MONTAGSFRAGE #49: Wie wichtig ist der Autor eines Buches?

Lange haben die Nachbarn meinen Schrei nicht gehört (s.a. hier): Heute hatten sie wieder das „Vergnügen“. WAS für eine Frage…!

Vorab: Da ich wenig bis nix im Fantasy-Bereich lese, kann ich zwar Antonias Ausführung bzgl. J.K. Rowling und der Harry-Potter-Welt durchaus nachvollziehen, komme allerdings selbst wenig in Verlegenheit diesbezüglich. Meinen Standpunkt zu Prequels bzw. Sequels habe ich zudem schon in MONTAGSFRAGE #34 dargelegt.

Darum: Ich erlaube mir „aus einer anderen Richtung“ auf diese Frage zu schauen und gestatte mir somit einen Perspektivwechsel…!

Natürlich sind viele Parteien am Entstehen eines Buches beteiligt, wobei die Anzahl der Beteiligten variieren kann – je nachdem ob ein renommierter Verlag involviert ist oder ein Autor in Eigenregie veröffentlicht. Aber ich unterstelle einmal, dass selbst der Self-Publisher sein Werk Freunden zur Durchsicht präsentieren wird, bevor er es veröffentlicht. Und somit nimmt jeder, der einen Blick auf dieses Werk wirft, Einfluss. Schlussendlich entscheidet aber nicht das hübsche Cover darüber, ob mir ein Buch gefällt, sondern der Inhalt.

Somit: Der Löwenanteil am Entstehen eines Buches gebührt dem Autor. Sein Talent UND – sofern mir bekannt (!) – seine Persönlichkeit entscheiden bei mir über Gefallen oder Nichtgefallen. Das Buch könnte noch so zauberhaft-phantasievoll, raffiniert konstruiert und/ oder intellektuell anspruchsvoll sein, würde die Geisteshaltung des Autors völlig konträr zu meiner eigenen stehen, würde ich dieses Buch nicht lesen, bzw. ich würde ein schon gelesenes Buch aus meiner Sammlung entfernen (…so auch schon passiert!).

Ich finde es zudem sehr zweifelhaft innerhalb eines erfolgreichen Konzepts einen Autoren gegen einen anderen zu ersetzten. Für mich hat diese Vorgehensweise immer ein bitteres „Geschmäckle“ und stinkt nach Profitgier. Beispiele gefällig? Sehr gerne!

Anfang der 90er Jahre tauchte auf dem Buchmarkt plötzlich eine Fortsetzung zu Margaret Mitchells Roman „Vom Winde verweht“ auf, und ich habe mich gefragt „Wer braucht so etwas?“. „Vom Winde verweht“ habe ich durchaus gerne gelesen und freue mich schon sehr auf die Neu-Übersetzung, die Anfang des kommenden Jahres erscheinen wird. Die Fortsetzung „Scarlett“ wurde von mir keines Blickes gewürdigt…!

Vor einigen Jahren gaben die Erben von Agatha Christie ihr Einverständnis für „neue“ Kriminalromane mit Hercule Poirot aus der Feder von Sophie Hannah. Zur Erklärung: Im Roman „Vorhang“ von 1975 lässt Christie ihren weltberühmten Detektiv sterben. Für mich ein Indiz, dass sie diese Serie als abgeschlossen bzw. vollendet sieht. Mir erschließt sich somit nicht die Sinnhaftigkeit für „neue“ Kriminalfälle mit dem kleinen, pedantischen Belgier – so sehr ich ihn auch liebe und verehre! Welche unbekannten Facetten könnte Mrs. Hannah dieser Figur entlocken, die die „Queen of Crime“ uns nicht schon längst offenbart hätte?

Schimpft mich einen Pedanten, aber Poirot ist nur „echt“ von Christie. Punkt! Aus! Ende!

Was bedeutet es somit im Umkehrschluss? Das Konzept entscheidet über den Erfolg, der Autor ist austauschbar? …eine wahrlich gruselige Vorstellung!

