Wilhelm Busch – IM HERBST

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Die ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewusst bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

Wilhelm Busch

MONTAGSFRAGE #10: Unterhalten dich Biografien, oder findest du die non-fiction Geschichten anderer Menschen eher öde?

Montagsfrage (1)

Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv finden Sie Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.


Buch-Blogger Vorstellungsrunde: Unterhalten dich Biografien, oder findest du die non-fiction Geschichten anderer Menschen eher öde?

Ohje! Wunder Punkt!

„Wunder Punkt“ deshalb, weil ich mich immer wieder daran versuche. Mich interessieren durchaus bestimmte Künstler, und darum möchte ich mehr über sie und ihr Leben erfahren. Der einfachste Weg: Der Griff zur Biografie (sofern vorhanden).

Dabei habe ich für mich festgestellt, dass eine Biografie mich eher packt und fesselt, wenn der besagte Künstler sie selbst verfasst hat und sehr viel von seiner Persönlichkeit in die Biografie einfließen lässt. Natürlich ist dieses Werk dann sehr individuell „gefärbt“, will sagen: einige Episoden werden aus der subjektiven Sicht des Künstlers erzählt, geben seine Meinung wieder und entsprechen nicht unbedingt den objektiven Tatsachen. Aber ist es nicht genau das, was ich als Leser erfahren möchte: die eigene (Selbst-)Wahrnehmung eines Künstlers?

Wer nun annimmt, dass bei einem Biografen, der über eine Persönlichkeit berichtet, zwangsläufig eine kritische Distanz besteht, liegt leider falsch. Entweder mutiert die Biografie zur Götteranbetung oder hakt chronologisch sachlich-emotionslos die Lebensstationen ab. Beides empfinde ich als unangenehm zu lesen!

Von folgenden Künstlern habe ich die Auto-Biografien mit Freude gelesen: Heidi Kabel, Katharine Hepburn, Lili Palmer, Hape Kerkeling, Jan Josef Liefers und Agatha Christie.

Im Großen und Ganzen stehen Biografien und ich allerdings „auf Kriegsfuß“: Es war, wurde und wird nie mein bevorzugtest Genre.

Vielleicht bin ich auch einfach nicht voyeuristisch genug! 😉


…und wie ist es bei Euch? Interessieren Euch „die Leben der Anderen“?

 

[Rezension] Anne Meredith – Das Geheimnis der Grays

„Adrian Gray wurde im Mai 1862 geboren und starb Weihnachten 1931 eines gewaltsamen Todes durch die Hand eines seiner eigenen Kinder. Das Verbrechen geschah aus dem Augenblick heraus, ohne Vorsatz, und der Mörder, noch nicht beunruhigt, geschweige denn verängstigt, stand nur stumm da, starrte ungläubig die Waffe auf dem Tisch an und sah dann zu dem Toten hin, der im Halbdunkel am Fuß der schweren Vorhänge lag.“

…lauten die ersten Zeilen dieses Kriminalromans: Noch tappt der Leser im Dunkel, welcher Spross der Gray-Familie den Familien-Oberhaupt ermordet hat. Vielmehr machen wir vorerst die Bekanntschaft mit den einzelnen Mitgliedern dieser zwar angesehenen aber nicht glücklichen Familie, bei der Prestige wichtiger scheint als Menschlichkeit. So zeichnet Anne Meredith feine Portraits der Familienmitglieder, die mal mehr mal weniger Sympathie beim Leser wecken.

…und plötzlich ist der Mord geschehen: Der Leser erfährt sofort, wer diese schändliche Tat begangen hat. Die Spannung dieses Krimis beruht somit nicht auf der klassischen Frage „Whodunit?“, sondern „Wird es dem Täter gelingen, seine Spuren zu verwischen?“ und „Wie wirkt sich die Tat auf das Leben der anderen Familienmitglieder aus?“.

Der Roman besticht mit einer gut durchdachten Handlung, dem intelligenten Wechseln der Erzählperspektiven und mit geschliffenen Dialogen – eine eher unübliche wie ungewohnte Herangehensweise für Krimis, die zu jener Zeit gerne „cosy“ waren.

