MONTAGSFRAGE #55: Welches Buch, das man – nach allgemeiner Meinung – gelesen haben sollte, hast du noch nicht gelesen? Warum nicht?

„Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.“ sinnierte schon Johann Wolfgang von Goethe, und der Herbst ist nun auch bei uns eingekehrt. Meteorologisch ist er definitiv da und fordert uns mit seiner Mischung aus farbenfrohen Herbstlaub und tristen Regenstürmen. Biologisch habe ich das Gefühl, mich mit langsamen Schritten dem Herbst zu nähern. Ob der Herbst nun unsere beste Zeit wird, liegt da ganz an uns…!

Da passt die heutige Montagsfrage ganz hervorragend zu meinem philosophischen Geplänkel, war doch eines dieser noch nicht gelesenen Bücher kein geringeres als „Sofies Welt“ von Jostein Garder. „Das MUSST du UNBEDINGT lesen!“ wurde mir in Dolby Surround Anfang der 90er von allen Seiten ins Ohr gebrüllt. Nun beinhaltet diese Aussage dummerweise 2 Wörter, auf die ich reflexartig mit Trotz reagiere. „Nö! MUSS ich nicht, und UNBEDINGT schon gar nicht!“ Eine Freundin überreichte mir diesen Roman als Geschenk zum Geburtstag („Uih, toll! Das ist aber ’ne Überraschung!“), und pflichtbewusst las ich die ersten Seiten…! Schmerzlich wurde ich mir meiner philosophischen Defizite bewusst, und – Schwupps! – landete das Buch in der Flohmarkt-Kiste.

Auch bei der Harry Potter-Manie regte sich dieser Trotz, doch ich lies mich – nach langer und intensiver Überzeugungsarbeit durch meinen da noch nicht Angetrauten – glücklicherweise eines Besseren belehren und bin somit wahrscheinlich der einzige Leser, der erst bei Erscheinen des vierten Buches in den magischen Kosmos eingestiegen ist.

15 Jahre zuvor regte sich zwar kein Trotz, da ich diesen Roman UNBEDINGT haben MUSSte (😉), trotzdem fand ich bisher zu diesem Werk keinen Zugang. Obwohl es sich hier um einen Kriminalroman handelt, der seinen Weg auch schon auf Leinwand, TV-Bildschirm und Bühne gefunden hat, verwirrten mich die theologischen Exkurse kolossal und verlangten zwecks intensiver Auseinandersetzung seine Zeit, die ich bisher noch nicht bereit war zu investieren. „Der Name der Rose“ von Umberto Eco steht seitdem (sogar in einer wunderbar gebundenen Ausgabe im Schuber) bei mir im Regal und wartet und wartet und wartet…! Vielleicht werde ich im Herbst reif genug sein! Sollte die Zeit dafür aber erst in meinem Winter passen, dann soll es wohl so sein! Ich bin da mit mir ganz geduldig…!

…und: Welche Bücher verbindet Ihr mit den Worten „MUSS“ und „UNBEDINGT“?


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #54: Was haltet ihr von Buch-Communities wie „Goodreads“ oder „Lovelybooks“?

Die 2-wöchige Zwangspause der Montagsfrage endet heute, und irgendwie scheint bei Antonia von Lauter & Leiser wie auch bei mir ein „Virus“ seinen Schabernack zu treiben und uns auf der einen oder anderen Weise zu „blockieren“! Doch davon lassen wir uns selbstverständlich nicht von der Beantwortung der Montagsfrage abbringen…!

Wieder eine Frage über dessen Inhalt ich mir recht wenige Gedanken bisher gemacht habe…!

Vor Beginn meines Blogger-Lebens war gerade Lovelybooks eine wunderbar-spielerische Art hin und wieder an ein Gratis-Buch zu gelangen, um sich nach der Lektüre am Verfassen einer Rezension zu erproben. Ich gebe zu, dass ich die Rezensionen anderer Mitglieder der jeweiligen Leserunde wenig bis gar nicht studiert habe („Asche auf Haupt“ oder so ähnlich…!). Somit ist es gerade für jemanden, der sich (noch) nicht an einen eigenen Buch-Blog wagt oder dem der Arbeitsaufwand für eine solche Seite abschreckt, eine sehr gute Gelegenheit, um mit Gleichgesinnte in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und an der einen oder anderen Rezension zu versuchen.

