Neues Jahr, neues Glück, neue Ideen…

…wohl eher nicht! Eher ist es ein erleichtertes Aufatmen, dass das letzte Jahr nun der Vergangenheit angehört. Wobei es sich hierbei wohl eher um eine kurze Verschnaufpause handelt, da seine Auswirkungen noch weit in dieses Neue Jahr hinein reichen werden! Doch wir sind nun einen großen Schritt weiter als noch vor zwölf Monaten, die Impfungen haben begonnen, und so bin ich frohen Mutes…!

…im letzten Jahr musste ich aus bekannten Gründen auf meine geliebten Lesungen verzichten und hoffe, dass ich vielleicht zum Ende des Jahres wieder als Vor-Leser aktiv werden kann. Ebenso würde ich mir wünschen, dass der Vorlesewettbewerb weiterhin stattfindet: Ich stände als Jury-Mitglied sehr gerne wieder zur Verfügung!

…dafür stapeln sich momentan erfreulich wenige Rezensionsexemplare auf meinem SuB, und so dürfte es auch gerne bleiben. Dieser Zustand fühlt sich momentan so herrlich entspannt an: Alle anderen Bücher aus dem SuB kann ich zwecks Rezension lesen, muss es aber nicht. Doch mir ist durchaus bewusst, dass dieser Zustand nur vorübergehender Natur ist, da ich schon einen neugierigen Blick (Okay, es waren mehrere Blicke…!) in die Frühjahrsvorschauen der Verlage geworfen habe…

…und bin (natürlich!) fündig geworden: Lauter reizende alte Damen von Agatha Christie (Atlantik/ 2. Februar), Der Name seiner Mutter von Roberto Camurri (Kunstmann/ 24. Februar), Als wär das Leben so von Rainer Moritz (Oktopus/ 25. Februar), Die Tode meiner Mutter von Carla Haslbauer (NordSüd/ 18. März), Mord in Sussex von John Bude (Klett-Cotta/ 20. März), Betty von Georges Simenon (Kampa/ 15. April) und Der französische Gast von Dorothy Whipple (Kein & Aber/ 11. Mai).

…hier auf meinem Blog wird es vorerst in gewohnter Manier weitergehen, d.h. die bekannten und (hoffentlich) beliebten Kategorien werden Euch auch weiterhin durch die Monate begleiten. Auch die im letzten Jahr eingeführte Rubrik „Literaten im Fokus“ wird weitergeführt. Wie versprochen hole ich im April meine kleine Retrospektive über den britischen Autor Christopher Isherwood nach, bevor wir im August gemeinsam einen Blick auf Leben und Werk der legendären Dorothy Parker werfen (Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr! 😉)

…wie es kulturell weitergeht? Ich habe keine Ahnung – geschweige denn, dass ich es wagen würde, eine Prognose abzugeben. Keine einzige Eintrittskarte ziert momentan unsere Pin-Wand: Das gab es so noch nie! Ich würde es mir so sehr wünschen, dass Theater, Museen, Kinos etc. endlich aus ihrem erzwungenen Winterschlaf erwachen dürften. Die Kultur fehlt mir so sehr!!!

…und nach wie vor freue ich mich sehr auf die vielfältigen Begegnungen auf unterschiedlichen Wegen mit lieben Menschen – natürlich alles im Rahmen der Corona-Vorgaben! Diese Begegnungen sind mir immens wichtig: Ohne den Halt dieser besonderen Menschen hätte ich das vergangene Jahr bedeutend trüber empfunden! Herzlichen Dank!

Bleibt bitte ALLE gesund!

F R O H E S   N E U E S   J A H R

Liebe Grüße
Andreas

[Rezension] Krimi-Klassiker aus dem „Klett-Cotta“-Verlag

„Geheimnis in Weiss“ von J. Jefferson Farjeon

„Geheimnis in Rot“ von Mavis Doriel Hay

„Mord in Cornwall“ von John Bude


Spätestens seitdem Inspector Barnaby in der Grafschaft Midsomer auf Mörderjagd geht, wissen wir: Nirgends wird so viel, so idyllisch und so stilvoll gemordet wie in „Great Britain“,…

…und nirgends finden sich so viele Perlen der Krimi-Literatur.

Der Verlag „Klett-Cotta“ hat einige dieser kriminalistischen Perlen der 30er Jahre ausgegraben: Hier wird in einem einsamen Landhaus, während der Weihnachtsfeiertage oder an der unwirtlichen Küste von Cornwall „mit Freuden“ gemordet. Als Leser tappt man gemeinsam mit den Ermittlern – egal ob professionell oder amateurmäßig – im Dunkeln, rätselt anhand der vorhandenen Spuren nach dem Täter und erfreut sich an den gut-konstruierten Stories.

Während der Lektüre sah ich vor meinem geistigen Auge die jeweilige Szenerie deutlich vor mir und fühlte mich an die wunderbaren Krimi-Verfilmungen der BBC erinnert,…

…und auch wenn das eine oder andere (z. Bsp. das Frauenbild) aus heutiger Sicht teilweise sehr antiquiert wirkt, so ist dies der Entstehungszeit des Romans geschuldet und wurde vom Verlag glücklicherweise nicht „glattgebügelt“.

Ein wahres Lese-Vergnügen – „very british“ und „fabulously old-fashioned“!


erschienen bei Klett-Cotta/ ISBN: 978-3608961027, 978-3608961898 & 978-3608962383