…und wie lautet Eure Meinung zu diesem Thema???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Rezension] Christopher Isherwood – Leb wohl, Berlin

Willkommen! Bienvenue! Welcome!

Berlin, Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts: Der junge Schriftsteller Christopher Isherwood kommt in diese pulsierende Metropole auf der Suche nach Inspiration für einen Roman. Inspiration findet er nicht – dafür verleiten ihn die vielen Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten: Persönlichkeiten, die nur eine Stadt wie Berlin hervorbringen oder anlocken kann.

Inspiration! – Inspiration brauchte der reale Isherwood nicht zu suchen! Inspiration hatte Isherwood zuhauf direkt vor seiner Nase!

Da ist seine ältliche Zimmerwirtin Fräulein Schroeder, die ihren besseren Zeiten hinterher träumt und trauert, über ihre Mieter stellvertretend am Leben teilnimmt und sich gezwungenermaßen mit jeglicher Regierung akklimatisiert. Was bleibt ihr auch übrig: Wo soll sie sonst hin?

Da ist der junge Otto Nowak, der mit seiner Familie in einem Hinterhof des Hinterhofs eines Hinterhofs lebt, und die in ihrer erbärmlichen Trostlosigkeit willig den Nährboden bietet für die Versprechungen der Nazis.

Da ist der intellektuelle Bernhard Landauer, Geschäftsmann aus dem noblen Villenviertel, der in seiner passiven Resignation gegenüber der Realität zwangsläufig zum Opfer für die Gräueltaten der Nazis wird.

Da ist die kapriziöse Sally Bowles, semi-talentiert aber dafür selbst-überschätzend, mit einem Hauch Verrücktheit, einer sexuellen Freigiebigkeit und einem hohen Maß an Unkompliziertheit, die in der damaligen Zeit sowohl für Faszination wie für Verwirrung bei ihren Mitmenschen sorgt.

 „Ich bin eine Kamera mit offenem Verschluss, ganz passiv, ich nehme auf, ich denke nicht.“

Der Autor wirkt beinah neutral und begegnet seinen Protagonisten wertfrei: Er ist Beobachter, nicht Analytiker. Er beschreibt die Szenerie durchaus detailliert aber unvoreingenommen. Trotzdem schafft er Atmosphäre ohne indifferent zu erscheinen.

Er porträtiert seine Protagonisten mit Witz, vermeidet es indes, sie der Lächerlichkeit preiszugeben – im Gegenteil: Oftmals offenbart sich in den alltäglichen Szenen und den scheinbar belanglosen Begegnungen eine bemitleidenswerte Tragik. Während die ersten Kapitel noch sehr detailliert das Geschehen wiedergeben, wirkt das letzte Kapitel mit seinen kurzen Episoden wie schnelle Schlaglichter, die eine wahrgenommenen Situation fragmentiert wiederspiegeln und trotz ihrer Kürze das Vage einer zunehmend unsicheren Wirklichkeit vermitteln.

Somit ist Christopher Isherwoods Episodenroman aus dem Jahre 1939 ein literarisches Zeugnis seiner Zeit und spiegelt eine Gesellschaft im Umbruch wieder: Das Weltoffene und Tolerante der Weimarer Republik ist noch spürbar, das Kleingeistige und Menschenverachtende des Nationalsozialismus ist schon zu erahnen. Das Berlin einer Sally Bowles wird bald Vergangenheit sein: Eine Epoche neigt sich dem Ende entgegen…!

Auf Wiedersehen! A bientôt! Good night!

Foto Gedenktafel, Nollendorfstraße 17 in Berlin-Schöneberg.jpg
Foto: Gedenktafel am Haus Nr. 17 in der Nollendorfstraße in Berlin-Schöneberg

erschienen bei Hoffmann & Campe/ ISBN: 978-3455405002

[Kulturtipps] September 2019…

Die Buchhandlung meines Vertrauens feiert am 1. September ihren 40. Geburtstag und lässt uns alle bei div. Veranstaltungen mitfeiern: Mein persönlicher Höhepunkt wird das Event mit dem von mir geschätzten Rainer Moritz sein, der die Lieblingsbücher aus 40 Jahren (wieder-)vorstellen wird.

