[Rezension] Agatha Christie – Hörspiele Teil 2: Der Mord an Roger Ackroyd, Die Fuchsjagd, Tod im Pfarrhaus, Die spanische Truhe

Hallo! & Herzlich Willkommen!

…zum 2. Teil meiner Vorstellungsrunde mit Hörspiele, die nach Werken aus der Feder von Agatha Christie entstanden sind. Ich durfte in den letzten Tagen einige sehr entspannte, kuschelige Stunden vor dem CD-Player verbringen und muss Euch gestehen, ich habe wieder Blut geleckt. Natürlich nur im übertragenen Sinn, auch wenn meine Formulierung gar wunderbar zum kriminalistischen Grund-Tenor dieser Rezension passt.

Diesmal kommt es auch endlich zu der langersehnten Begegnung mit Christies exzellenten Spürnasen Hercule Poirot und Jane Marple. Beiden wurde schon – sowohl in Film wie auch Fernsehen – von div. außergewöhnlichen Schauspieler*innen eine filmische Gestalt gegeben, sodass ich nun sehr gespannt auf das reine auditive Erleben war.

Als Schmankerl dürfen wir uns zudem auf „Die Fuchsjagd“ freuen, besser bekannt unter dem Titel „Die Mausefalle“. Mit diesem Theaterstück schrieb Agatha Christie Theatergeschichte, da dieser Krimi seit 1952 ohne Unterbrechung im Londoner West End zu sehen war. Um diese Erfolgsgeschichte (hoffentlich nur vorübergehend) zu unterbrechen, bedurfte es einer weltweiten Pandemie, aufgrund derer alle Theater schließen mussten.

Ich hoffe sehr, dass dieser Zustand sich in absehbarer Zeit verbessert, damit kulturelle Einrichtungen wieder die Türen für ihr Publikum öffnen, und wir alle endlich wieder Kultur genießen dürfen.


Vier Hörspiele von Agatha Christie

 CD 1/ Der Mord an Roger Ackroyd oder Alibi (1956)/ Regie: Wolfgang Schwade/ mit Joseph Offenbach, Charles Regnier, Hans Paetsch, Herbert Steinmet, Liselotte Willführ, Inge Stolten u.a.

Mit diesem Werk sorgte Agatha Christie für Unruhe bei ihrer Leserschaft: Nicht nur, dass sie für die Erzählperspektive nicht die Sicht des Kriminalisten wählte, zudem gönnte sie sich einen weiteren literarischen Kniff, den ich hier allerdings nicht verraten möchte. So bleibt die Hörspielfassung dem Original treu, indem die Geschichte aus Sicht von Dr. Sheppard erzählt wird. So wirkt das Hörspiel beinah wie eine Lesung in der einige Dialog-Passagen eingestreut wurden.

Charles Regnier trägt hierbei die „vokale“ Haupt-Last und wirkt als Dr. Sheppard beinah analytisch-unbeteiligt, das der Rolle durchaus zugute kommt. Joseph Offenbach haucht dem belgischen Meisterdetektiv mit charmantem Akzent eine agile Lebendigkeit ein. Kaum sprach Hans Paetsch als Roger Ackroyd seine ersten Sätze, schon fühlte ich mich in meine Kindheit zurück versetzt: Diese unverwechselbare Stimme erklang schon bei unzähligen Märchen-Hörspielen. Mit Hinweis auf den Titel dieses Krimis, war der Genuss, diese markante Stimme wieder hören zu dürfen, leider nur von kurzer Dauer.


CD 2/ Die Fuchsjagd oder Die Mausefalle (1958)/ Regie: Willy Purucker/ mit Kurt Ludwig, Ernst Hochstätter, Ilse Petri, John Pauls-Harding, Eleonore Noelle, Peter Vogel u.a.

Ein einsames und von der Außenwelt abgeschnittenes Setting + eine überschaubare Anzahl an Protagonist*innen + ein Mord = die/der Mörder*in befindet sich unter den Anwesenden. Agatha Christie hat diesen Plot gerne in unzähligen Variationen und Abwandlungen bemüht – und dies sehr erfolgreich. Denn nichts schürt die Ängste der Beteiligten mehr, als die Gewissheit, dass das Böse direkt unter ihnen weilt.

Diese Hörspielproduktion punktet mit einem homogenen Ensemble und der Kunst des Tonmeisters, der mit stimmigen Hintergrundgeräuschen und einer gekonnten Abmischung geschickt eine räumliche Atmosphäre schafft. Warum allerdings die wunderbare Charakter-Schauspielerin Lina Carstens als Mrs. Boyle weder auf dem CD-Beiblatt noch im Nachspann Erwähnung fand, ist mir absolut unverständlich.


CD 3+4/ Mord im Pfarrhaus (1970)/ Regie: Otto Kurth/ mit Erika von Thellmann, Hans Quest, Ingrid Capelle, Elmar Wepper, Edith Hancke, Hanne Wieder, Jürgen Goslar, Wolfgang Weiser, Alf Tamin, Günter Sauer, Carin Braun, Paula Denk u.a.