Mit Beginn meines Blogger-Lebens und der Etablierung meiner Seite nehme ich kaum noch an Buchverlosungen teil, da ich die mich interessierenden Bücher direkt beim Verlag anfordere. Auch der Austausch mit anderen Buch-Fetischisten findet eher über die Blogger-Community als über „Lovelybooks“ & Co. statt. Nichtsdestotrotz nutze ich die entsprechenden Seiten, wie unschwer auf meinem Blog zu erkennen ist. Der Grund hierfür ist von ganz pragmatischer Natur: Viele Verlage erwarten, dass die Rezension einer ihrer Publikationen zum Zwecke der Werbung möglichst weit verbreitet wird! Ein durchaus nachvollziehbarer Wunsch, dem ich gerne nachkomme – zudem mein Aufwand auch recht überschaubar ist. Dabei nutze ich nicht „alle möglichen“ Seiten, sondern nur die, die mich auch überzeugt bzw. angesprochen haben.

Englischsprachige Buch-Communities wie „Goodreads“ nutze ich als selbsternannter Fremdsprachen-Legastheniker nicht, und auf dem Amazonas schippere ich ebenso wenig, da ich so schnell seekrank werde!

Mit Sicherheit könnte ich die vorhandenen Funktionen der Buch-Portale noch deutlich besser für meine Zwecke einsetzten, wenn ich denn wüsste, wie es funktioniert. Natürlich könnte ich mich durchaus weiter in die Materie reinfuchsen, aber…

„Wann soll ich das bitteschön noch machen!“ (Jammern auf hohem Niveau)

Somit bleibt vorerst alles so, wie es ist!

…und: Was haltet Ihr von Buch-Communities?


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MONTAGSFRAGE: …macht 2 Wochen Pause!

Liebe Leute!

Heute erreichte mich eine Nachricht von Antonia Leise, der Hüterin unserer Montagsfragen: Beim Leben kann leider nicht auf PAUSE gedrückt werden. Es läuft und läuft und läuft weiter. So müssen eben andere Dinge zurückstecken,…

…in diesem Fall trifft es die Montagsfrage, auf der wir nun 2 Wochen verzichten werden und können (!). Endlich habe ich die Zeit, die überfälligen Bücher zu lesen und die dazugehörigen überfälligen Rezensionen zu schreiben. Endlich habe ich die Zeit, um meine Bücherregale zu sortieren und dabei Buch für Buch abzustauben. Endlich habe ich die Zeit,…!

Ich könnte es auch schlicht und ergreifend „lassen“, besuche stattdessen mit dem liebsten Patenkind der Welt einen Wildpark und genieße den milden Spätsommer.

Ja, genau! Ich genieße den Spätsommer, und genau DAS solltet Ihr auch tun!

Lieben Gruß

Andreas

P.S.: In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv könnt Ihr gerne meine Antworten nochmals nachlesen. Viel Spaß!

MONTAGSFRAGE #53: Was hat euch zum Bloggen verleitet?

Ein weiteres Jahr mit interessanten Montagsfragen startet heute. Und wir dürfen uns wahrlich auf interessante Fragen freuen. Ich kann nur erleichtert ausrufen „Welch ein Glück…!“.

Welch ein Glück, dass nicht alle Blogger*innen so Frage-faul wie ich waren: Der Aufruf von Antonia entwickelte eine immense Produktivität bei meinen Blogger-Kolleg*innen, sodass mindestens die nächsten zwei Jahre gesichert sind. Die heutige Montagsfrage stammt ursprünglich von meiner lieben Kollegin Tina von Buchpfote.

