
[Kolumne] WELTTAG DER BUCHHANDLUNGEN: …denn sie wissen, was sie tun!
In den verschiedensten Foren auf Social Media las ich schon recht oft Kritik am Buchhandel: Er sei zu verstaubt, zu elitär, nicht mehr zeitgemäß und wenig kundenorientiert. Zudem wurde das Personal als arrogant und herablassend gegenüber der Kundschaft empfunden. Viele der Kritiker*innen zogen es darum vor, ihre Lektüre in den einschlägigen Online-Shops zu bestellen, obwohl eine Buchhandlung in erreichbarer Nähe des Wohnortes vorhanden wäre.
Ich möchte diese Kritik keinesfalls abwerten. Im Gegenteil: Ich nehme sie sehr ernst und musste selbst durchaus schon Negatives erfahren. Wir hatten hier vor Ort vor einigen Jahren eine Buchhandlung mit einer Buchhändlerin, die mir mit Ihrem Verhalten und Auftreten immer das Gefühl vermittelte, ich wäre ein Kulturbanause, da ich „nur“ meine popeligen Krimis bei ihr kaufte und nicht mindestens Rilke, Storm oder Mann auf die Ladentheke gelegt habe. Ich glaube, für diese Person war Hemingway schon Trivial-Literatur.
Ich kann mich noch sehr gut an eine Begebenheit erinnern, die sich mir besonders eingeprägt hat: Es geschah zu einer Zeit, als das Internet noch nicht verbreitet war (Okay, ich weiß, dass es auch jetzt noch Regionen in unserem Land gibt, wo ein funktionierender Netz-Zugang einem 6er im Lotto gleichkommt.), und Buchhandlungen massiv-gebundene und kiloschwere Kataloge, in denen die momentan lieferbare Literatur verzeichnet war, vorhielten. Ich suchte damals zu einem bestimmten Thema die entsprechende Literatur und erhoffte mir in eben jener Buchhandlung bei eben jener Buchhändlerin Rat und Hilfe.
Ach, ich war ja so naiv!
Besagte Buchhändlerin hörte sich mein Anliegen an, und ihr Blick sprach Bände. Wortlos warf sie den Katalog auf den Tisch, schlug die Seite mit dem gewünschten Schlagwort auf und schob mir den Schinken über die Tischplatte zu. Jede*r, der in der Vergangenheit bereits einen Blick in besagten Katalog werfen durfte, weiß, dass es außer Titel, Autor*in, Verlag und ISB-Nummer keine weiteren Informationen zum Werk zu erfahren gab. Ich schaute überfordert auf diese nicht enden wollende Auflistung und stammelte hilflos „Aber wie erfahre ich denn, was drin steht?“. „Steht doch alles da!“ wurde ich angeranzt. Ich war über dieses unverschämte Verhalten weniger verärgert als vielmehr betroffen, da diese Buchhändlerin anscheinend gefangen war in ihrer intellektuellen Blase, ihr Potenzial nicht erkannte und somit auch nicht in der Lage war, es auszuschöpfen. Was habe ich getan? Ich habe mich freundlich lächelnd bedankt und diese besagte Buchhandlung verlassen, mich einer anderen Buchhandlung zugewandt, diese dann (nach einer eingehenden Prüfung) zur BUCHHANDLUNG MEINES VERTTRAUENS gekürt, und was soll ich Euch sagen:
Sie ist es bis heute!!!
Doch jede*r, die/der in einen Buchladen geht und diese oder eine ähnlich unangenehme Erfahrung machen musste, tut mir leid. Jede*r, die/der seitdem lieber einen großen Bogen um diese spezielle Buchhandlungen macht, hat mein Verständnis. Aber bitte verteufelt nicht alle Buchhandlungen. Zum Vergleich: Nur weil ihr bei einem bestimmten Frisör mit dem Ergebnis unzufrieden wart, lasst ihr euch eure Haar doch nicht wachsen, oder? Nein, ihr sucht euch einen Frisör, der zu euch passt. Und genau so ist es auch mit Buchhandlungen. Denn es gibt sie – die Buchhandlungen, die mit der Zeit gehen, interessante Aktionen starten und offen sind für neue Wege. Traut Euch bei nächster Gelegenheit wieder in eine kleine, inhabergeführte Buchhandlung hinein: Neues Spiel – neues Glück! Und vielleicht wird diese Buchhandlung dann die BUCHHANDLUNG EURES VERTTRAUENS. Ich würde es euch so sehr wünschen.
Nur was macht eine Buchhandlung zur BUCHHANDLUNG MEINES VERTTRAUENS? Es sind ganz viele Einzelteile, die dann das große mich überzeugende Ganze bilden.
