MONTAGSFRAGE #93: Nehmt ihr dieses Jahr an der FBM teil?

Schon bei MONTAGSFRAGE #56 habe ich mich geoutet, dass ich bisher noch nie eine Buchmesse besucht habe,…

…und wahrscheinlich auch so schnell (unabhängig von Corona) nicht besuchen werde: Würden mich das Ambiente, das Zusammentreffen mit Autor*innen, Verlagsleuten, Blogger*innen und sonstigen Buch-Verrückten durchaus reizen, so schreckt mich das ganze nötige aber nervige Drumherum (Anreise, Unterkunft, Kosten) eher ab. Zudem löst bei mir als Migräne-Kandidat allein die Vorstellung, mich einer großen Menschenmasse mit der entsprechenden Geräuschkulisse auszusetzen, Unwohlsein aus.

Und so blieb ich bisher und bleibe auch weiterhin schön zuhause!!!

Doch in diesem Jahr ist alles anders (Wie oft habe ich diesen Satz schon geschrieben bzw. ausgesprochen?). Die Frankfurter Buchmesse geht in diesem Jahr digital(er) an den Start und bietet mir so die Möglichkeit, bequem vom heimischen PC aus – in Jogginghose und mit ausreichend Tee versorgt – teilzunehmen. Darum: Ja, in diesem Jahr werde ich an der FBM teilnehmen.

Der erste Eindruck, den ich bei einem oberflächlichen Surfen über die FBM-Seite erhielt, war schon recht vielversprechend: Ich werde sicherlich bei der ARD Buchmessenbühne oder dem blauen Sofa vorbei schauen, um den Interviews mit Autor*innen zu lauschen. Beim BOOKFEST (Wer hat nur diese denglische Wortkreation zu verantworten?) erhoffe ich mir die eine oder andere unterhaltsame Performance, und auch die Literaturszene des Ehrengastes Kanada wurde von mir bisher viel zu wenig wahrgenommen: Da gibt es mit Sicherheit eine Menge zu entdecken!

Und trotzdem: Es klingt alles ganz großartig, dass dies in unserer momentanen Situation dank der heutigen Technik möglich ist, doch…

…digitale Medien können und werden eine Live-Atmosphäre und die direkte Interaktion von Mensch zu Mensch nie ersetzten.

…und seid Ihr in diesem Jahr auch digital bei der Frankfurter Buchmesse dabei???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #92: Lese-Abos und Bücherboxen?

HIPP-HIPP-HURRA! Da bist Du ja wieder – geliebte Montagsfrage! Was habe ich Dich vermisst! …und Ihr sie doch sicher auch, oder? Nun, auch ohne sie drehte sich die Welt weiter, aber da ich ein Mensch bin, der Strukturen und Rituale mag, hat mir die montägliche Beantwortung doch so ein klitze-klitze-klitze-klitze-klitze-klein wenig gefehlt.

Antonias Auftakt-Frage auf dem Weg zur 100sten beschäftigt sich diesmal mit Lese-Abos und Bücherboxen, die seit einiger Zeit recht attraktiv zu sein scheinen. Der Ablauf ist immer recht ähnlich: Als Abonnent erhält man 1x monatlich/ 1x pro Quartal (je nach persönlicher Präferenz) ein Buch zugeschickt ohne vorher zu wissen, um welche Lektüre es sich handelt. Einige Anbieter verschicken „nur“ das pure Buch. Andere Anbieter legen mehr oder weniger attraktive „Gimmicks“ ins Paket dazu.

Bisher gab es nur zwei Anbieter, die mich eventuell in Versuchung hätten führen können:

Die Schmökerbox ist als Start-Up-Unternehmen zweier junger Leute ins Rennen gegangen, hat sich der Belletristik verschrieben und punktet mit hochwertigen „Gimmicks“, die einen direkten Bezug zur aktuellen Lektüre haben. Sie verwenden ausschließlich die Original-Publikationen der Verlage.

Mit einer vergleichbaren Aufmachung arbeitet auch der Buchclub Büchergilde Gutenberg mit seinen Abo-Boxen. Hierbei finden allerdings die Bücher in der Club-eigenen Ausstattung, die immer sehr besonders und hochwertig ist, ihren Weg zu den Leser*innen.

