MONTAGSFRAGE #83: Welches Buch, in dem Geschwister eine zentrale Rolle spielen, kennt ihr eigentlich?

Bei der Beantwortung dieser Frage hat die Hüterin der Montagsfragen eine kleine, wehmütige Träne im Knopfloch, da in den von ihr präferierten Geschichten sich eher Einzelkinder = Einzelkämpfer tummeln. Im Vergleich zu Antonia habe ich bei mir schon eher das Gefühl, dass mir eine Menge Geschwister literarisch vor die Nase springen.

Allein im Märchen-Universum gibt es unzählige Geschwister-Konstellationen: Hänsel und Gretel, Die sechs Schwäne, Brüderchen und Schwesterchen, Die zwölf Brüder, Frau Holle…!

Augenblicklich fallen mir auch die zauberhaften Kinderbuch-Klassiker ein, wie „Die Brüder Löwenherz“ und „Wir Kinder aus Bullerbü“ von Astrid Lindgren oder Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“. Und bei meiner ersten Kinderbuch-Krimi-Reihe 5 Freunde von Enid Blyton toben 3 Geschwister + 1 Cousine + 1 Hund durch die Abenteuer.

Auch die Phantasie der Queen of Crime machte vor Geschwistern nicht Halt und lieferte in ihrem äußerst lesenswerten Krimi Tödlicher Irrtum einen Mord innerhalb eine Gruppe von Brüdern und Schwestern, die allesamt adoptiert wurden. Vielleicht nicht unbedingt im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Kämpfe, die Flavia de Luce mit ihren beiden Schwestern Ophelia und Daphne ausficht und somit für eine amüsante Komponente in der Handlung sorgt. Ebenso nehmen aktuelle Krimis gerne das Geschwister-Thema auf: In Bis ihr sie findet von Gytha Lodge steht eine junge Frau im Verdacht am Tod ihrer jüngeren Schwester beteiligt zu sein.

Aktuell lese ich „Zwei Wochen im Juni“ von Anne Müller, indem zwei Schwestern nach dem Tod der Mutter das Elternhaus ausräumen und sich so ihrer gemeinsamen Vergangenheit stellen: Rezension folgt! Doch auch in ihrem Erstlingswerk Sommer in Super 8 schaffte es die Autorin ganz wunderbar die Atmosphäre einer Kindheit in den 70er Jahren wiederzugeben.

„Geschwister, wohin das Auge reicht!“ – Wenn wundert’s: Schließlich bin auch ich ein Geschwist! 😄

…und welche Geschichten über Geschwister könnt Ihr mir empfehlen???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #82: Welche Neuerscheinung des Jahres hat dich bisher richtig umgehauen?

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mich keines der neu erschienenen und von mir gelesenen Bücher „richtig umgehauen“ hat. Das mag daran liegen, dass ich mich einigen Romanen aus dem Herbst-Programm erst jetzt widmen konnte und somit nur wenig Zeit fand, um die Neuerscheinungen dieses Jahres zu lesen. Zudem war ich für April mit der ersten Runde zu Literaten im Fokus beschäftigt, bin weiterhin in der Vorbereitung für die nächsten Runden und musste leider die Vorstellungen der Autoren neu terminieren: Der Erscheinungstermin für einige Bücher, die ich unbedingt vorstellen möchte, wurde vom Verlag verschoben, und so gibt es meine Mini-Retrospektive über Georges Simenon erst im Frühjahr 2021.

Doch die wenigen Neuerscheinungen, die mir in die Finger kamen, haben mir durchaus gefallen,…

…aber „richtig umhauen“ mit Karacho, Trommeln und Fanfaren konnte mich leider keines der beiden Werke.

Am ehesten trifft dies auf die Neu-Übersetzung eines alten Klassikers zu,…

…der in Text und Optik „ent-kitscht“ wurde und somit verjüngt auf neue Leser*innen wartet.

Es zeichnet sich jedoch jetzt schon ab, dass auch die Herbst-Saison mir nur vereinzelt Neuerscheinungen bescheren wird: Mit „Literaten im Fokus“ bin ich weiterhin gut beschäftigt, und zudem möchte ich meinem SuB mehr Aufmerksamkeit schenken.

…und welche Neuerscheinungen haben Euch begeistert???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #81: Wie steht ihr zu Kurzgeschichten?

