Buchmesse vor Ort…

Nun wurde auch die Leipziger Buchmesse vom Corona-Virus „infiziert“. Die Verantwortlichen haben (sicherlich schweren Herzens) als Konsequenz nur die einzig richtige Entscheidung getroffen: Die Buchmesse fällt aus! Das, was nach Bekanntgabe dieser Entscheidung an Kommentaren durch das Netz waberte, hatte manchmal so gar nichts mehr mit Anstand und guter Sitte gemein. Bei so manchen Zeitgenossen (und -genossinnen) sind die Finger auf der Tastatur anscheinend mal wieder schneller als die eigenen grauen Zellen. Sehr bedauerlich…!

Meine geschätzte Blogger-Kollegin Antonia Leise hat auf ihrem Blog zwei wunderbare Beiträgen (Ein paar Gedanken zur (abgesagten) Leipziger Buchmesse und Die Buchmesse ist tot, es lebe der Buchhandel!) veröffentlicht, die mir aus der Seele sprechen, und die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Doch in solchen Extrem-Situationen zeigt sich die Buch-Community durchaus kreativ und startet div. Alternativ-Initiativen. Eine dieser Initiativen heißt Buchmesse vor Ort und entspricht so ganz und gar meinem Credo „Buy Local“. Ein wenig Messe-Flair kann auch in der Buchhandlung „um die Ecke“ erzeugt werden. Viele Buchhändler*innen laden zu geselligen Abenden, auf denen die Novitäten der Verlage vorgestellt werden. Gerade die Inhabergeführten Buchhandlungen schielen weniger auf die auflagestarken Neu-Erscheinungen der großen Verlage sondern werfen auch einen Blick auf die Veröffentlichungen der mittleren und kleinen Verlage. Zudem lohnt sich immer ein Blick in deren Veranstaltungskalender…!!!

Für alle, die jetzt dringend eine Buchhandlung in der erreichbaren Nähe von Osterholz-Scharmbeck suchen, habe ich eine kleine (absolut subjektive) Liste zusammengestellt…

…alle anderen werden hoffentlich hier fündig!

Und all diejenigen, die lieber im Netz bestellen, weil ihnen der Buchhandel zu persönlich ist, möchte ich Mut machen und zurufen „Traut Euch! Es wird Euch nichts geschehen!“ Diese Erfahrung durfte auch schon Comedian Markus Barth machen:

„Buchhandlung“. Ist wie Amazon, nur als Laden. Gibt’s schon in vielen deutschen Städten, die Bücher liegen da alle und man kann sie einfach direkt bezahlen und mitnehmen. Hammerpraktisch! War heute da, zwei Bücher hab ich direkt gekauft und die sogenannte „Buchhändlerin“ hat mir noch ein drittes empfohlen. Aber nicht so: „Kunden, die ‚Die Blechtrommel‘ gekauft haben, kauften auch: Ohropax“. Nee, einfach ne gute Empfehlung. Als ich sie fragte, ob ich Ihr dafür irgendwelche Daten von mir geben, meinen Standort übermitteln oder werberelevante Vorlieben verraten soll, hat sie mich nur verstört angeschaut.

Ein anderes Buch hab ich noch bei Ihr bestellt, das ist garantiert morgen da. Ich hab’ quasi „Buchhandlung Prime“, nur ohne Jahresgebühr! Gut, ich kann damit keine Schweighöfer-Serien gucken – aber wer will das schon??

Morgen kann ich das Buch also abholen, muss nicht zittern, ob’s noch rechtzeitig kommt und ob ich den DHL-Boten höre, muss mich nicht in der Schlange vor der Postfiliale einmal um den Block wickeln und hab danach auch keine fünf Kubikmeter Pappkarton in der Wohnung stehen. Und die Buchhändlerin packt‘s mir sogar noch ein. Umsonst!! Und das, obwohl sie, im Gegensatz zu anderen, ganz normal Steuern zahlt! Die Alte muss verrückt sein…

Bin sehr gespannt, ob sich „Buchhandlung“ durchsetzt. Ich glaube ja, auf die Dauer könnten die Amazon ganz schön das Wasser abgraben.“

In diesem Sinne: Fröhliches Einkaufen vor Ort!

2 Kommentare zu „Buchmesse vor Ort…

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