Die Kosten bei beiden Varianten liegen bei ca. € 40,– pro Lieferung.

So groß die Verlockung auch war, ich habe ihr widerstanden, da gerade das Nichtwissen um das, was mir da als Lektüre ins Haus flattert, mir nicht zugesagt hat. Ich bin eben nicht der literarische Abenteurer, der sich mutig auf unbekannte Seiten wagt. Ich brauche zumindest eine Ahnung davon, was mich zwischen zwei Buchdeckeln erwartet.

Nennt mich Feigling, schimpft mich Memme – ich stehe dazu, und erlaube mir diesen Anflug von Schwächlichkeit! 😂

…und wie lautet Eure Meinung: Seid Ihr Abo-Abenteurer auf den literarischen Welt-Meeren oder doch eher Sicherer-Hafen-Leser???


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MONTAGSFRAGE #91: Welches Buch aus einem Genre, das du eigentlich nicht magst, magst du?

Bevor Antonia Leise die MONTAGSFRAGE für den gesamten Monat August in die Sommerpause schickt, hat sie uns zum Abschied nochmals eine schwere Nuss zum Knacken gegeben…

…und spielt damit auf die MONTAGSFRAGE #26: Gibt es ein Genre, das du gar nicht (gern) liest? an. Denn Ausnahmen bestätigen nun mal durchaus häufig die Regel,…

…nur in diesem Fall nicht bei mir!!!

Das Lesen der Frage hatte wieder einen meiner MONTAGSFRAGE-Schreie zur Folge. Ich ahnte es schon beim Lesen und wurde bestätigt, trotzdem begab ich mich auf eine erfolglose Suche durch meine Bücherregale: Kein Werk eines von mir wenig geliebten Genres hatte seinen Weg zu mir gefunden. Bei der Wahl meiner Lektüre bleibe ich mir treu.

Meine Abneigung bzgl. der genannten Genres besteht weiterhin, und ich habe – zumindest nicht wissentlich – weder vor noch seither – ein Werk aus diesen Themengebieten gelesen, das mir hätte gefallen können. Zudem nehme ich mal stark an, dass, wenn es mir gefallen hätte, ich mich daran erinnern würde (Alzheimer lässt grüßen? Ich hoffe nicht…!).

Die verschiedenen Genres dürfen gerne weiterhin in friedlicher Koexistenz nebeneinander leben, und jede*r Leser*in darf frei nach persönlichem Gusto die Lieblingslektüre wählen. Dieses Privileg betrachte ich durchaus als großes Glück und Geschenk (Bei meiner Beschäftigung mit Erich Kästner wurde mir wieder bewusst, dass es in unserem Heimatland durchaus Zeiten gab, wo die persönliche Freiheit massiv eingeschränkt war!).

Ebenso wie mir die Wahl offen steht, möchte ich auch niemand anderen zu einem bestimmten Genre bekehren. Ganz im Gegenteil: Ich möchte Euch ermutigen, Eurem Stil treu zu bleiben. Lest worauf Ihr Lust habt und lasst Euch die Freude am Lesen nicht von selbsternannten Literaturkennern und/oder penetranten Besserwissern madig machen!

…seid Ihr Genre-treu oder darf es auch mal ein „Fehltritt“ sein???

P.S.: Die nächste MONTAGSFRAGE erscheint am 7. September 2020.


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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MONTAGSFRAGE #90: Was magst du lieber: Fiction oder Non-Fiction?

Hm…! (Grübel! Am Kopf kratzend!) Irgendwie klingt die Frage „Was magst du lieber?“ für mich etwas irritierend und wirft weitere Fragen auf. Bedeutet es, wenn ich das eine mag, dann mag ich das andere nicht bzw. weniger? Es ist definitiv so, dass ich von dem einen mehr lese als von dem anderen, aber ich mag beide…! Zudem fällt es mir schwer, beides miteinander zu vergleichen bzw. in Verbindung zueinander zu stellen, da jedes für sich unterschiedliche Bedürfnisse bei mir befriedigt. Ich bin mir sehr sicher, dass Antonia mit der Formulierung der Frage eine Wertung nicht im Sinn hatte. Und selbstverständlich bleibt es jeder/m unbenommen, sie nach eigenem Gusto zu beantworten. Doch ich erlaube mir die Freiheit und formuliere die Frage für mich ganz persönlich um in…

„Was liest du häufiger: Fiction oder Non-Fiction?“

Ein kurzer Blick auf meine Rezensionen genügt, und selbst die Kurzsichtigsten unter meinen Followern erkennen klar und deutlich, dass ich mehr Fiction lese…!

