MONTAGSFRAGE #61: Welches Buch gehört dieses Jahr unbedingt auf die Weihnachtswunschliste?

…und jährlich grüßt das Murmeltier: Irgendwie kommt mir diese Frage bekannt vor. Ein erster Blick in mein MONTAGSFRAGE-Archiv offenbarte mir, dass Antonia diese Frage bereits im letzten Jahr gestellt hatte. Ein zweiter Blick auf meine damalige Antwort zeigte mir, dass sich beide, der dort von mir genannten Bücher, nun in meinem Besitz befinden: Allerdings wurden sie mir nicht, wie erhofft und gewünscht, vom Weihnachtsmann gebracht. Es sei denn, der Weihnachtsmann hat neuerdings eine erschreckende Ähnlichkeit mit mir selbst und verteilt auch Geschenke an sich selbst!

Da ich in diesem Jahr meinen 50. Geburtstag gefeiert habe (…hatte ich, glaube ich, noch nicht erwähnt, oder?), wurden mir viele meiner Buchwünsche (incl. zwei Büchergutscheine) von meinen Liebsten zu diesem Anlass schon erfüllt. So fällt meine Wunschliste zum diesjährigen Weihnachtsfest sehr überschaubar aus…!

Ein Blick auf meine Geburtstags-Wunschliste verriet mir zudem, dass es ein Buch nicht auf meinen Gabentisch geschafft hat: Eduard von Keyserlings „Landpartie: Gesammelte Erzählungen“ (ISBN: 978-3717524762) aus dem Manesse Verlag ist wieder eines jener Bücher, um das ich regelmäßig in der Buchhandlung drum rum schleiche. „Schon viel von Keyserling gehört, bisher noch nichts gelesen“, das soll sich bitte bald ändern, lieber Weihnachtsmann!

Prinzipiell kann (Weihnachts-)man(n) mir mit Krimi-Klassikern immer eine Freude bereiten: Da ich mich seit einiger Zeit langsam aber stetig dem sowohl großen wie großartigen George Simenon nähere, dürfen gerne seine Werke in gebundener Form aus dem Kampa Verlag bzw. von Hoffmann & Campe meinen Gabentisch bereichern. Beide Verlage sind seit einiger Zeit nun gemeinsam die Heimat für Simenons Werke: Während Hoffmann & Campe sich den großen Romanen angenommen hat, ist der Kampa-Verlag das Zuhause von Kommissar Maigret. Zudem habe ich entdeckt, dass es im Diogenes Verlag den wunderbaren Bildband „Maigrets Frankreich“ (ISBN: 978-3257021288) gibt, der mich nicht nur mit Texten von George Simenon für sich einnehmen kann, sondern auch die Fotografien von Brassaï, Cartier-Bresson, Doisneau u.a. ganz ausgezeichnet den Flair der damaligen Zeit wiederspiegeln.

So, lieba Weihnachtsmann, nu weißte Bescheid, nich?!

Und sollte der Weihnachtsmann sich wider Erwarten verweigern, habe ich zum Glück noch meine Büchergutscheine!!!

…und habt Ihr Euren Wunschzettel zum Fest schon geschrieben?


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #60: Empfehlenswertes Buch mit Tier?

Liebe Antonia! Ein Hoch auf Deine Großzügigkeit: Du bist da ja glücklicherweise sehr entspannt, was die Auslegung dieser Frage anbelangt, d.h. von „Animal Farm“ bis „irgendwo in der Handlung zwitscherte mal ein Vögelchen“ ist alles erlaubt. 😸

Ich habe früher mit großer Begeisterung die Katzenkrimis von Rita Mae Brown (mit Co.-Autorin Sneaky Pie Brown) verschlungen: Katzendame Mrs Murphy löst zusammen mit der tatkräftigen Unterstützung vom Welsh Corgi Tee Tucker so manches Verbrechen, das ursprünglich hinter der beschaulichen Fassade von Crozet, einer Kleinstadt in Virginia, im Verborgenen bleiben sollte. In den ersten Bänden dieser Reihe habe ich besonders die Personenzeichnung sehr geliebt: In Crozet versammelt sich eine illustre Schar gar außergewöhnlicher Charaktere. Leider beschlich mich im Laufe der Jahre das Gefühl, dass sich die Serie ein wenig „totgelaufen“ hatte und somit von seiner persönlichen Note und seinem Charme einbüßte. 😿