Dieses Hörspiel ist wohl am prominentesten besetzt, hatte ich doch zu den meisten Namen sofort ein Gesicht vor Augen. Aber garantieren prominente Namen auch ein den Hörer*innen zufriedenstellendes Ergebnis? In diesem Fall: Ja! Sie tun es!

Erika von Thellmann gibt mit pointierter Stimme ein destingiertes Fräulein (!) Marple, die mit einer selbstbewussten Aufdringlichkeit Gefahr läuft, als Klatschbase verschrien zu werden. Hans Quest und Ingrid Capelle geben ein stimmiges Pfarrers-Ehepaar ab, dem trotz Wahrung der christlichen Tugenden allzu menschliches nicht fremd scheint. Elmar Wepper komplementiert als Neffe Dennis mit jugendlichem Elan die Familie. Hanne Wieder und Jürgen Goslar als (un)heimliches Liebespaar konnten als Film- und Fernsehschaffende eine beachtliche Karriere vorweisen und schöpfen so scheinbar mühelos aus dem Fundus ihrer darstellerischen Erfahrungen. Ein Umstand, der auch der Interpretation ihrer Rollen zugutekam. Den allzu „dramatischen“ Grundton des Stücks lockert Edith Hancke als Hausperle Mary mit ihren humorvollen Auftritten auf.

Und auch in diesem Fall gilt mein Dank dem hervorragenden Tonmeister, der abermals wieder ganze Arbeit leistete, indem er dieses Hör-Erlebnis durch sein Können abrundete.


CD 4/ Die spanische Truhe (1994)/ Regie: Reinhard Prosser und Gerda Eisendle/ mit Gustl Weishappel, Alexandra Tichy, Signe Seidel, Helma Gautier, Klaus Martin Heim u.a.

Hercule Poirot, der Zweite: In dieser Hörspiel-Adaption einer Kurzgeschichte schlüpft Gustl Weishappel vokal in die Rolle unseres Meisterdetektivs und konnte mich bedauerlicherweise mit seiner Darbietung nicht völlig überzeugen.

Weishappel ist durchaus ein talentierter Sprecher, nur für die Rolle des Hercule Poirot halte ich ihn für keine optimale Wahl. So wirkt Weishappels Interpretation des kleinen, agilen Belgiers eher gemütlich, beinah väterlich und somit wenig dynamisch. Auch interpretiert Alexandra Tichy die Rolle der patenten Sekretärin Miss Lemon eher unangebracht spröde. Alle anderen Sprecher*innen liefern solide aber wenig spektakuläre Leistungen.

Alles in allem ist dies – von den bisher angehörten und rezensierten Hörspielen – die schwächste Adaption eines Christie-Klassikers.


erschienen bei der Hörverlag/ ISBN: 978-3867177221 (Vier Hörspiele: Der Mord an Roger Ackroyd, Die Fuchsjagd, Tod im Pfarrhaus, Die spanische Truhe)

Ich danke dem Verlag herzlich für die zur Verfügung gestellten Hör-Exemplare!

[Rezension] Agatha Christie – Hörspiele Teil 1: Zeugin der Anklage, Die Stimme aus dem Grab, Legale Tricks

Abends, wenn es eigentlich schon Zeit war, um zu schlafen, gab es für mich als Kind nichts gemütlicheres, als eingekuschelt in meiner Daunendecke einer Hörspiel-Kassetten zu lauschen: Die drei ???, 5 Freunde und TKKG waren auch hier meine bevorzugten Helden. Selten empfand ich meine Kindheit friedvoller als in diesen raren Momenten.

Daran musste ich denken, als ich zwei Hörspiel-Editionen mit Werken meiner Lieblings-Autorin entdeckte. Hörbücher begeistern mich ja eher weniger, aber vielleicht könnte ich mit diesen Hörspielen das Gefühl der Vergangenheit wieder heraufbeschwören.

Es handelt sich hierbei um eine abwechslungsreiche Auswahl, die hauptsächlich beliebte Christie-Geschichten beinhaltet aber auch mit zwei eher unbekannteren Erzählungen neugierig macht auf ihre Werke abseits des Bekannten. Allen Einspielungen ist gemein, dass jeweils ein talentiertes Ensembles aus renommierten Darsteller*innen, die einigen Hörer*innen aus Theater, Film und Fernsehen bekannt sein dürften, zum Einsatz kam. Da hier tief und erfolgreich in den Archiven der Rundfunkanstalten gewühlt wurde, dürfen wir uns an Einspielungen aus den 50ern, 60ern, 70ern und 90ern sowie aus dem Jahre 2000 erfreuen. Doch gänzlich unabhängig vom Alter der Aufnahme ist die Tonqualität exzellent.