Die BUCHHANDLUNG MEINES VERTTRAUENS…
- …bietet div. Aktionen (Autor*innen-Lesungen, Exkursionen, Vorlesewettbewerb, Welttag des Buches, „einschließen lassen“, Bundesweiter Vorlesetag, Woche der unabhängigen Buchhandlungen, ungewöhnliche Werbe-Ideen) an, auf die ich per Mail-Newsletter hingewiesen werde,
- …ist offen für neue Ideen (Lesen an ungewöhnlichen Orten, Kooperationen mit anderen Geschäften und Vereinen etc.),
- …zeigt Internet-Präsenz (Homepage mit Shop, Facebook, Instagram, YouTube),
- …sorgt für kulturelle Vielfalt in meiner Heimatstadt.
Aber neben diesen, eher formalen Gründen spielt für mich das Zwischenmenschliche eine immens wichtige Rolle. So sind meine Buchhändlerinnen und ich in der Zwischenzeit so vertraut miteinander, dass wir uns duzen und durchaus auch über Privates plaudern. Zudem machen sie mich regelmäßig darauf aufmerksam, wenn meine Lieblingsautor*innen wieder etwas Neues veröffentlicht haben, ohne dass ich sie darum gebeten habe – einfach weil sie wissen, was ich gerne lese (…und dafür benötigen sie noch nicht einmal einen Algorithmus). Auch bekomme ich unkomplizierte Unterstützung bei meinen Lesungen, indem sie den Kartenvorverkauf übernehmen und/oder mit einem Büchertisch vor Ort sind.
Aber der wichtigste Grund ist für mich, dass ich mich in ihrem Laden wohl fühle. Ich muss mich nicht verstellen und werde nicht anhand meiner Buchauswahl be- bzw. verurteilt. Zudem überraschen sie mich immer wieder mit außergewöhnlichen Büchern, die ich nicht gesucht habe, die mich aber dann dort finden.
All dies finde ich nicht im Netz, sondern im realen Leben in einem Laden vor Ort hier in meiner Heimatstadt, denn…
Bücher kauft man am Scharmbecker Bach, nicht am Amazonas.
💖
APHO·RI·SI·A·KUM…

Heute ist der INTERNATIONALE TAG des ÜBERSETZENS!
[Rezension] Élodie Lécadieu – PARIS. STADT DES LICHTS/ mit Fotografien von David Vincent-Sully
„Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt,
dann öffnet er das Fenster
und betrachtet die Boulevards von Paris.“
Heinrich Heine
Es gibt eine bestimmte Stadt auf unserer wunderbar bunten Welt, die ich als Sehnsuchtsort ganz tief in mein Herz geschlossen habe. Es ist eine Stadt, die wie keine zweite mein Empfinden für Ästhetik und Schönheit, für Kunst und Kultur, für Romantik und Savoir-vivre zum Vibrieren bringt. Es ist eine Stadt, die nichts versprechen und noch weniger halten muss und trotzdem stets erfüllt. Es ist eine Stadt, bei der ich, wenn ihr Name fällt, immer denke „Da möchte ich unbedingt einmal hin!“. Doch je älter ich werde, umso weniger Möglichkeiten wie auch Zeit verbleiben mir noch, um diesen Sehnsuchtsorte in der Realität erleben, erobern und erspüren zu dürfen. Gleichzeitig macht sich in mir ein ängstliches Bangen breit, dass das, was ich mir von dieser Stadt erhoffe und erträume, nicht der Realität entspricht sondern nur in meiner Phantasie von mir romantisiert wurde. In diesen Momenten lege ich den Traum, diesen Sehnsuchtsort irgendwann einmal selbst aufzusuchen, wehmütig beiseite und versuche, nicht mehr an ihn zu denken. Doch dann fallen mir Bücher wie dieses in die Hände, und – BÄHM! – da ist es wieder dieses Sehnen.
PARIS. STADT DES LICHTS ist schwelgerischer Bildband, informativer Reiseführer und attraktives Coffee Table Book vereint zwischen zwei Buchdeckeln. So hat die Journalistin Élodie Lécadieu fünfzehn recht unterschiedliche Routen ausgearbeitet. Jede Route führt uns unter einem besonderen Thema durch die französische Hauptstadt mit ihren zwanzig Arrondissements. Es sind Themen, die einerseits die Geschichte Paris zwischen Vergangenheit und Moderne widerspiegeln, andererseits die kulturelle Vielfalt der Seine-Metropole feiern.
