MONTAGSFRAGE #23: Was ist für dich die Art von (Haupt-)Charakter, die es öfter in Büchern geben sollte?

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Ich las die heutige Montagsfrage, und mein Schrei schall durch das Haus: „Antonia, ich hasse Dich!“

Natürlich nicht wirklich – im Gegenteil – im Grunde meines Herzens liebe ich die Montagsfrage, auch wenn sie mich immer wieder herausfordert, indem sie meine Lesegewohnheiten hinterfragt…!

Und da ich ja immer behaupte, dass jede meiner Lesung eine Herausforderung für mich darstellt, der ich mich gerne stelle, werde ich natürlich jetzt bei der Beantwortung dieser „kleinen“ Montagsfrage nicht kneifen!

Also…

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So, nun bin ich wieder da! Ich brauchte eine kleine Sendepause, um mir einen starken Kaffee zu kochen, einen Toast zu vertilgen und die Gedanken zu ordnen.

Es gibt sie in der Literatur zum Glück schon zuhauf: die Protagonisten und ihre Antagonisten, die Charaktere mit Ecken und Kanten.

Wir müssen uns nur die „Harry Potter“-Reihe von Joanne K. Rowling ansehen. Ein Junge, der in merkwürdigen sozialen Verhältnissen aufwächst, wird aufgrund seiner Biografie in eine Rolle/ in ein Schicksal hineingedrängt. Viele Entscheidungen und die daraus resultierenden Taten hätte er nicht begangen, wäre da nicht die zwiespältige Figur des Severus Snape,…

…oder Jean Valjean aus Victor Hugos „Die Elenden“: Diese Figur macht eine immense Wandlung durch und mutiert vom Galeerensträfling zum Heiligen. Und doch sind ihm menschliche Gefühle mit all seinen seelischen Abgründen nicht fremd. Auf der anderen Seite steht der gesetzestreue Inspektor Javert, der ja im Grunde das Gute verkörpern sollte. Seine Suche nach Valjean zwingt diesen, sich immer wieder in Situationen zu begeben, in die er ohne Javert nie gekommen wäre. Im Gegenzug bringt Valjean mit seinem Verhalten Javert dazu, an seinen Prinzipien zu zweifeln,…

…oder bei Collin Cotterills „Dr. Siri“-Romane: Hier ist das System selbst der Antagonist, beeinflusst den Lauf der Geschichte und spielt mit seinen Protagonisten wie mit Marionetten. Vieles von diesem – von mir so sehr geliebten – skurrilen Humor wäre nicht möglich ohne diesen politischen Hintergrund.

Das Zusammenspiel dieser beiden Extreme interessiert mich bei einer Geschichte. Wobei es auf beiden Seiten nicht nur weiß oder schwarz gibt (Das wäre ja kolossal langweilig.), sondern es finden sich vielfältige Schattierungen in mannigfaltigen Grautönen wieder. Erst diese charakterlichen Abstufungen verschaffen einer fiktiven Figur Tiefe und Authentizität!

…weichgespült oder kantig: Wie dürfen Eure Roman-Charaktere sein???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

MONTAGSFRAGE #22: Wer ist dein liebster fiktiver Buchwurm?

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Nein, Hermine Granger war es nicht, die mir als erste einfiel, als ich die heutige Montagsfrage las.

Mein erster Gedanke galt dem namenlosen Buchhändler aus Régis de Sá Moreiras Roman Das Geheime Leben der Bücher…!

Dieser Roman hat es nie in den Fokus des literarischen Mainstreams geschafft (vielleicht: zum Glück!), da seine Handlung vielen Lesern eventuell zu schlicht, zu poetisch, zu unspektakulär, zu irgendetwas sonst erschien. Ebenso durchwachsen fielen die Rezensionen, die auf den einschlägigen und bekannten Internetportalen publiziert wurden, aus: „langweilig“, „ohne Tiefgang“, „keine richtige Handlung“ und „eine Enttäuschung“ waren da zu lesen.

Und doch hat mich diese kleine, feinsinnige Geschichte damals gepackt: Sie traf mich wahrscheinlich zum richtigen Zeitpunkt und berührte so mein damaliges Ich. Vielleicht wäre meine Meinung, würde ich diesen Roman heute lesen, eine andere. Wer weiß? Ich werde ihn sicher irgendwann nochmals lesen – aber nicht jetzt, nicht heute und sicherlich auch nicht in diesem Monat! Irgendwann!