Von „cosy“ ist dieser psychologisch-feine Roman sehr weit entfernt, dessen Original-Titel „Portrait of a Murderer!“ mir auch deutlich passender scheint als die eher farblose deutsche Titelwahl.

Dieser Roman war ein verschollener kriminalistischer Schatz aus dem Jahre 1933, den der Klett-Cotta Verlag dankenswerterweise für uns Leser wieder ans Tageslicht gehoben hat.

erschienen bei Klett-Cotta/ ISBN: 978-3608962994

[Rezension] Theodor Fontane – Das ist das höchste Glück: Gedichte und Balladen

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Unzählige Schülergenerationen mussten sich durch „Effi Briest“ quälen, wurden „dank“ germanistisch-geprägter Deutschlehrer gezwungen, seine Texte zu interpretieren und machen seither für immer einen großen Bogen um Theodor Fontane – völlig zu Unrecht!

Theodor Fontane hat es nicht verdient, als Schülerschreck zu verkommen: Sein Schreibstil durchzieht ein feiner ironischer Humor. Er blickt auf das scheinbar Belanglose im Leben und schenkt diesem seine Beachtung. Scheinbar folgen seine Figuren den gesellschaftlichen Normen, nur um dann ihre wahren Interessen zu offenbaren. Fontanes Kritik an einer Einzelperson lässt Rückschlüsse auf seine Kritik an der Gesellschaft zu.

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In diesem Band findet der Leser nun eine feine Auswahl seiner Gedichte und Balladen. Gerade in seinen längeren Vers-Kreationen offenbaren sich seine verführerische Sprachmelodie und sein Talent für Rhythmus.

Selbstverständlich darf in dieser Anthologie die Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ ebenso wenig fehlen, wie seine Gedichte an seine Ehefrau Emilie Fontane, die so wunderbar schelmisch daher kommen und so viel über das Verhältnis der Eheleute preisgeben.

„Es ist etwas unbedingt Zauberhaftes um seinen Stil…“ Thomas Mann

…völlig zu Recht!

erschienen bei marix/ ISBN: 978-3865393623

Ein Porträt: Antoine de Saint-Exupéry

Antoine de Saint-Exupéry (* 29. Juni 1900/ † 31. Juli 1944)

…oder wie er mit vollem Namen hieß: Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint-Exupéry galt schon zu Lebzeiten als ein anerkannter Autor, obwohl er sich selbst lieber als Berufspilot sah, der – so nebenbei – auch ein wenig „schriftstellert“. Sein wohl berühmtestes Werk „Der kleine Prinz“, diese märchenhafte und äußerst poetische Geschichte, begeisterte Millionen von Lesern: Sein Zauber ist bis heute ungebrochen!

Er war als Journalist, Werbebeauftragter und Autor tätig – seine große Leidenschaft galt allerdings dem Fliegen. Ein Flugzeugabsturz im Jahre 1935 in der Wüste vor Kairo überlebte er und sein Mechaniker zwar unverletzt, waren nun aber der gnadenlosen Hitze der Wüste ausgesetzt ohne ausreichenden Wasservorrat. Nach fünf endlos scheinenden Tagen in der Wüste wurden sie glücklicherweise von einer Karawane aufgegriffen.

Die Vermutung liegt nah, das Saint-Exupéry hier seine Inspiration zu „Der kleine Prinz“ fand, und die Figur des Piloten nach seinem Vorbild formte.

In den Jahren des 2. Weltkrieges mit der Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten verfasste er lyrische Texte und Essays, um die Franzosen in aller Welt aufzufordern, sich mit dem besetzten Frankreich zu solidarisieren. In „Der kleine Prinz“, der 1943 erschien, flossen somit seine Erfahrungen, Ängste und Gedanken dieser Zeit ein und spiegelten sich in der Charakterisierung der Figuren, denen der kleine Prinz auf seiner Reise begegnet, wieder.

Am 31. Juli 1944 plante Antoine de Saint-Exupéry seinen letzten Flug: Er kehrte nie zurück. Sein Flugzeug blieb verschollen. Abschuss, technischer Defekt aber auch Selbstmord aufgrund starker Depressionen kamen als mögliche Ursachen in Betracht. Wir werden es nie erfahren.