Bereits während der ersten Tour DEM HIMMEL SO NAH lässt sie uns einen Blick aus der Vogelperspektive auf diese außergewöhnliche Stadt werfen, damit wir die Komplexität der über die Jahrhunderte gewachsenen Strukturen erfassen können. // Dann schlendert sie mit uns AN DER SEINE entlang, an der sich Museen, der Eifelturm und sonstige Sehenswürdigkeiten wie an einer Kette aufreihen und so manche imposante Brücken ein Überqueren ermöglichen. // IM LAUFE DER ZEIT verändert sich natürlich auch eine Stadt wie Paris, die zwar durch die Haussmann’sche Architektur geprägt ist, die aber schon so selbstverständlich zum Alltag der Pariser*innen gehört, dass sie kaum mehr wahrgenommen wird. Hier hilft uns die dritte Route diese „übersehenen“ Gebäude neu zu entdecken. // Der vierte Rundgang widmet sich der HAUTE COUTURE, die in Paris einen enormen Stellenwert hat, indem hier die großen Mode-Label ebenso zu finden sind wie auch kreative Designer*innen, die ihren eigenen, höchst individuellen Stil pflegen. // Literaten, die etwas auf sich hielten, verbrachten im Laufe ihres Lebens gerne eine gewisse Zeit in Paris – sei es zur Inspiration oder um das Nachtleben der Stadt zu „erforschen“. Die Tour LITERATUR führt uns zu Cafés, Buchhandlungen und Bibliotheken, in denen Colette, Wilde oder Hemingway verkehrt haben könnten, und wo noch heute der Odem der ganz großen Genies der Literaturszene zu spüren ist. // Wie keine andere Stadt steht Paris als Sinnbild für die Liebe. Da wäre dieses Buch selbstverständlich nicht komplett, würde in ihm eine ROMATISCHe Tour fehlen, die uns zu verträumten Parks, entzückenden Museen und verschwiegenen Orten führt.
Auch bei den weiteren in diesem Buch zu findenden Touren überzeugt Élodie Lécadieu sowohl durch ihre informativen wie kurzweiligen Texte, denen man ihre Liebe zu Paris anmerkt, als auch durch die wohldurchdachte Auswahl an Orten, Etablissements und Institutionen. So sind bekannte wie beliebte Touristen-Magnete zu finden, wie auch versteckte Plätze, die einen ganz eigenen Zauber, eine ganz eigene Melancholie ausstrahlen.
David Vincent-Sully fängt in seinen Bildern das Flair dieser Stadt ganz und gar wundervoll ein. Da lenkt er eben noch unsere Aufmerksamkeit auf Details einer Hausfassade, um auf der nächsten Seiten einen Blick hinab auf die Straßenschluchten zu werfen. Panorama- und Momentaufnahmen wechseln einander ab. Die Fotos wirken nicht inszeniert sondern atmen durch die auf ihnen zu sehenden Menschen, die mit ihrer Dynamik wesentlich zur Atmosphäre beitragen. Paris erscheint in Vincent-Sullys Fotos nie als museale Stätte voller Vergangenheit sondern strahlt eine enorme Lebendigkeit aus, mit der die Stadt ganz im Hier und Jetzt ist. Es ist ein Ort, an dem gelebt wird.
Auch wenn Élodie Lécadieu und David Vincent-Sully mit ihrer Kunst den Hauptpart zu diesem traumhaften Buch beigetragen haben, so möchte ich auch Manon Bucciarelli nicht unerwähnt lassen und ihr für die edle und geschmackvolle Gestaltung dieses Buches danken.
PARIS. STADT DES LICHTS hat mich auf so vielen Ebenen begeistert, mich emotional berührt, mich staunend gemacht und meine Lust am Träumen erneut entfacht. Hach, so ein schönes Buch!
erschienen bei Prestel / ISBN: 978-3791394923 / in der Übersetzung von Cornelia Panzacchi und Claire Schmartz
Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!
APHO·RI·SI·A·KUM…

[Konzert] ERÖFFNUNGSGALA 2026/2027 / Stadttheater Bremerhaven
mit der Sinfonia bzw. Ouvertüre zu LUISA MILLER von Giuseppe Verdi sowie Arien, Songs und Musiken von Bedřich Smetana, Camille Saint-Saëns, Johann Strauss (Sohn), Giuseppe Verdi, Herbert Grönemeyer und Norbert Schultze
mit Ausschnitten aus TRUE CRIME. DIE THOMASKATASTROPHE von Coco Plümer, DIE MAUSEFALLE von Agatha Christie, DIE LEBEN DER ANDERSEN von John von Düffel und Kai Tietje, AALI MUSS LOS von Dita Zippel und Finn-Ole Heinrich, DIDO AND AENEAS – A LOVE STORY? frei nach Henry Purcell sowie aus dem Tanzabend TANZRAUSCH von Kinsun Chan und Alfonso Palencia
Stadttheater Bremerhaven / Großes Haus
Musiktheater: Kellan Dunlap, Timothy Edlin, Victoria Kunze, Boshana Milkov, Kai Preußker, Weilian Wang
Ballett: Melissa Festa, Marco Marongiu, Pedro Alves Marques, Kiko Noguchi, Melissa Panetta, Adrián Sánchez, Ming-Hung Wenig, Dawon Yang, Javier Zotano Bermúdez
Schauspiel: Frank Auerbach, Marscha B Zimmermann, Anna Caterina Fadda, Lotta Hackbeil, Leon Häder, Ulrike Knospe, Kay Krause, Gernot Schmidt, Alexander Smirzitz, Marc Vinzing, Henning Z Bäcker
JUB: Ümran Algün, Sander Lybeer, Coco Plümer, Tobias Sill
Opernchor am Stadttheater Bremerhaven
Kinderchor am Stadttheater Bremerhaven
Philharmonisches Orchester Bremerhaven
Ich hatte diesem Wochenende so sehr entgegengefiebert und vorab vehement Wünsche für den Dienstplan eingefordert, damit auch nichts, absolut gar nichts meiner Teilnahme an der turbulenten Spielzeiteröffnung an meinem Stadttheater Bremerhaven im Wege stand. Und wehe, irgendjemand hätte sich mir in den Weg gestellt…!!!
