[Rezension] Sam Kalda – Von Männern und ihren Katzen: Die größten Katzenliebhaber der Geschichte

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Es gibt Bücher, die braucht kein Mensch! Wobei ich das Verb „brauchen“ im Sinne von „existenziell nötig haben“ und „lebenserhaltend dringend benötigen“ sehen möchte:  Dies ist so ein Buch! Ohne dieses Buch ist mein Leben nicht gefährdet,…

…ohne Kartoffelchips mit Sauerrahm-Lauchzwiebel-Flavour ist mein Leben auch nicht gefährdet oder ohne den oberleckeren-süchtigmachenden Spaghetti-Salat meines Mannes…

…und trotzdem „brauche“ (!) ich es hin und wieder zum puren Genuss: So ist auch dieses Buch!

Der Illustrator und Grafiker Sam Kalda hat ein kurzweiliges und amüsantes kleines Büchlein über Männer und ihre Katzen geschaffen und spannt in seinen 30 Mini-Biografien einen geschichtlichen Bogen von König Howell der Gute über Mark Twain, Winston Churchill und T.S. Eliot (Na logisch!) zu Raymond Chandler und Ernest Hemingway, um in der jüngeren Vergangenheit bei Marlon Brando, Andy Warhol und Freddie Mercury zu landen. Dabei plaudert er äußerst unterhaltsam über die genannten Katzenliebhaber und versucht humorvoll, der Symbiose „Mann + Katze“ auf den Grund zu gehen und die Psyche dieser außergewöhnlichen Gattung von Mann zu entschlüsseln.

Zwischen den einzelnen Biografien kommen die Katzen-Männer persönlich in Zitaten über Katzen zu Wort:

„Ein Heim ohne Katze – und zwar eine wohlgenährte, gutgepflegte und ordentlich verwöhnte Katze – mag zwar auch vollkommen sein, doch wo ist der Beweis?“ Mark Twain

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Illustration: Sam Kalda

Zudem macht Kalda seinem Ruf als talentierter und erfolgreicher Grafiker alle Ehre, indem er nicht nur zu jeder Biografie ein passendes Portrait beisteuert, sondern das gesamte Erscheinungsbild dieses ansprechenden Büchleins seine Handschrift trägt.

Wobei ich doch einen kleinen Verbesserungsvorschlag anmerken möchte. Ich vermisste zwei Seiten „zur Selbstgestaltung“, um dort kreativ in Wort & Bild mir und meinem Kater „ein literarisches Denkmal“ zu setzten. Hach! Mit meinem Portrait in dieser illustren Runde hätte ich mich als Katzen-Mann vollends gewürdigt gefühlt! 😍

erschienen bei Insel/ ISBN: 978-3458177449

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

[Führung] Stadttheater Bremerhaven

Schnappatmung stellte sich bei mir ein, als ich am 7. Dezember des vergangenen Jahres diese Mail bekam:

Lieber Herr Kück,

herzlichen Glückwunsch, Sie haben unsere Gewinnspiel-Frage richtig beantwortet und eine Führung für sich und bis zu fünf Begleitpersonen gewonnen! Überlegen Sie sich gerne einen Termin und melden Sie sich dann wieder bei mir. Von der Uhrzeit her würde es sich zwischen 14 und 18 Uhr anbieten, da in dem Zeitraum in der Regel keine Proben stattfinden und wir dann auch Seiten- und Probebühnen besichtigen können. Die Führung dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Ansonsten schlagen Sie mir einfach ein Datum vor und ich gucke dann in unserer Disposition nach, ob es an dem Tag möglich ist.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit!

Herzliche Grüße

Julia Vogel (Volontariat Marketing & Öffentlichkeitsarbeit Stadttheater Bremerhaven)

Vorangegangen war ein Gewinnspiel zum Nikolaustag auf der fb-Seite des Theaters. Die Frage „Zu welcher Produktion gehört dieses weihnachtliche Bühnenbild?“ wurde von mir nicht nur korrekt beantwortet, sondern die Glücksfee war mir zudem außerordentlich gewogen und spielte mein Los in die Finger der Ziehungsberechtigten,…

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Foto: Stadttheater Bremerhaven

…und so standen wir gestern gespannt vor dem Eingang des Theaters und warteten auf den Beginn unserer persönlichen Führung!