Manchmal übt „ein Zuwenig“ den größten Reiz aus!

…???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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MONTAGSFRAGE: Heute mal nicht…!

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Ihr Lieben!

Antonia Leise von „Lauter & Leise“ kann uns heute aus privaten Gründen keine Montagsfrage stellen! So ist es eben im Leben: Es gibt Dinge, die haben dann einfach Vorrang! Dafür freuen wir uns umso mehr auf die nächsten Montage mit seinen nächsten Fragen.

Ich beteilige mich sehr gerne an diese Aktion, da ich dadurch „gezwungen“ werde, mich und mein Lese-Verhalten zu reflektieren.

Diejenigen unter Euch, die aber heute partout nicht auf eine Montagsfrage verzichten möchten, können gerne in meinem MONTAGSFRAGE-Archiv stöbern! Viel Spaß!

Lieben Gruß

Andreas

MONTAGSFRAGE #21: Bist du ein Einmal- oder Mehrmals-Leser?

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Ich „kann“ beides – und bin somit multi-tasking, multi-talent, multi-irgendwas…! – abhängig von  meiner momentanen Lebensphase.

Es gab bei mir ein Leben vor Kerl und Kater, da lebte ich 8 Jahre alleine in einer kleinen, netten Wohnung ohne Fernseher, griff voller Freude gerne zu den geliebten und schon gelesenen Büchern und las diese durchaus auch ein zweites oder drittes Mal: Es war wie „nach Hause kommen“ und seine Familie und Freunde nach langer Zeit wiederzusehen! Man erinnert sich an „Anekdoten“ aus der Handlung und freut sich auf dieses Wieder-Lesen. Diese Bücher stehen noch immer in meinem Bücherregal und werden dort auch weiterhin stehen bleiben…!

In der letzten Zeit bin ich eher zum Einmal-Leser mutiert – zwangsläufig aufgrund meiner Tätigkeit als Buch-Blogger. Wer möchte schon von ein und derselben Person die zweite oder dritte Rezension über ein und dasselbe Buch lesen? Obwohl: Es könnte evtl. interessant sein, zu erfahren, ob und wie sich die Sichtweise auf ein literarisches Werk mit zunehmenden Alter, größerer Lebenserfahrung und/oder beginnender Senilität verändert. Gibt es darüber eigentlich schon eine Studie? Nein? Schade!

Natürlich ist mir durchaus bewusst, dass ich etliche dieser Bücher nur ein einziges Mal lesen werde („So viele Bücher, so wenig Zeit!“). Einige werden sicher irgendwann mich auch wieder verlassen, um eine andere Leserin oder einen anderen Leser zu erfreuen. Einige werden aber immer ihren festen Platz in meinem Herzen und somit auch in meinem Bücherregal haben!

…und wie ist es bei Euch? Sind Bücher für Euch „Wiederholungstäter“ oder „One-Night-Stands“?


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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MONTAGSFRAGE #20: Lyrik – ausgedient oder am Aufblühen?

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„Alles Lyrische muß im Ganzen sehr vernünftig, im Einzelnen ein bißchen unvernünftig sein.“ Johann Wolfgang von Goethe

Ihr Lieben! Ich kann natürlich nicht für den Rest der Menschheit sprechen, sondern nur für mich, den unbedeutenden Buch-Blogger: Bei mir blüht die Lyrik seit einiger Zeit auf – zwar erst nur mit feinen Knospen und einem zarten Grün, aber sie wächst stetig!

Lange Zeit habe ich einen großen Bogen um die Lyrik gemacht: zu elitär, zu abgehoben, zu verkopft – lautete meine feste Meinung, die aber nicht auf Tatsachen sondern lediglich auf Vorurteile beruhte.

Dabei lag die „Schuld“ nicht bei der Lyrik: Ich war zu dem Zeitpunkt einfach zu jung, zu dumm, zu festgefahren, zu intolerant…!