Seine Texte haben eine enorme poetische Kraft, der ich mich als Leser auch nach Jahren nicht entziehen kann. Dabei vermitteln sie ihre Botschaften sehr schlicht und schleichen sich in Dein Herz ohne jemals besserwisserisch zu erscheinen.

„Der kleine Prinz“ ist bis zum heutigen Tag sein bekanntestes und beliebtestes Werk, das weltweit in über 140 Sprachen übersetzt wurde.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen Unsichtbar.“


Auswahl seiner Werke:
  • Der kleine Prinz erschienen bei Karl Rauch/ ISBN: 978-3792000526
  • Worte wie Sterne: Texte von Antoine de Saint-Exupéry erschienen bei Herder/ ISBN: 978-3451381386

MONTAGSFRAGE #9: Schaurig schön – Was ist für dich die ultimative Halloween-Lektüre?

Montagsfrage (1)

Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv finden Sie Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.


Buch-Blogger Vorstellungsrunde: Schaurig schön: Was ist für dich die ultimative Halloween-Lektüre?

Bei mir/ für mich gibt es keine ultimative Halloween-Lektüre!

Warum?

Halloween geht mir absolut am Pöter vorbei! Will sagen: Halloween interessiert mich ungefähr so sehr wie eine Zecke auf meinem Kater: …bei Entdeckung angeekelt das Gesicht verziehen und dann schnell weg damit!

Die einzige Zeit im Jahr, in der ich zur Saison stimmige Lektüre lese, ist Weihnachten! Dann schöpfe ich allerdings genüsslich und voller Freude aus den Vollen – schon allein aufgrund meiner Tätigkeit als Vor-Leser!

Ansonsten bin ich – wie in der letzten Woche schon erwähnt – ein Stimmungsleser…!


…und wie ist es bei Euch? Darf es zu Halloween etwas gruseliger sein?

[Glosse] Sommerzeit vs. Winterzeit…

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Ich war damals dabei!

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, ich kenne noch eine Welt ohne „Uhren umstellen“. Und mit „Uhren umstellen“ meine ich nicht, den Wecker mal auf die andere Seite des Bettes platzieren. Ich habe da schon gelebt: In einem weit entfernten Land – vor langer, langer Zeit – als noch nicht 2x im Jahr der hauseigene Pilgergang zu den Zeigerträgern stattfand! (Ohje, so alt bin ich schon!)

Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich das noch erleben darf – in meinem hohen Alter! (theatralisch seufzen/ Träne aus der Drüse drücken)

Das „Uhren umstellen“ scheint bald passé – Okay! Okay! – noch nicht in diesem Jahr…

…naja! – vielleicht auch noch nicht im nächsten Jahr! Aber bald soll es geschehen: „Bald“ ist so ein schönes Wort – so dehnbar und flexibel!

Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, wären die Uhren heute ein letztes Mal auf Winterzeit gesprungen. Doch ganz so schnell, wie Kommissionschef Jean-Claude Juncker es sich wünschte, konnten (oder wollten) die EU-Länder nicht reagieren. In den meisten EU-Ländern ist noch nicht einmal geklärt, ob sie für oder gegen eine Zeitumstellung stimmen, und welche Zeit sie dann für ihr Land präferieren – dauerhafte „Summertime“ oder ewige „Temps d’Hiver“. („Temps d’Hiver“ klingt schon so nach „frieren“!)

Falls es jemanden interessiert: Ich persönlich favorisiere als Wintertyp eindeutig die Sommerzeit. (Widerspruch? Ach was!)

An diesem Wochenende war es wieder soweit: In der letzten Nacht wurden in den bundesrepublikanischen Haushalten die Uhren auf Winterzeit gestellt. Außer in meinem Haushalt – mir steht diese Tortur noch bevor. Aber was nützt das Klagen – frisch ans Werk!

Noch mal eben die Ausrüstung checken: Frischhaltedose mit Butterbrot und Apfelspalten ✔️, Thermoskanne mit Kaffee ✔️, festes Schuhwerk ✔️, survival kit ✔️, Ersatzbatterien in den gängigen Größen ✔️, …

…mein Pilgergang kann nach Beendigung dieser Zeile beginnen. Also: Jetzt!

Wünscht mir Glück!