Julia Vogel, ihres Zeichens Volontärin in der Abteilung Marketing & Öffentlichkeitarbeit, begrüßte uns und nahm uns mit zu einem Marathon der besonderen Art. Unsere Reise führte uns vom Foyer in den menschenleeren Zuschauerraum, um danach einen ausführlichen Blick  hinter die Kulissen zu werfen.

Wir…

…waren beeindruckt über die immense Höhe der Seitenbühnen und erkannten Kulissen aus laufenden (Sunset Boulevard) oder gerade abgespielten (Pippi Langstrumpf) Produktionen, um dann im tiefsten Arbeitsplatz Bremerhavens, in der Schlosserei über Sinn & Zweck einer halb-fertigen Metall-Konstruktionen zu rätseln,

…warfen einen Blick in den Ballettsaal, die Garderoben der Sänger und Schauspieler (Glamourfaktor = 0) und auf die Probenbühne,

…bewunderten die Kostüme in der Schneiderei, die Stoffe in der Dekorationsabteilung und machten die Bekanntschaft mit „Manfred“ und seinen Freunden in der Plastik,

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Foto: Stadttheater Bremerhaven

…studierten in der Maske den Schminkplan und warfen einen Blick auf die Applaus-Ordnung in der Inspizienten-Butze auf der Seitenbühne,

…um dann im einsamen Malersaal bei besonderer Beleuchtung über die Kunst des Theatermalers zu staunen und anhand der vorhandenen Modelle der Bühnenbilder eine Antwort auf unser Rätseln in der Schlosserei zu erhalten.

Dabei ging es treppauf, durch enge Korridore und treppab zur jeweiligen Abteilung, um dann wieder treppauf, durch enge Korridore und treppab zur nächsten Abteilung zu gelangen: Unser Orientierungssinn war völlig verwirrt und stellte seine Funktion ein.

Zum Glück hatten wir mit Julia eine bestens orientierte Führung an unserer Seite, die uns kompetent und sympathisch durch die Abteilungen leitete und unsere Fragen geduldig beantwortete.

Liebe Julia! Herzlichen Dank! Es war großartig!!!

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Dekoratives beim Dekorateur! – Foto: Julia Vogel

Und dabei konnten wir wahrscheinlich – auch nach diesem detaillierten Einblick – nur vage erahnen, wieviel Arbeit, Enthusiasmus, Talent und Können alle Theaterschaffenden einbringen müssen, welche Fülle an Absprachen unter den einzelnen Abteilungen erfolgen muss, bis wir im Publikum den Zauber eines wunderbaren Theaterabends erleben und genießen dürfen!


Das Stadttheater Bremerhaven bietet in unregelmäßigen Abständen immer wieder öffentliche Führungen an: Termine finden sich im aktuellen Spielplan!

MONTAGSFRAGE #19: Was sind deine Lesevorsätze für 2019?

Montagsfrage (1)

Ach ja, diese „guten“ (!) Vorsätze zum Neuen Jahr: Jeder macht sie, keiner spricht darüber, und nur die wenigsten setzen sie in die Tat um. Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass man sich beim Gedanken an die „guten“ (!) Vorsätze überhaupt nicht „gut“ fühlt?

Ich nehme einfach immer meine „guten“ (!) Vorsätze vom letzten Jahr: Die sind beinah unberührt und somit so gut wie neu! Wozu neue anbrechen, wenn die alten noch nicht verbraucht sind. Da bin ich absolut ressourcenorientiert, und die Umwelt wird auch nicht belastet…!!!

Ähnlich sieht es mit meinen Lesevorsätzen für dieses Jahr aus: Mein oberster Lesevorsatz lautet „Locker bleiben!“ (lässt sich übrigens auch prima auf das komplette Leben übertragen) und ist somit schon so etwas wie ein Mantra!

Das Lesen und somit auch dieser Block bedeuten für mich Freude und Entspannung. Ich bemühe mich redlich, mich nicht selbst unter Leistungsdruck zu setzten, nicht auf die tollen Blogs meiner kreativen Mit-Blogger*innen zu schielen und beim Anblick der Rezensionsexemplare auf meinem SuB nicht in Hektik auszubrechen.