Ich liebe sie…!

Ich liebe sie…! Zwangsläufig…! Was bleibt mir als Vorleser auch anderes übrig! 😉

Kurzgeschichten bzw. Erzählungen sind die von mir bevorzugte literarische Form des Vortrages. Ich gestalte voller Freude Lesungen mit Texten verschiedener Autoren. Und so überprüfe ich immer (zwangsläufig) die Texte, die ich lese, ob sie zum Vorlesen geeignet sind. Und da spielen viele Komponenten eine Rolle: Wie ist die Geschichte aufgebaut? Gibt es einen Spannungsbogen, und wie wird er eingesetzt? Reichen die Beschreibungen der Szenerie aus, um in meinem Kopf ein Bild zu kreieren? Agiert das Handlungspersonal für mich nachvollziehbar, und zeigt es eine Persönlichkeit, die mich fesselt? Wie setzt die Autorin/ der Autor Dialoge ein? Wie ist die Qualität im sprachlichen Ausdruck?

Das mag nun alles sehr theoretisch, verkopft und kompliziert klingen. Ist es aber nicht! Dieser Vorgang läuft bei mir ganz automatisch und völlig mühelos im Hintergrund ab. Ich mache mir darüber keine Gedanken.

Kurzgeschichten zu schreiben ist für mich die literarische Königsdisziplin: In einem Roman auf 200 bis 300 Seiten (oder mehr), die o.g. Punkte zu berücksichtigen, kann jeder (Naja! Nicht jeder! Ich kann’s nicht!). Aber eine ganze Welt auf 10 bis 15 Seiten zu erschaffen, ist die große Kunst. Da werde ich als Leser ohne Vorwarnung, ohne Einleitung in die Geschichte hinein katapultiert. Plötzlich spult sich auf nur wenigen Seiten eine ganze Welt vor mir ab und bietet Emotionen in allen Schattierungen zwischen Komödie und Tragödie. Wenn ein*e Autor*in diese Königsdisziplin beherrscht, dann wird es einfach magisch – magisch, es allein für mich zu lesen; magisch, es vorlesen zu dürfen.

Hier zum Nachlesen eine kleine Auswahl an Werken von Könner*innen:

  • Elke Heidenreich: Nurejews Hund
  • Agatha Christie: Der unfolgsame Esel
  • Anton Čechov: Kleiner Scherz
  • Carl Nixon: Seines Auges Apfel
  • Ria Neumann: Meines Vaters Ringelrosen

Ich wünsche Euch viel Spaß an der Neu- bzw. Wieder-Entdeckung von Kurzgeschichten!

…???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #80: Verschenkt ihr Bücher auch, wenn ihr sie selbst nicht gelesen habt?

Aber natürlich…!

Allerdings müsste ich mir schon sehr sicher sein, dass der Beschenkte sich über das Buch auch freuen würde. Aber gerade in der letzten Woche ist dies geschehen: Ein sehr lieber Freund und gleichzeitig der Papa vom besten Patenkind der Welt hatte Ende März Geburtstag. Der Termin für ein gemeinsames Essen stand fest, und der Tisch in einem schicken Restaurant war reserviert. Und dann kam Corona…! Die Wochen zogen ins Land und unsere Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen von dannen. Letzte Woche haben mein Mann und ich beschlossen, dass unser Freund sein Geschenk – Essen hin! Essen her! – endlich erhalten soll. Schließlich sollte er nicht der Leidtragende in dieser Situation sein. Zudem hofften wir, ihm mit dem Geschenk eine unverhoffte Freude bereiten zu können.

Bei einem unserer vorangegangenen Telefonate erzählte er mit Begeisterung, dass er einen alten Roman von Ray Bradbury „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“ ausgekramt hätte und ihn mit Begeisterung nochmals liest. Mir selbst war Ray Bradbury bis dahin unbekannt, so recherchierte ich und stieß recht schnell auf einen Sammelband „Ausgewählte Erzählungen“ aus dem Diogenes-Verlag. Das Buch machte mit seinem Leinen-Einband im Schuber auch optisch einiges her. Hurtig wurde es bei der Buchhandlung meines Vertrauens bestellt, und nur einen Tag später hing es zusammen mit einer Tafel seiner Lieblingsschokolade und einer Glückwunschkarte schön verpackt an seiner Haustür. Die Freude war groß…!