Aber auch die Lesung mit Karsten Dusse verspricht mörderische Unterhaltung. Für alle diejenigen unter Euch, die es bis Osterholz-Scharmbeck nicht schaffen: Ihr hättet auch in Bremerhaven eine Gelegenheit (oder umgekehrt)!

Aber auch sonst bietet uns der September viel „Literarisches“!


Comedy/ Kabarett

  • 26. September – Robert Kreis / Gut Sandbeck in Osterholz-Scharmbeck

Feste feiern


Krimi

  • 27. September – Premiere Dirnenlied von Anne Clausen / bremer kriminal theater

Konzert & Gala

  • 7. September – Eröffnungsgala zur Spielzeit 2019-20 / Stadttheater Bremerhaven
  • 19. September – Quadriga Consort / Klosterkirche St. Marien in Osterholz-Scharmbeck

Lesung, Literatur & Artverwandtes



Musical


Schauspiel

  • 3.-5. September – Gastspiel Souvenir 1870 / Das letzte Kleinod / Bahnhof in Worpswede
  • 13. September – Premiere Der Trafikant nach dem Roman von Robert Seethaler / Schnürschuh Theater Bremen
  • 13. September – Kostprobe (Eintritt frei) Ich, Feuerbach von Tankred Dorst / Stadttheater Bremerhaven
  • 20. September – Premiere Ich, Feuerbach von Tankred Dorst / Stadttheater Bremerhaven
  • 20. September – Kostprobe (Eintritt frei) Der Bieberpelz von Gerhart Hauptmann / Stadttheater Bremerhaven
  • 28. September – Premiere Der Bieberpelz von Gerhart Hauptmann / Stadttheater Bremerhaven

Nanu! Ein Buch-Blogger gibt Kulturtipps! Wie kommt denn das? Die Antwort findet Ihr unter Der Anfang…!

Berücksichtigung finden natürlich hauptsächlich Veranstaltungen in meinem näheren Umfeld. Aber ich bin mir sicher, dass auch in Eurer Nähe viele spannende Veranstaltungen auf Euch warten!

Kleingedrucktes: Die Kulturtipps eines Monats erscheinen in der Mitte des Vor-Monats. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr!

#buchpreisbloggen

Auch in diesem Jahr ist wieder die Meinung von Buchbloggerinnen und Buchbloggern zum Deutschen Buchpreis gefragt. 20 Kolleginnen und Kollegen, die in vorbildlicher Weise und mit sehr viel Herzblut ihre Blogs mit Leben füllen und kompetent über Bücher berichten, wurden absolut verdient ausgewählt, nun auch ihr Statement zu Werken, die für den Deutschen Buchpreis nominiert sind, abzugeben,…

…und ich bin wieder sehr erstaunt, in welche illustre Runde von Literaturbegeisterten ich mich vor gut einem Jahr – völlig naiv und unbedacht – „verirrt“ habe. Ihr Lieben, es ist mir eine Freude, ein kleiner Teil dieser Community zu sein!

Ich wünsche meinen Kolleginnen und Kollegen vom #buchpreisbloggen eine inspirierende Lektüre, einen regen Austausch und natürlich viel Spaß!

Die Liste mit den teilnehmenden Buchbloggerinnen und Buchbloggern findet Ihr hier.

MONTAGSFRAGE #48: Erfahrungen mit self-publishing Autoren?

Ein sehr häufig (Vorsicht: Subjektivität!) auftretendes Phänomen unter Buch-Blogger*innen scheint zu sein, dass viele auch das Verlangen in sich verspüren, einen eigenen Roman zu verfassen und greifen zur Verwirklichung dieses Traums zur Möglichkeit der „Selbstveröffentlichung“ – so weit so gut…!