Gefallen haben mir alle (!) Hörspiele. Dabei konnte ich durchaus Unterschiede im Vortrag wahrnehmen: Die Sprecher*innen aus den 50er Jahren klingen anders als ihre Kolleg*innen aus dem Jahre 2000. Der Sprachduktus war damals ein anderer als heutzutage – wen wunder’s: Zwischen der Entstehungszeit beider Aufnahmen liegt beinah ein halbes Jahrhundert. Doch in jedem Fall war es für mich eine helle Freude, Könner*innen ihres Fachs zu lauschen, die noch sprechen konnten und die Kunst des Vortragens beherrschten. Darum werde ich auch weniger auf den Inhalt der jeweiligen Geschichte sondern vielmehr auf die Art des Vortrages eingehen.

Abschließend möchte ich einen Appell an Euch richten: Bitte holt Euch die alten Hörspiel-Schinken! Es lohnt sich, weil es so viel Spaß bringt. Ich saß eingekuschelt in einer Decke mit einem Becher Tee in meiner Hand und lauschte gespannt, und – Ja! – ich habe einen Hauch der friedvollen Kinderzeit nochmals erahnen dürfen.

…to be continued: „Agatha Christie – Hörspiele Teil 2“ erscheint am kommenden Freitag!


Drei Hörspiele von Agatha Christie 

CD 1/ Zeugin der Anklage (1995)/ Regie: Reinhard Prosser und Gerda Eisendle/ mit Peter Fröhlich, Sonja Sutter, Reiner Friedrichsen, Karl Michael Vogler, Klaus Martin Heim u.a.

„Was war zuerst da: die Henne oder das Ei?“ stellte ich in meinem Beitrag Agatha Christie – Zeugin der Anklage/ Erzählung und Theaterstück im Vergleich mir selbst die Frage und lieferte in einem Atemzug auch die Antwort. Aus einem Theaterstück wurde ein Film: Dank Billy Wilders exzellenter Verfilmung mit den Schauspiellegenden Charles Laughton, Marlene Dietrich und Tyrone Power ist diese Geschichte sicherlich vielen bekannt. Andere Verfilmungen könnten es gegenüber diesem cineastischen „Schwergewicht“ durchaus schwer haben, sich zu behaupten.

Aus einem Theaterstück wurde aber auch ein Hörspiel: Nun neige ich zum Glück nicht dazu, unterschiedliche Formate miteinander zu vergleichen. So konnte ich relativ neutral dieser Hörspiel-Adaption lauschen, die mit einer stimmigen Geräuschkulisse und dem passenden Einsatz von Hall in den Gerichtsszenen für Atmosphäre sorgt. Leider sind sich die Stimmen von Karl Michael Vogler (Sir Wilfrid Robarts) und Reiner Friedrichsen (Anwalt Mayhew) zu ähnlich, um prägnante Akzente zu setzten. Dafür trumpft Klaus Martin Heim als Staatsanwalt Myers mit markanter Stimme auf. Peter Fröhlich mimt den (scheinbar) Unschuldigen glaubwürdig zwischen Naivität und Fassungslosigkeit. Doch mein Hauptaugenmerk (Oder sollte es eher „Haupt-ohren-merk“ lauten?) lag bei Sonja Sutter in der Rolle der Titelgeberin: Mit fein nuancierter Sprache liefert sie eine äußerst gelungenes Rollenporträt und überzeugte mich somit völlig in dieser Doppelrolle. „Welche Doppelrolle?“ werdet Ihr Euch vielleicht jetzt fragen. Die Lösung erfahrt Ihr beim Anhören dieses Hörspiels!


CD 2/ Die Stimme aus dem Grab (1961)/ Regie: Paul Land/ mit Julia Costa, Ernst Fritz Fürbringer, Edith Heerdegen, Charles Wirths, Tessy Kuhls u.a.

„Christie goes Mystery“ könnte der Untertitel zu dieser Geschichte durchaus lauten. Diesmal meldet sich eine Ehefrau telefonisch aus dem Jenseits und erschreckt ihren Ehemann nebst neuer Gattin.

Ernst Fritz Fürbringer als James Brent, Julia Costa als seine Gattin Pamela und Edith Heerdegen als „Stimme aus dem Grab“ tragen die Hauptlast in dieser mysteriösen Geschichte und meistern dies sehr unterhaltsam. Die Stimmfarben der Sprecher*innen und die zeittypische musikalische Untermalung sorgen sehr charmant für ein nostalgisches Flair.


CD 2/ Legale Tricks (2000)/ Regie: Dieter Carls/ mit Angelika Bartsch, Bernt Hahn, Sibylle Kuhne, Claus-Dieter Clausnitzer u.a.

In dieser spannenden Geschichte spielen – außer Angelika Bartsch als Julia und Bernt Hahn als Sir Luke – alle anderen Personen eher eine untergeordnete Rolle. So mutet dieses Hörspiel auch eher als Kammerspiel an, indem sich die beiden genannten Hauptprotagonisten in ihren Dialogen die Bälle hin und her werfen.