Aber auch mein Mann ist immer ein äußerst williges Opfer von Buchgeschenken meinerseits. Beide lieben wir Krimis, allerdings sehr unterschiedlicher Couleur: Er liebt Krimis, bei denen schon im ersten Absatz eine Leiche, mindestens ein paar Leichenteile auftauchen müssen, ansonsten „taugt der Krimi nichts!“ (O-Ton: er). Erfreulicherweise hatte ich bisher bei meiner Auswahl immer ein glückliches Händchen, aber selbst lesen würde ich das „blutige Massaker zwischen zwei Buchdeckeln“ (O-Ton: ich) nie und nimmer!

Auch seine heißgeliebten Biografien von mehr oder weniger prominenten Leuten darf er gerne von mir als Präsent erhalten, dann allerdings alleine lesen. Es gab bisher nur wenige Biografien, die zwar mein Interesse weckten, bei denen das Interesse meines Mannes allerdings süß weiterschlummerte.

Gottlob haben weder mein Mann noch ich das Bedürfnis, uns gegenseitig zu bekehren: Jeder von uns darf ganz nach persönlichem Gusto die Lektüre wählen!

…???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #79: Habt ihr ein „Comfort“-Buch?

„Comfort“-Buch: Welch eine herrliche Wortschöpfung von Antonia…!

…komfortabel, genauso sollte sich ein Buch, das Antonia meint, auch anfühlen.

Egal, was in der Welt da draußen auch passiert und ob ich das Gefühl habe, kurz vor dem Ertrinken zu sein, dieses Buch gibt mir Halt und Geborgenheit. Ich schlüpfe hinein, und schon beim Überstreifen fühle ich die Wärme, die es umgibt. Ich darf mich fallen lassen in der Gewissheit, dass ich gut aufgehoben bin. Und während ich meine Wunden lecke, streicheln die gelesenen Worte über meine Seele, spülen in mir die richtigen Kanäle frei und lassen so die Emotionen hemmungslos fließen. Ich lache und weine gleichzeitig, tauche am Ende der Lektüre befreit wieder auf und bin gestärkt für die weiteren Anforderungen, die das Leben mir stellt.

Ja, ein solches Buch gibt es für mich! Im Rahmen meiner Geburtstags-Aktion [Die Bücher meines Lebens] im letzten Jahr habe ich sehr ausführlich berichtet, warum dieser Roman mich immer wieder berührt: Mein persönliches „Comfort“-Buch ist Drei Männer im Schnee von Erich Kästner.

Ich bin sehr dankbar, dass es schon immer und in jeder Kultur so viele außergewöhnliche Autorinnen und Autoren gab, die überreich mit Talent gesegnet waren und uns großzügig mit den Resultaten ihres Talents beschenkten. Und ich bin dankbar, dass wir in einer Zeit leben, in der es möglich ist, die Talente anderer Kulturen für sich zu entdecken, um so über Grenzen und Sprachbarrieren hinweg das persönliche und einzigartige „Comfort“-Buch für sich aufzustöbern.

Die Welt ist so bunt: Es lebe die Vielfalt!

…und mögt Ihr mir Euer „Comfort“-Buch verraten???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #78: Lest ihr außer Bücher auch andere Medien (Zeitungen & Co.) regelmäßig?

Bei der heutigen Montagsfrage dreht es sich nur bedingt um Literatur: Vielmehr geht es um Presse-Erzeugnisse, die mir neben der Literatur noch so „schwarz auf weiß“ vor die Augen kommen – und zwar regelmäßig: Damit fallen alle Klatschblätter, die mir beim Friseur oder im ärztlichen Wartezimmer zwischen die Finger kommen „könnten“ (!), schon mal weg. Beim Friseur muss ich glücklicherweise nie lange warten, und beim Arzt habe ich immer ein Buch dabei und oute mich so zwischen all den Handy-Glotzern als literarisch-versnobter Außenseiter.

Und doch gibt es ein paar Presse-Erzeugnisse, die ihren Weg in unser Haus finden und nach der Lektüre dort verbleiben, weitergereicht oder entsorgt werden.

