias Faldbakken gelingt es, einen unterhaltsamen Blick auf die unterschiedlichen Menschentypen, die er zwar ironisch aber nie entlarvend portraitiert, zu werfen. Gleichzeitig ist dieser Roman klug durchdacht, mit interessanten beinah philosophischen Ansätzen zu den Veränderungen in unserer Welt. Faldbakken formuliert völlig unaufgeregt und ohne jegliche Sensationslust: In seinem nostalgischen Kosmos stehen Stil, Noblesse und der gute Ton als oberste Tugenden im Vordergrund. Ein ruhiger, unaufgeregter und intelligenter Roman…!

„The Hills“ hat eine Vergangenheit! Doch hat es auch eine Zukunft?

erschienen bei Heyne/ ISBN: 978-3453271906

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

MONTAGSFRAGE #22: Wer ist dein liebster fiktiver Buchwurm?

Montagsfrage (1)

Nein, Hermine Granger war es nicht, die mir als erste einfiel, als ich die heutige Montagsfrage las.

Mein erster Gedanke galt dem namenlosen Buchhändler aus Régis de Sá Moreiras Roman Das Geheime Leben der Bücher…!

Dieser Roman hat es nie in den Fokus des literarischen Mainstreams geschafft (vielleicht: zum Glück!), da seine Handlung vielen Lesern eventuell zu schlicht, zu poetisch, zu unspektakulär, zu irgendetwas sonst erschien. Ebenso durchwachsen fielen die Rezensionen, die auf den einschlägigen und bekannten Internetportalen publiziert wurden, aus: „langweilig“, „ohne Tiefgang“, „keine richtige Handlung“ und „eine Enttäuschung“ waren da zu lesen.

Und doch hat mich diese kleine, feinsinnige Geschichte damals gepackt: Sie traf mich wahrscheinlich zum richtigen Zeitpunkt und berührte so mein damaliges Ich. Vielleicht wäre meine Meinung, würde ich diesen Roman heute lesen, eine andere. Wer weiß? Ich werde ihn sicher irgendwann nochmals lesen – aber nicht jetzt, nicht heute und sicherlich auch nicht in diesem Monat! Irgendwann!

Manchmal übt „ein Zuwenig“ den größten Reiz aus!

…???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.