Die Zuschauer*innen strömten ins Theater. Überall war die Lust auf den Beginn der neuen Spielzeit spürbar. Voller Enthusiasmus begrüßte ich bekannte Gesichter und schmetterte ihnen vergnügt strahlend „Auf ein Neues!“ oder „Schön, dass es wieder losgeht!“ entgegen. Dann saß ich voller Vorfreude endlich wieder im Zuschauersaal, der rote Samtvorhang öffnete sich, und eine weitere Saison voller Theaterzauber sollte beginnen.
Bereits Ende August hatte Marco Comin, der neue GMD am Haus, sein Antrittskonzert mit dem Philharmonischen Orchester Bremerhaven vor begeisterten Konzertbesuchern gegeben. Nun stellte er auch seine Qualitäten für das Musiktheater unter Beweis und konnte uns ebenso mit seinem Dirigat der Sinfonia zu LUISA MILLER begeistern. Diese eher selten gespielte Oper von Giuseppe Verdi wird die Spielzeit im Musiktheater eröffnen.
Intendant Lars Tietje führte souverän durch das Programm und holte sich gerne zu den einzelnen Programmpunkten mit Peter Hilton Fliegel, Bianca Sue Henne, Markus Tatzig und Alfonso Palencia die Leitung der jeweiligen Sparte auf die Bühne.
So berichtete Alfonso Palencia vom spannenden Entstehungsprozess des dreigeteilten Tanzabends TANZRAUSCH, zu dem er zwei befreundete Choreografinnen eingeladen hat, um dem Publikum wie auch den Tänzer*innen die Möglichkeit zu geben, unterschiedliche Stile erleben zu können. Als Appetizer präsentierte die Ballettcompagnie aus TANZRAUSCH einerseits die Arbeit mit dem Titel „Storm“ der Choreografin Kinsun Chan sowie direkt nach der Pause „Rush Rojo“ von Alfonso Palencia. Die Tänzer*innen erstaunten mich abermals mit einer schier unendlich scheinenden Ausdruckskraft ihrer Körper. Es ist für mich immer wieder faszinierend, wie Musik über den Tanz visualisiert werden kann.
Das Jahr 2027 wird ganz im Zeichen des Stadtjubiläums von Bremerhaven stehen, und so werden auch am Stadttheater Bremerhaven einige Produktionen zu sehen sein, die einen unmittelbaren Bezug zur Stadt haben. Im kleinen Haus startet die Saison mit TRUE CRIME. DIE THOMASKATASTROPHE und erinnert an einen furchtbaren Tag im Dezember 1875 als im Bremerhavener Hafen eine Bombe explodierte. In diesem Live-Hörspiel, bei dem Frank Auerbach, Lotta Hackbeil und Marc Vinzing unzählige Rollen verkörpern und so ihre enorme Wandelbarkeit zeigen, werden die Geräusche von einer Sounddesignerin ebenso live vor Ort produziert. Der hier gezeigte Prolog machte Lust auf diesen sicherlich spannenden Theaterabend.
Davide Perniceni übernahm den Taktstock und somit die musikalische Leitung bei den Arien aus DIE VERKAUFTE BRAUT von Bedřich Smetana. Sopranistin Victoria Kunze gestaltete die beiden Arien „Gern ja will ich dir vertrauen“ und „Wie fremd und tot ist alles um mich her“ mit schlichter Würde und fein dosierter Melancholie und zeigte so überzeugend den Wandel der Figur von „hoffnungsvoll in die Zukunft schauend“ zu „verzweifelnd über den Verlust ihres Liebsten“. Ergreifend!