Da ich zu diesem Thema schon an der einen oder anderen Stelle etwas „abgesondert“ habe, klaue ich zur Beantwortung der heutigen Montagsfrage ganz frech von mir selbst und fasse das Wesentliche für Euch zusammen:

Schon seit frühster Jugend verspüre ich diese LESELUST, die im Laufe der Jahre nie geschwunden, vielmehr gewachsen ist. Auch wenn es ein wenig abgedroschen klingt: Lesen bedeutet für mich Leidenschaft! Ich liebe Bücher mit wunderbaren Einbänden, schönem Papier und kunstvollen Illustrationen. Ich liebe den Geruch eines Buches, wenn ich es von der Cellophan-Umhüllung (sofern noch vorhanden) befreit und zum ersten Mal aufgeschlagen habe. Es ist ein haptisches und olfaktorisches Vergnügen – nicht zu vergessen die Auswirkungen des Lesens auf Seele und Geist!

Bücher sind für mich Freudenspender, Tränenbringer, Ideenfinder, Zwerchfellnutzer, Sorgenstiller, Meinungsbildner, Weltenerschaffer und Gedankenentführer.

Schön, dass es SIE gibt!

Diese Leidenschaft – diese LESELUST möchte ich gerne mit anderen Menschen teilen: DARUM blogge ich!

Zuerst habe ich versucht etwas Blog-Ähnliches auf facebook zu etablieren, habe aber sehr schnell festgestellt, dass dies nicht das richtige Medium für mich ist bzw. für das, was ich mir vorstelle. Zudem gefielen mir auch teilweise das Niveau und der Umgangston dort nicht (…und in der letzten Zeit nervt mich fb zunehmend, dass ich ernsthaft mit dem Gedanken spiele, meinen Account dort zu löschen). So habe ich mich auf die Suche nach möglichen Alternativen gemacht und dabei einen guten Freund interviewt, der selbst schon einen Blog hatte. So kam es, dass ich am 7. Juli 2018 meinen ersten, (sehr) kleinen Beitrag auf meinem brandneuen Blog veröffentlicht habe,…

…und seitdem bin ich hier! Ich freue mich täglich, dass ich mich mit diesem wunderbaren Hobby beschäftigen darf und darüber die Möglichkeit erhalte, mich mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Ohne Austausch kein Weiterkommen: Wir sitzen ja alle nicht in unserer persönlichen Blase und dümpeln im luftleeren Raum. Ich brauche die Rückmeldungen und die Inspiration von meinen Mitmenschen – in diesem Fall: von meinen Blogger-Kolleg*innen. Ich liebe diesen Austausch sehr: Mein Eindruck ist, dass wir hier auf einem recht hohen Niveau kommunizieren, das geprägt ist von Respekt und Höflichkeit!

Ich werde weiterhin meinen bescheidenen Teil dazu beitragen, dass dieses Niveau erhalten bleibt!

…und: Was hat Euch zu dieser Lust verführt???


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MONTAGSFRAGE #52: Welche Fragen würdet ihr gern stellen?

Heute gibt es einen wunderbaren Grund, um zu feiern: Die 52. Frage erblickte heute das Licht der Bloggersphäre! Die Rubrik „Montagsfrage“ feiert somit ihren 1. Geburtstag unter der Ägide von Antonia von „Lauter & Leise“.

Liebe Antonia! Herzlichen Dank für die vielen, tollen Fragen rund um das Buch, die Literatur und das Bloggen. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten 52 Wochen mit weiteren 52 Fragen,…

…und, liebe Antonia, ich selbst möchte keine Fragen stellen. Vielmehr genieße ich sehr den Umstand, dass mir die Fragen gestellt werden. Auch wenn subjektiv betrachtet bei jeder zweiten Frage meine Schreie durch die Hallen hallen (😉), so beantworte ich sie mit äußerster Freude: Geben die Antworten doch so einiges von meiner Persönlichkeit preis, und ich bin mir sicher, dass gerade dieser Umstand den besonderen Reiz dieser Rubrik ausmacht.

Darum: Ich wünsche mir weiterhin Fragen, die mir einen Schrei entlocken, meinen Denkkasten zum Rappeln bringen und auf gar keinem Fall „mal eben“ zu beantworten sind. Aus dem Alter, in dem mir „Ja-Nein-Vielleicht“-Fragen gestellt wurden, bin ich glücklicherweise entwachsen und nun durchaus in der Lage, komplexere Sätze zur Beantwortung zu bilden.

Somit gebe ich die heutige Montagsfrage liebend gerne an meine Leserschaft weiter…!