Besonders in den Kinder- und Jugendbüchern tummelt sich gar außergewöhnliches Getier, dem ich mit so mancher Rezensionen auch schon ausgiebig gehuldigt habe. Darum möchte ich an dieser Stelle dezent auf eben jene Rezensionen mit Herr Eichhorn, Hund Hugo, Kommissar Gordon und Kater Harry verweisen. Trotzdem muss ich ein Tier aus dieser bemerkenswerten Reihe hervorheben: Das Tagebuch einer Killerkatze von Anne Fine hat mir und meinen Zuhörer*innen bei so mancher Gelegenheit (=Lesung) schon eine immense Freude bereitet. 😹

Im Mai diesen Jahres stolperte ich über ein kleines Büchlein: Heinz und sein Herrl von Eva Woska-Nimmervoll. Bei uns war es eher Liebe auf dem 2. Blick, da ich mich anfangs mit der spröden Geschichte etwas schwertat. Aber mit Geschichten ist es wie mit den Menschen: Einige haben eine zweite Chance verdient.  😼

Dass Elke Heidenreich eine große Tierfreundin ist, hat sie mit Nero Corleone, „Nurejews Hund“ und „Am Südpol, denkt man, ist es heiß“ hinreichend unter Beweis gestellt. Doch besonders nun zur Advents- und Weihnachtszeit möchte ich Euch gerne ihre Geschichte „Erika – oder der verborgene Sinn des Lebens“ ans Herz lesen (auch wenn es sich bei Erika um ein Plüsch-Tier handelt). Ich hatte vor einigen Jahren im Konzerthaus „Die Glocke“ in Bremen das außerordentliche Vergnügen, die Autorin persönlich beim Vortrag dieser entzückende Geschichte erleben zu dürfen – mit musikalischer Unterstützung durch das Bremer Kaffeehaus Orchester. …ein Genuss! 😻

…und welche mauzenden, bellenden oder zwitschernden Werke würdet Ihr mir empfehlen?


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MONTAGSFRAGE #59: Welches Buch ist eher unbekannt, sollte aber ein Klassiker sein?

Auch in dieser Woche beschenkt Antonia mich wieder mit einer sehr interessanten Frage…!

…und wie so oft, weiß ich nicht, wie und wo ich beginnen soll…! Nichtsdestotrotz: Frisch ans Werk!

Unbekannt sind sie nicht, aber der ganz große Hype ist (zum Glück) auch ausgeblieben: Schon bevor Sebastian Meschenmoser die Schmuckausgabe von „Die unendliche Geschichte“ zum 40-jährigen Jubiläum illustrierte, war er als Grafiker und Autor in Personalunion aktiv und hat mich mit seiner kleinen Bilderbuch-Serie rund um das Eichhörnchen-Männchen Herr Eichhorn begeistert und entzückt. Mit feinen Strichen und wenigen Farben zeichnete er die Welt dieses putzigen Kerls und behandelte Themen wie Freundschaft, Liebe und Glück aber auch Naturphänomene wie der Mond und der Schnee. In Herrn Eichhorns Kosmos leben die Tiere einträchtig miteinander, sodass ein Bär, ein Igel und ein Eichhörnchen durchaus befreundet sein können. Die Botschaften schleichen sich unspektakulär aber mit sehr viel Wärme in die Herzen der Betrachter und hinterlassen ein wohlig-angenehmes Gefühl. Da Illustrationen und Texte eine Einheit bilden, sind diese Bücher weniger zum klassischen Vorlesen als vielmehr zu gemeinsamen Betrachten UND Lesen geeignet. Die herzerwärmenden Geschichten von Herrn Eichhorn sind für mich ein potentieller Anwärter, um als moderner Klassiker aufs Kinderbuchregal einzuziehen.