Natürlich befasse ich mich auch hin und wieder mit Non-Fiction: Gerade in meiner letzte Rezension beschäftigte ich mich mit Non-Fiction und wandelte auf den Spuren von Erich Kästner. Doch auch in der Vergangenheit weckten tolle Kinder-Bilder-Sachbücher mein Interesse oder machten die Fotos in einem ansprechenden Bildband mich staunend. Beispiele findet Ihr unter der Rubrik „Das geschriebene Wort…“ hier auf meinem Blog. Auch beruflich als examinierte Pflegefachkraft greife ich hin und wieder zu einem Sachbuch bzw. zu den Standardwerken in der Pflege: Besonders bei Pflegetätigkeiten, die ich nicht so häufig durchführe oder seit einiger Zeit nicht mehr durchgeführt habe, dient die Lektüre dazu, mir vor ewigen Zeiten Gelerntes wieder in Erinnerung zu rufen. Zu aktuellen Themen und Entwicklungen in der Pflege informiere ich mich dann doch eher auf den entsprechenden Portalen im Internet. So kommen Sachbücher eher punktuell bzw. Anlassbezogen bei mir zum Einsatz…!

Doch das größte Stück vom Lese-Kuchen bleibt der fiktiven Literatur in seinen vielfältigen Formen vorbehalten:

„Lesen heißt durch fremde Augen träumen.“ Fernando Pessoa

Der portugiesische Dichter und Schriftsteller beschreibt in so wenigen Worten genau das Phänomen, das sich (bestenfalls) beim Lesen fiktiver Geschichten bei mir einstellt: Die Realität lasse ich hinter mir. Ich begebe mich auf die Reise in fremde Länder, erhasche Einblicke in frühere Epochen und nehme Anteil an den Schicksalen vielfältiger Persönlichkeiten. Vor meinem inneren Auge entstehen ganze Welten, imaginäre Bühnenbilder entfalten sich Szene für Szene in denen die Protagonisten agieren. Am Korsett meiner Emotionen wird so lange gerüttelt bis meine Empfindungen an die Oberfläche schwappen, sich Bäche von Tränen oder Lachen oder beidem aus mir ergießen und so die angestaute Spannung lösen. Am Ende meiner Lektüre erwache ich aus meinem Traum und spüre eine süße Trauer, da ich mich zu meinem Bedauern von liebgewonnenen Figuren verabschieden muss. Diese Komplexität an inneren Abläufen und Empfindungen lösen nur fiktive Geschichten bei mir aus…

…und nicht die Lektüre eines Tatsachenberichts über den Alltag eines Krankenpflegers in einem ambulanten Pflegedienst! 😉

…darf es bei Euch eher realitätsnah oder lieber realitätsfern sein???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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MONTAGSFRAGE #89: Welche Tipps würdet ihr jungen (Literatur/Buch-)Bloggern geben?

Kennt Ihr eigentlich schon meinen MONTAGSFRAGE-Schrei? Lang, lang ist es her, dass eine Frage von Antonia mich zum besagten Schrei animiert hat. Das letzte Mal entlockte mir die MONTAGSFRAGE #49 einen ebensolchen. Heute war es nun mal wieder so weit: In der idyllischen Stille meines Wohnumfeldes erschall ohne Vorwarnung ein Schrei, der eine Schar zart-gurrender Tauben aufscheuchte, über den Gartenzaun plaudernde Nachbarinnen verstummen lies und meinen Kater von seinem Lieblingsschlummerplatz verschreckte. Ach menno, Antonia, was soll denn das? Zur Beantwortung dieser Frage müsste ich ja so richtig überlegen, womöglich sogar mit dem Kopf! Aber, na gut, wenn’s denn sein soll…!

