[Rezension] Loriot – LORIOTS PETER UND DER WOLF & DER KARNEVAL DER TIERE (Hörbuch)

Es gibt Stimmen, die mit ihrem Klang unwillkürlich ein Lächeln auf meine Lippen zaubern. Loriot hatte so eine Stimme, auf die ich auch noch heute mit positiven Gefühlen reagiere. Da ist es gar nicht nötig, dass ich den gesprochenen Text rein akustisch verstehe. Allein dieses unverkennbare Timbre, die Modulation der Wörter und seine höchst eigene Diktion genügen, um mich in den Zustand einer wohltuenden Erheiterung zu versetzen.

Als versierter Klassik- und vor allem Opern-Liebhaber erstarrte er keineswegs voller Ehrfurcht vor der hehren Hochkultur. Dafür liebte er sie allzu sehr, als dass er sich von einem Zuviel an Ernst den Spaß hätte verderben lassen. Er hatte durchaus Respekt vor Komponist*innen, Kompositionen und Künstler*innen, aber Respekt muss sich ja nicht in ehrerbietiger Zurückhaltung äußern.

Hier nun hat er sich zwei Kompositionen zur Brust genommen, die insbesondere für ein jüngeres Publikum eine wunderbare Möglichkeit darstellen, sich der klassischen Musik zu nähern. Aber auch ein älteres Publikum, zu dem ich mich durchaus zählen würde, wird seinen Spaß an diesen beiden Aufnahmen haben.


PETER UND DER WOLF von Sergei Prokofjew (1982) / Text (frei nach Prokofjiew) & Erzähler: Loriot / English Chamber Orchestra / Dirigent: Daniel Barenboim

HINWEIS: Bei der obigen Aufnahme handelt es sich nicht um Ausschnitte aus der besprochenen CD. Es ist eine ältere Aufnahme und dient nur dazu, einen Eindruck von der Musik zu vermitteln.

DER KARNEVAL DER TIERE von Camille Saint-Saëns (1984) / Text & Erzähler: Loriot / Klaviere: Julius Katchen & Gary Graffmann / Violoncello: Kenneth Heath / London Symphony Orchestra / Dirigent: Skitch Henderson

HINWEIS: Bei der obigen Aufnahme handelt es sich nicht um Ausschnitte aus der besprochenen CD. Es ist eine ältere Aufnahme und dient nur dazu, einen Eindruck von der Musik zu vermitteln.

Nun kann die Fallhöhe bei so bekannten Werken durchaus erschreckend sein. Schließlich haben viele renommierte Orchester unter der musikalischen Leitung bekannter Dirigenten diese Kompositionen bereits eingespielt, und sie wurden von einer stattlichen Anzahl an internationalen wie heimischen Sprecher*innen verschönt. Da haben die geneigten Zuhörer*innen die Qual der Wahl und können ganz nach persönlichem Gusto wählen: Es darf ebenso den Stimmen von David Bowie, Sting, Alice Cooper oder Dame Edna Everage gelauscht werden wie denen von Otto Walkes oder Reinhard Mey. Und selbst Sissi und Franzl aka Romy Schneider und Karl-Heinz Böhm haben jeweils eine eigene Fassung eingesprochen.

Doch Loriot brauchte sich nie um „Fallhöhe“ zu sorgen: Dafür ist er in seiner Kunst der unschlagbare Meister der humoristischen Feinheiten, der sprachliches Vermögen mit literarischer Expertise vereinte. So hat er sich in seiner unnachahmlichen Art den Originaltext von Sergei Prokofjew zur Brust genommen und diesen mit Ingredienzien seines Sprachschatzes gewürzt. Bei Camille Saint-Saëns konnte er weitaus freier agieren bzw. interpretieren. Er hielt sich durchaus an der vorgegebene Reihenfolge bei den Auftritten der Tiere, gönnte uns allerdings eine höchst individuelle Interpretation und verfeinerte diese mit einer Vielzahl an amüsanten Petitessen. Ich hätte nie zu träumen gewagt, dass ich je einen Satz wie „Der Mehlwurm wirft den Schildkröten Kusshändchen zu.“ hören würde, der mich zudem in schallendes Gelächter ausbrechen ließ.

Die Deutsche Grammophon verfügt über ein umfangreiches musikalisches Archiv, und so sind beide Einspielungen auf höchstem Niveau und schenkten mir als Zuhörer den vollendeten Musik-Genuss.

Stellt sich schlussendlich vielleicht nur noch die Frage, ob dies nun ein Hörbuch ist, das mit klassischer Musik untermalt wurde, oder ob ist es sich um eine klassische symphonische Aufnahme handelt, bei der auch ein wenig gesprochen wurde? Für alle, die eine klare Zuordnung benötigen, sei folgendes gesagt: Ich weiß es nicht, und es ist mir auch schnuppe! Fakt ist, dass ich sehr viel Freude an dieser CD hatte.

