Ein Porträt: Agatha Christie

Agatha Christie (* 15. September 1890/ † 12. Januar 1976)

…oder wie sie mit vollem Namen hieß: Dame Agatha Mary Clarissa Christie, Lady Mallowan, gilt als die Begründerin des modernen, britischen Kriminalromans. Zu verdanken hat sie dies aufgrund der Vielzahl an Kurzgeschichten und Romane, die auch mehrfach sehr erfolgreich für das Fernsehen und das Kino verfilmt wurden.

Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich hierbei zwei, der von ihr erschaffenen, Heldinnen/ Helden: Miss Jane Marple und Hercule Poirot

Miss Marple ist eine ältere, altjüngferliche Dame aus der fiktiven kleinen Ortschaft St. Mary Mead, die dank ihres reinen Menschenverstands und einem unverstellten Blick auf die menschliche Natur die rätselhaftesten Geheimnisse lüftet. Dabei wird sie – aufgrund ihres harmlos wirkenden, provinziellen Auftretens – von der Polizei wie vom Täter häufig unterschätzt.

Hercule Poirot (Belgier, nicht Franzose/ wie er immer wieder gerne betont) lebt als Privatdetektiv in London und ist, obwohl er eher klein von Statur, eine wahre Erscheinung. Dazu trägt besonders sein äußerst penibles Äußeres incl. Schnurbart sowie sein Hang zur Symmetrie bei. Seine Fälle löst er äußerst analytisch mit Hilfe seiner „kleinen, grauen Zellen“.

Die verkaufte Weltauflage der Bücher von Agatha Christie wird auf über zwei Milliarden geschätzt (und täglich werden es mehr), womit sie zu den erfolgreichsten Autorinnen der Literaturgeschichte zählt.

Inspiration schöpfte sie aus ihrer eigenen Geschichte. So war sie u.a. im 1. Weltkrieg als Krankenschwester tätig, arbeitete in der Krankenhausapotheke und eignete sich hier ein umfangreiches Wissen über Gifte an. Mit ihrem 2. Ehemann, den Archäologen Max Mallowan, war sie bei div. Ausgrabungen im Nordirak und in Syrien zugegen oder reiste im legendären Orient-Express. So finden sich in den Werken von Agatha Christie immer wieder Beschreibungen existierender Orte und Hinweise auf reale Ereignisse sowie das momentane Zeitgeschehen.

Agatha Christies Werke sind häufig die klassischen „Whodunit“-Geschichten, bei denen der Leser gemeinsam mit dem Ermittler/ -Team auf Verbrecherjagd geht und die Tat aufklärt.

Ihr Schreibstil würde ich als klar und schnörkellos beschreiben: Leser, die ausgeklügelte Sprachkreationen erwarten, werden eher enttäuscht sein. Wobei hier im Laufe der Jahrzehnte durchaus eine Veränderung ihres Schreibstils zu erkennen ist (vergleiche „Das fehlende Glied in der Kette“ von 1920 mit „Passagier nach Frankfurt“ von 1970).

Sie schafft es aber immer, in ihren Romanen Atmosphäre aufzubauen, pralle Charaktere zu beschreiben, den menschlichen Aspekt sowie den Humor niemals außer Acht zu lassen und ihre Geschichten raffiniert zu konstruieren. Dass sie hierbei eine wahre Meisterin ist, beweist sie mir besonders in ihren wunderbaren Kurzgeschichten.


Auswahl ihrer Werke:

  • Mord im Orientexpress erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455650013

  • Das große Hercule-Poirot-Buch erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455600322

  • 16 Uhr 50 ab Paddington erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455650068

  • Das große Miss-Marple-Buch erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455600315

  • Passagier nach Frankfurt erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455002621

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