MONTAGSFRAGE #6: Was ist dein ultimativer Trick, um mehr und regelmäßiger zu lesen?

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Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv finden Sie Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.


Buch-Blogger Vorstellungsrunde: Was ist dein ultimativer Trick, um mehr und regelmäßiger zu lesen?

Ohje! Trick! Gibt es einen?

Im Laufe der Jahre habe ich an mir wahrgenommen, dass meine Lese-Motivation in Schüben auftritt.

Es gibt Zeiten, da lese ich ein Buch nach dem anderen einfach so weg: Kaum liegen die Liebenden sich küssend in den Armen, begebe ich mich mit einem gewieften Kriminalen auf die Suche nach einem schändlichen Mörder, nur um wenig später „Zurück in die 70er“ zu switchen, um meine Pubertät wieder zu durchleben und -leiden. Dies geschieht mit einer solch unbeschwerten Leichtigkeit und gänzlich ohne Tricks und Kniffe – ich fühle mich wohl und bin einfach im Flow…!

Dann gibt es Phasen, da liegen die Bücher griffbereit auf dem Couchtisch, setzen Staub und Spinnenweben an und fristen ein Dasein der Nichtbeachtung. Ich kann dann nicht lesen!

Ich habe in diesen Phasen sehr viel um die Ohren. Mein Stresspegel leidet unter einem extremen Ausschlag. Da hat mein Hirn keine freien Kapazitäten mehr übrig – auch nicht für „leichte Lektüre“: Selbst diese ist mir zu SCHWER. Alle Versuche, trotzdem „unter Zwang“ zu lesen, gingen bisher gnadenlos und auf direktem Wege in die Hose. Nichts vom Gelesenen bleibt im Schädel haften: Ein absolut frustrierender Zustand!

Lesen unter Zwang ist (`  tschuldigung) Kacke (!) und die beste Möglichkeit, meine Freude und meine Lust am Lesen zu verlieren! DAS DARF NICHT GESCHEHEN!!!

Zum Glück bin ich nun in einem Alter, in dem ich – dank Erfahrung – die nötige Geduld habe, die 2. Phase einfach verstreichen zu lassen. Und – Schwupp! – ehe ich mich versehe, bin ich wieder in die 1. Phase gerutscht: Halleluja!

Tricks brauche ich nicht. Es ist eben, wie es ist!


…und was meint Ihr? Gibt es DEN ultimativen Trick? Ich lasse mich gerne überzeugen!

6 Antworten auf “MONTAGSFRAGE #6: Was ist dein ultimativer Trick, um mehr und regelmäßiger zu lesen?”

  1. Für die Erkenntnis, dass alles eine Phase ist, für die man Geduld benötigt und die – und sei sie auch noch so schlecht – irgendwann vorbeigeht, habe ich eine halbe Ewigkeit gebraucht. 😉

    Allerdings kann ich mich – in begrenztem Maße – durchaus zum Lesen „zwingen“, denn wenn ich eine Weile nicht lese, ist das ein untrüglicher Indikator dafür, dass es mir nicht sonderlich gut geht. Mittlerweile gelingt es mir sogar, mich dann aus diesem Zustand „herauszulesen“, wenn ich mal nicht die Geduld aufbringe, diese Phase einfach vorbeigehen zu lassen.

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    1. Diesen Indikator kenne ich nur zu gut. Ich hoffe, jeder findet seine ganz persönliche Handlungs-Strategie. Wenn Du Dich aus diesen Situationen „herausliest“ – wunderbar!!!

      Ich persönlich kann es leider nicht (und mache mir auch nicht mehr den Stress, es können zu müssen): Ich fahre dann eher mit dem Fahrrad zu einer ganz bestimmten einsamen Bank, Thermoskanne im Gepäck und starre dann ins Grüne…

      Ist es nicht wunderbar: So unterschiedlich wir sind, so unterschiedlich sind auch unsere Strategien!!!

      Gefällt 1 Person

  2. Huhu,

    ich freue mich für dich, dass du dich mittlerweile so gut kennst, dass du fähig bist, dein Leseverhalten so zu akzeptieren, wie es ist. Ich halte ebenfalls nichts davon, sich zum Lesen zu zwingen, denn das bringt ausschließlich Frust und kann – wie du schon sagst – alles nur noch schlimmer machen.
    Persönlich bin ich ein großer Fan von Ritualen. In meinem Alltag ist vieles ritualisiert, weil ich daraus Sicherheit schöpfe. Das Lesen gehört in gewissem Maße dazu, wodurch es mir gelingt, wirklich täglich zum Buch zu greifen. Die Seitenzahl spielt dabei keine Rolle. Für mich ist es nur wichtig, zumindest einmal am Tag meine aktuelle Lektüre aufzuschlagen – und sei es nur abends für drei Seiten beim Zähneputzen. 😉

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

    Gefällt 1 Person

    1. Moin Elli!

      Stimmt! Rituale sind mir auch wichtig Und erhöhen meine Vorfreude – nicht nur beim Lesen: Wenn wir zum Beispiel einen Theaterbesuch planen, dann gehört für uns das vorherige „aufbrezeln“ ebenso dazu, wie das Getränk vor Vorstellungsbeginn im Theaterbistro. Natürlich könnten wir auch in Alltagsklamotten ohne vorherigen Prosecco direkt in die Vorstellung hetzen – aber was würde uns alles an Lebensqualität entgehen!

      Gruß
      Andreas

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  3. Ich habe immer Vorsätze beim lesen. Du könntest nun dieses oder jenes Buch lesen. Oder das hier, weil es zur Jahreszeite passt. Oder dieses, weil es gehypt wird.
    Tja… ich bin Weltmeister im „Ich verpiss mich dann mal und lese was ich will“.
    Und es gibt auch bei mir die Phasen in der kein Buch mein Interesse wecken kann.
    Das ist dann nun mal so.

    Schöne Woche
    Susi

    Gefällt 1 Person

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