Natürlich durfte auch in diesem Jahr die Verleihung des Herzlieb-Kohut-Preises, mit dem besondere künstlerische Leistungen am Stadttheater Bremerhaven gewürdigt werden, nicht fehlen. Insider werfen einen wissenden Blick auf den Programmzettel. Die Wahrscheinlichkeit ist immer recht hoch, dass der Programmpunkt, der nach der Verleihung an der Reihe ist, im direkten Zusammenhang mit dieser steht. In diesem Jahr nützte mir dieses Wissen „nüscht“, da eine Szene mit acht Schauspieler*innen aus dem Krimi DIE MAUSEFALLE folgen sollte. Es blieb somit auch für mich spannend. Preisträger wurde in diesem Jahr der Schauspieler Leon Häder, der in der vergangenen Spielzeit durch sein exzellentes Spiel überzeugen konnte. Die ausführliche Laudatio der Jury versüßte er – sehr zum Vergnügen des Publikums – mit humoristischen Akzenten in Gestik, Mimik und Haltung. Lieber Leon: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Ich jubilierte inner- wie äußerlich als ich erfuhr, dass ein Kriminalstück von Agatha Christie wieder auf dem Spielplan stehen sollte. Mit Marscha B Zimmermann, Anna Caterina Fadda, Leon Häder, Ulrike Knospe, Kay Krause, Gernot Schmidt, Alexander Smirzitz und Henning Z Bäcker standen nun Künstler*innen auf der Bühne, die in der dargebotenen Szene aus DIE MAUSEFALLE ganz wunderbar Christies Figuren zum Leben erweckten. Es wird mir eine immense Freude sein, mich in „Monkswell Manor“ (wiederholt) einzumieten.
Doch die Würdigungen des Abends waren noch nicht vorbei: In diesem Jahr gab es zusätzlich den Herzlieb-Kohut-Sonderpreis zu vergeben, den der Kinderchor des Stadttheaters für DIDO AND AENEAS – A LOVE STORY? in Empfang nehmen durfte. Mit Unterstützung von Edward Mauritius Münch, Bianca Sue Henne, Katharina Diegritz und Musiker*innen des Philharmonischen Orchesters erarbeiteten sich die Kinder und Jugendlichen eine sehr eigene, höchst individuelle Variation von Henry Purcells Oper, indem sie dessen Musik mit modernen Songs und persönlichen Gedanken rund um das Thema Liebe kombinierten. Wie sehr die Kids diesen Preis verdient hatten, zeigten sie mit ihrer stimmschönen und emotionalen Interpretation von Herbert Grönemeyers „Demo (Letzter Tag)“. Gänsehaut! Auch an euch: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Dann wurde es plötzlich glitschig: Das JUB – Junges Theater Bremerhaven bringt mit AALI MUSS LOS ein Stück über Veränderung und Abschied aus Sicht der Tiere am und im Fluss auf die Bühne. Daraus boten uns die Schauspieler*innen Ümran Algün, Coco Plümer, Tobias Sill und Sander Lybeer einen äußerst vergnüglichen wie auch erstaunlich beweglichen Ausschnitt.
„Und ewig lockt das Weib“, das war schon in der Bibel so, und so ist es auch noch heute. Mezzosopranistin Boshana Milkov ließ ihre samtene Stimme lockend und gurrend in der Arie „Amour, viens aider ma faiblesse!“ erklingen. Wehe allen Kerlen, die ihrem bezirzenden Ruf verfallen. Die Oper SAMSON ET DALILA von Camille Saint-Saëns kommt als beeindruckendes Konzerterlebnis auf die Bühne.
Deutlich fröhlicher ging es in der Operette EINE NACH IN VENEDIG zu, aus der die beiden Neuzugänge des Musiktheaters Ausschnitte zeigten. Die musikalische Leitung lag in den bewerten Händen von Hartmut Brüsch. Tenor Kellan Dunlop gab mit „Evviva Caramello“ den Barbier Caramello mit leichter flexibler Stimme. Kai Preußker stellte bei „Wenn vom Lido sacht … Pappacoda ist da“ den Makkaronikoch Pappacoda mit seinem charakteristischen Bariton männlich-markant auf die Bretter. Flankiert wurden die Beiden von einem bestens aufgelegten Opernchor.
Es ist immer eine besondere Herausforderung, einen Song zu interpretieren, der im kollektiven Gedächtnis so eng mit der Ursprungsinterpretin verankert ist. Einerseits sollte eine eigene Interpretation gefunden werden, andererseits darf sich auch nicht zu sehr vom Original entfernt werden. Schauspielerin Ulrike Knospe stand sichtbar nervös auf der Bühne. Doch sie gestaltet den bekannten Evergreen „Lili Marleen“ von Lale Andersen so schön und so berührend. Bravo! Als Background-Chor standen ihr die Mannen Frank Auerbach, Marc Vinzing und Henning Z Bäcker mit harmonischem Gesang zur Seite. Auch das Schauspiel mit Musik DIE LEBEN DER ANDERSEN hat wieder einen engen Bezug zur Seestadt und deren Geburtstag.