HINWEIS: In der nächsten Saison wird PETER UND DER WOLF im Stadttheater Bremerhaven beim 3. FAMILIENKONZERT des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven unter der musikalischen Leitung von Hartmut Brüsch und mit dem Schauspieler Kay Krause als Erzähler zu Gehör gebracht.

Bereits im Jahre 2020 stand das Stück auf dem Spielplan des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven: Die Karten waren geordert, doch dann machte der Corona-Lookdown Konzert- und Theateraufführungen unmöglich. Kurzerhand produzierte das Orchester bzw. das Stadttheater Bremerhaven ein Video, das für eine begrenzte Zeit zur Verfügung stand. Damals war ich so dankbar für diese wunderbare Möglichkeit, Kultur erleben zu dürfen. Doch nichts geht über das Live-Erlebnis: Ich freue mich schon sehr auf dieses Konzert!


erschienen bei Deutsche Grammophon / EAN: 0028943964821

[Rezension] Karsten Dusse – FILMRISS AUF IMMENHOF. Trippel. Trappel. Tot.

„Trippel trappel trippel trappel Pony…“

Ich las den ersten Satz aus Karsten Dusses neustem Krimi FILMRISS AUF IMMENHOF, und eine Melodie fraß sich unaufhaltsam in meinen Gehörgang, um dort zu einem handfesten Ohrwurm zu mutieren. Selbst abseits der Lektüre erwischte ich mich dabei, wie ich diese Melodie verträum vor mich hin summte.

Dieser erste Satz war vom Autor schlau gewählt. So hatte er mich blitzschnell an der Angel – oder vielmehr am Zügel. Ein Entkommen schien zwecklos!



Die Kriminalpsychologin Sophia, geschieden, zweifache Teenager-Mutter und gerade wieder frisch getrennt, schenkt sich zum 45. Geburtstag ein Wochenende auf dem Immenhof. Das zum Hotel umgebaute Landgut ist für sie der Inbegriff von heiler Welt und Geborgenheit ihrer Kindheitsfilme. Nach einer Retro-Party mit Pony-Romantik und Wodka Red Bull wacht sie am nächsten Morgen allerdings mit einem Filmriss neben der abgetrennten Hand ihres Ex-Freundes auf. Sie hat keine Ahnung, wer dafür verantwortlich ist – weiß aber, dass sie am Tag vorher noch den perfekten Plan hatte, ihren Ex ohne Spuren zu ermorden. Zwischen Kindheitsidyll und schlechtem Gewissen rekonstruiert sie die Nacht – und findet dabei überraschend zu sich selbst zurück.

(Inhaltsangabe der Homepage des Verlages entnommen!)

Ich tat mich etwas schwer, nach Beendigung dieses Romans passende Worte der Wertschätzung zu finden. Man möge mich bitte nicht missverstehen: Diese (nennen wir es mal) Zurückhaltung lag nicht in der Tatsache begründet, dass es nichts zu wertschätzen gäbe.

Ganz im Gegenteil: Karsten Dusse hat wieder einen süffigen Krimi abgeliefert. Sein Handlungspersonal ist prall und lebendig (die einen mehr, die anderen weniger). Er spielt unterhaltsam mit Genre-Klischees, baut die Handlung raffiniert auf und liefert mit Rückblenden die nötigen Erklärungen für die Motivation der Protagonist*innen. Und wie bereits in seinem Erfolgsroman ACHTSAM MORDEN versteht er es auch hier vortrefflich, die Opfer so unsympathisch zu porträtieren, dass ich moralisch keinerlei Bedenken hatte, diese über die Klinge springen zu lassen. Vielmehr entfleuchten mir hin und wieder Ausrufe wie „Das geschieht dir recht, du Schuft!“ oder „Selber schuld!“.

Diese Gräueltaten paart er mit detaillierten Beschreibungen des Heile-Welt-Sehnsuchtsortes Immenhof à la „Midsomer Murders“, denn hier wie dort passieren die unfassbarsten und skurrilsten Morde im Umfeld ländlicher Idylle. Doch gerade dieses Aufeinanderprallen scheinbar konträrer Komponenten erhöhte den Unterhaltungswert und damit meine Freude beim Lesen des Romans.

Doch woher kam nun meine eingangs erwähnte Zurückhaltung? Ich hatte das Buch zugeklappt, zufrieden geseufzt und gedacht „Schön war’s!“. Ich wollte das Buch nochmals in Ruhe „nachschmecken“ und nicht – wie so oft – darüber nachdenken, wie ich eine Rezension formuliere. Ich wollte dieses „Schön war’s!“ nicht erklären müssen.