Erst mit zunehmenden Alter, zunehmender Gelassenheit und der daraus resultierenden Toleranz  wurde ich „reif für die Insel“ namens Lyrik. Hilfreich war/ ist natürlich auch meine Tätigkeit als Vor-Leser: Hier setzte ich mich sehr bewusst mit dem gesprochenen Wort auseinander, prüfe die Satzmelodie und horche dem Klang,…

„Das lyrische Gedicht ist der musikalische Ausdruck von Gemütsbewegungen durch die Sprache.“ August Wilhelm von Schlegel

…und da sind Gedichte wunderbare Übungen: Wo beginnt eine Aussage, und wo endet sie? Wie erhalte ich die Satzspannung über den Vers hinaus? Wo muss ich die Stimme anheben, um die Aufmerksam des Zuhörers nicht zu verlieren?

Dabei durfte ich so einige Könner ihres Fachs kennenlernen, die mit ihren Worten Bilder malen, mit Verse Melodien kreierten und mit Sprache einen Rhythmus erschaffen.

Heute sind Gedichte gerne Teil meiner Lesungen! Das Pflänzchen ist noch klein, aber hat gute Bedingungen, um ein starker Baum zu werden!

…und habt Ihr die Lyrik auch für Euch entdeckt oder eher versteckt? (Reim dich oder ich fress dich!)


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MONTAGSFRAGE #19: Was sind deine Lesevorsätze für 2019?

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Ach ja, diese „guten“ (!) Vorsätze zum Neuen Jahr: Jeder macht sie, keiner spricht darüber, und nur die wenigsten setzen sie in die Tat um. Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass man sich beim Gedanken an die „guten“ (!) Vorsätze überhaupt nicht „gut“ fühlt?

Ich nehme einfach immer meine „guten“ (!) Vorsätze vom letzten Jahr: Die sind beinah unberührt und somit so gut wie neu! Wozu neue anbrechen, wenn die alten noch nicht verbraucht sind. Da bin ich absolut ressourcenorientiert, und die Umwelt wird auch nicht belastet…!!!

Ähnlich sieht es mit meinen Lesevorsätzen für dieses Jahr aus: Mein oberster Lesevorsatz lautet „Locker bleiben!“ (lässt sich übrigens auch prima auf das komplette Leben übertragen) und ist somit schon so etwas wie ein Mantra!

Das Lesen und somit auch dieser Block bedeuten für mich Freude und Entspannung. Ich bemühe mich redlich, mich nicht selbst unter Leistungsdruck zu setzten, nicht auf die tollen Blogs meiner kreativen Mit-Blogger*innen zu schielen und beim Anblick der Rezensionsexemplare auf meinem SuB nicht in Hektik auszubrechen.

SuB ist auch so eine Abkürzung, die ich nicht mag: Es klingt nach einer fiesen Krankheit, einem eitrigen Geschwür oder etwas ähnlich Unappetitliches! So etwas habe ich schon zu Hauf in meinem Beruf als Krankenpfleger gesehen. In meinem Heim möchte ich so etwas nicht haben (angewiderter Gesichtsausdruck). Hallo! Das sind „nur“ eine Menge tolle Bücher, deren Geschichten auf ihre Entdeckung durch mich warten. Das ist doch absolut großartig und wundervoll und hat eine so fies klingende Abkürzung einfach nicht verdient!

Darum: Jedem Tierchen sein Pläsierchen! Will sagen: Jedem Menschen seine „guten“ (!) Vorsätze! Meine „guten“ (!) Vorsätze sind extrem überschaubar!!!

…und wie handhabt Ihr es? Handelt Ihr auch unter „Vorsatz“!


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MONTAGSFRAGE #18: Was war dein Lesehighlight 2018?

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Nur noch einige wenige Stunden und dieses Jahr ist Geschichte!

Nur noch einige wenige Stunden…!

Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen: Wie war mein ganz persönliches Zweitausendundachtzehn? Es gab Höhen und Tiefen, schöne und weniger schöne Momente, Begegnungen voller Freude und unangenehme Begegnungen. Es war ein Jahr der Extreme – wie im Grunde mein gesamtes bisheriges Leben!

Ebenso „extrem“ pendeln meine Lesehighlights zwischen Hell & Dunkel, zwischen Yin & Yang, zwischen Sommer & Winter…

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Sommer in Super 8 von Anne Müller katapultierte mich zurück in meine Kindheit in den 70er Jahren, löste eine Flut an Erinnerungen aus und ließ mich die Melancholie und die Wehmut der Vergangenheit spüren.