Dies ist ein Blog zur Literatur im Besonderen und zur Kultur im Allgemeinen: Welche Frage würdet Ihr mir gerne stellen? Was wolltet Ihr von mir schon immer einmal wissen und habt Euch bisher nicht zu fragen getraut? Dies ist Eure Chance…!

Ich warte gespannt auf Eure Fragen!!!


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MONTAGSFRAGE #51: Welches Buch hat dich das letzte Mal so richtig inspiriert?

Ach, menno, Antonia! Was soll das denn? Schon wieder so eine Frage! Langsam hege ich den Verdacht, du willst mich so richtig fertig machen, erledigen und mundtöten.

Buch, Inspiration, Buch, Inspiration, Buch…! (Grübel!)

Scherz beiseite: Natürlich gab es so einige Bücher in meinem Leben, die mich gepackt, erschüttert, aufgerüttelt und so richtig inspiriert haben – nicht unbedingt in der letzten Zeit – aber es gab sie, und ich hoffe, dass ihnen noch einige weitere folgen werden. Welche Bücher es waren, bleibt (noch) nebulös im Dunkel verborgen.

Zur Erklärung möchte ich gerne auf den letzten Absatz der Montagsfrage #46 verweisen…!!!

Bitte verzeiht mir meine Zurückhaltung, aber für November verspreche ich Euch die Auflösung.

…aber bitte verratet mir gerne Eure literarischen Inspirationsquellen!!!


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MONTAGSFRAGE #50: Welche Beiträge verfasst ihr selbst am liebsten?

Die Sonne strahlt mit Kraft vom Himmel und schenkt uns einen 1A-Sommertag. Die Menschen bevölkern Freibäder, Biergärten und Cafés und genießen gut gelaunt die Wärme.

Nur ich – ich leide mehr oder weniger geräuschlos vor mich hin (okay: eher weniger), da mit 32°C Außentemperatur meine persönliche Betriebstemperatur deutlich überschritten wurde, schwitze aus jeder mir zur Verfügung stehenden Pore und fühle mich wie Asterix und Obelix im Kampf gegen die Römer…:

„Wir befinden uns im Jahre 2019 nach Christus. Ganz Osterholz-Scharmbeck ist von der Hitze besetzt… Ganz Osterholz-Scharmbeck? Nein! Ein von unbeugsamen OHZlern bevölkertes Häuschen hört nicht auf, den Temperaturen Widerstand zu leisten.“

So sitze ich hinter zugezogenen Gardinen, mit einem feuchten Handtuch im Nacken und einem Krug Eiswasser an meiner Seite vor meinem PC und „muss“ ja „bedauerlicherweise“ diese Montagsfrage beantworten. Ansonsten würde auch ich mich der verführerischen Hitze hingeben und mich meinen sonnenhungrigen und wärmefanatischen Mitmenschen anschließen. Jaja, wer es glaubt…!

…und schon sind mir mittenmang in der Beantwortung der heutigen Montagsfrage: Am liebsten schreibe ich humorige Beiträge mit einem gehörigen Schuss (Selbst-)Ironie.

An erster Stelle stehen natürlich die Rezensionen für mich, denn was wäre ein Buch-Blog ohne sie? Ich versuche natürlich, die Art meiner Rezension dem zu rezensierenden Werk anzupassen. Nicht immer ist Humor und Ironie angebracht bzw. würde dem Werk nicht gerecht werden. Aber gerade diese Herausforderung finde ich beim Verfassen einer Rezension so spannend und verlangt von mir, mich nochmals eingehend mit dem Buch zu befassen. Ähnlich verhält es sich bei meinen Beträgen zu „Kulturelles Kunterbunt“: Auch hier schreibe ich nichts anderes als eine Rezension, diesmal allerdings für einen vergänglichen Moment. Während ich bei einem Buch, dieses nach Jahren nochmals zur Hand nehmen, darin lesen und evtl. meinen bisherigen Eindruck ergänzen kann, handelt es sich bei einem Konzert- oder Theaterabend um ein einmaliges, so nie wiederkehrendes Ereignis, bei dem ich mich bemühe, den Zauber des Augenblicks wiederzugeben.