Wie war das jetzt nochmal? Muss ich die Uhren nun vor- oder zurückstellen? Ich konnte mir das noch nie merken. Naja, in meinem hohen Alter sei es mir verziehen!

[Rezension] Edgar Allan Poe – Der Rabe/ in der Übersetzung von Carl Theodor Eben

Jede Lesung ist eine Herausforderung…

…und lässt mich in der Vorbereitung immer wieder Unbekanntes aufspüren und Vergessenes entdecken.

Dabei konnte ich immer wieder feststellen,…

…die Art einer Übersetzung kann entscheidend sein, ob mich ein Text berührt, fasziniert und inspiriert.

So auch in diesem Fall:

Nach der Lektüre der ersten Übersetzung von Edgar Allan Poes Gedicht „Der Rabe“ war ich etwas ratlos – ratlos deshalb, da ich mich fragte, warum dies das bekannteste und beliebteste Werk von Poe sein sollte.

Erst eine andere (bessere) Übersetzung offenbarte mir den Charme dieses Gedichtes, ließ mich die Sprachmelodie hören und den Rhythmus der Reime spüren.

Jede Lesung ist eine Herausforderung,…

…der ich mich mit großer Freude stelle!

Es gibt von dem Gedicht „Der Rabe“ vielfälltige deutsche Übersetzungen – leider konnte ich die Übersetzung von Carl Theodor Eben bisher nicht in gedruckter Form finden: Für Hinweise wäre ich sehr dankbar.

erschienen bei Insel/ ISBN: 978-3458190066 (Übersetzer: Hans Wollschläger) oder bei Anaconda/ ISBN: 978-3730601693 (Übersetzer: Theodor Etzel)


Gabriela Wendt hat auf ihrem Blog „Buchperlenblog“ die tolle Aktion Perlentauchen ins Leben gerufen: Hier werden literarische Kostbarkeiten wieder-vorgestellt, die schon einige Jahre/ Jahrzehnte/ Jahrhunderte auf den Buckel haben aber nicht in Vergessenheit geraten sollten.

An dieser Aktion beteilige ich mich sehr gerne: Gute Geschichten sind zeitlos!

[Rezension] Der Mond – Gedichte & Geschichten

„Träumereien sind der Mondschein der Gedanken“ Jules Renard

Der Mond: Er ist der hellste Himmelskörper am Nachthimmel und nimmt Einfluss auf Ebbe und Flut, ist geheimnisvoll und scheint uns gleichzeitig so vertraut. Viele Mythen ranken sich um ihn und seine scheinbaren Kräfte,…

…und er ist Inspiration für Generationen von Dichterinnen und Dichtern, von Geschichtenerzählerinnen und -erzählern!


Die schönsten Mondgedichte/ herausgegeben von Matthias Reiner/ mit Illustrationen von Reinhard Michl

Eine illustre Gesellschaft tummelt sich in diesem Gedichtband: Mascha Kaléko trifft auf Johann Wolfgang von Goethe, Erich Kästner steht neben Ulla Hahn, Frank Wedekind plaudert mit Friedrich Müller, und Christian Morgenstern teilt sich das Blatt mit Joachim Ringelnatz.

So spricht Guiseppe Ungaretti vom Mond als „Flaum des Himmels“, einem anonymen Dichter passieren sonderbare Dinge bei „dunkel wars, der Mond schien helle“, während Joseph von Eichendorff sich „wunderbar im Mondenschein“ von Nixen ins kühle Nass locken lässt.

So verschieden die genannten Dichterinnen und Dichter auch sind, sie haben eines gemeinsam: Sie widmen dem Mond ihre wunderschönen witzigen, poetischen und verführerischen Gedichte und schenken mir als Leser eine Fülle an sprachlichem Zauber.

erschienen bei Insel/ ISBN: 978-3458200246


Mond – Geschichten aus aller Welt/ gesammelt von Christine Brand

Jedes Land, jedes Volk hat seine Märchen,…

…und in vielen dieser Märchen spielt der Mond eine entscheidende Rolle, nimmt Einfluss auf das Geschehen, ist Glücksbote oder Unheilbringer, und auch auf die Liebe scheint er einen mächtigen Reiz auszuüben.