FILMRISS AUF IMMENHOF ist ein wunderbar leichter und (im besten Sinne des Wortes) unkomplizierter Krimi, der mich vom ersten Satz an gefesselt hat und beste Unterhaltung bietet. Es klingt nach wenig, ist aber ganz, ganz viel!


erschienen bei Heyne / ISBN: 978-3453274549
Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

[Noch ein Gedicht…] Christian Morgenstern – DER PURZELBAUM

Ein Purzelbaum trat vor mich hin
und sagte: »Du nur siehst mich
und weißt, was für ein Baum ich bin:
Ich schieße nicht, man schießt mich.

Und trag‘ ich Frucht? Ich glaube kaum;
auch bin ich nicht verwurzelt.
Ich bin nur noch ein Purzeltraum,
sobald ich hingepurzelt.«

Je nun, so sprach ich, bester Schatz,
du bist doch klug und siehst uns; – 
nun, auch für uns besteht der Satz:
wir schießen nicht, es schießt uns.

Auch Wurzeln treibt man nicht so bald,
und Früchte nun erst recht nicht.
Geh heim in deinen Purzelwald,
und lästre dein Geschlecht nicht.

Christian Morgenstern

[Rezension] DIE SCHÖNSTEN ANEKDOTEN AUS DER MUSIK/ herausgegeben von Friederike C. Raderer & Rolf Wehmeier

Und weiter geht’s: Nun sind es nur noch 5 Wochen bis mein Stamm-Theater seine Türen wieder öffnet und am ersten September-Wochenende mit einer fulminanten Eröffnungs-Gala sowie einem tollen Theaterfest in die Spielzeit 2026/2027 startet. Bis dahin tröste ich mich weiterhin mit der passenden Lektüre.

Gustav Mahler stand fasziniert vor
den Niagarafällen und meinte:
„Endlich Fortissimo!“

Lieben wir sie nicht alle, diese pikanten Anekdötchen, die vieles aussagen und manches verschweigen. Kurz und knackig sollten sie sein, bestenfalls typische Charaktereigenschaften bekannter Persönlichkeiten offenbaren und mit einer schmissigen Pointe enden.

Friederike C. Raderer und Rolf Wehmeier haben in DIE SCHÖNSTEN ANEKDOTEN AUS DER MUSIK reichlich von diesen humoristischen Appetithappen gesammelt und sie unter den Rubriken SÄNGER-, BLÄSER-, STREICHER-, SCHLAGZEUG-, EXPERIMENIER-, TECHNIK-, PIANISTEN-, PROBEN-, ORGANISTEN- und ORCHESTER-GESCHICHTEN eingeteilt. Anscheinend gibt es auch in der Musik auf allen Ebenen kleine Geschichtchen voller Kuriosität zu berichten.

Bei den meisten Anekdoten stehen die Eitelkeiten der Künstlerinnen und Künstler allzu deutlich im Mittelpunkt und erzählen von Selbstüberschätzung sowie von Neid und Eifersucht gegenüber Konkurrent*innen. Auch das so manches Mal ambivalente Verhältnis zwischen Orchester, Instrumental-Solisten, Sänger*innen und/oder Dirigent hält gar herrliche Verbal-Scharmützel parat. Doch auch die Tücken der Technik, z. Bsp. während einer Aufnahme-Session im Studio, sorgen für Verwirrung und liefern ebenso amüsante Stories, wie der Zusammenstoß von traditionellen Hörgewohnheiten mit eher avantgardistischen Kompositionen und einer modernen Aufführungspraxis.

Neben der Aufteilung der Anekdoten in die oben genannten Rubriken, schafft es das Herausgeber-Duo sogar einen kleinen roten Faden abzuspulen: Da tauchen einige Stichpunkte wiederholt und unter verschiedenen Rubriken auf, seien es die Wiener Philharmoniker, Franz Liszt, Yehudi Menuhin, Beethovens 5. Sinfonie sowie der weltbekannte Steinway-Flügel. Doch auch bei Aufführungen von Werken des göttergedämmerten Richard Wagners scheint gerne so einiges Unvorhergesehenes zu passieren, das Stoff für süffige Geschichten liefert. Abgerundet wird diese durchaus üppige Anekdoten-Sammlung durch ein detailliertes Personenregister.