Auch finde ich, dass Elke Heidenreich mit ihren früheren Erzähl-Bänden es verdienen würde, irgendwann in den Olymp der Klassiker aufzusteigen. Heidenreich ist eine Meisterin der Erzählung, die es versteht, Witz und Melancholie mit einer genauen Beobachtungsgabe für menschliche Schwächen zu kombinieren: manches wirkt schnoddrig-lakonisch, anderes feinsinnig-empathisch. Sie erklärt nicht, warum „etwas“ so ist, sondern stellt fest, dass „etwas“ so ist! Ihre Protagonist*innen sind häufig an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen, wo oftmals eine scheinbar unbedeutend wirkende Entscheidung, immensen Einfluss auf den Lauf des weiteren Lebens nimmt. Heidenreichs Geschichten eignen sich ganz hervorragend zum gegenseitigen Vorlesen mit einem lieben Menschen (Kuscheldecke und einem Gläschen Wein inklusive…): Ich habe es erprobt und für „sehr gut“ befunden!

So habe ich nun gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ich habe die Montagsfrage beantwortet und gleichzeitig Werbung für das Vor-Lesen gemacht. Schließlich findet am kommenden Freitag zum 16. Mal der Bundesweite Vorlesetag statt.

…und welche Werke sollten Eurer Meinung in die illustre Runde der Klassiker einziehen?


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MONTAGSFRAGE #58: Gab es dieses Jahr eine von dir erwartete Neuerscheinung, die dich enttäuscht hat?

Enttäuschung! – so eine mächtige Empfindung, die so manches Mal allein(be)herrschend ist und Körper, Geist und Seele vereinnahmen kann.

Aber: Nein! Enttäuscht wurde ich nicht. Enttäuscht kann ich nur werden, wenn ich einem Roman ungeduldig entgegenfiebere, kaum den Erscheinungstermin abwarten kann und in der Nacht zuvor vor lauter Vorfreude nicht in den Schlaf komme. So einen Roman gab es in diesem Jahr (leider!) für mich nicht!

Es gab Neuerscheinungen, die haben meine in ihnen gesetzten Erwartungen nicht nur erfüllt sondern sogar übertroffen: Zum einen wäre hier die gar wunderbare, warmherzige Familiengeschichte Rückwärtswalzer von Vea Kaiser zu nennen. Auch das Krimi-Debüt von Stuart Turton Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle hat mich vor Spannung über Stunden ans Sofa „gefesselt“.

Dafür gab es so einige Überraschungen, die mir so manches Mal eher unvermittelt begegnet sind: Der zarte Roman Agathe von Anne Cathrine Bomann hat mich ebenso sehr berührt wie die äußerst persönliche Geschichte von Rainer Moritz Mein Vater, die Dinge und der Tod.

Natürlich gab es auch Romane von denen ich mir im Vorfeld (aufgrund der Vorschusslorbeeren für den Autor, vollmundiger Verlagsankündigungen oder eines verlockenden Plots etc.) mehr erwartet hätte: Bei Susanne Scholls Die Damen des Hauses hatte ich das Gefühl, dass hier Chancen vertan wurden. Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich von Friedrich Christian Delius war mir schlicht und ergreifend „zu hoch“! Aber haben mich diese beiden Bücher nun enttäuscht? Im Sinne der oben genannten Definition: Nein!

Dafür gab es von mir nun schon Anfang November einen kleinen, feinen Rückblick auf mein Lese-Jahr: Ohje! Was schreibe ich nur, sollte Antonia am Ende des Jahres die offizielle Frage zu diesem Thema stellen???

…und über welche Enttäuschungen musstet Ihr hinwegkommen?


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MONTAGSFRAGE #57: Wie sehen sich Blogger im Vergleich zu professionellen Literaturkritikern?

Eine sehr interessante Frage…! Auch wieder eine Frage über deren Inhalt ich mir bisher keine Gedanken gemacht habe. Aber dieser Zustand ist gerade im Begriff, sich zu verändern…!