Bernt Hahn mimt den arroganten Womanizer mit anfänglich beinah öligem Charme, bis er wimmernd erkennt, dass er in eine Falle getappt ist. Angelika Bartsch setzt ihre Stimme absolut überlegt ein und schafft mit ihrer differenzierten Betonung, gekonnt Akzente zu platzieren. So gibt sie die verführerische Femme Fatal mit dunklem Geheimnis sowohl äußerst überzeugend wie auch bedrohlich.


erschienen bei der Hörverlag/ ISBN: 978-3867177245 (Drei Hörspiele: Zeugin der Anklage, Die Stimme aus dem Grab, Legale Tricks)

Ich danke dem Verlag herzlich für die zur Verfügung gestellten Hör-Exemplare!

MONTAGSFRAGE #118: Hast du schon mal eine fremde Person angesprochen, weil sie ein Buch las, das du schon gelesen hast?

Ach, wie herrlich…! Ich liebe diese Frage! Oftmals wird die Auseinandersetzung mit einem Buch als ein Akt der Isolation beschrieben: Ich bin ganz allein mit mir, versinke in einer Geschichte und vergesse dabei alles um mich herum. Aber das Literatur auch ein wunderbares Thema ist, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, wird häufig zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei ist es so herrlich inspirierend, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen – auch wenn es sich dabei um eine fremde Person handelt.

Wobei ich die Bedeutung des Begriffs „fremd“ leicht dehnen möchte: Während meiner Ausbildung zum examinierten Krankenpfleger hatte ich die Möglichkeit, einen Praxiseinsatz auf einer Station der Frauenklinik zu wählen. Zur damaligen Zeit war das eher ungewöhnlich und zeugte vom fortschrittlichen Denken der Verantwortlichen. Ich habe diese Wahl sehr bewusst getroffen, da ich mir sicher war, dass ich später nie in diesem Bereich arbeiten würde. Doch die wichtigen Erfahrungen, die ich hier sammeln konnte, wollte ich nicht missen.

Auf dieser besagten Station pflegten wir schwerpunktmäßig Frauen, die eine Brust-OP (aus unterschiedlichen Gründen) hinter sich hatten. Wie bei einem chirurgischen Eingriff oftmals üblich, musste auch hier regelmäßig ein Verbandswechsel erfolgen. Somit stand ich ebenso regelmäßig mit Verbandsmull, Schere, Pflaster, Desinfektionsmittel etc. ausgestattet vor dem Bett der Patientin und sollte/wollte zur Tat schreiten.

Um einer möglichen Scham vorzubeugen, wenn die Dame vor mir ihren Oberkörper entkleidete, habe ich sie gerne auf das Buch angesprochen, das ich auf ihrem Nachtschrank entdeckt hatte. Entweder hatte ich das Buch selbst schon gelesen, hatte davon schon gehört oder kannte von der-/ demselben Autor*in ein anderes Werk. Und – Schwupps! – während ich die Pflaster wechselte, waren die Patientin und ich in ein Gespräch vertieft, tauschten uns über Literatur aus und gaben uns gegenseitig Lese-Tipps.

Bücher sind so vieles und können ebenso viel bewirken – und sei es nur, dass sie dafür sorgen, eine unangenehme Atmosphäre gar nicht erst entstehen zu lassen!

…was meint Ihr: Können beim richtigen Buch aus Fremde Freunde werden???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Rezension] Scott Schuman – The Sartorialist Man. Inspiration für Männer mit Stil

Stil – entweder man(n) hat ihn, oder man(n) hat ihn nicht! Ist es wirklich so einfach zu formulieren? Seien wir realistisch: Oftmals scheitert die Möglichkeit, seinen Stil auszuleben, an Faktoren, auf die wir nur bedingt Einfluss nehmen können. Ein Beispiel gefällig? Bitte gerne! Ich liebe den Stil der 20er und 30er Jahre: Wenn Cary Grant in „Leoparden küsst man nicht“ auf dem Bildschirm erscheint, dann schmelze ich dahin – einerseits natürlich wegen Cary Grant, andererseits wegen der lässigen Eleganz in der Männermode. Gerne würde auch ich im Alltag mit einer beinah arrogant wirkenden Selbstverständlichkeit einen klassischen Anzug incl. Hut tragen oder meine Freizeit in weitgeschnittenen Bundfaltenhosen und edlem Poloshirt verbringen. Doch leider verdiene ich als Krankenpfleger nicht das nötige Kleingeld für diese extravagante Mode, noch besitze ich als übergewichtiger Mann die körperlichen Voraussetzungen, diese Garderobe mit Eleganz auszufüllen. Nun könnte mich ein Blick in dieses Buch durchaus frustrieren bzw. deprimieren, doch das genaue Gegenteil ist der Fall: Auch hier schmelze ich dahin!