Als bei mir vor einigen Jahren der Wunsch aufkeimte, meine Liebe zum Buch und zum Lesen nicht nur weiterhin für mich allein im stillen Kämmerlein zu frönen, begab ich mich erstmal auf die Suche nach einem für mich geeigneten Medium. Bei der Auswahl war mir wichtig, dass ich dieses Medium auch im Rahmen meiner Möglichkeiten bedienen kann. Youtube kam nicht in Frage, da ich nicht permanent irgendwelche Filmchen drehen wollte. Instagram kam nicht in Frage, da ich kein Handy besitze, und die Präsentations-Möglichkeiten eher überschaubar schienen. Meine ersten tapsigen Blogger-Schritte machte ich dann auf Facebook und stellte ernüchternd fest, dass ich mich mit einem Blog dort nicht wohl fühlte. So bin ich bei WordPress gelandet und der Rest ist – wie man so schön sagt – Geschichte! Lange Rede, kurzer Sinn: Sucht Euch ein Medium, dass Euch und Eurem Vorhaben/ Euren Wünschen entspricht!

Dann habe ich mir ganz viele andere Literatur/Buch-Blogs angesehen: Vieles fand ich gut, einiges fand ich weniger gut. Doch dank dieser Recherche wurde mir schnell klar, was mir nicht gefiel und wie mein Blog nicht sein sollte. Über diesen Umweg entstand bei mir recht schnell das Bild meines persönlichen Buch-Blogs vor meinem inneren Auge: Ich entschied mich für die Optik und etablierte die ersten Rubriken.

Im ersten ¾ Jahr war mein Blog im „work-in-progress“ und ich in „learning-by-doing“: Ich habe ausprobiert und verworfen, umgestellt und neu-strukturiert, und langsam endwickelte mein Blog sein eigenes Profil und spiegelte mich als Person wieder. Mir war/ist es wichtig, dass die Menschen dort draußen im großen WWW erkennen können, wer hinter .LESELUST steht. Darum grinst Euch auch meine Visage aus dem Header-Bild entgegen. Ebenso wichtig war mir ein klares Erscheinungsbild mit einer ausgesuchten Farbgebung, um einen möglichst großen Wiedererkennungswert zu erreichen. Die Profis nennen es wohl „Corporate Identity“.

Es klingt nun wahnsinnig professionell, was ich definitiv nicht bin: Mein Blog sollte meine Persönlichkeit widerspiegeln – nicht mehr aber auf keinem Fall auch nicht weniger! Zum Glück konnte ich der Versuchung widerstehen, alle Features, die so ein Blog-Portal anbietet, auch auszuprobieren bzw. anzuwenden. Die Bücher und das Lesen sollen definitiv im Mittelpunkt meines Blogs stehen und die Aufmerksamkeit der Leser*innen auf sich ziehen und nicht irgendwelche blinkenden „Special-Effects“.

Zudem musste ich mich in meinem überschwänglichen Enthusiasmus auch stark zurück halten: Es gibt so viele wunderbare Literatur/Buch-Blogs, die mir Ansporn und Vorbild sind und mich – gerade am Anfang – unter Stress setzten, es ihnen gleichzutun bzw. sie nachzuahmen. Aber dann wäre mein Blog nur ein billiger Abklatsch eines deutlich besseren Originals geworden. Und wer möchte das schon? Ich ganz bestimmt nicht…!

Dabei spricht nichts dagegen, gute Ideen von Blogger-Kolleg*innen für sich zu adaptieren. Mein Credo lautet „Besser gut geklaut als schlecht selber gemacht!“. Wobei ich immer bemüht bin, die/den Ursprungs-Ideengeber*in mit einer namentlichen Nennung zu würdigen: Das gebietet der Anstand und zeugt von Respekt!

Nun hatte ich meinen wunderbaren eigenen Blog, und „kein Schwein ruft mich an“, will sagen: Kein Mensch hat meine geistigen Ergüsse gelesen. Woher sollte die Welt da draußen auch wissen, dass es einen brillanten neuen Buch-Blog gibt? Also stürzte ich mich in das bunte Treiben der Buch-Blogger-Welt, hinterließ mal hier einen Kommentar, setzte mal dort ein LIKE und machte bei Aktionen wie dieser MONTAGSFRAGE mit. Mein Blog wurde mit der Zeit bekannter, die ersten Follower trudelten ein, und ich lernte ganz tolle Blogger-Kolleg*innen kennen. Dieses Geschenk kann ich nicht hoch genug bewerten: Wir kommunizieren hier auf einem sehr hohen Niveau, müssen dabei zwar nicht immer einer Meinung sein, begegnen uns aber mit einem gehörigen Maß an Wertschätzung. Dafür bin ich sehr dankbar!

