[Noch ein Gedicht…] Eugen Roth – SCHLÜPFRIGE DINGE

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Ein Mensch, der auf der Straße ging,
mit seinen Augen sich verfing
in einem Laden drin ein Weib
höchst schamlos zeigte seinen Leib,
der nur aus Pappendeckel war,
doch fleischlich in der Wirkung war.

Von Hemd und Höschen zart umhüllt,
das Blendwerk nur den Zweck erfüllt,
zu schlagen eine breite Bresche
in dem erlaubten Wunsch nach Wäsche.

Und da dem Reinen alles rein,
sah das der Mensch auch alsbald ein
und ging mit einer grenzenlosen
Hochachtung fort für Damenhosen.

Eugen Roth

2 Antworten auf “[Noch ein Gedicht…] Eugen Roth – SCHLÜPFRIGE DINGE”

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