Neues Jahr, neues Glück, neue Ideen…

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…und da gibt es so einiges, das mir im Hirn herum spukt: Themen und Orte für interessante Lesungen, besondere Events und Aktionen. Ich bin schon sehr gespannt, was ich davon in diesem noch so jungen Jahr umsetzen kann,…

…so wird es im Laufe des Jahres eine neue Rubrik hier auf .LESELUST geben. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich möglichst viel Leser*innen beteiligen würden: Einzelheiten folgen zeitnah!

…da liegen noch eine Menge Rezensionsexemplare für mich bereit: Immer Ärger mit Harry von Jack Trevor Story, Opernroman von Petra Morsbach, The Hills von Matias Faldbakken und Weißer Tod von Robert Galbraith – neben all den tollen Bücher, die mir „so nebenbei“ selbst gegönnt habe,…

…zudem stehen zwei Krimiklassiker mit einer Neuauflage in diesem Jahr am Start: Dreizehn Gäste von J. Jefferson Farjeon (23. März) und N oder M?: Ein Fall für Tommy und Tuppence von Agatha Christie (6. Mai)…

…auch als Vor-Leser werde ich in diesem Jahr sicher wieder unterwegs sein: Während meine Traditions-Lesung im Carpe Diem schon fest terminiert ist, werde ich mich ansonsten überraschen lassen, wo und bei welcher Gelegenheit ich ein Buch aufschlagen werde,…

…zudem hängen an unserer Pin-Wand schon einige Eintrittskarten für wunderbare Konzert- und Theater-Abende: Die Zauberflöte im Stadttheater Bremerhaven, Mary Poppins im Stage Theater an der Elbe, Der Frosch mit der Maske im Imperial Theater Hamburg, Die Tür mit den 7 Schlössern im bremer kriminal theater, Konzert Pe Werner – Von A bis Pe im Theater im Fischereihafen,…

…und dann gibt es in diesem Jahr den 1. Geburtstag meines Blogs zu feiern!

Es bleibt spannend!

F R O H E S   N E U E S   J A H R

Sternenglanz & Weihnachtszauber…

Es war ein Tag wie im Märchen: Die Sonnenstrahlen glitzerten verführerisch in den verschneiten Bäumen, und der Wind hauchte feinen Schnee wie Elfenstaub über die Landschaft. So und nicht anderes begann dieser Tag…

…sicher irgendwo auf der Welt, aber nicht hier in Osterholz-Scharmbeck: Sprühregen, ein Himmel tief verhangen mit grauen Wolken, von der Sonne fehlte jede Spur…

…und mir ging es nicht gut: tagelange Migräne gepaart mit Lampenfieber ist keine angenehme Kombination. Aber: The Show Must Go On!

So saß ich hier in „meiner“ Klosterkirche St. Marien und wartete,…

…wartete auf den Beginn der von mir selbst initiierten und geplanten Veranstaltung und schickte Verwünschungen gegen mich selbst gen Kirchenkuppel (WARUM?).

Zudem nagte in mir die Unsicherheit „Werden auch genügend Gäste erscheinen?“. Der Kartenvorverkauf verlief leider nur sehr schleppend. Über die Gründe konnten wir nur spekulieren: Lag es an der Wahl des Termins so kurz vor Weihnachten? Oder lag es doch eher an der „Konkurrenzveranstaltung“ einer Lesung mit der Schauspielerin Janette Rauch im wenige Kilometer entfernten Kulturzentrum Gut Sandbeck? Dabei ging es weniger um mein Ego – Ich lese für 5 Gäste ebenso gerne wie für 50 Gäste! – sondern diese Lesung sollte für einen guten Zweck sein, und da hätte ich gerne viele, viele Euros „eingelesen“!

Dabei hatten wir alles getan, um unseren Gästen einen stimmungsvollen Abend zu bescheren: Der große Weihnachtsbaum erstrahlte in unzähligen Lichtern, Kerzen brannten auf dem Altar und auf dem Adventkranz.