Ein sehr guter Freund veröffentlicht seine Fachbücher zum Thema „Seenotrettung“ in Eigenregie: Ihm war durchaus bewusst, dass renommierte Verlage dieses Thema nicht unbedingt zu ihrem „Favourite“ küren würden. Dafür hat er sich im Laufe der Jahre mit Publizierung auf entsprechenden Foren eine kleine aber feine Anhängerschaft erarbeitet. Und genau das ist es für Self-Publisher: Arbeit! Es gibt keinen renommierten Verlag im Hintergrund, der die Finanzierung, das Lektorat, die Gestaltung des Covers, die Werbung und all die weiteren kleinen Aufgaben übernimmt. Hier ist der Self-Publisher als „Hans Dampf in allen Gassen“ für ALLES selbst verantwortlich! Hochachtung!

Meine persönlichen Erfahrungen mit self-publishing Autoren sind eher überschaubar: Über lovelybooks habe ich an zwei Leserunden, bei denen die Autoren ihre neusten, in Eigenregie publizierten Werke zur Verfügung stellten, teilgenommen.

Im ersten Fall handelte es sich um einen Friesen-Krimi: Der Krimi war flott geschrieben, gefiel mit einer gut durchdachten Handlung und bot überraschende Wendungen. Nur leider empfand ich einige Szenen wie auch Charaktere als wenig ausgearbeitet und mir fehlte etwas mehr »Flair« des Handlungsortes. Der Funke wollte einfach bei mir nicht überspringen! Dies habe ich dem Autor respektvoll mitgeteilt und ihn gebeten, auf eine Rezension von mir freundlichst zu verzichten.

Beim zweiten Mal handelte es sich um eine Anthologie mit Geschichten schwuler Thematik: Diesmal habe ich eine Rezension veröffentlicht und meine Meinung kundgetan. Ich erhielt daraufhin vom Autor eine sowohl nette wie ausführliche Mail in der er mir sehr explizite Fragen stellte, die ich ihm ebenso nett und ausführlich aber auch respektvoll-ehrlich beantwortet habe. Eine weitere Antwort vom Autor blieb aus…!

Ebenso wurde ich durchaus schon direkt – sei es über lovelybooks oder per Mail-Adresse meines Buch-Blogs – von Autoren angesprochen, ob ich Interesse hätte, ihr Werk zu lesen, um es danach selbstverständlich auch zu rezensieren. Ich habe höfflich abgelehnt, da die Themen der Werke nicht meinen Interessengebieten entsprachen. Apropos Interessengebiete: Ich habe manchmal den Eindruck (Vorsicht: Subjektivität!), dass besonders self-publishing Autoren ein wirres Themen-Allerlei in ihren Werken verwursten, getreu dem Motto „Alles, was ich selbst gerne lese, packe ich in einen (!) Roman!“. Da ist dann von einem „young-adult-dark-fantasy-gothic-crime-thriller“ die Rede, und allein das Lesen dieser Bezeichnung überfordert mich schon kolossal…!!!

Prinzipiell ist Self-Publishing ein guter Weg, seinen Traum von einem eigenen Buch zu erfüllen – wenn die Qualität stimmt. Aber da gelten dieselben Regeln wie bei den Verlagsprodukten: Gekauft wird, was gefällt! Ähnliches gilt auch für meinen Blog: Rezensiert wird, was mir gefällt!

Jede/r Buchblogger*in, die/der Interesse an self-publishing Autoren hat, findet Kontakte auf den entsprechenden Internet-Foren, wie z. Bsp. „Buchblogger gesucht!“ auf facebook.

Ich wünsche Euch sowohl „Viel Erfolg!“ als auch „Viel Spaß!“

…und welche Erfahrungen habt Ihr schon mit self-publishing Autoren gemacht?