Prinzipiell vergleiche ich mich nicht mit Literaturkritikern und sehe mich auch nicht als Konkurrenz sondern eher als zwei unterschiedliche Töne auf einer Farbpalette. Ja, wir „kritisieren“ alle Bücher: Doch während die Leser*innen von professionellen Kritiken die Verfasser in den seltensten Fällen persönlich kennen, habe ich als Buch-Blogger recht viel Kontakt zu meinen Followers, die mich häufig „live & in Farbe“ kennen (und ich sie) und so vielleicht besser einschätzen können, ob ein von mir rezensiertes Buch auch ihren Geschmack treffen könnte.

Zudem lese ich persönlich wenige bis keine Kritiken von Professionellen. Ich habe nämlich den Eindruck gewonnen, dass sich in so mancher Redaktion des Feuilletons verkappte und verschmähte Autoren tummeln, die aufgrund mangelnder Anerkennung ihres Talentes nun ihren Lebens-Unmut an den Werken derer auslassen, die mehr Glück/ Erfolg/ Talent hatten. Da strömt manches Mal so viel vom miesepetrigen „Ich weiß es besser!“ aus den Zeilen, dass ich mir durch die Lektüre nicht meine gute Laune verderben möchte.

Buch-Blogger nehme ich da deutlich entspannter wahr: Sie müssen mit dem Verfassen einer Kritik in der Regel nicht ihren Lebensunterhalt verdienen. Wobei es auch unter uns Buch-Bloggern so einige Spezies gibt, die so manchen „Bullshit“ zusammen rezensieren. Hier handhabe ich es ähnlich wie bei professionellen Kritikern: Ich lese nicht weiter, und sollte sich der „Bullshit“ wiederholen, würde ich dieser Seite auch nicht mehr folgen.

Dabei erwarte ich eine objektive Beurteilung von professionellen Literaturkritikern ebenso wenig wie von mir selbst, aber wir alle können uns um eben eine solche bemühen und zudem unsere Kritik mit Respekt äußern. „Respekt“ gehört übrigens zu meinen Lieblingswörtern zusammen mit „Rücksicht“ und „Höflichkeit“. Habt Ihr auch Lieblingswörter…?

Eine der wenigen Literatursendungen, die ich mir mit Freude angesehen habe, war damals „Lesen!“ mit Elke Heidenreich: Einerseits wurden die Werke nicht in ihre Bestandteile zerpflückt à la „Literarisches Quartett“, andererseits hat Frau Heidenreich nur Bücher vorgestellt, die ihr persönlich gefielen und entsprechend enthusiastisch über sie gesprochen. Genau dies ist es, dass ich mit meinem Blog, meinen Rezensionen aber auch mit meinen Lesungen und meiner Jury-Teilnahme beim Vorlesewettbewerb vermitteln möchte:

Die Freude am Lesen!

…und: Noch Fragen? Dann immer her damit…!


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MONTAGSFRAGE #56: Was macht eigentlich den Reiz einer Buchmesse aus?

Leider habe ich bisher in meinem Leben noch nie eine Buchmesse besucht, darum kann ich die heutige Montagsfrage nur mit „Ich habe leider keinen blassen Schimmer!“ beantworten. Dafür habe ich aber ganz viele Vorstellungen, was ich von einer Buchmesse erwarte – auch auf die Gefahr, dass meine Vorstellung meilenweit an der Realität vorbei geht.

Allein der Gedanke, mich auf einem riesigen Messegelände zu befinden, wo sich ALLES um das Buch dreht, macht mich vor Verzückung schier schwindelig. Wenn mir dann noch die eine oder der andere von mir verehrte Autor*in über den Weg läuft, würde mein Glück ins Unermessliche steigen. Diese literarischen Göttinnen und Götter endlich „Live & in Farbe“ zu erleben, würde womöglich Schnappatmung bei mir auslösen. Wahrscheinlich käme außer ein verschämtes „Hi!“ und dümmliches Gekicher nichts halbwegs Intelligentes aus meinem Mund. Natürlich hoffe ich, dass sich meine Schockstarre rechtzeitig in Luft auflöst, damit ich mit den Autor*innen ein nettes, inspirierendes Gespräch führen kann.

Auch die eine oder andere Sonder-Veranstaltung würde durchaus mein Interesse wecken, sei es ein Interview mit dem Sieger des Deutschen Buchpreis, Aktionen zum jeweiligen Gastland oder informative Vorträge rund um die Literatur.