Der Kirchenmusiker Utz Weißenfels sorgte an der Orgel für den musikalischen Rahmen. Ute Gartmann von der Buchhandlung „die schatulle“ präsentierte eine kleine, feine Buchauswahl, Susanne Bödeker vom „Carpe Diem“ umsorgte die Gäste mit Getränken, und Pastor Georg Ziegler fand die passenden Worte zur Begrüßung und zum Abschied.

Doch die Hauptlast des Abends lag natürlich auf meinen zarten Schultern. Aber: The Show Must Go On!

Der 1. Teil der Lesung stand ganz im Zeichen des Humors mit seinen heiter-satirischen Texten:

  • Nicole Franz – Um Himmels willen
  • Janina David – Wer glaubt noch an den Weihnachtsmann
  • Loriot – Advent
  • Fritz Bernhard – Der unkorrekte Tannenbaum
  • Hans Scheibner – Fahrlässige Leergutfalscheinsortierung

Nach dem 1. Teil der Lesung ging es mir schon ein wenig besser: Die erste Aufregung hatte sich gelegt, und die Migräne war etwas abgeklungen – auch dank des tollen Publikums, das sich von der ersten Minute an sichtlich gut amüsierte und nach den einzelnen Geschichten entsprechend Applaus spendete.

Der 2. Teil der Lesung wurde ruhiger und besinnlicher:

  • Anton Cechov – Eine schreckliche Nacht
  • O. Henry – Das Geschenk der Weisen
  • Agatha Christie – Der unfolgsame Esel

40 Gäste (geschätzt) spendeten am Schluß begeistert Beifall. Ich war vollgepumpt mit Glückshormonen und hatte das Gefühl, dass ich Bäume entwurzeln könnte: Dopamin ist ein echt krasses Zeug!

Der Abend klang aus mit netten Begegnungen, vielen anerkennenden Worten, dem Genuss des einen oder anderen Bechers Punsch und der freudigen Erkenntnis, dass ich ein hübsches Sümmchen spenden konnte!

Natürlich könnte ich einen solchen Abend nicht „stemmen“, wenn ich nicht so viele tolle Menschen zur Unterstützung an meiner Seite wüsste. Darum sende ich einen herzlichen Dank an Georg Ziegler und Anne Leukers für die Organisation, Utz Weißenfels für die musikalische Begleitung, Susanne Bödeker und Ute Gartmann für „das Dasein“. Ein besonderer Dank geht an meinen Mann, der mich in dieser Zeit immer geduldig erträgt!

P.S.: Kennt jemand von Euch ein wirksames Mittel gegen „Glänzen wie Speckschwarte“ in Kombination mit einem hochroten Kopf? Ich wäre für jeden Tipp sehr dankbar!

Gestern beim Lesen…

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…des Beitrags eines Blog-Kollegen musste ich an folgenden Cartoon denken: einige Striche, ein wenig Farbe, ein paar Worte…

…die Kunst eines Cartoons besteht darin, mit wenig viel auszusagen.

„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

So sprach Uwe Kalkowski auf seinem Blog „Kaffeehaussitzer“ mir aus der Seele mit seinem Beitrag Die Präsenz der Bücher,…

…und ich ließ meinen Blick durch unsere Wohnung schweifen und erkannte in jeder Ecke unserer 4 Wände Unübersehbares und Unermessliches unserer Persönlichkeiten wieder: Auf dem Tischchen neben dem Sofa liegt aufgeschlagen die Biografie von Elton John, die mein Mann gerade liest. Auf meiner Seite des Sofas befinden sich ein Winter-Buch mit Geschichten und Gedichten und (wie so häufig) ein britischer Krimi. Auf der Ablage des Couchtisches haben die liebgewonnenen Bildbände (…über Katzen in Frankreich, Audrey Hepburn, Cary Grant, Dichter im Hotel und Jugendstil) ihr dauerhaftes Zuhause.

Im Esszimmer stapeln sich noch die Rezeptbücher zur Weihnachtsbäckerei, die aber bald wieder ihren angestammten Platz im Bügelzimmer einnehmen werden (Ja, auch im so genannten Bügelzimmer stehen bei uns Bücherregale) und in direkter Nachbarschaft mit den Hörbüchern meines Gatten leben. In der Küche stehen die Kochbuch-Klassiker ständig griffbereit neben Pasta-Tellern, Espresso-Tassen & Co. (Mein Angetrauter kocht und backt leidenschaftlich und zum Niederknien!).