Mit LUISA MILLER hatte diese Eröffnungsgala begonnen, und mit LUISA MILLER sollte sie nun auch enden. Bei „Ti desta, o Luisa“ zeigten die Sänger*innen des Chores, dass sie nicht nur die leichte Operette beherrschen sondern ebenso im musikalischen Drama brillieren können. Bassbariton Timothy Edlin ließ seine Stimme bei der Arie „Ah! Tutto m´arride … Il mio sangue, la vita darei“ mit fein nuancierter Koloratur erklingen. Weilian Wang brachte seinen potenten Tenor bei „Oh! fede negar potessi … Quando le sere al placido“ vom auftrumpfenden Fortissimo bis zum sensiblen Piano zum Strahlen. So sorgten diese zwei stimmlichen „Schwergewichte“ gemeinsam mit dem Opernchor für den fulminanten Schluss dieser rundum gelungenen Gala.
Beschwingt verließ ich das Theater und machte ich mich bestens gelaunt auf den Heimweg,…
THEATERFEST 2026 …um nur wenige Stunden später meine Karosse wieder gen Bremerhaven zu lenken: Das Stadttheater Bremerhaven hatte zum Theaterfest geladen und versprach ein pickepackevolles Programm mit Konzerten, Führungen, Besuche der verschiedenen Werkstätten, Einblicke in Proben, Lesungen, div. Workshops, Mitmach-Aktionen für Groß und Klein, einer Mini-Gala und vielem mehr. Da fiel es mir wahrlich schwer, eine Entscheidung zu treffen. Wählte ich den einen Programmpunkt würde ich einen anderen ebenso spannenden aber bedauerlich zeitgleich stattfindenden Programmpunkt verpassen. Luxusprobleme „at its best“!
So wählte ich mit Bedacht. Nach der Begrüßung durch Intendant Lars Tietje lauschte ich sowohl dem Opernchor unter der Leitung der neuen Chordirektorin Kristina Pernat Ščančar wie auch den solistischen Auftritten von Tenor Kellan Dunlap und Mezzosopranistin Boshana Milkov. Der von Boshana Milkov brillant vorgetragene Gershwin-Song „Summertime“ schien beinah programmatisch. Die sommerlichen Außentemperaturen trieben mich ins Theaterinnere direkt zum Kuchenbüfett der Landfrauen („Köstlich!“). Bestens gestärkt wartete ich im Foyer auf den Beginn der Theaterführung mit Sopranistin Victoria Kunze, die uns einmal kreuz, einmal quer durch das Theater führte und neben interessanten Infos zum Theateralltag auch köstliche Anekdoten parat hatte, wozu sie gerne die launige Unterstützung von Chefmaskenbildner Henrik Pecher in Anspruch nahm. Beim öffentlichen Balletttraining bestaunte ich voller Hochachtung abermals die Grazie und die Eleganz der Tänzer*innen.
Apropos Anekdote: Ich bog auf der Seitenbühne um die Ecke und stand unvermutet einem Tisch mit Lebensmitteln gegenüber. Angewidert blickte ich auf einen Teller und dachte „Wie kann man nur ein Mettbrötchen hier ungekühlt liegen lassen? Da tanzen die Salmonellen vor Freude Samba.“ Ich benötigte einige Sekunden, bis ich registrierte, dass hier die Requisite ihre Kunst der täuschend echten Imitation präsentierte.
Nach einem ereignisreichen Nachmittag voller Begegnungen und Eindrücke trug mich meine brave Karosse müde aber sehr, sehr glücklich wieder zurück in Richtung Heimat.
Mit der Eröffnungsgala und dem Theaterfest beginnt offiziell die SAISON 2026/2027 am Stadttheater Bremerhaven, das mich wieder mit einem vielfältigen Programm begeistert.
LI·TE·RA·RISCHE HEL·DEN…

[Rezension] Émile Gaboriau – DIE AFFAIRE LEROUGE
Er gilt als einer der ersten Kriminalromane der Welt: Ursprünglich im Jahre 1863 erfolgreich als Fortsetzungsroman für eine Zeitung entstanden, errang DIE AFFAIRE LEROUGE 1866 auch als Roman eine enorme Popularität. Vielleicht lag es daran, dass der Autor sich von der damals gängigen romantisierenden Form des Geschichtenerzählens abwandte. Vielmehr beruhten die Beschreibung der Ermittlungen auf realistische Gegebenheiten und fußten auf den neuesten kriminalistischen Erkenntnissen der Epoche. Zudem hatte Gaboriau sehr viel Augenmerk auf eine naturalistische Milieubeschreibung gelegt, die einen entscheidenden Einfluss auf die Atmosphäre des Romans nahm.
Gaboriau wusste genau, wovon er schrieb, da er auf eine Fülle an eigenen Erfahrungen zurückgreifen konnte. Hatte er doch selbst bereits eine erstaunliche Anzahl an Berufen vorzuweisen: So war er als Mitarbeiter eines Rechtsanwalts tätig, erkundete Afrika als Husar und verpflichtete sich, wenn auch nur kurzzeitig, bei der Armee. Über dem Verfassen von Chroniken und seiner Tätigkeit als Sekretär bei einem Schriftsteller fand er schlussendlich zum Journalismus. Hier tat sich für ihn – mit den vielen Geschichten aus dem realen Leben – eine unversiegbare Quelle der Inspiration auf.