Winter. Das Große Lesebuch für die ganze Familie begeisterte mein kindliches Gemüt, schürte meine Lust am Schauen, Staunen und Entdecken und schenkte mir unbeschwerte Freude.

So gegensätzlich diese Bücher auch scheinen, haben sie doch beide das verborgene Kind in mir wieder erweckt – jedes auf seine sehr besondere Art! Beide Bücher fanden eher zufällig ihren Weg zu mir. Umso dankbarer bin ich, dass sie mich nun gefunden haben!

Mit dieser letzten Montagsfrage im Jahr 2018 möchte ich mich herzlich bei Antonia Leise bedanken, die mich mit ihren Fragen immer wieder „zwingt“, meine Lesegewohnheiten zu überdenken und zu hinterfragen,…

…und ich wünsche ihr und selbstverständlich auch Euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2019: Möge es genauso abwechslungsreich werden, wie es das vergangene Jahr war!!!

…Happy New Year!


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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MONTAGSFRAGE #17: Liegen dieses Jahr vergleichsweise eher mehr oder weniger Bücher unter dem Weihnachtsbaum?

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Nun neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Langsam schmilzt der Vor-Weihnachts-Stress zu einer kleinen Pfütze zusammen, die kaum noch meine Beachtung findet. Die Dinge sind erledigt, die erledigt werden sollten, und sollten einige Dinge nicht erledigt sein, dann wollten sie wohl nicht erledigt werden und können zum momentanen Zeitpunkt auch nicht mehr auf eine Erledigung hoffen (Was für ein Satz…!),…

…und natürlich liegen auch die Geschenke schon liebevoll verpackt im Kleiderschrank und warten auf ihren großen Show-Auftritt unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum,

…und natürlich wird auch ein Buch verschenkt: Ob es in diesem Jahr mehr oder eher weniger Bücher sind? Ich habe keinen blassen Schimmer! Ich führe keine Liste!

Bücher verschenke ich über das ganze Jahr verteilt sehr gerne und bemühe mich, meine Geschenke nicht zu einseitig auszuwählen (Ach, schon wieder ein Buch! Oh, toll! Danke!). So fanden sich unter meinen Präsenten neben Bücher durchaus auch schon Eintrittskarten, CDs, DVDs und Küchengeräte.

Ja! – auch Küchengeräte: Statt beim Anblick eines Akku-Schwingschleifers bekommt mein Kerl feucht-glänzende Augen beim Anblick eines Pürierstabs mit S-Messer, Sternmesser, Schäummesser, 2 Mischarme, 1 Topfschutz, 1-L-Behälter mit Skala, Zerhacker und Schneebesen, incl. eines formschönen Hartschalenkoffers zur sicheren Aufbewahrung.

Darum: Bücher sind unter den Geschenken für meine Lieben selbstverständlich dabei. Ob mehr oder weniger als in den Jahren davor…??? (ratloses Schulterzucken)

…und welche Präsente liegen unter Eurem Weihnachtsbaum?


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MONTAGSFRAGE #16: Literarische Adventskalender?

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Buch-Blogger Vorstellungsrunde: Literarische Adventskalender?

Diesmal ist die Frage von Antonia besonders verzwickt – nicht weil sie so kompliziert gestellt wurde, sondern weil sie so offen formuliert ist!

Ich werde mich bemühen, hier meine spontanen Gedankeneinfälle incl. -sprünge strukturiert „zu Papier“ zu bringen.

Literarische Adventskalender brauche ich ungefähr so nötig wie eine verschleppte Bronchitis! – Nein, das wäre jetzt übertrieben und klingt, als würden mich „Literarische Adventskalendern“ in irgendeiner Art und Weise emotional berühren. Sie tun es nicht! Sie sind mir schlicht und ergreifend egal! Denn: Warum sollte ich Häppchen konsumieren, wenn ich den ganzen Happen haben kann. Will sagen: Warum sollte ich mir ein Büchlein mit 24 Zitaten Hermann Hesses zulegen, wenn ich für das gleiche Geld einen wunderbaren Gedichtband erwerben kann?

Es gibt nur einen Adventskalender, der bisher vor meinem kritischen Auge Bestand hatte – neben dem Kalender, den ich mir mit Kerl und Kater teile – und das ist „Der Andere Advent“, ein Adventskalender mit Texten und Bildern zum Weiterdenken von Andere Zeiten e.V.