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Rezension] Rachel Williams – Magische Welten. Entdecke verborgene Lebensräume mit der Zauberlupe!/ mit Illustrationen von Carnovsky

Das liebste Patenkind der Welt war wieder begeistert und hielt mich für den mega-coolste Patenonkel…!

10 magische Welten – vom Kongo-Regenwald über das Anden-Gebirge bis zur Serengeti-Ebene – verbergen sich in diesem Riesen-Bilder-Sach-Buch, und dank der Zauberlupe öffnen sich diese Welten dem Betrachter erst auf dem zweiten oder dritten Blick. Je nachdem durch welche der drei Farb-Lupen der Blick fällt, geben sich entweder die tagaktiven Tiere (rot), die nachtaktiven Tiere (blau) oder die Flora (grün) des jeweiligen Lebensraums zu erkennen. Auf 3 Doppelseiten pro Reiseziel erfährt der interessierte Beobachter etwas über den jeweiligen Lebensraum, erspäht auf der Aussichtsplattform dank Lupe die Tiere und Pflanzen und erfährt im Artenführer weiteres Wissenswertes über die einzelnen Tierarten. Texterin Rachel Williams versorgt uns mit dem nötigen Background-Wissen.

Die Illustrationen von Carnovsky wirken wie ein einziges unüberschaubares Durcheinander: Erst der Blick durch die jeweilige Lupe lässt die Artenvielfalt sehr detailreich erkennen. Flora und Fauna werden sehr naturalistisch, beinah wissenschaftlich dargestellt. Das Werk ist weit davon entfernt, als anspruchslose Kinderlektüre nur „putzig“ sein zu wollen. Hier haben wir es mit einem hochwertigen Sachbuch für Kinder zu tun, dass sich – auch dank des Gimmicks der Farbzauberlupe – lange das Interesse der Kids sicher sein kann.

Das liebste Patenkind der Welt hat nach dem Betrachten des Buches den Inhalt einer großen Spielzeugkiste auf dem Teppich entleert, um zu überprüfen, welche der abgebildeten Tiere er als Spielfigur besitzt. („Junger Mann, das räumst du aber schön alleine wieder auf!“)


erschienen bei Prestel/ ISBN: 978-3791372822

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

Heute ist…

…der Tag der Buchliebhaber!

Der wahre Buchliebhaber benötigt keinen „Feiertag“ allein für die Tatsache, dass er Bücher liebt. Für den wahren Buchliebhaber ist jeder Tag ein Tag für Buchliebhaber. Für den wahren Buchliebhaber ist das Beschäftigen mit Büchern und die Auseinandersetzung mit Literatur so selbstverständlich wie atmen oder ein Glas Wasser trinken (…oder gibt es für diese Tätigkeiten etwa auch einen „Feiertag“?).

Der Tag der Buchliebhaber ist somit eher ein Hinweis für Menschen, die (noch) keine Buchliebhaber sind: Dabei möchte ich dies weniger als Ausgrenzung „Ätsch! Du gehörst nicht dazu!“ sondern mehr als Einladung „Herzlich willkommen! Schön, das Du nun dabei bist!“ sehen.

Für mich sind das Lesen und das tägliche Auseinandersetzen mit dem Medium Buch eine wichtige, nicht wegzudenkende Bereicherung meines Lebens geworden, deren Faszination mit den Jahren eher stetig gewachsen ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Menschen in meinem Umfeld ebenfalls dieser Faszination „verfallen“ würden – ein Grund, warum ich gerne meine eigenen Lesungen gestalte und mich sowohl am bundesweiten Vorlesetag als auch beim Vorlesewettbewerb engagiere.

Auf der Homepage Kuriose Feiertage von Sven Giese findet Ihr sowohl unterhaltsames Hintergrundwissen zu diesem „Feiertag“ als auch seine sehr persönlichen Buchempfehlungen…

…und natürlich Hinweise zu vielen weiteren „kuriosen Feiertagen“: ein Projekt, das meine absolute Bewunderung genießt!