Eine alte Dame wird ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Schmuck ist verschwunden, Papiere wurden verbrannt. Madame Lerouge hatte noch nicht lange in dem kleinen Dorf gelebt. Die Kriminalisten aus Paris erfahren von den Nachbarn nur, dass die Ermordete ab und zu Besuch bekam und immer Geld hatte. Zusammen mit dem Untersuchungsrichter Monsieur Daburon versucht Monsieur Tabaret, der alte Detektiv von eigenen Gnaden, hinter das Geheimnis der Toten zu kommen. Dem Mörder ist er auch schon bald auf der Spur. Doch hat er den richtigen erwischt?
(Inhaltsangabe der Homepage des Verlages entnommen!)
Die ursprüngliche Praxis, diese Kriminalgeschichte als Fortsetzungsroman in einer Zeitung zu veröffentlichen, kommt auch der Romanfassung sehr entgegen. Die Geschichte präsentiert sich voller Cliffhanger, die mich immer wieder verleiteten, „mal eben“ ein weiteres Kapitel zu lesen. So zog die Handlung – Seite für Seite – spürbar mühelos an meinen Augen vorbei und lieferte mir einen packenden Spannungsbogen voller Überraschungen.
Allerdings ist dieser Umstand wohl auch der sensiblen Überarbeitung des Romans zu verdanken: Um dem damals vorherrschenden Geschmack der Leserschaft gerecht zu werden, hatte Émile Gaboriau ursprünglich ausführliche, wenn nicht sogar ausufernde Beschreibungen der Familienverhältnisse des Handlungspersonals in eben jene Handlung einfließen lassen. Diese hemmten allerdings den Ablauf bzw. den zügigen Aufbau der Geschichte. Die vorliegende Fassung wurde von diesem überflüssigen Ballast befreit, wobei sich bemüht wurde, die Haupt-Geschichte nicht zu verfälschen.
Die Personenzeichnung ist sehr präzise. Hier werden die Figuren durchaus ambivalent mit Ecken und Kanten, mit kleinen und größeren menschlichen Schwächen, mal derb-rustikal, mal durch Standesdünkel gehemmt skizziert. Dabei porträtiert der Autor die einfachen Menschen vom Hafen ebenso respektvoll wie die Haute Volée von Paris. Er ergreift wohltuend keine Partei: Jede Figur scheint ihm gleich lieb.
Statt schwülstigen Pathos schlägt Gaboriau eher einen beinah nüchternen Ton an, wie ich ihn aus den Werken von Georges Simenon kennen und lieben gelernt habe. Es sind genau diese Simenon-Vibes, die ich so sehr an DIE AFFAIRE LEROUGE mochte, und die zu einer atmosphärischen Dichte des Romans beitrugen. Eine äußerst gelungene Wieder-Entdeckung…!
HINWEIS // Ich habe mir erlaubt, die Inhaltsangabe bzgl. des Handlungspersonals anzupassen. Im Originaltext, wie er auf der Homepage des Verlages zu finden ist, wird Inspector Lecoq erwähnt. Im Roman tritt eine Figur namens Lecoq als Gehilfe des Chefs der Sicherheitspolizei Monsieur Gévrol nur am Rande in Erscheinung. In weiteren Romanen von Émile Gaboriau soll sich diese Figur sogar bis zu einem gewieften Inspektor mausern, der die Fälle dank seines genialen Verstandes löst. In DIE AFFAIRE LEROUGE spielen sowohl Lecoq wie auch Gévrol eher untergeordnete Rollen. Hier liegt der Fokus definitiv mehr auf Monsieur Daburon und Monsieur Tabaret.
erschienen bei Anaconda / ISBN: 978-3730616345 / in der Übersetzung von Erich Flonger
APHO·RI·SI·A·KUM…

[Rezension] Loriot – LORIOTS PETER UND DER WOLF & DER KARNEVAL DER TIERE (Hörbuch)
Es gibt Stimmen, die mit ihrem Klang unwillkürlich ein Lächeln auf meine Lippen zaubern. Loriot hatte so eine Stimme, auf die ich auch noch heute mit positiven Gefühlen reagiere. Da ist es gar nicht nötig, dass ich den gesprochenen Text rein akustisch verstehe. Allein dieses unverkennbare Timbre, die Modulation der Wörter und seine höchst eigene Diktion genügen, um mich in den Zustand einer wohltuenden Erheiterung zu versetzen.
Als versierter Klassik- und vor allem Opern-Liebhaber erstarrte er keineswegs voller Ehrfurcht vor der hehren Hochkultur. Dafür liebte er sie allzu sehr, als dass er sich von einem Zuviel an Ernst den Spaß hätte verderben lassen. Er hatte durchaus Respekt vor Komponist*innen, Kompositionen und Künstler*innen, aber Respekt muss sich ja nicht in ehrerbietiger Zurückhaltung äußern.