Doch so ein Blog soll ja auch über Jahre mit Inhalt gefüttert werden. Bücher müssen gelesen werden, damit anschließend über sie berichtet werden kann. Das Schreiben von längeren Beiträgen, wie Rezensionen oder die Antworten zur MONTAGSFRAGE, bündelt natürlich viel Zeit, die ich gerne erübrige – schließlich ist dieser Blog ja auch mein Hobby – aber hin und wieder fehlt mir aufgrund der Anforderungen des Alltags gerade diese Zeit. So habe ich auf meinem Blog Rubriken etabliert, bei denen das Erstellen der Inhalte deutlich weniger Zeit benötigt, die aber trotzdem meine Liebe zum Lesen und zur Literatur widerspiegeln. Zudem nutze ich einen Jahreskalender, um die Übersicht nicht zu verlieren: Einerseits garantiere ich so beim Erscheinen meiner Beiträge eine gewisse Abwechslung, andererseits kann ich zu gewissen Themen und Rubriken die Beiträge „vor-produzieren“ und entsprechend terminieren. Zudem hilft mir dieser Kalender, nicht in Panik auszubrechen bzw. mich selbst nicht unter Druck zu setzten, nur weil ich das Gefühl habe, ich müsste die fünf vorliegenden Rezensionsexemplare möglichst schnell/ gleichzeitig lesen. Ein Blick auf meinem Kalender verrät mir, wann welches Buch an der Reihe ist. Mein einziger Anspruch dabei: Ich möchte (nach Möglichkeit!) pro Woche eine Buch-Rezension veröffentlichen.

All diese „Werkzeuge“ helfen mir dabei, damit mein Blog mir weiterhin Spaß und Freude bereitet. Stress gibt es so schon zuhauf! 😉

…und welche Tipps habt Ihr so in petto???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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MONTAGSFRAGE #88: Warst/bist du in einem Buchclub (oder könntest du es dir vorstellen)?

Bevor ich zur Beantwortung der heutigen Montagsfrage komme, musste ich den Begriff „Buchclub“ für mich genau definieren. Nachdem ich die Frage erstmals gelesen hatte, tollten in meinem Kopf ganz andere Assoziationen, als die von Antonia Leise beschriebenen, herum.

Für mich ist/ war ein Buchclub ein Geschäftsmodel, wo ich aktuelle Bücher in besondere/ eigener Ausstattung ein wenig günstiger erhalte. Dafür werde ich Mitglied in diesem Club und verpflichte mich, einmal pro Quartal dort ein Buch (oder ein anderes Medium) zu erwerben. Sollte ich zu einem festgelegten Termin noch nichts aus dem Sortiment gewählt haben, wird mir automatisch der Vorschlagsband zum Vorzugspreis zugeschickt.

Ja, vor einiger Zeit war ich für ein paar Jahre Mitglied im Bertelsmann Buchclub. Noch heute stehen viele der dort gekauften Bücher in meinem Bücherregal, z. Bsp. „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende, „Die Erben Kains“ von John Jakes und „Ein Stück Himmel“ von Janina David. Praktischerweise gab es hier in Osterholz-Scharmbeck die (Partner-)Buchhandlung Postmeyer, die das Buchclub-Sortiment in einem eigenen Ladenbereich präsentierte und mir zudem nicht Vorrätiges ohne zusätzliche Portokosten bestellten. Im Laufe der Jahre veränderten sich allerdings meine Lese-Vorlieben, und ich fand im dortigen Sortiment immer weniger, was mir zusagte. Auch wirkte auf mich irgendwann diese Form, Literatur unter das Volk zu bringen, eher bieder und angestaubt, und so trennten wir uns wieder. Weder der Bertelsmann Buchclub noch die Buchhandlung Postmeyer existieren noch. In der Zwischenzeit erleben einige Buchclubs eine kleine Renaissance und erfreuen ihre Mitglieder mit Werken in moderner, außergewöhnlich schöner und bibliophiler Aufmachung (z. Bsp. Büchergilde Gutenberg).