Gern werfe ich einen Blick in unser täglich erscheinendes Lokalzeitung Osterholzer-Kreisblatt, das von uns Einheimischen auch gerne liebevoll „Käseblatt“ genannt wird. Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Kultur, Stellen- und Todesanzeigen werden von mir mit großem Interesse gelesen. Schließlich fühle ich mich mit meiner Heimatstadt verbunden und möchte über die dortigen Entwicklungen informiert sein. Einzig der Sportteil buhlt völlig vergeblich um meine Aufmerksamkeit. Sollte das Blatt nach der Lektüre nicht als Unterlage für Bastelarbeiten oder zur Auspolsterung von Paketen dienen, wandert es ganz unprätentiös in die blaue Tonne.

Die Aufgaben in unsere Beziehung sind klar definiert: Während mein Mann für das Kochen und Backen zuständig ist und in diesem Bereich zwei Abonnements sein Eigen nennt, die ihn mit vielen kulinarischen Ideen versorgen, bin ich die selbsternannte Deko-Queen und für das Ambiente und die Gemütlichkeit in unserem Heim zuständig. Früher kamen die Inspirationen per Abo ins Haus, heute entscheide ich am Kiosk nach Lust und Laune, welche Zeitschrift sich mit mir auf den Weg nach Hause machen darf. Da diese Zeitschriften in der Anschaffung nicht unbedingt günstig und zum bloßen Wegwerfen viel zu schade sind, wandern die „ausgelesenen“ Exemplare weiter zu zwei Freundinnen und sorgen dann dort für Unterhaltung und Inspiration.

Im Jahre 1988 saß ich im Theater am Goetheplatz in Bremen und sah nicht nur meine erste „My Fair Lady“ sondern mein erstes Musical überhaupt: Es war um mich geschehen! Diese Symbiose aus Text, Tanz, Schauspiel, Gesang und Musik war für mich unwiderstehlich und ist es bis zum heutigen Tage geblieben. Erst ein paar Jahre nach meiner „Infizierung“ entdeckte ich, dass ich meiner Leidenschaft auch regelmäßig in gedruckter Form frönen kann: Seit dem Heft Nr. 31 von Oktober/November 1991 kommt die Fachzeitschrift musicals: Das Musicalmagazin (damals noch unter dem Titel „Das Musical“) im Abonnement zu mir nach Hause. Dies ist das einzige Magazin, in dem ich wirklich jeden Bericht lese, und das unser Haus nicht wieder verlässt sondern archiviert wird.

…und was haltet Ihr Euch vor die Nase: Tageszeitung, Fachzeitschrift oder Klatschblatt???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #77: Buch mit Huhn (oder Ei)?

Das letzte Mal, wo ich – so wie heute – nach dem Lesen einer Frage hysterisch aufgelacht habe, war im Jahre 1989, als ich einen ersten Blick auf die Aufgaben der Abi-Klausur im Fach „BWL“ warf. Das Ergebnis waren „sensationelle“ 3 Punkte. Für meine Abi-Klausur im Fach „Deutsch“, in der ich eine gelungene Abhandlung zu „Die Geschwister Oppermann“ von Lion Feuchtwanger lieferte, gab es dann stattliche 13 Punkte. Somit dürfte klar sein, warum ich hier Bücher rezensiere und keine Wirtschafts-Tipps gebe!

Doch nun habe ich ausgelacht, mich halbwegs wieder beruhigt und könnte mich somit der Beantwortung der heutigen Montagsfrage widmen. Unsere Hüterin der Montagsfragen Antonia sprach von einer recht leichten Frage: Hm, ja, nee, is klar…!

Morgen erscheint auf meinem Blog der erste Beitrag zu „Literaten im Fokus“, und so kreisen meine Gedanken seit einigen Tagen um Agatha Christie und ihren literarischen Geschöpfen. Wen wundert es da, dass mir bei dieser Frage als erstes der Name eines kleinen Belgiers (…nicht Franzose: Drauf legt er gesteigerten Wert!) einfiel.

  • Frage: Buch mit Huhn (oder Ei)?
  • Antwort: Jeder Roman mit Hercule Poirot in dem er ein Frühstück zu sich nimmt!