Ich würde die Stände meiner Lieblingsverlage aufsuchen, das Catering testen, die dortigen Mitarbeiter*innen in ein Fachgespräch verwickeln und mir die neusten Verlagsnovitäten zeigen lassen. Angebotenen Rezensionsexemplaren stände ich durchaus nicht ablehnend gegenüber. Denn schließlich hätte ich den faltbaren Leichtgewicht-Bollerwagen meines Patenkindes dabei, den ich mit leichter Hand selbst vollgepackt durch die Hallen/ Menschenmassen manövrieren könnte.

Am Freitag würde ich ganz solidarisch bei der Siegerehrung des Blogger-Awards vorbeischauen, um bei Nichtgefallen des Jury-Urteils ganz unsolidarisch meinen Applaus zu verweigern.

Zudem hegte ich die große Hoffnung, endlich einige meiner hochgeschätzten Blogger-Kolleg*innen zu treffen: Bisher kenne ich Euch ja „nur“ viral, aber es wäre mir eine außerordentliche Freude, Euch endlich persönlich kennenzulernen. Für Euch würde ich meine Messetour unterbrechen, um beim Tässchen Kaffee gemeinsam zu fachsimpeln, zu lästern und Messe-Tipps auszutauschen. Wer ist dabei?

…und: Was macht für Euch den Reiz einer Büchermesse aus? Ich freue mich über Eure Anregungen!


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MONTAGSFRAGE #55: Welches Buch, das man – nach allgemeiner Meinung – gelesen haben sollte, hast du noch nicht gelesen? Warum nicht?

„Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.“ sinnierte schon Johann Wolfgang von Goethe, und der Herbst ist nun auch bei uns eingekehrt. Meteorologisch ist er definitiv da und fordert uns mit seiner Mischung aus farbenfrohen Herbstlaub und tristen Regenstürmen. Biologisch habe ich das Gefühl, mich mit langsamen Schritten dem Herbst zu nähern. Ob der Herbst nun unsere beste Zeit wird, liegt da ganz an uns…!

Da passt die heutige Montagsfrage ganz hervorragend zu meinem philosophischen Geplänkel, war doch eines dieser noch nicht gelesenen Bücher kein geringeres als „Sofies Welt“ von Jostein Garder. „Das MUSST du UNBEDINGT lesen!“ wurde mir in Dolby Surround Anfang der 90er von allen Seiten ins Ohr gebrüllt. Nun beinhaltet diese Aussage dummerweise 2 Wörter, auf die ich reflexartig mit Trotz reagiere. „Nö! MUSS ich nicht, und UNBEDINGT schon gar nicht!“ Eine Freundin überreichte mir diesen Roman als Geschenk zum Geburtstag („Uih, toll! Das ist aber ’ne Überraschung!“), und pflichtbewusst las ich die ersten Seiten…! Schmerzlich wurde ich mir meiner philosophischen Defizite bewusst, und – Schwupps! – landete das Buch in der Flohmarkt-Kiste.

Auch bei der Harry Potter-Manie regte sich dieser Trotz, doch ich lies mich – nach langer und intensiver Überzeugungsarbeit durch meinen da noch nicht Angetrauten – glücklicherweise eines Besseren belehren und bin somit wahrscheinlich der einzige Leser, der erst bei Erscheinen des vierten Buches in den magischen Kosmos eingestiegen ist.

15 Jahre zuvor regte sich zwar kein Trotz, da ich diesen Roman UNBEDINGT haben MUSSte (😉), trotzdem fand ich bisher zu diesem Werk keinen Zugang. Obwohl es sich hier um einen Kriminalroman handelt, der seinen Weg auch schon auf Leinwand, TV-Bildschirm und Bühne gefunden hat, verwirrten mich die theologischen Exkurse kolossal und verlangten zwecks intensiver Auseinandersetzung seine Zeit, die ich bisher noch nicht bereit war zu investieren. „Der Name der Rose“ von Umberto Eco steht seitdem (sogar in einer wunderbar gebundenen Ausgabe im Schuber) bei mir im Regal und wartet und wartet und wartet…! Vielleicht werde ich im Herbst reif genug sein! Sollte die Zeit dafür aber erst in meinem Winter passen, dann soll es wohl so sein! Ich bin da mit mir ganz geduldig…!

