[Rezension] Agatha Christie – Autobiografisches & mehr

Autobiographie von Agatha Christie.JPG

Wie aufmerksame Leser*innen meines Blogs sicherlich schon bemerkt haben, bin ich ein Fan von der „Queen of Crime“.

So werde ich es mir nicht nehmen lassen, hin und wieder das eine oder andere Werk von ihr hier vorzustellen.

Allen Interessierten, die mehr über diese außergewöhnliche Schriftstellerin erfahren möchten, lege ich eine sehenswerte Dokumentation auf „arte“ ans Herz.


Agatha Christie – Die Autobiographie

Die „Queen of Crime“ plaudert „by herself“ aus ihrem turbulenten Leben und tut dies völlig uneitel. Sie war immer am Puls der Zeit, interessierte sich stets für gesellschaftliche Veränderungen und war selbst das beste Beispiel, in wieweit sich das öffentliche Bild der Frau verändert hat.

Dabei verschweigt sie ihren Lesern auch nicht die vielen Tiefpunkte, die sie geprägt und zu der einzigartigen Schriftstellerin haben werden lassen. Ihr bewegtes Leben beschreibt sie emotional sehr berührend. Einzig der Dezember des Jahres 1926 findet in ihrer ansonsten so detailreichen Biographie keine Erwähnung. Abgerundet wird diese gelungene Autobiographie durch Fotos aus dem Familienalbum der Christies.

Zudem ist die Autobiographie in der Neu-Auflage im Festen Einband mit rotem Leinenrücken sehr geschmackvoll gestaltet.

erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455000528


Andrew Wilson – Agathas Alibi

Ein Abend im Dezember 1926: Aus heiterem Himmel ohne Vorwarnung verschwindet die berühmte Kriminalschriftstellerin Agatha Christie von der Bildfläche und taucht erst 12 Tagen später wieder auf. Dieses Mysterium hielt damals ihre Familie, die Presse und die Polizei in Atem und lieferte im Nachhinein Stoff für wilde Spekulationen –  zudem sie sich zeitlebens nie über die Gründe ihres Verschwindens geäußert hatte.

Andrew Wilson strikt um die wenigen bekannten Fakten eine fiktive Geschichte im Christie-Stiel und liefert einen Kriminalroman mit der „Queen of Crime“ im Mittelpunkt, der immer wieder Bezug auf ihren bekannten Roman „Alibi“ nimmt. Dabei erreicht er nicht die erzählerische Qualität des Originals, liefert aber einen durchaus spannenden und unterhaltsamen Krimi, dessen Lektüre zur Folge hatte, dass ich „Alibi“ nochmals lesen musste!

erschienen bei Pendo/ ISBN: 978-3866124226


Agatha Christie – Alibi: ein Fall für Poirot

Hercule Poirots 3. großer Fall hat es in sich: Mrs. Frerrars steht im Verdacht, ihren Gatten ermordet zu haben. Nun ist sie selber tot! Roger Ackroyd versucht verzweifelt, die Umstände ihres Todes herauszufinden. Doch bevor er reagieren kann, wird auch er ermordet. Hercule Poirot hatte so sehr gehofft, seinen Ruhestand ruhig und friedlich auf dem Lande verbringen zu können. Doch das Landleben entpuppt sich alles andere als ruhig und friedlich…

Agatha Christies Werk begründete ihren Weltruhm als bedeutende Kriminalautorin und gilt als einer der einflussreichsten Kriminalromane, die jemals geschrieben worden sind. Gerade sein überraschendes Ende und die ungewöhnliche Wahl des Täters sorgten nach Erscheinen bei seiner Leserschaft für Aufruhr, führte aber zu einem Umdenken im gesamten Krimi-Genre.

Auch mich zog dieser Krimi (mal wieder) bis zur letzten Seite in seinen Bann – ein echter „Pageturner“!!!

erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455650044

4 Antworten auf “[Rezension] Agatha Christie – Autobiografisches & mehr”

  1. Die Bezüge zu „Alibi“ sind mir während der Lektüre von „Agathas Alibi“ naturgemäß nicht aufgefallen, ich habe es schließlich nie gelesen. Hätte ich das mal getan, dann hätte „Agathas Alibi“ bei mir vielleicht einen besseren Eindruck hinterlassen. Ich fand es stilistisch zwar ziemlich gelungen, aber die eher dahinplätschernde Handlung und die Figuren – allen voran der strunzdumme leitende Ermittler – haben mich weniger überzeugt.

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    1. Moin Frank!

      Ich glaube, Dein Eindruck von „Agathas Alibi“ wäre dann auch kein besserer: Interessant fand ich die Idee, aus diesem Geheimnis einen Krimi zu konstruieren mit der Frage „Was ist ein Mensch imstande unter gewissen Bedingungen zu tun?“ – insbesondere, da Mrs. Christie diesen Zeitraum in ihrer Biografie verschweigt. Den Inspektor fand ich auch nervig, und Agathas Ehemann extrem unangenehm. Trotzdem war es eine nette Krimi-Kost – nicht mehr und nicht weniger.

      Ob ich ihn nochmals lesen würde? Keine Ahnung – wahrscheinlich eher nicht, da ich dann doch lieber nach einem echten Christie greifen würde. Es steht außer Frage: Das Original ist natürlich um Klassen besser!

      Ich lege Dir aber sehr „Alibi: ein Fall für Poirot“ ans Herz…!!!

      Gruß
      Andreas

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      1. In den 90ern habe ich die Poirot-Bücher geliebt, insbesondere „Das fehlende Glied in der Kette“, habe auch eine Menge Poirot-Bücher besessen, aber irgendwie sind die – bis auf eines – alle verschwunden. Es würde mich ja reizen, mich nochmal damit zu beschäftigen, aber irgendwie hat man immer zu viel Bücher für zu wenig Zeit, besonders dann, wenn man noch andere zeitintensive Hobbies hat. 😉

        Gefällt 1 Person

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