Antonia Leise verbindet mit einem Buchclub ein regelmäßiges Treffen von Literaturbegeisterten, die sich über einen gewissen Zeitraum mit ein und demselben Buch beschäftigen, sich darüber austauschen und diskutieren. Ich kenne dies eher als Lesekreis oder -zirkel. Aber unabhängig davon, wie wir „das Kind“ nennen, war ich an einer solchen Runde noch nie beteiligt, aber es würde mich sehr interessieren. Ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt, hier in meiner Heimatstadt entsprechendes zu initiieren. Jetzt werdet Ihr Euch sicherlich fragen, warum dies bisher noch nicht erfolgt ist. Die Antwort (vielleicht ist es auch schlicht und ergreifend nur eine Ausrede) lautet: zu wenig Zeit, zu viele Ideen! Ich habe so viele Ideen, was ich hier in meiner Heimatstadt zum Thema „Lesen“ alles anstellen könnte, dass mich die Fülle anscheinend eher ausbremst. Vielleicht sollte ich aus dieser Vielzahl an Ideen eine Prioritäten-Liste erstellen und die Projekte Punkt für Punkte langsam abarbeiten. Uuups, falsche Formulierung: Nach Arbeit sollten sich solche Projekte nun wahrlich nicht anfühlen. Lesen bedeutet Spaß!

Sobald eine meiner Ideen Realität wird, werde ich selbstverständlich hier darüber berichten. Bis dahin: Habt bitte Geduld mit mir! 😉

…und welche Erfahrungen habt Ihr mit einem Buchclub gemacht???


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MONTAGSFRAGE #87: Wo befindest du dich gerade in deiner momentanen Lektüre?

Eine simple Antwort zu einer schlichten Frage verspricht an diesem Montag die Hüterin der Montagsfrage Antonia Leise. Einfach einen Blick in die aktuelle Lektüre werfen und Ort und Zeit der Handlung nennen: Fertig!

Auch wenn ich sonst immer behaupte, ich würde keine zwei (oder mehr) Bücher parallel lesen, so hat mich diese Frage eben genau dabei ertappt. Wobei ich meine Beschäftigung mit dem zweiten Buch nicht unbedingt als „lesen“ bezeichnen würde.

Bei dem Roman „Meine Mutter, unser wildes Leben und alles dazwischen“ von Joanna Nadin befinde ich mich noch ziemlich am Anfang der Geschichte auf Seite 60: Es ist der Monat März des Jahres 1978. Die 7-jährige Dido Sylvia Jones lebt nun seit einigen Monaten mit ihrer unkonventionellen Mutter Edie in einem geerbten Haus in einer Kleinstadt in Essex. In diese geordnete, gutbürgerliche Umgebung passen sie ungefähr ebenso perfekt hinein wie Donald Trump in das Amt des Präsidenten der USA. Wobei Dido und Edie deutlich amüsanter sind, und sie in dem verschlafenen Nest für einige Verwirrung sorgen (Okay! Für Verwirrung sorgt Trump auch, aber das Lachen ist mir bei ihm gänzlich vergangen!). „Eigentlich“ sollte die Rezension zu diesem Roman in dieser Woche erscheinen: Leider hatte mich die Hitze der vergangenen Tage nicht nur einfach ausgebremst sondern vielmehr völlig lahmgelegt. Darum bitte ich um ein wenig Geduld…!

Beim zweiten Buch handelt es sich um „Vater und Sohn: Sämtliche Abenteuer“ von E.O. Plauen. Diese reizenden Bildergeschichten schuf Erich Ohser unter Pseudonym und erschienen hauptsächlich zwischen 1934 und 1937 in der Berliner Illustrierten Zeitung. Seine Bildergeschichten sind liebevoll und amüsant, kommen (beinah) ohne Worte aus und machen somit „lesen“ überflüssig. Als Freund und Wegbegleiter von Erich Kästner wird Erich Ohser Euch in naher Zukunft hier auf meinem Blog nochmals begegnen.