Meine Lust an (Selbst-)Ironie fröne ich stattdessen hin und wieder mit dem Verfassen einer Glosse: Hier kann ich mich richtig austoben und skurrile Situationen, gesellschaftliche Ereignisse sowie menschliche Eigenarten überspitzt aber nicht verletzend auf’s Korn nehmen. Da wird am Aufbau gefeilt und versucht, die Pointen effektvoll zu setzten.

Naja, und „Aller guten Dinge sind drei“: Ich würde nicht Woche für Woche, Monat für Monat und beinah seit einem Jahr (!) die Montagsfrage beantworten, wenn mir dies nicht eine immense Freude bereiten würde. Dies verdanke ich den tollen, abwechslungsreichen Fragen von Antonia, die zwar immer wieder einen Schrei bei mir auslösen, mich aber ebenso zwingen, eine Schublade meiner Erinnerungs-Kommode zu öffnen und den Inhalt Euch zu offenbaren. Antonias Fragen schieben meine Gedanken in verschiedenste und durchaus ungewohnte Richtungen und verleiten mich, meine eingefahrenen Lesegewohnheiten aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Vielen Dank dafür…!!!

…und welche Beiträge fließen Euch am liebsten aus der Feder???


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MONTAGSFRAGE #49: Wie wichtig ist der Autor eines Buches?

Lange haben die Nachbarn meinen Schrei nicht gehört (s.a. hier): Heute hatten sie wieder das „Vergnügen“. WAS für eine Frage…!

Vorab: Da ich wenig bis nix im Fantasy-Bereich lese, kann ich zwar Antonias Ausführung bzgl. J.K. Rowling und der Harry-Potter-Welt durchaus nachvollziehen, komme allerdings selbst wenig in Verlegenheit diesbezüglich. Meinen Standpunkt zu Prequels bzw. Sequels habe ich zudem schon in MONTAGSFRAGE #34 dargelegt.

Darum: Ich erlaube mir „aus einer anderen Richtung“ auf diese Frage zu schauen und gestatte mir somit einen Perspektivwechsel…!

Natürlich sind viele Parteien am Entstehen eines Buches beteiligt, wobei die Anzahl der Beteiligten variieren kann – je nachdem ob ein renommierter Verlag involviert ist oder ein Autor in Eigenregie veröffentlicht. Aber ich unterstelle einmal, dass selbst der Self-Publisher sein Werk Freunden zur Durchsicht präsentieren wird, bevor er es veröffentlicht. Und somit nimmt jeder, der einen Blick auf dieses Werk wirft, Einfluss. Schlussendlich entscheidet aber nicht das hübsche Cover darüber, ob mir ein Buch gefällt, sondern der Inhalt.

Somit: Der Löwenanteil am Entstehen eines Buches gebührt dem Autor. Sein Talent UND – sofern mir bekannt (!) – seine Persönlichkeit entscheiden bei mir über Gefallen oder Nichtgefallen. Das Buch könnte noch so zauberhaft-phantasievoll, raffiniert konstruiert und/ oder intellektuell anspruchsvoll sein, würde die Geisteshaltung des Autors völlig konträr zu meiner eigenen stehen, würde ich dieses Buch nicht lesen, bzw. ich würde ein schon gelesenes Buch aus meiner Sammlung entfernen (…so auch schon passiert!).

Ich finde es zudem sehr zweifelhaft innerhalb eines erfolgreichen Konzepts einen Autoren gegen einen anderen zu ersetzten. Für mich hat diese Vorgehensweise immer ein bitteres „Geschmäckle“ und stinkt nach Profitgier. Beispiele gefällig? Sehr gerne!

Anfang der 90er Jahre tauchte auf dem Buchmarkt plötzlich eine Fortsetzung zu Margaret Mitchells Roman „Vom Winde verweht“ auf, und ich habe mich gefragt „Wer braucht so etwas?“. „Vom Winde verweht“ habe ich durchaus gerne gelesen und freue mich schon sehr auf die Neu-Übersetzung, die Anfang des kommenden Jahres erscheinen wird. Die Fortsetzung „Scarlett“ wurde von mir keines Blickes gewürdigt…!