Unser genialer wie pedantischer Meisterdetektiv hat ein ausgewachsenes Faible für Symmetrie. Dieser Spleen geht soweit, dass er zum Frühstück immer 2 weichgekochte Eier zu sich nimmt, die in Größe und Aussehen absolut identisch sein müssen. Hierbei verlässt sich Poirot (ausnahmsweise) nicht auf sein exzellentes Augenmaß, sondern prüft Höhe und Breite der Eier mit Hilfe eines kleinen Lineals. Sind diese Eier nicht vollkommen, dann müssen sie – Vite! Vite! – schnellstens durch 2 neue Eier ersetzt werden. Poirot liebt die Perfektion, die er bis zur Manie pflegt.

Aber wahrscheinlich haben gerade diese kauzigen Eigenarten ihn zu dem erfolgreichen Meisterdetektiv werden lassen, dessen Beliebtheit bei der Leserschaft nach wie vor ungebrochen scheint.

…Buch, Huhn oder Ei? Was war als erstes da???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #76: Welche Bücher könnt ihr Eltern (& gelangweilten Kindern) gerade sehr empfehlen?

Hihihi! So eine einfache Frage…! Antwort: Na, alles von Astrid Lindgren und Erich Kästner! So, fertig…!

Nein, keine Bange, so einfach mache ich es mir natürlich nicht. Aber da ich immer sehr gerne und mit wachsender Begeisterung auch der Kinder- und Jugendliteratur ein Plätzchen auf meinem Blog einräume, stöbere ich für Euch etwas in meiner Rubrik „Das geschriebene Wort…“ und stelle Euch eine kleine Kollektion zusammen:

Für kleine und große Entdecker…

Zauberhafte Bilderbücher mit Botschaft…

Klassiker: neu interpretiert…

Märchen schreibt die Zeit…

Lindgren, Kästner & Co. …

Woher nehmen und nicht stehlen…

Wer sich nun noch fragt, wie er in Zeiten der heimischen Isolation an Lesestoff kommen soll, für den habe ich hier drei ganz pragmatische Tipps:

  • Viele Buchhändler sind nach wie vor telefonisch, per Mail oder Fax für uns erreichbar und verfügen über einen Online-Shop: Einfach das gewünschte Buch bestellen und – Schwupps! – wird es bis vor die Haustür geliefert. Die Buchhandlung in Eurer Nachbarschaft findet Ihr hier.
  • Auch die Bibliotheken im Land sind weiterhin sehr rührig. Viele bieten in Zeiten von Corona eine kostenlose „Onleihe“ an. Erkundigt Euch gerne bei der Bibliothek in Eurer Nähe, ob sie diesen Service auch anbietet. Adressen findet Ihr hier.
  • Tauschen, tauschen, tauschen: Einfach mal bei Familie, Freunden und Nachbarn nachfragen, ob diese interessante Bücher haben oder ihnen die eigenen Bücher anbieten. Beim nächsten Spaziergang wird das Buch sicher am vereinbarten Ort (Terrasse, Garage, Carport) hinterlegt. Zudem wäre es eine wunderbare Geste, wenn eine witzige Karte mit einer persönlichen Nachricht beim Buch liegen würde! Manchmal bedarf es nur einer Kleinigkeit, um anderen Menschen eine Freude zu bereiten! 🥰

Wer jetzt noch jammert, sie/er hätte nix mehr zu lesen, ist selber schuld!

…???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #75: Habt ihr im Moment mehr oder weniger Zeit zum Lesen?

Die heutige Montagsfrage kann ich mit einem schlichten und pragmatischen „weder/noch“ beantworten.

Mein Leben verläuft (noch) in verhältnismäßig normalen Bahnen: Ich gehe nach wie vor in gewohnter Weise meiner Arbeit nach, kümmere mich um Haushalt und Garten und tätige die Einkäufe des täglichen Bedarfs. Auch das tägliche Füttern der .LESELUST-Seite auf facebook mit Inhalt bindet eine gewissen Zeit.

Nebenbei mache ich mir schon Gedanken bzgl. der Oster-Präsente für Familie und Freunde und habe diesbezüglich schon die ersten Gutscheine bei den ortsansässigen Geschäften geordert.

Durchaus fehlen mir die regelmäßigen Besuche von Theater, Konzert, Kino u.v.m., und ich versuche dies mit einem Klick auf die div. kulturellen Online-Seiten zu kompensieren.