…und in welcher Zeit und an welchem Ort steckt Ihr in Eurer Lektüre gerade fest???


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MONTAGSFRAGE: …macht heute Pause!

Liebe Leute!

Die Hüterin unserer Montagsfragen Antonia Leise ist gesundheitlich etwas angeschlagen und braucht dringend ein wenig Zeit zur Regeneration: Ich gönne es ihr von Herzen!

Es bedeutet aber auch, dass es an diesem Montag keine Frage zur Beantwortung gibt. Doch welches Alternativ-Programm bietet sich stattdessen an? Hm, mal überlegen…! Ich könnte endlich mal meinen Stapel mit Unterlagen auf meinem Schreibtisch sortieren. Oder ich durchforste meinen Kleiderschrank und miste die Klamotten, die ich nicht mehr trage, aus. Oder ich widme mich intensiv dem Unkraut in meinen Blumenbeeten vor der Haustür. Oder ich setzte mich mit einem Becher Kaffee und einem Buch aufs Sofa. Oder ich kümmere mich um den Stapel Bügelwäsche, während die Waschmaschine für Nachschub sorgt. Oder ich schwinge den Putzlappen und rücke dem Badezimmer zu Leibe. Oder…!!!

Ratet mal, für welches Alternativ-Programm ich mich schlussendlich endschieden habe. Da kommt Ihr nie drauf! 😉

Lieben Gruß
Andreas

P.S.: In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv könnt Ihr gerne meine Antworten vergangener Fragen nochmals nachlesen. Viel Spaß!

MONTAGSFRAGE #86: Wie sieht eigentlich euer SuB aus, und versucht ihr ihm momentan entgegenzuwirken?

Jaja, der sogenannte Stapel ungelesener Bücher (auch kurz „SuB“ genannt) bietet immer wieder gerne Gesprächsstoff. Glücklicherweise neige ich nicht dazu, dass bei mir ein SuB ins scheinbar Unendliche ausufert. Dafür darf ich aber momentan gleich zwei SuBs mein Eigen nennen:

In SuB Nr. 1 tummeln sich so allerlei Autor*innen mehr oder weniger wild durcheinander, und ihre Werke sind scheinbar wie durch Zauberei bei mir gelandet. Neben den Büchern, die ich schon in MONTAGSFRAGE #39 erwähnt hatte, vergnügen sich in dieser illustren Runde unter anderem auch noch 2 Stouts, 2 Kaiser, 2 Dicker, 2 Wodehouse und 6 Christies. Allen Werken ist gemein, dass der Zeitpunkt ihrer Befreiung aus dem SuB Nr. 1 in einer unbestimmten Zukunft liegt.

SuB Nr. 2 dient mir sozusagen als Zwischenlager für Bücher, die ich wohlweislich vorausschauend für div. Aktionen auf meinem Blog erstanden habe. So finden sich hier die Bücher zu meiner Rubrik (ACHTUNG: sowohl hemmungs- wie auch rücksichtslose Werbung in eigener Sache!) „Literaten im Fokus“, die im nächsten Monat mit Erich Kästner in die zweite Runde geht. Aber auch die Werke weiterer Autor*innen, die in diesem oder auch erst im nächsten Jahr in dieser Rubrik ein Forum bekommen, sind ebenso zu finden, wie die ersten Bücher zur Advents- und Weihnachtszeit, die ich Euch dann gerne unter „Lektüre zum Fest“ auf meinem Blog vorstellen möchte. Im Vergleich zu ihren Artgenossen in SuB Nr. 1 können die Bücher in SuB Nr. 2 sich ziemlich sicher sein, dass sie in absehbarer Zeit gelesen werden. Zudem ist SuB Nr. 2 auch deutlich übersichtlicher als SuB Nr. 1 (s.a. Beweisfotos).

…entgegenzuwirken? Kennt hier irgendjemand ein wirksames Mittel, um der Entstehung eines SuBs in einem Leser-Haushalt entgegenzuwirken? Wenn ja, dann könnt ihr dieses Wissen gerne für Euch behalten: Es interessiert mich nicht! Um „etwas“ entgegenzuwirken, müsste ich mich im Vorfeld von diesem „etwas“ belästigt fühlen. Das tue ich nicht, denn für mich gehört in jedem ordentlichen Leser-Haushalt ein SuB einfach dazu!

