Neues Jahr, neues Glück, neue Ideen…

…wohl eher nicht! Eher ist es ein erleichtertes Aufatmen, dass das letzte Jahr nun der Vergangenheit angehört. Wobei es sich hierbei wohl eher um eine kurze Verschnaufpause handelt, da seine Auswirkungen noch weit in dieses Neue Jahr hinein reichen werden! Doch wir sind nun einen großen Schritt weiter als noch vor zwölf Monaten, die Impfungen haben begonnen, und so bin ich frohen Mutes…!!

Manchmal ist es sehr interessant, einen Blick auf vergangene Beiträge zu werfen. Der obige Text war übrigens die Eröffnung zu meinem Jahresausblick vor genau einem Jahr. Und: Hat sich etwas verändert? Nein! Es klingt irgendwie alles erschreckend aktuell.

Noch ist das Neue Jahr 2022 frisch und neu und unberührt! Wir dürfen gespannt sein, wie es sich entwickelt. Mein Blog ist schon seit Langem nichts mehr von alledem – weder neu noch unberührt. Und momentan kann ich Euch auch keine Frische versprechen. Vorerst wird es hier in gewohnten Bahnen weitergehen mit der Hoffnung, dass im Laufe des Jahres aus mir die Ideen nur so heraussprudeln, voller Elan umgesetzt werden und für die besagte Frische auf meinem Blog sorgen.

Dafür offenbarte mir ein Blick in die Frühjahrsvorschauen der Verlage „Erschreckendes“: Ich glaube, selten haben so viele Bücher mein Interesse geweckt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass in meiner Auswahl – obwohl ich mir viele, viele Vorschauen angesehen habe – sowohl liebgewonnene Autoren als auch von mir geschätzte Verlage wiederholt auftauchen. Somit gibt es auch dort nur wenig „Frisches“ zu entdecken. Aber – Hey! – haben wir nicht alle unsere kleinen Lieblinge?


Selbstverständlich wird Kulturelles Kunterbunt weiterhin von mir mit Enthusiasmus gefüttert werden, und auch hier findet man die üblichen Verdächtigen: Ich bin eben so ’ne treue Seele! Und ich hoffe inständig, dass bei einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen die kulturellen Einrichtungen nicht betroffen sind.


Doch am wichtigsten und mir am wertvollsten sind die vielfältigen Begegnungen mit lieben Menschen, die ganz sicher auch im Jahr 2022 stattfinden werden! Diese Begegnungen – in welcher Form auch immer – genieße ich sehr: das Telefonat mit einer Freundin, ein Chat auf einem meiner Social-Media-Kanäle, ein Lächeln an der Supermarktkasse, Lachen mit Kolleg*innen, Klönen mit Nachbarn über’n Gartenzaun – nur Kleinigkeiten und doch so wichtig! Dies alles lässt unsere Welt ein klein wenig wärmer, ein klein wenig menschlicher werden. Dafür bin ich sehr dankbar!

Bleibt bitte ALLE gesund!

F R O H E S   N E U E S   J A H R

Liebe Grüße
Andreas

[Ausstellung] einfach gut. Design aus Dänemark / Wilhelm Wagenfeld Haus Bremen

Dänisches Design erfreut sich ungebrochen großer Beliebtheit. Doch was macht diese Faszination aus. Die Ausstellung im Wilhelm-Wagenfeld-Haus geht diesem Phänomen auf die Spur und blickt zurück auf 70 Jahre dänischer Design-Geschichte.

„Niemals so avantgardistisch, dass man nicht ordentlich sitzen könnte!“

Bezieht sich diese Aussage ursprünglich auf die vielfältigen Sitzgelegenheiten, könnte dieses Credo auch für alle gezeigten Design-Stücke gelten: Zweckmäßig sollte es sein aber auch ansprechend und formschön. Erschwinglich sollte es sein aber auch gutverarbeitet und von hoher Qualität. So machten die dänischen Designer aus der sprichwörtlichen Not eine Tugend, arbeitete mit den Materialien, die sie vor Ort vorfanden und schufen somit schon ab den 40er Jahren Gegenstände für den täglichen Gebrauch, die weiterhin eine erstaunliche Modernität ausstrahlen.

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Pfauenstuhl, Designer: Hans J. Wegner; Foto: Jürgen Hans

So findet die Stelton-Isolierkanne von Designer Erik Magnussen aus dem Jahr 1976 ebenso ihren Platz in dieser Ausstellung wie das wunderschöne Ess-Service mit dem Dekor „Musselmalet“ (wörtlich übersetzt: muschelgemalt) von der Königlich Dänischen Porzellanmanufaktur „Royal Copenhagen“, das,  erstmals im Jahre 1775 hergestellt, 1885 überarbeitet wurde und seitdem als ur-dänisches Service gilt.

Auch die gezeigten Sitzgelegenheiten ließen mich staunen und weckten meine Begehrlichkeit: Ich stand vor einem originalen Pfauenstuhl und überlegte, wo er am besten in unserer Wohnung zur Geltung kommen könnte.

Bis es soweit ist, werde ich mich mit den erschwinglicheren Designer-Stücken begnügen müssen: Voller Ehrfurcht habe ich mir gerade einen Kaffee aus unserer roten Stelton-Kanne in die Tasse gegossen.


Die Ausstellung einfach gut. Design aus Dänemark ist noch bis zum 22. April 2019 im Wilhelm Wagenfeld Haus in Bremen zu bewundern.