Im Arbeitszimmer tummeln sich – neben div. Fachbüchern, denen ich momentan eher wenig Aufmerksamkeit schenke, und Bastel- und Einrichtungsbüchern (Die Deko-Queen in unserer Beziehung bin ich!) – eine Vielzahl an Weihnachtslektüren, die darauf warten, für meine Lesung (wieder-)entdeckt zu werden. Und sowohl im Schlafzimmer als auch im Gästezimmer finden sich Bücher.

Einzig das Badezimmer ist eine absolute Buch-freie Zone.

Doch das Herzstück unserer Leidenschaft für Bücher (sowie auch für Musik und Film) ist unsere selbsternannte „Mediothek“, die mit gut gefüllten Regalen an den Wänden und einem gemütlichen Sessel mitten im Raum einlädt, möglichst lange in ihr zu verweilen.

„Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.“ Cicero

Unsere Räume haben somit Seele im Überfluß!!!

LADIES of CRIME…

Hach! Das war so schön!

Zum 6. Mal und somit im 6. Jahr durfte ich bei Susanne Bödeker im Carpe Diem zu Gast sein: So lange hält manche Ehe nicht! „Hey Susanne, irgendetwas machen wir richtig!“

Es war gar nicht so einfach, mich nur für zwei Geschichten zu entscheiden: Noch am Tag vor der Lesung stand meine endgültige Wahl nicht fest. Schließlich waren die Krimi-Ladies äußerst produktiv. So beschäftigte ich mich vorab mit Geschichten u.a. von Dorothy L. Sayers, Ruth Rendell, Patricia Highsmith und Christianna Brand.

„Das Rennen gemacht“ haben schlussendlich folgende zwei Autorinnen: Die eine Autorin bringt man nicht unbedingt mit kriminalistischen Werken in Verbindung, und die zweite Autorin durfte bei einer Lesung mit diesem Titel einfach nicht fehlen.

  • Doris Dörrie – Mit Messer und Gabel
  • Agatha Christie – Der Traum vom Glück

Warum wurden es nun diese Geschichten? Weil sie mir gefielen!

Ich tappe bei meiner Vorbereitung auf eine Lesung immer wieder in meine selbstgestellte Falle, indem ich mich frage, was dem Publikum gefallen könnte. Selbstverständlich möchte ich, dass es dem Publikum gefällt, aber DAS Publikum besteht ja schließlich aus vielen Individuen: Ich werde es nicht schaffen, „everybody’s darling“ zu sein („Everybody’s darling is everybody’s depp!“). Also löse ich mich irgendwann von diesem Gedanken und schaue auf mich: Worauf habe ich „Bock“? Ich bin mir sicher, wenn ich etwas mit Freude und aus Überzeugung vortrage, dann wird es auch meinem Publikum gefallen,…

…und auch diesmal gab mir die Reaktion des Publikums Recht!

Ich danke von Herzen Susanne Bödeker und ihrem Team für die tatkräftige Unterstützung: Ihr schafft es immer wieder, dass Eure Gäste sich wohlfühlen.

Einen besonderen Dank sende ich an meine Zuhörer, die mir teilweise schon seit Jahren die Treue halten: Keine Selbstverständlichkeit, die ich sehr zu schätzen weiß!

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„Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde!“ 😉

Bitte vormerken: Meine nächste Lesung im Carpe Diem findet am 23. November 2019 um 16.00 Uhr statt.

Tradition bleibt Tradition!!!

 

STERNENGLANZ & WEIHNACHTSZAUBER…

Große Ereignisse werfen ja bekanntlich ihre Schatten voraus: Die November-Lesung fand noch nicht mal statt, da klopfte die Dezember-Lesung an und verlangte ihre Aufmerksamkeit.

Fotos! Fotos! Fotos! …für die Presse, für die Social Media Plattformen, für dies, für das!

Ich LIEBE Foto-Sessions! Kopf etwas höher, Schultern sinken lassen, nicht so verkrampft gucken, Wirbelsäule durchdrücken, mehr Profil bitte, ein Lächeln wäre auch nicht schlecht…!!!