Vor einigen Jahren gaben die Erben von Agatha Christie ihr Einverständnis für „neue“ Kriminalromane mit Hercule Poirot aus der Feder von Sophie Hannah. Zur Erklärung: Im Roman „Vorhang“ von 1975 lässt Christie ihren weltberühmten Detektiv sterben. Für mich ein Indiz, dass sie diese Serie als abgeschlossen bzw. vollendet sieht. Mir erschließt sich somit nicht die Sinnhaftigkeit für „neue“ Kriminalfälle mit dem kleinen, pedantischen Belgier – so sehr ich ihn auch liebe und verehre! Welche unbekannten Facetten könnte Mrs. Hannah dieser Figur entlocken, die die „Queen of Crime“ uns nicht schon längst offenbart hätte?

Schimpft mich einen Pedanten, aber Poirot ist nur „echt“ von Christie. Punkt! Aus! Ende!

Was bedeutet es somit im Umkehrschluss? Das Konzept entscheidet über den Erfolg, der Autor ist austauschbar? …eine wahrlich gruselige Vorstellung!

…und wie lautet Eure Meinung zu diesem Thema???


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MONTAGSFRAGE #48: Erfahrungen mit self-publishing Autoren?

Ein sehr häufig (Vorsicht: Subjektivität!) auftretendes Phänomen unter Buch-Blogger*innen scheint zu sein, dass viele auch das Verlangen in sich verspüren, einen eigenen Roman zu verfassen und greifen zur Verwirklichung dieses Traums zur Möglichkeit der „Selbstveröffentlichung“ – so weit so gut…!

Ein sehr guter Freund veröffentlicht seine Fachbücher zum Thema „Seenotrettung“ in Eigenregie: Ihm war durchaus bewusst, dass renommierte Verlage dieses Thema nicht unbedingt zu ihrem „Favourite“ küren würden. Dafür hat er sich im Laufe der Jahre mit Publizierung auf entsprechenden Foren eine kleine aber feine Anhängerschaft erarbeitet. Und genau das ist es für Self-Publisher: Arbeit! Es gibt keinen renommierten Verlag im Hintergrund, der die Finanzierung, das Lektorat, die Gestaltung des Covers, die Werbung und all die weiteren kleinen Aufgaben übernimmt. Hier ist der Self-Publisher als „Hans Dampf in allen Gassen“ für ALLES selbst verantwortlich! Hochachtung!

Meine persönlichen Erfahrungen mit self-publishing Autoren sind eher überschaubar: Über lovelybooks habe ich an zwei Leserunden, bei denen die Autoren ihre neusten, in Eigenregie publizierten Werke zur Verfügung stellten, teilgenommen.

Im ersten Fall handelte es sich um einen Friesen-Krimi: Der Krimi war flott geschrieben, gefiel mit einer gut durchdachten Handlung und bot überraschende Wendungen. Nur leider empfand ich einige Szenen wie auch Charaktere als wenig ausgearbeitet und mir fehlte etwas mehr »Flair« des Handlungsortes. Der Funke wollte einfach bei mir nicht überspringen! Dies habe ich dem Autor respektvoll mitgeteilt und ihn gebeten, auf eine Rezension von mir freundlichst zu verzichten.

Beim zweiten Mal handelte es sich um eine Anthologie mit Geschichten schwuler Thematik: Diesmal habe ich eine Rezension veröffentlicht und meine Meinung kundgetan. Ich erhielt daraufhin vom Autor eine sowohl nette wie ausführliche Mail in der er mir sehr explizite Fragen stellte, die ich ihm ebenso nett und ausführlich aber auch respektvoll-ehrlich beantwortet habe. Eine weitere Antwort vom Autor blieb aus…!

Ebenso wurde ich durchaus schon direkt – sei es über lovelybooks oder per Mail-Adresse meines Buch-Blogs – von Autoren angesprochen, ob ich Interesse hätte, ihr Werk zu lesen, um es danach selbstverständlich auch zu rezensieren. Ich habe höfflich abgelehnt, da die Themen der Werke nicht meinen Interessengebieten entsprachen. Apropos Interessengebiete: Ich habe manchmal den Eindruck (Vorsicht: Subjektivität!), dass besonders self-publishing Autoren ein wirres Themen-Allerlei in ihren Werken verwursten, getreu dem Motto „Alles, was ich selbst gerne lese, packe ich in einen (!) Roman!“. Da ist dann von einem „young-adult-dark-fantasy-gothic-crime-thriller“ die Rede, und allein das Lesen dieser Bezeichnung überfordert mich schon kolossal…!!!