Scott Schumann setzt ein Plädoyer für mehr Mut in der Männer-Mode! Dies vollbringt er nicht, indem er auf Hochglanzseiten glatte Models präsentiert. Vielmehr wirft er einen Blick in die Straßen der Städte dieser Welt und zeigt uns in einer üppigen Fotoauswahl echte Typen – Typen von jung bis alt, von lässig bis elegant, von groß bis klein, von schlank bis gedrungen, von klassisch bis extravagant undsoweiterundsofort…! Dabei kommt es ihm nicht auf den perfekten Look an (Nobody is perfect!). Es sind oft die Kleinigkeiten (Brille, Tuch oder Socken), die ein Outfit zu etwas besonderen, etwas individuellen machen.

Äußerst informativ fand ich seine Tipps zur typgerechten Kleidung: Dort ordnet er das körperliche Erscheinungsbild eines Mannes in eine kleine, muskulöse, stämmige oder große Statur (Mischformen nicht ausgeschlossen) ein, und gibt hilfreiche Hinweise, worauf man(n) beim Kauf eines Kleidungsstücks achten sollte. Denn selbst wenn ein Kleidungsstück in der passenden Größe vorhanden ist, entscheidet oft der Schnitt oder die Stoffqualität, ob es auch wirklich „passt“.

Die nachfolgenden Seiten sind gespickt mit Informationen zu den unterschiedlichsten Bekleidungsstücken (Jackett, Hemd, Hose, Strickwaren und Überbekleidung). Besonders den Accessoires räumt der Autor einem üppigen Platz in diesem Buch ein. Setzten sie doch häufig bei einem eher simplen Outfit ein besonderes Highlight. Doch auch ganz pragmatische Themen werden von ihm angesprochen: Wie wird ein Hemd korrekt gebügelt? Was muss beim Schuhe putzen beachtet werden? In welcher Reihenfolge wird ein Koffer gepackt?

Im letzten Teil des Buches setzt Schumann ein Statement, lieber weniger, dafür qualitativ gute Kleidung zu kaufen, die dank richtiger Pflege und Instandhaltung uns viele Jahre begleitet, als auf billige Ware zu setzten, die oftmals nach kürzester Zeit verschlissen ist und dann als Müll entsorgt wird.

Ich liebe dieses Buch, da es mir nicht vorschreibt, wie ich zu sein habe, sondern mir vielmehr Mut zuspricht, meine Individualität zu feiern. Denn: Alles kann, nichts muss!


erschienen bei Prestel/ ISBN: 978-3791387598

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

MONTAGSFRAGE #117: Wie sieht Euer Leseverhalten aus: Musik oder Hintergrundgeräusche, eher morgens oder abends, Leseplatz u.a.?

Esoterische Rituale, Räucherstäbchen und Gesänge der Buckelwale: Brauche ich nicht!
Sonnenlicht aus süd-östlicher Richtung mit Windböen unter Stärke 4: Brauche ich nicht!
Eine von tibetanischen Tempeltänzern geklöppelte Sitzgelegenheit: Brauche ich nicht!

Viel brauche ich nicht, außer…

…Ruhe! Ich brauche Ruhe! Darum werden Hintergrundgeräusche möglichst eliminiert, was zur Folge hat, dass selbst beim herrlichsten Frühlingswetter Fenster und Balkontür geschlossen bleiben, wenn mein Vermieter vs. Nachbar vs. Freund wieder einmal der Meinung ist, seine Werkstatt aufräumen zu müssen. Dieses Unterfangen hat schon ein episches Ausmaß angenommen, denn seit unserem Einzug im Jahre 2003 wird diese Werkstatt in mehr oder weniger regelmäßigen Intervallen aufgeräumt – und dies gerne recht geräuschvoll mit musikalischer Untermalung.

Apropos Musik: Während der Lektüre? Geht gar nicht! In jungen Jahren – also zu einer Zeit, die weit, sehr weit in der Vergangenheit liegt (Zur allgemeinen Orientierung: Als Währung hatten wir die D-Mark, Helmut Kohl war Bundeskanzler und Dieter-Thomas Heck moderierte noch die „Hitparade“!) – dudelte, während ich las, im Hintergrund immer ganz unaufgeregt irgendeine Musik. Und heute? Ruhe! Ich brauche Ruhe! Ach, das hatte ich ja schon erwähnt!

Als Leseplatz wähle ich mir gerne das Sofa und zwar vorzugsweise die Seite mit der Recamiere, damit ich meine Füße bequem hochlegen kann. Kaum bin ich in dieser Leseposition, lockt sie wie durch Zauberei unseren Kater auf den Plan, der liebend gerne auf meinem Schoß Platz nimmt. „Eigentlich“ (!) ist er auch das einzige Lebewesen, das mir beim Lesen Gesellschaft leisten darf. Mein Gatte wird höchstens in Ausnahmefällen gnädig von mir geduldet. Erstaunlich wie laut so’n Mensch atmen kann! Und dabei brauche ich doch…! Ach, das hatte ich ja schon erwähnt!