Und wieder schaffte es der Reclam-Verlag mit Leichtigkeit, dass ich „in einem Waschgang“ kurzweilig unterhalten wurde und spielerisch lernen konnte: Da verwandelte sich die „schnöde“ Wissensvermittlung zum amüsanten Entertainment!


erschienen bei Reclam / ISBN: 978-3150145883

[Rezension] Johanna Sebauer – POPÓM

„Ja, was soll denn das werden?“ stammelte ich und blinzelte erstaunt mit den Augen. Nach der herrlich schwarzhumorigen Satire DAS GURKERL hatte ich vom neuesten Werk von Johanna Sebauer erwartet, dass…! Ja, was hatte ich denn erwartet? Zumindest hatte ich etwas anderes erwartet als das, was ich nun in den Händen hielt. Einige Seiten des Romans waren bereits gelesen, und die Handlung plätscherte vor sich hin – stetig im Fluss aber ohne Wellengang. Die Lektüre abzubrechen, war für mich aber trotzdem keine Option. Irgendetwas hielt mich. Irgendwie wollte ich mehr erfahren, wollte erfahren, wie die Autorin diese unglaubliche Geschichte auflöst.

Seine Endzwanziger hat sich Hendrik Popom anders vorgestellt. Nichts will ihm so richtig gelingen. In seinem Agenturjob sitzt er seine Zeit ab, mit seiner Freundin lief es schon einmal besser, und dann ist da plötzlich dieser Mann – Popóm. Er ist fast doppelt so alt und dennoch weiß Hendrik: Dieser Mann bin ich. Zögerlich nähern sich die beiden einander an. Ihre Beziehung ist voller Rätsel, Zuneigung und Widerstände. Hendrik hofft, in seinem anderen Ich das zu finden, was ihm in seinem Leben fehlt – Halt und Zuversicht. Doch je stärker er sich an Popóm klammert, desto mehr weicht dieser zurück. Als er sich einer Kollegin anvertraut, begreift er, welch hohen Preis man zahlt, wenn man sich dem Leben entzieht.

(Inhaltsangabe der Homepage des Verlages entnommen!)

Was wäre, wenn…? Was wäre, wenn es von mir eine (noch) ältere Version geben würde? Würde dieser Umstand mich ängstigen oder beruhigen? Zeigt es mir, dass in dieser momentan verrückten Welt ein Weiterleben, in diesen momentan verrückten Zeiten ein Älterwerden nicht nur machbar sondern auch erstrebenswert sei? Wäre ein Blick in meine eigene Zukunft durchaus wünschenswert? Könnte diese Möglichkeit, wenn sie sich mir bieten würde, viele meiner offenen Fragen beantworten oder vielmehr weitere Fragen aufwerfen? Bei all diesen Unsicherheiten war ich mir in einem Punkt sicher: Ich wäre danach kein zufriedenerer Mensch.

All diese Gedanken (und noch viele mehr) gingen mir währen der Lektüre des Romans durch den Kopf. Da kam mir der eingangs bekriddelte Umstand, dass die Handlung vor sich hin plätscherte, eher entgegen und ermöglichte es mir, meinen eigenen Gedanken nachzuhängen ohne den Handlungsfaden zu verlieren. Johanna Sebauer beschrieb den Alltag unseres Helden äußerst prosaisch, wie wir es aus unzähligen Romane kennen und gewöhnt sind. Hingegen die Dialoge von Hendrik Popom mit seinem älteren Ich löste sie aus der prosaischen Erzählstruktur heraus, hob sie auf eine weitere Ebene und verlieh ihnen somit etwas Unwirkliches, beinah Erhabenes. Es schien so, als wären diese Begegnungen nicht von dieser Welt. Lange Zeit dachte ich, dass sich diese Begegnungen nur im Kopf des Helden abspielten. Die Autorin gestaltete diese Skurrilität mit einer wohltuenden Ernsthaftigkeit und gab so keiner ihrer Figuren der Lächerlichkeit preis. Vielmehr löste sie diese verzwickte Geschichte sehr geschickt und absolut nachvollziehbar auf und krönte sie mit einem Ende „hinter dem Ende“, das diese geschmackvoll abrundete.

Je mehr die Handlung voranschritt, umso mehr gelangte ich gemeinsam mit unserem Helden Hendrik Popom zu der Erkenntnis, dass ein Blick in die persönliche Zukunft alles andere als erstrebenswert wäre. Ein Denken, Bangen und Hoffen auf das, was noch kommt, würde mich blockieren und somit handlungsunfähig, wenn nicht sogar lebensuntüchtig machen. Die Gegenwart ist es, die es zu gestalten gilt.

POPÓM von Johanna Sebauer ist ein interessanter (!) Roman, der mich zum Nachdenken anregte. Ich kann allerdings weder eine große Lobeshymne anstimmen, noch kann ich Schlechtes über ihn sagen bzw. schreiben. Er ist einfach „nur“ da, überzeugt eher durch Zurückhaltung und könnte darum leicht übersehen werden. Doch ich bin mir sicher, dass er bei denen, die ihn lesen, nachwirken wird. Er hat in mir etwas anklingen lassen, und darüber bin ich selbst mehr als erstaunt.


erschienen bei DuMont / ISBN: 978-3755800798
Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!