Die einzige sinnvolle Maßnahme, um den Ausmaß meines SuBs entgegenzuwirken, lautet für mich…

Lesen! Lesen! Lesen!

…und wie sieht Euer SuB aus: kleine Düne oder großer Berg???


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MONTAGSFRAGE #85: Bücher gegen Rassismus?

Irgendwie habe ich schon befürchtet, dass dieses Thema auch auf die Montagsfrage treffen wird. Und bitte versteht mich nicht falsch mit dieser Aussage: Dieses Thema ist so immens wichtig, dass ich fürchte, ihm nicht gerecht zu werden. Denn überall dort, wo die eine Gruppierung eine andere Gruppierung unterdrückt, kann und muss von Rassismus gesprochen werden. Wenn Männer Frauen unterdrücken, Homosexuelle immer noch nicht dieselben Rechte wie Heterosexuelle genießen und Menschen aufgrund ihres Glaubens verfolgt und getötet werden – auch dies sind Formen von Rassismus. Die Dimensionen dieses Themas scheinen unendlich…!

Ich blicke über den großen Teich und bin so erschüttert und zutiefst betroffen, dass mir die Worte fehlen. Nein, gänzlich fehlen mir die Worte nicht: Ich blicke auf die USA und frage mich, warum dieses Land über Jahrzehnte als das „Non-Plus-Ultra“ betrachtet wurde, als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wo der Tellerwäscher zum Milliardär aufsteigen kann. Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein, könnte dort mein Leben in einem Maße gefährden, das hier bei uns unvorstellbar wäre: Einmal zu viel gehustet in dunkler Nacht und irgendein Anwohner meint, sein Eigentum verteidigen zu müssen und findet dank Waffenlobby auch ausreichend Befürworter. Zahnbehandlung: Ein Blick in die Geldbörse offenbart mir, dass ich mir diesen Luxus nicht leisten kann. Hollywood, Broadway, Las Vegas: Werden dort die wirklichen Stars geboren? Die grellen Leuchtreklamen und der glänzende Talmi können nicht die marode Substanz und die Probleme der Gesellschaft in den USA verschleiern,…

…und was ist mit Deutschland? Auch wir sind noch weit entfernt vom „Non-Plus-Ultra“, und vielleicht werden wir ihn auch nie erreichen. Oder hoffentlich werden wir ihn nie erreichen: Schließlich muss es für jede Gesellschaft in jedem Land, die Möglichkeit zur Weiterentwicklung geben. Aber wir haben schon so viel erreicht, auf das wir wahrlich stolz sein dürfen.

Ja, Deutschland gilt nun nicht unbedingt als der Hotspot der Welt! Ja, Deutschland wirkt auch so solide, …so langweilig(?). Aber resultiert dieser Eindruck nicht auch aus dem allgemeinen Phänomen, dass das, was man hat, weniger (wert-)geschätzt wird? Ich bin so dankbar, in einem Land zuhause zu sein, das mir ermöglicht, in einer bunten, vielfältigen Gesellschaft leben zu dürfen!

Welche Bücher, die gegen die Ignoranz und Unwissenheit bezüglich dieses Themas arbeiten, kennt ihr und könnt ihr weiterempfehlen?

Antonia Leiser, die Hüterin unserer Montagsfrage hat ihre Frage nochmals differenziert. Gerne präsentiere ich Euch meine kleine Auswahl:

  • Alice Walker: Die Farbe Lila
  • Erich Kästner: Über das Verbrennen von Büchern
  • Janina David: Ein Stück Himmel
  • Theodor Schübel: Kellerjahre
  • Rafik Schami: Ich wollte nur Geschichten erzählen
  • Eric-Emmanuel Schmitt: Monsieur Ibrahim und die Blume des Koran
  • Scholem Alejchem: Tewje, der Milchmann

USA scheint zwar so weit weg (Aber dachten wir dies nicht auch von China und der Corona-Pandemie?), hält uns nun aber einen Spiegel vor und zeigt uns die hässliche Fratze des Rassismus. Ich möchte nicht, dass so etwas bei uns/ mit uns passiert.

Darum: Lasst es uns gemeinsam besser machen!

…???


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