Auch bei Tageslicht schalte ich die Leselampe ein. Unser Sofa steht in einem so ungünstigen Winkel zum Fenster, dass auf die Buchseiten nur dann ausreichend Licht fallen würde, wenn der Buchrücken in meine Richtung zeigt. Zwecks Ausnutzung der Naturbeleuchtung müsste ich dann meinen Kopf auf die Recamiere betten, während meine Beine sich über die Rückenlehne Richtung Zimmerdecke schlängeln. Geht gar nicht! Aus dem Alter, wo ich akrobatische Verrenkungen auf einer weichen Unterlage machte, bin ich seit einigen Jahren (Okay, okay! Es sind eher Jahrzehnte!) raus. Also bescheint die Leselampe meine Buchseiten und brennt mir nebenbei einen fulminanten Sonnenbrand in den Nacken.

„Eigentlich“ (Schon wieder dieses schauderhafte Wort…!) kann ich zu jeder Tageszeit (weniger Nachtzeit) lesen. Allerdings bin ich morgens einfach frischer und somit aufnahmebereiter, während es (leider) am Nachmittag durchaus vorkommen kann, dass mich nach der Lektüre einiger Seiten eine altersbedingte Müdigkeit befällt und meinen Kopf auf das Polster zwingt. Dabei weckt mich häufig ein sehr spezifisches Geräusch – mein Schnarchen! Wen wundert’s?! Denn auch für einen erholsamen Schlaf brauche ich – Ihr ahnt es sicherlich – Ruhe, ganz viel Ruhe!

Wie gesagt: Viel brauche ich nicht…!

…und welche Lese-Rituale habt Ihr für Euch kultiviert???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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[Rezension] Georges Simenon – Maigrets Pfeife

Was kann ich nur tun, wenn sich meine Leselust auf einem noch nie dagewesenen Tiefpunkt befindet, ich mit Mühe knapp 20 Seiten von einem Roman gelesen habe, den die Buchhändlerin meines Vertrauens mir warm/wärmer/wärmstens ans Herz gelegt hatte, und zudem einige Ereignisse vor/an/nach Ostern mich und meinen Liebsten herausforderten? Auf Biegen und Brechen am besagten Roman weiterlesen und ihn mir vielleicht dadurch verleiten? Ganz sicher nicht…! Vielmehr habe ich selbst die Anspannung aus diesem Zustand genommen, indem ich mich einer kleinen Krimi-Erzählung aus der Feder von Georges Simenon gewidmet habe.

Wo hat er sie nur gelassen? Kommissar Maigret sucht seine Lieblingspfeife, die ihm seine Frau vor 10 Jahren zum Geburtstag schenkte und die er immer nur „die gute alte Pfeife“ nennt. Er sucht die Räumlichkeiten des Kommissariats ab, geht von Zimmer zu Zimmer, von Platz zu Platz – selbst an Orten, die er an diesem Tag bisher nicht aufgesucht hatte, schaut er nach seiner Pfeife…! Doch nirgends ist sie zu finden. Dabei war der Tag bisher völlig ruhig und ereignislos verlaufen. Selbst Besucher hatten sich nicht ins Kommissariat verirrt. Bis auf… – Ja! – da war diese ältere Frau mit ihrem Sohn gewesen, die wirres Zeug über einen angeblichen Eindringling, der in ihrer Abwesenheit ihre Wohnung durchsucht, redete. Er hatte ihr nicht so genau zugehört. Allerdings kam ihm der Sohn, ein junger Mann von 17 Jahren, durchaus etwas absonderlich vor und reagierte verdächtig, als er Maigrets Namen hörte. Nachdem ihn die Beiden verlassen hatten, vermisste er seine Pfeife. Er wird dieser unangenehmen Frau und ihrem Sprössling einen Besuch abstatten. Als Vorwand könnte er Ermittlungen im Interesse der Familie im Fall „unbekannter Eindringling“ vorschieben und dabei unauffällig nach seiner Pfeife Ausschau halten. Und vielleicht ist an dieser abstrusen Geschichte mit dem Eindringling doch etwas dran…!

Es war genau die richtige Entscheidung: Ich saß in einer Wolldecke eingewickelt auf dem Sofa, neben mir stand eine Tasse Kaffee, und mein Blick wanderte während der Lektüre hin und wieder zum Fenster nach draußen, wo sich das April-Wetter abwechslungsreich austobte. Dank dieser knapp 70 Seiten wurde ich ins Frankreich Ende der 40er Jahre katapultiert, um dem hochgeschätzten Ermittler bei seinem kniffeligen Fall zu „assistieren“. Simenon galt als Vielschreiber, der sein Metier in jungen Jahren durch das Verfassen von so genannten Groschenromanen erlernte. Seine Werke sind aber weit davon entfernt, um als Trivial-Literatur abgekanzelt zu werden. Vielmehr war er ein Meister im Kreieren atmosphärisch dichter Handlungsort und im Erschaffen eines kauzig-kantigen Personals. Dabei sucht der geneigte Leser die Personen der Upperclass vergeblich, vielmehr liefert Simenon glaubhafte Porträts der einfachen Leute und liefert somit eine realistisch anmutende Milieu-Studie aus einer längst vergangenen Zeit.