Christine Brand ist für diese Märchensammlung literarisch weit gereist, hat uns von Nord bis Süd, von Ost bis West die schönsten Geschichten für diesen Band zusammen getragen: Wir finden wundervolle Märchen aus Serbien, Nigeria, Brandenburg, China, Brasilien, Indien, Spanien und Frankreich ebenso wie Überlieferungen der Aborigines Australiens, der Massais Kenias oder der Indianer Nordamerikas.

Und alle Geschichten eint die Erkenntnis, dass die moderne Wissenschaft zwar viele Phänomene des Mondes erklären kann, sein Zauber davon aber ungebrochen bleibt und bleiben wird!

erschienen bei Unionsverlag/ ISBN: 978-3293004986


HINWEIS an alle Romantiker: Heute ist Vollmond!!!

MONTAGSFRAGE #8: Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum? Wenn nein: warum nicht?

Montagsfrage (1)

Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv finden Sie Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.


Buch-Blogger Vorstellungsrunde: Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum? Wenn nein: warum nicht?

Nein, ich leihe keine Bücher aus Bibliotheken aus! Aber über das Warum habe ich mir noch keine ernsthaften Gedanken gemacht. Vielleicht sollte ich es nun…

(Grübel!)

Wir haben hier vor Ort eine tolle Stadtbibliothek, die ich sogar schon betreten habe (Applaus!), um Karten für eine Lesung zu erwerben (Die Lesung fand dann allerdings in der angrenzenden Mensa statt). Neugierig bin ich bei dieser Gelegenheit durch die Reihen geschlendert, habe mir das dortige Angebot angesehen und fand, dass dies eine wichtige Einrichtung ist. Auf den Gedanken, mir ein Medium dort zu leihen, bin ich nicht gekommen.

Als Kind und Jugendlicher habe ich unsere kleine Gemeindebücherei in meinem Heimatort geliebt. Anfangs war sie sogar in zwei Klassenräumen in meiner Schule untergebracht. Da meine Eltern nicht über die finanziellen Mittel verfügten, mich mit ausreichend Lesestoff zu versorgen, war die Gemeindebücherei mein Buch-Paradies, mein Lese-Eldorado, mein Zufluchtsort! Zumal die Ausleihe für Kinder und Jugendliche damals noch kostenfrei war. Wahrlich paradiesisch…!

Bei meiner Ausbildung zum Krankenpfleger nutzte ich natürlich meine eigenen Fachbücher, und auch bei meinen Fortbildungen bei denen am Schluss eine Facharbeit erarbeitet werden musste, griff ich lieber tief in den Geldbeutel, habe mir die nötige Literatur angeschafft und konnte hemmungslos und nach Herzenslust die Texte markieren und Randnotizen machen.

Auch zur Vorbereitung auf eine Lesung greife ich prinzipiell zum Eigen-Buch: Nach einem Textstudium sind die Seiten eines Buches bei mir zwangsläufig nicht mehr „unberührt“.

Ich glaube, es ist nur verständlich, warum in den oben genannten Situationen, Leih-Bücher für mich keine vorteilhafte Wahl darstellen.

Doch neben dem beruflichen und öffentlichen Lesenden gibt es ja auch noch den privaten Lesenden: Rein theoretisch könnte ich mir meine Lektüre in einer Bibliothek entleihen. Aber ich tue es nicht…!

Ich tue es nicht, da ich ein Stimmungsleser bin! Auf meinem Regalbrett der ungelesenen Bücher befinden sich zwischen 15 und 20 Exemplare dieser Gattung (die Anzahl ist Schwankungen unterworfen). Einige Bücher stehen dort schon seit Jahren – nicht, weil sie „schlecht“ sind: sonst hätte ich sie ja nicht käuflich erworben – sondern weil ich für sie noch nicht in Stimmung war. Da bin ich wie eine verschnupfte Geliebte, die ihrem fordernden Liebhaber zuhaucht „Heute nicht, Schatz! Ich habe Migräne!“

Ich entscheide dann äußerst spontan, welchem literarischen Liebhaber ich gnädig meine Gunst gewähre. 💞


…und zu welcher Kategorie tendiert Ihr? Eigen-Buch oder Leih-Buch?