…und: Welche Bücher verbindet Ihr mit den Worten „MUSS“ und „UNBEDINGT“?


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MONTAGSFRAGE #54: Was haltet ihr von Buch-Communities wie „Goodreads“ oder „Lovelybooks“?

Die 2-wöchige Zwangspause der Montagsfrage endet heute, und irgendwie scheint bei Antonia von Lauter & Leiser wie auch bei mir ein „Virus“ seinen Schabernack zu treiben und uns auf der einen oder anderen Weise zu „blockieren“! Doch davon lassen wir uns selbstverständlich nicht von der Beantwortung der Montagsfrage abbringen…!

Wieder eine Frage über dessen Inhalt ich mir recht wenige Gedanken bisher gemacht habe…!

Vor Beginn meines Blogger-Lebens war gerade Lovelybooks eine wunderbar-spielerische Art hin und wieder an ein Gratis-Buch zu gelangen, um sich nach der Lektüre am Verfassen einer Rezension zu erproben. Ich gebe zu, dass ich die Rezensionen anderer Mitglieder der jeweiligen Leserunde wenig bis gar nicht studiert habe („Asche auf Haupt“ oder so ähnlich…!). Somit ist es gerade für jemanden, der sich (noch) nicht an einen eigenen Buch-Blog wagt oder dem der Arbeitsaufwand für eine solche Seite abschreckt, eine sehr gute Gelegenheit, um mit Gleichgesinnte in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und an der einen oder anderen Rezension zu versuchen.

Mit Beginn meines Blogger-Lebens und der Etablierung meiner Seite nehme ich kaum noch an Buchverlosungen teil, da ich die mich interessierenden Bücher direkt beim Verlag anfordere. Auch der Austausch mit anderen Buch-Fetischisten findet eher über die Blogger-Community als über „Lovelybooks“ & Co. statt. Nichtsdestotrotz nutze ich die entsprechenden Seiten, wie unschwer auf meinem Blog zu erkennen ist. Der Grund hierfür ist von ganz pragmatischer Natur: Viele Verlage erwarten, dass die Rezension einer ihrer Publikationen zum Zwecke der Werbung möglichst weit verbreitet wird! Ein durchaus nachvollziehbarer Wunsch, dem ich gerne nachkomme – zudem mein Aufwand auch recht überschaubar ist. Dabei nutze ich nicht „alle möglichen“ Seiten, sondern nur die, die mich auch überzeugt bzw. angesprochen haben.

Englischsprachige Buch-Communities wie „Goodreads“ nutze ich als selbsternannter Fremdsprachen-Legastheniker nicht, und auf dem Amazonas schippere ich ebenso wenig, da ich so schnell seekrank werde!

Mit Sicherheit könnte ich die vorhandenen Funktionen der Buch-Portale noch deutlich besser für meine Zwecke einsetzten, wenn ich denn wüsste, wie es funktioniert. Natürlich könnte ich mich durchaus weiter in die Materie reinfuchsen, aber…

„Wann soll ich das bitteschön noch machen!“ (Jammern auf hohem Niveau)

Somit bleibt vorerst alles so, wie es ist!

…und: Was haltet Ihr von Buch-Communities?


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MONTAGSFRAGE: …macht 2 Wochen Pause!

Liebe Leute!

Heute erreichte mich eine Nachricht von Antonia Leise, der Hüterin unserer Montagsfragen: Beim Leben kann leider nicht auf PAUSE gedrückt werden. Es läuft und läuft und läuft weiter. So müssen eben andere Dinge zurückstecken,…

…in diesem Fall trifft es die Montagsfrage, auf der wir nun 2 Wochen verzichten werden und können (!). Endlich habe ich die Zeit, die überfälligen Bücher zu lesen und die dazugehörigen überfälligen Rezensionen zu schreiben. Endlich habe ich die Zeit, um meine Bücherregale zu sortieren und dabei Buch für Buch abzustauben. Endlich habe ich die Zeit,…!