Mein positiver Gesamteindruck zu diesem kleinen Büchlein im Retro-Design rundete der Kampa-Verlag mit einem Nachwort vom Übersetzer Karl-Heinz Ott und einer Reminiszenz von Peter Ustinov, der amüsant von seinen Begegnungen mit dem großen Meister Simenon berichtet, äußerst gelungen ab.


erschienen bei Kampa/ ISBN: 978-3311131014

MONTAGSFRAGE #116: Wie gut kennt Ihr euch eigentlich mit HTML und Java Script aus (oder wie eignet Ihr Euch eure Design-Kenntnisse sonst so an)?

Ein Schrei erschüttert die westliche Hemisphäre: In den Häuserschluchten der Stadt schallt sein mächtiges Echo von Straße zu Straße und bringt das Glas in den Fenstern zum Klirren. Aufgescheucht von diesem Höllenton schlagen die Hunde in der Nachbarschaft Alarm, ganze Vogelscharen flattern panisch davon, und selbst die abgebrühteste Straßenkatze sucht Schutz im Sicherheit versprechenden Gebüsch. Die Rede ist natürlich von meinem MONTAGSFRAGE-Schrei, den mir Antonia in unregelmäßigen Abständen entlockt. Schuld daran sind Fragen wie diese…! Also, bitte, Antonia, was soll ich bloß mit einer solchen Frage anfangen?

Frage: „Wie gut kennt Ihr euch eigentlich mit HTML und Java Script aus?“
Antwort: Gar nicht!
Frage: „Wie eignet Ihr Euch eure Design-Kenntnisse sonst so an?“
Antwort: Learning by doing! – Ich probiere einfach aus!

Im Laufe meines (Berufs-)Lebens habe ich schon den einen oder anderen PC-Kurs belegt mit dem Ergebnis, dass ich das Gelernte aufgrund mangelnder Gelegenheit zur Anwendung schnell wieder vergessen hatte. In dem Moment, wo ich entsprechende Informationen brauchte (z.Bps. beim Erstellen eines eigenen Buch-Blogs), war es ein langsames, zeitintensives Herantasten an die Materie. Ich bin weniger ein Anleitungs-Leser – vor allem da vieles auf Englisch verfasst ist – als vielmehr ein Ausprobierer. Und so habe ich mal hier etwas angeklickt, mal dort etwas eingefügt bis langsam aber stetig mein Buch-Blog „wie durch Zauberei“ vor meinem Auge erschien und seine jetzige Form annahm.

Dabei empfinde ich die eigenmächtigen Änderungen des Blog-Anbieters in Bezug auf die Anwendung als absolut überflüssig, und vollmundige Versprechen wie „…nun noch schneller zur Traumseite!“ entlocken mir eher ein entnervtes Augenrollen. Einzig und allein ich entscheide darüber, welche Anwendungen bei meinem Blog zum Einsatz kommen – schließlich zahle ich dafür – und da ich mit meinem momentanen Status Quo zufrieden bin, stressen mich irgendwelche aufgezwungenen „Verbesserungen“ vom Anbieter mehr, als das sie mir eine Arbeitserleichterung verschaffen. Lieber Anbieter: Sollte ich den Wunsch nach Veränderung verspüren, komme ich gerne auf Dein Angebot (!) zurück. Ansonsten verbuche ich die Auseinandersetzung mit solchen „Verbesserungen“ eher als lästige Zeitverschwendung.

Apropos Zeitverschwendung: Die bereits erwähnten PC-Kurse waren für mich aber durchaus keine vertane Zeit – ganz im Gegenteil – habe sie doch meine Scheu vor dem „mächtigen“ PC gemindert und mir Mut gemacht, mich an ihm auszuprobieren.

…PC-Crack oder PC-Depp? Zu welcher Gattung zählt Ihr Euch???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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MONTAGSFRAGE #115: Literarischer Osterausflug. Welche Bücher eignen sich besonders für eine Flucht aus der Realität?

Ihr Lieben! Ich begrüße Euch herzlich endlich wieder zu einer MONTAGSFRAGE und hoffe, Ihr hattet bisher ein ganz wundervolles Osterfest. Dem Drang, dem Alltag real zu entfliehen, um neue Länder zu erkunden, können wir momentan leider nur sehr eingeschränkt nachgeben. Aber zum Glück gibt es – neben Filmen und TV-Serien – ganz wunderbare Lektüren, die uns in unserer Fantasie auf weit entfernte Kontinente, in fremde Galaxien oder sogar zu magischen Welten entführen könnten. Nun bin ich selbst weder der Typ, der die Genre Fantasy oder Horror bevorzugt noch einen Hang zu weiten Reisen verspürt. „Weiter“ bedeutet für mich nicht zwangsläufig „besser“, und so bleibe ich auch gerne literarisch auf einem vertrauten Terrain.