Was ich allerdings nur mäßig kompensieren kann (und da helfen Telefonate auch nur bedingt), sind Treffen mit lieben Menschen. Ich bin eben der soziale Typ und brauche den direkten Kontakt mit meiner Familie und meinen Freunden. Der Gedanke, dass dieser Zustand vielleicht noch Wochen anhält, lässt mich durchaus schwindlig werden. Aber aufgeben und jammern wären definitiv keine Optionen für mich. Da heißt es eher „Arschbacken zusammenkneifen und durch…!“

Doch dass die Langeweile mich nun schier überrollt und zum vermehrten Lesen animiert, kann ich nun nicht behaupten.

…und wie sieht es bei Euch aus: Lese-Flut oder Lese-Flaute???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #74: Welches Buch hast du zuletzt beendet, und wäre es eine gute Quarantäne-Lektüre?

Vorweg: Jedes Buch, das begeistert, fesselt, zum Nachdenken anregt und unterhält, taugt als gute Quarantäne-Lektüre. Obwohl: Albert Camus „Die Pest“ würde ich zurzeit eher höchst ungern lesen wollen, ebenso wie alle sonstigen Romane mit Endzeit-Szenarien. Somit habe ich innerhalb von Sekunden meinem „Vorweg“ mit einem „Obwohl“ widersprochen. …?!… Ach, egal…!

Gerade beendet habe ich den Roman „Radio Girls“ von Sarah-Jane Stratford, der nun auf seine Rezension wartet. Darum bitte ich um Euer Verständnis, dass ich mich bezüglich des Inhalts noch etwas bedeckt halte. Aber ein paar Eckdaten – sozusagen als Appetizer – könnte ich Euch doch schon kundtun: 20er-30er Jahre, Anfänge der BBC, starke Frauenfiguren, Emanzipation, Spionage…! Nein, mehr wird nicht verraten! Nur noch dies: Es eignet sich sehr als unterhaltsame Quarantäne-Lektüre.

Ansonsten versuche ich, mich nicht von der momentanen Situation niederringen zu lassen. Einerseits verfüge ich in meiner Tätigkeit als Krankenpfleger nicht über die Zeit, um ausgiebig zu jammern. Andererseits versuche ich meine Möglichkeiten zu nutzen, um möglichst viel positive Energie in die Welt zu schicken. So habe ich meine fb-Seite (www.facebook.com/andreaskueck.leselust) re-aktiviert, poste wieder alles und nichts rund um Literatur, Kultur und was mir sonst so ein- und gefällt und evtl. meinen Leser*innen Freude bereitet.

Zum Glück wird es mir an Literatur nicht mangeln, da die Buchhandlung meines Vertrauens nach wie vor via Online-Shop für mich erreichbar ist. Letzte Woche wurde mir meine erste Bestellung von der Buchhändlerin meines Vertrauens per Fahrrad bis zur Haustür geliefert (Übrigens: Einen Online-Shop haben schon sehr viele Buchhandlungen im Bundesgebiet.). Und da ich momentan deutlich weniger Geld für Tinnef verplempere, wird sicherlich die nächste Buchbestellung in kürzester Zeit folgen.

Für das Wochenende planen wir, unsere Nachbarn zum „Café Kokolores“ einzuladen: Unser Küchenfenster grenzt an deren Innenhof. Wir öffnen das Fenster und sitzen in unserer Küche mit eigenem Kaffee und Kuchen, während unsere Nachbarn sich im Innenhof mit ihrem Kaffee und Kuchen befinden. Der Sicherheitsabstand bleibt gewahrt, und trotzdem sehen wir uns und können mal wieder klönen.

Gerade dieses „sich sehen und klönen“ fehlt mir zwar sehr, und ich kann es recht gut mit Telefonate und Mails mit/an meine Lieben kompensieren. Doch wenn mein 4-jähriger Patensohn mir per Telefon zuruft „Ich hab dich lieb!“, dann nützen auch keine Durchhalteparolen: Da rollen bei mir die Tränen, und ich finde die Situation ziemlich „Schei…!“. Umso mehr freue ich mich auf die Zeit, wenn wir wieder über den Spielplatz toben oder die Enten am Teich mit Brot bewerfen. 😘

In diesem Sinne: Bleibt gesund & haltet durch!

…???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.