Und wenn ich schon leiden musste, dann könnt Ihr das auch – hier sind sie, die (besseren) Fotos – denn wie heißt es so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid!

Eines weiß ich mit Sicherheit: Germany Next Topmoppel werde ich nie!

Buchblog Award 2018…

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Erstaunlich, was es in der Blogger-Welt so alles gibt: Vor wenigen Monaten bin ich völlig unbedarft mit meinem eigenen Buch-Blog gestartet – nichtsahnend, welche Welt sich mir erschließt, welche Möglichkeiten sich mir offenbaren, welche Kontakte dabei entstehen könnten…

Heute wurden auf der Frankfurter Buchmesse die besten Buch-Blogs ausgezeichnet: Mehr als 3000 Literatur-Enthusiasten haben aus allen 700 nominierten Blogs jeweils 5 Kandidaten aus 9 Kategorien in das Finale gewählt. Eine Fachjury kürte nun heute aus den Finalisten die verdienten Gewinner.

Hier sind die Gewinner*innen des Buchblog Award 2018:

ALLESLESERleseschatz von Hauke Hader

LITERATURBücherkaffee von Alexandra Stiller

KRIMI & THRILLERblack nd beautiful von Madelaine Rieger

KINDER- UND JUGENDBUCHJuli liest von Julia Bousboa

LIEBE & HERZlittle words von Karin Lipski

FANTASY & SCIFIFiktion fetzt. von Karolin Hagendorf

SACHBUCH & RATGEBERElementares Lesen von Petra Wiemann

NEWCOMERBuch & Wort von Monika Drummer

ANDERE FORMATEBuchgeschichten von Ilke Sayan

So bunt wie das Leben, so vielfälltig wie die Literatur, so individuell sind auch die Blogs der Gewinner*innen.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH: Ihr seid Vorbild und Inspiration!!!

Der viel gescholtene Buchhandel…

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…kann auch anders!!!

Häufig lese ich Kritik am Buchhandel: zu verstaubt, zu elitär, nicht zeitgemäß, zu herablassend, nicht kundenorientiert etc.,…

…und ich möchte diese Kritik auch nicht abwerten – im Gegenteil – ich nehme sie sehr ernst und musste selbst durchaus schon Negatives erfahren (Ich zitiere mich selbst aus einer kürzlich geführten Unterhaltung mit Blog-Kollegen):

„Wir hatten hier vor Ort vor einigen Jahren eine Buchhandlung mit einer Buchhändlerin, die mir mit Ihrem Verhalten und Auftreten immer das Gefühl vermittelte, ich wäre ein Kulturbanause: Nur weil ich „nur“ meine popeligen Krimis bei ihr kaufte und nicht mindestens Rilke, Storm oder Mann auf die Ladentheke gelegt habe. Ich glaube, für diese Person war Hemingway schon Trivial-Literatur.“

Jede/r, die/der in einen Buchladen geht und diese oder eine ähnlich unangenehme Erfahrung machen musste, tut mir leid.

Jede/r, die/der seitdem lieber einen großen Bogen um inhabergeführte Buchhandlungen macht, hat mein Verständnis.

Aber BITTE verteufelt nicht alle Buchhandlungen: Es gibt auch sie – die Buchhandlungen, die mit der Zeit gehen, interessante Aktionen starten, offen sind für neue Wege…

…und traut Euch bei nächster Gelegenheit wieder in eine kleine Buchhandlung hinein: Neues Spiel – neues Glück!

Die aufmerksamen Leser*innen meines Blogs werden es schon bemerkt haben: Ich habe das große Glück, eine dieser schon erwähnten tollen Buchhandlungen vor Ort zu haben…

…und bin ein echter Fan von meinen Mädels von „die schatulle“, die heute ihren (Trommelwirbel!) 100. DoFi veröffentlicht haben, der diesmal besonders farbenfroh ins Auge sticht. Pieks! Aua! 🌈🤩💖

Übrigens: Mein Blog-Kollege Frank Wolf von „reisswolfblog“ hat zwei Beiträge zum Thema „Buchhandel, quo vadis?“ (hier und hier) veröffentlicht, die mir aus der Seele sprechen und absolut lesenswert sind.