Nun liegen seit einiger Zeit zwei Krimis sichtbar und somit griffbereit auf meinem Couchtisch und locken mich, eine imaginäre Reise nach Frankreich bzw. England anzutreten.

Im letzten Jahr habe ich etwas vorgegriffen, indem ich den dritten Fall als erstes gelesen habe, um ihn Euch für „Lektüre zum Fest“ vorstellen zu können. Dieser gefiel mir allerdings so außerordentlich gut, dass ich beim Bücherstöbern in der Buchhandlung meines Vertrauens nicht widerstehen konnte. Auch beim ersten Fall Lacroix und die Toten vom Pont Neuf von Alex Lépic alias Alexander Oetker rechne ich mit einem spannenden aber unaufgeregten Kriminalroman, wo die Ermittlungen den pfiffigen Commissaire Lacroix durch die Straßen und Gassen der Seine-Metropolen führen und Cafés und Brasserien einladen, eine kulinarische Pause einzulegen. Ich erhoffe mir, dass die Handlung mich mit Witz und Charme in ein Paris ohne Corona entführt, mich von einem Bummel zu den „Bouquinisten“ am Ufer der Seine träumen und somit eine gehörige Portion Savoir-vivre erahnen lässt….! (Seufz!)

Der Krimi Mord in Sussex von John Bude ist vor kurzem erst (wieder-)erschienen. Dank einiger rühriger Verlage gibt es für Fans wie mir immer wieder einige Krimi-Klassiker aus der s.g. goldenen Ära zu entdecken. In diesem Fall ist die Handlung – wie es der Titel schon verrät – an der Südküste Englands angesiedelt. Vor meinem inneren Auge sehe ich mich schon durch eines der urigen Seebäder schlendern, genüsslich ein Eis schlecken, während die Musik der Karussells des nahen Jahrmarktes vom Wind über die See getragen wird. Oder ich mache barfuß einen Spaziergang am Strand, wo die warmen Wellen des Meeres meine Füße umspielen, und die Schreie der Möwen an den majestätischen Felsen der Steilküste widerhallen. Wie blöd nur, dass immer ausgerechnet in einem solch idyllischen Setting ein Mord verübt wird und somit im denkbar unpassenden Augenblick eine Leiche auftaucht. So’ne Leiche kann mir aber auch das schönste Urlaubsfeeling verleiten. Sehr rücksichtslos von so’ner Leiche…! (Grummel!)

…und in welchen literarischen Sphären verschlägt es Euch? Verratet mir gerne Eure Reise-Ziele!


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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Ich wünsche Euch von Herzen…

Hallo Leute!

Wie schon im letzten [Blog-Ge-„switch“-er] erwähnt, fällt es mir gerade sehr schwer, mich mit Literatur zu beschäftigen. Irgendwie fühle ich mich etwas erschöpft und befinde mich in einem Lese-Tief. Doch die Erfahrung hat mich gelehrt, dass auch diese Zeit vergehen wird, und ich hinterher wieder voller Elan durchstarten werde. Erzwingen lässt sich nichts: Warum es demnach versuchen?

Aus dem Grund werde ich mir eine kleine Auszeit vom Bloggen gönnen: Bis einschließlich Ostern müsst Ihr nun leider so gänzlich ohne meine geistigen Ergüsse auskommen. Ich weiß, es ist viel verlangt, aber – Tschakka! – Ihr schafft es. 😉

So bleibt mir nur noch eins…

Ich wünsche Euch von Herzen ein wunderbares Osterfest!

Liebe Grüße
Andreas

[Eine Geschichte…] Unbekannt – LEGENDÄRE WORTE

Eines Tages spazierte das Ehepaar Churchill durch Londons vornehmste Wohngegend. Die vorbeischlendernden Passanten grüßten und wechselten ein paar Worte mit dem Premierminister. Ein Straßenfeger hingegen grüßte vornehmlich Mrs. Churchill, die stehenblieb und sich für eine Weile mit ihm sehr vertraulich unterhielt.

Als sie weitergingen fragte Mr. Churchill seine Gattin, was sie so lange mit diesem ihm unbekannten Straßenfeger zu besprechen gehabt hätte. Mrs. Churchill lächelte verschmitzt und sagte „Ach, ich kenne ihn von früher. Er war vor langer Zeit einmal in mich verliebt.“ Mr. Churchill schmunzelte und meinte „Siehst du, hättest du ihn geheiratet, dann wärst du heute die Frau eines Straßenfegers“.

Mrs. Churchill warf ihrem Mann einen verwunderten Blick zu und sagte die legendären Worte: „Aber nicht doch, Darling, wenn ich ihn geheiratet hätte, dann wäre ich heute trotzdem die Frau eines Premierministers!“.

Unbekannt