Dieser Kalender begleitete mich so einige Jahren: Anfangs habe ich ihn immer vom Pastor der diakonischen Einrichtung, bei der ich gearbeitet hatte, geschenkt bekommen (Lieber Uwe, nochmals meinen herzlichsten Dank!). Es wurde ein richtiges Ritual, morgens vor Arbeitsbeginn einen Moment am Schreibtisch inne zu halten, Bild und Text auf mich wirken zu lassen und erst danach ans Tagwerk zu gehen. Nach einem Wechsel des Arbeitgebers habe ich mir den Kalender selber geschenkt. Leider habe ich es in diesem wie auch im vergangenen Jahr versäumt, meine Bestellung rechtzeitig zu tätigen, und ich musste die Adventszeit ohne meinen geschätzten „Anderen Advent“ überstehen (Liebe Leser! Dies wäre genau der richtige Zeitpunkt, um mich mit einem großen „Mitleid“ zu trösten!).

Darum: Liebe Antonia! Vielen, lieben Dank für Deine impulsgebende Montagsfrage!

In meinem Kalender für 2019 steht nun am 1. Oktober: „Der Andere Advent“ bestellen!!!

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Nachtrag Es gibt doch noch einen anderen Adventskalender, den ich sehr liebe: „Der Lebendige Adventskalender“ findet seit 2014 in unserer Kirchengemeinde statt. Vom 1. bis 24. Dezember laden verschiedene Gastgeber in unserer Gemeinde ein, um miteinander eine gemütliche Zeit zu verbringen: mit Nachbarn, Freunden und Gemeindemitgliedern klönen, eine Geschichte hören und ein Lied singen, Kekse knabbern und Punsch schlürfen, das Türchen öffnen bzw. ein geschmücktes Fenster bestaunen. Im Mittelpunkt steht das nette Beisammensein, das Innehalten im täglichen Trott und das Luftholen im Alltags-Stress,…!

Wir sind seit Anfang an dabei – sowohl als Gastgeber aber auch gerne als Gast!


…und was mögt Ihr lieber: Häppchen oder Happen?

MONTAGSFRAGE #15: Welches Buch gehört dieses Jahr auf jeden Fall auf die Weihnachtswunschliste?

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Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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Buch-Blogger Vorstellungsrunde: Welches Buch gehört dieses Jahr auf jeden Fall auf die Weihnachtswunschliste?

Ohje! Ohje! Ohje! Wo anfangen? Wo aufhören?

Liebe Antonia, diesmal ist es für mich eine wirklich, wirklich, WIRKLICH schwere Frage, die ich gar nicht so einfach beantworten kann.

Aber ich stelle mich nun dieser schwierigen Aufgabe!

Wünsche habe ich viele, aber es gibt 2 Bücher, die ich seit einiger Zeit immer wieder auf meine Wunschlisten setzte in der Hoffnung, dass mein Wunsch in Erfüllung geht. Die Hoffnung stirbt nie!

Da ich einige Märchenbücher aus dem Taschen-Verlag schon kenne und liebe, hege ich die berechtigte Erwartung, dass dieser Prachtband mit seinen skandinavischen Märchen und den wunderbaren Illustrationen im Art Deco genau mein Lust-Zentrum trifft und mir märchenhaft-sinnliche Lesemomente beschert.

Kay Nielsen: Östlich der Sonne und westlich des Mondes – erschienen bei Taschen/ ISBN: 978-3836532303

Schon der Bildband Der schönste Aufenthalt der Welt: Dichter im Hotel mit dem Begleittext von Rainer Moritz und den gelungenen Fotos von Andreas Licht gefiel mir außerordentlich und hat seinen dauerhaften Stammplatz auf unseren Couch-Tisch gefunden. Hier macht Rainer Moritz zusammen mit dem Fotografen Reto Guntli nun einen Streifzug durch die schönsten Buchhandlungen Europas.

Rainer Moritz: Die schönsten Buchhandlungen Europas – erschienen bei Gerstenberg/ ISBN: 978-3836926133

Vielleicht ist mir ja in diesem Jahr mein Weihnachtsmann mehr gewogen: Ich werde mir in freudiger Erregung beide Daumen drücken!


…und welche Bücher stehen auf Eurer Wunschliste?