Ich könnte es auch schlicht und ergreifend „lassen“, besuche stattdessen mit dem liebsten Patenkind der Welt einen Wildpark und genieße den milden Spätsommer.

Ja, genau! Ich genieße den Spätsommer, und genau DAS solltet Ihr auch tun!

Lieben Gruß

Andreas

P.S.: In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv könnt Ihr gerne meine Antworten nochmals nachlesen. Viel Spaß!

MONTAGSFRAGE #53: Was hat euch zum Bloggen verleitet?

Ein weiteres Jahr mit interessanten Montagsfragen startet heute. Und wir dürfen uns wahrlich auf interessante Fragen freuen. Ich kann nur erleichtert ausrufen „Welch ein Glück…!“.

Welch ein Glück, dass nicht alle Blogger*innen so Frage-faul wie ich waren: Der Aufruf von Antonia entwickelte eine immense Produktivität bei meinen Blogger-Kolleg*innen, sodass mindestens die nächsten zwei Jahre gesichert sind. Die heutige Montagsfrage stammt ursprünglich von meiner lieben Kollegin Tina von Buchpfote.

Da ich zu diesem Thema schon an der einen oder anderen Stelle etwas „abgesondert“ habe, klaue ich zur Beantwortung der heutigen Montagsfrage ganz frech von mir selbst und fasse das Wesentliche für Euch zusammen:

Schon seit frühster Jugend verspüre ich diese LESELUST, die im Laufe der Jahre nie geschwunden, vielmehr gewachsen ist. Auch wenn es ein wenig abgedroschen klingt: Lesen bedeutet für mich Leidenschaft! Ich liebe Bücher mit wunderbaren Einbänden, schönem Papier und kunstvollen Illustrationen. Ich liebe den Geruch eines Buches, wenn ich es von der Cellophan-Umhüllung (sofern noch vorhanden) befreit und zum ersten Mal aufgeschlagen habe. Es ist ein haptisches und olfaktorisches Vergnügen – nicht zu vergessen die Auswirkungen des Lesens auf Seele und Geist!

Bücher sind für mich Freudenspender, Tränenbringer, Ideenfinder, Zwerchfellnutzer, Sorgenstiller, Meinungsbildner, Weltenerschaffer und Gedankenentführer.

Schön, dass es SIE gibt!

Diese Leidenschaft – diese LESELUST möchte ich gerne mit anderen Menschen teilen: DARUM blogge ich!

Zuerst habe ich versucht etwas Blog-Ähnliches auf facebook zu etablieren, habe aber sehr schnell festgestellt, dass dies nicht das richtige Medium für mich ist bzw. für das, was ich mir vorstelle. Zudem gefielen mir auch teilweise das Niveau und der Umgangston dort nicht (…und in der letzten Zeit nervt mich fb zunehmend, dass ich ernsthaft mit dem Gedanken spiele, meinen Account dort zu löschen). So habe ich mich auf die Suche nach möglichen Alternativen gemacht und dabei einen guten Freund interviewt, der selbst schon einen Blog hatte. So kam es, dass ich am 7. Juli 2018 meinen ersten, (sehr) kleinen Beitrag auf meinem brandneuen Blog veröffentlicht habe,…

…und seitdem bin ich hier! Ich freue mich täglich, dass ich mich mit diesem wunderbaren Hobby beschäftigen darf und darüber die Möglichkeit erhalte, mich mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Ohne Austausch kein Weiterkommen: Wir sitzen ja alle nicht in unserer persönlichen Blase und dümpeln im luftleeren Raum. Ich brauche die Rückmeldungen und die Inspiration von meinen Mitmenschen – in diesem Fall: von meinen Blogger-Kolleg*innen. Ich liebe diesen Austausch sehr: Mein Eindruck ist, dass wir hier auf einem recht hohen Niveau kommunizieren, das geprägt ist von Respekt und Höflichkeit!

Ich werde weiterhin meinen bescheidenen Teil dazu beitragen, dass dieses Niveau erhalten bleibt!

…und: Was hat Euch zu dieser Lust verführt???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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