Hier nun hat er sich zwei Kompositionen zur Brust genommen, die insbesondere für ein jüngeres Publikum eine wunderbare Möglichkeit darstellen, sich der klassischen Musik zu nähern. Aber auch ein älteres Publikum, zu dem ich mich durchaus zählen würde, wird seinen Spaß an diesen beiden Aufnahmen haben.
PETER UND DER WOLF von Sergei Prokofjew (1982) / Text (frei nach Prokofjiew) & Erzähler: Loriot / English Chamber Orchestra / Dirigent: Daniel Barenboim
HINWEIS: Bei der obigen Aufnahme handelt es sich nicht um Ausschnitte aus der besprochenen CD. Es ist eine ältere Aufnahme und dient nur dazu, einen Eindruck von der Musik zu vermitteln.
DER KARNEVAL DER TIERE von Camille Saint-Saëns (1984) / Text & Erzähler: Loriot / Klaviere: Julius Katchen & Gary Graffmann / Violoncello: Kenneth Heath / London Symphony Orchestra / Dirigent: Skitch Henderson
HINWEIS: Bei der obigen Aufnahme handelt es sich nicht um Ausschnitte aus der besprochenen CD. Es ist eine ältere Aufnahme und dient nur dazu, einen Eindruck von der Musik zu vermitteln.
Nun kann die Fallhöhe bei so bekannten Werken durchaus erschreckend sein. Schließlich haben viele renommierte Orchester unter der musikalischen Leitung bekannter Dirigenten diese Kompositionen bereits eingespielt, und sie wurden von einer stattlichen Anzahl an internationalen wie heimischen Sprecher*innen verschönt. Da haben die geneigten Zuhörer*innen die Qual der Wahl und können ganz nach persönlichem Gusto wählen: Es darf ebenso den Stimmen von David Bowie, Sting, Alice Cooper oder Dame Edna Everage gelauscht werden wie denen von Otto Walkes oder Reinhard Mey. Und selbst Sissi und Franzl aka Romy Schneider und Karl-Heinz Böhm haben jeweils eine eigene Fassung eingesprochen.
Doch Loriot brauchte sich nie um „Fallhöhe“ zu sorgen: Dafür ist er in seiner Kunst der unschlagbare Meister der humoristischen Feinheiten, der sprachliches Vermögen mit literarischer Expertise vereinte. So hat er sich in seiner unnachahmlichen Art den Originaltext von Sergei Prokofjew zur Brust genommen und diesen mit Ingredienzien seines Sprachschatzes gewürzt. Bei Camille Saint-Saëns konnte er weitaus freier agieren bzw. interpretieren. Er hielt sich durchaus an der vorgegebene Reihenfolge bei den Auftritten der Tiere, gönnte uns allerdings eine höchst individuelle Interpretation und verfeinerte diese mit einer Vielzahl an amüsanten Petitessen. Ich hätte nie zu träumen gewagt, dass ich je einen Satz wie „Der Mehlwurm wirft den Schildkröten Kusshändchen zu.“ hören würde, der mich zudem in schallendes Gelächter ausbrechen ließ.
Die Deutsche Grammophon verfügt über ein umfangreiches musikalisches Archiv, und so sind beide Einspielungen auf höchstem Niveau und schenkten mir als Zuhörer den vollendeten Musik-Genuss.
Stellt sich schlussendlich vielleicht nur noch die Frage, ob dies nun ein Hörbuch ist, das mit klassischer Musik untermalt wurde, oder ob ist es sich um eine klassische symphonische Aufnahme handelt, bei der auch ein wenig gesprochen wurde? Für alle, die eine klare Zuordnung benötigen, sei folgendes gesagt: Ich weiß es nicht, und es ist mir auch schnuppe! Fakt ist, dass ich sehr viel Freude an dieser CD hatte.
HINWEIS: In der nächsten Saison wird PETER UND DER WOLF im Stadttheater Bremerhaven beim 3. FAMILIENKONZERT des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven unter der musikalischen Leitung von Hartmut Brüsch und mit dem Schauspieler Kay Krause als Erzähler zu Gehör gebracht.
Bereits im Jahre 2020 stand das Stück auf dem Spielplan des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven: Die Karten waren geordert, doch dann machte der Corona-Lookdown Konzert- und Theateraufführungen unmöglich. Kurzerhand produzierte das Orchester bzw. das Stadttheater Bremerhaven ein Video, das für eine begrenzte Zeit zur Verfügung stand. Damals war ich so dankbar für diese wunderbare Möglichkeit, Kultur erleben zu dürfen. Doch nichts geht über das Live-Erlebnis: Ich freue mich schon sehr auf dieses Konzert!