Prinzipiell ist Self-Publishing ein guter Weg, seinen Traum von einem eigenen Buch zu erfüllen – wenn die Qualität stimmt. Aber da gelten dieselben Regeln wie bei den Verlagsprodukten: Gekauft wird, was gefällt! Ähnliches gilt auch für meinen Blog: Rezensiert wird, was mir gefällt!

Jede/r Buchblogger*in, die/der Interesse an self-publishing Autoren hat, findet Kontakte auf den entsprechenden Internet-Foren, wie z. Bsp. „Buchblogger gesucht!“ auf facebook.

Ich wünsche Euch sowohl „Viel Erfolg!“ als auch „Viel Spaß!“

…und welche Erfahrungen habt Ihr schon mit self-publishing Autoren gemacht?


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MONTAGSFRAGE #47: Kann man Rezensionsexemplare objektiv beurteilen?

Objektivität! Was ist das? – Ach, ist das nicht dieses Dingsbums, bei dem Reinhold Messner glaubte, es im Himalaya gesichtet zu haben: Jeder glaubt, es zu kennen, aber keiner hat es bisher gesehen?

Objektivität! Nein, ich glaube nicht, dass ich bei meinen Rezensionen objektiv bin. Vielmehr, ich bin mir sicher, dass ich es nicht bin. Und dabei ist es völlig unerheblich, ob ich das zu rezensierende Buch selbst gekauft, als Geschenk erhalten oder als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Objektivität! Ich bin eine einmalige Persönlichkeit, die durch ganz individuelle Ereignisse geleitet, eine Vielzahl an Erfahrungen geformt und den Einfluss anderer einmaliger Persönlichkeiten geprägt wurde. All diese Faktoren bestimmen meine Sicht der Dinge, d.h. jeder Mensch trägt sein individuelles Päckchen. Dieses Päckchen ist Fluch und Segen zugleich, gibt es doch vor, mit welchem Blick/ aus welchem Blickwinkel ich (um bei der heutigen Montagsfrage zu bleiben) ein Buch lese. Und bei allem was ich tue, spornt mich der Inhalt des Päckchens entweder an oder bremst mich aus. Glücklicherweise sind wir alle in der Lage, unser persönliches Päckchen mit ein Quentchen Mut ein wenig neu zu packen. Es liegt nur an uns selbst!

Apropos heutige Montagsfrage: Nein, auch ein Rezensionsexemplar beurteile ich nicht objektiv. Aber wenn mir ganz persönlich ein Buch nicht gefällt, bzw. der Funke nicht überspringen will, dann verfasse ich darüber auch keine Rezension – so schon durchaus in der Vergangenheit passiert: Dann erhalten die Mitarbeiterinnen des Bloggerportals von Random House ebenso eine „Absage“, wie ein Autor, der sein Werk in Eigenregie veröffentlicht hat – und dies selbstverständlich mit allem nötigen Respekt und Wertschätzung.

Wobei ich explizit darauf hinweisen möchte, dass ich diese Bücher generell nicht für „schlecht“ halte. Dieses vernichtende Urteil maße ich mir nicht an. Ein Buch, das mir nicht gefällt, kann selbstverständlich den Geschmack eines anderen Lesers durchaus treffen. Darum würde ich auch nie einer positiven Rezension dieses Buches durch einen begeisterten Leser widersprechen. Wer bin ich denn, dass ich die Einschätzung eines anderen Menschen in Frage stelle?

Auch die Toleranz, eine andere Meinung gelten zu lassen, zeugt für mich von Respekt und Wertschätzung.

Objektivität! Vieles wäre einfacher, hätten wir alle einen ähnlichen Fokus. Ja, vieles wäre einfacher aber auch viel langweiliger!

ES LEBE DIE VIELFALT!!!

…und wie schätz Ihr Euch selbst ein? Seid Ihr objektiv?


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