SuB ist auch so eine Abkürzung, die ich nicht mag: Es klingt nach einer fiesen Krankheit, einem eitrigen Geschwür oder etwas ähnlich Unappetitliches! So etwas habe ich schon zu Hauf in meinem Beruf als Krankenpfleger gesehen. In meinem Heim möchte ich so etwas nicht haben (angewiderter Gesichtsausdruck). Hallo! Das sind „nur“ eine Menge tolle Bücher, deren Geschichten auf ihre Entdeckung durch mich warten. Das ist doch absolut großartig und wundervoll und hat eine so fies klingende Abkürzung einfach nicht verdient!

Darum: Jedem Tierchen sein Pläsierchen! Will sagen: Jedem Menschen seine „guten“ (!) Vorsätze! Meine „guten“ (!) Vorsätze sind extrem überschaubar!!!

…und wie handhabt Ihr es? Handelt Ihr auch unter „Vorsatz“!


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Rezension] Erich Kästner – Drei Männer im Schnee

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So, ausgelesen! Schade! Schön war´s…!

In meiner momentanen Situation (Stichwort: Jahresanfangsmüdigkeit) brauchte ich dringend Balsam für die Seele: Der Roman „Drei Männer im Schnee“ von Erich Kästner…

…und ich erfreute mich wieder an den intelligent-witzigen Dialogen

…und genoss die feine Kästner’sche Ironie, die so leicht zu überlesen wäre, wenn der geneigte Leser zu oberflächlich lesen würde.

Erich Kästner war ein wahrer Könner seines Fachs: Schaute er auch sehr genau auf die menschliche Natur, so blieb er doch durch und durch ein Menschenfreund und kommentierte als Satiriker und Romancier die Schwächen der Leute immer mit einem Augenzwinkern,…

…und so rollten hin und wieder auch die Tränen: vor Lachen & vor Rührung.

Ein richtiger Seelentröster…!!!

erschienen bei Atrium/ ISBN: 978-3038820161


Gabriela Wendt hat auf ihrem Blog „Buchperlenblog“ die tolle Aktion Perlentauchen ins Leben gerufen: Hier werden literarische Kostbarkeiten wieder-vorgestellt, die schon einige Jahre/ Jahrzehnte/ Jahrhunderte auf den Buckel haben aber nicht in Vergessenheit geraten sollten.

An dieser Aktion beteilige ich mich sehr gerne: Gute Geschichten sind zeitlos!

Neues Jahr, neues Glück, neue Ideen…

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…und da gibt es so einiges, das mir im Hirn herum spukt: Themen und Orte für interessante Lesungen, besondere Events und Aktionen. Ich bin schon sehr gespannt, was ich davon in diesem noch so jungen Jahr umsetzen kann,…

…so wird es im Laufe des Jahres eine neue Rubrik hier auf .LESELUST geben. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich möglichst viel Leser*innen beteiligen würden: Einzelheiten folgen zeitnah!

…da liegen noch eine Menge Rezensionsexemplare für mich bereit: Immer Ärger mit Harry von Jack Trevor Story, Opernroman von Petra Morsbach, The Hills von Matias Faldbakken und Weißer Tod von Robert Galbraith – neben all den tollen Bücher, die mir „so nebenbei“ selbst gegönnt habe,…

…zudem stehen zwei Krimiklassiker mit einer Neuauflage in diesem Jahr am Start: Dreizehn Gäste von J. Jefferson Farjeon (23. März) und N oder M?: Ein Fall für Tommy und Tuppence von Agatha Christie (6. Mai)…

…auch als Vor-Leser werde ich in diesem Jahr sicher wieder unterwegs sein: Während meine Traditions-Lesung im Carpe Diem schon fest terminiert ist, werde ich mich ansonsten überraschen lassen, wo und bei welcher Gelegenheit ich ein Buch aufschlagen werde,…

…zudem hängen an unserer Pin-Wand schon einige Eintrittskarten für wunderbare Konzert- und Theater-Abende: Die Zauberflöte im Stadttheater Bremerhaven, Mary Poppins im Stage Theater an der Elbe, Der Frosch mit der Maske im Imperial Theater Hamburg, Die Tür mit den 7 Schlössern im bremer kriminal theater, Konzert Pe Werner – Von A bis Pe im Theater im Fischereihafen,…

…und dann gibt es in diesem Jahr den 1. Geburtstag meines Blogs zu feiern!

Es bleibt spannend!

F R O H E S   N E U E S   J A H R

MONTAGSFRAGE #18: Was war dein Lesehighlight 2018?

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Nur noch einige wenige Stunden und dieses Jahr ist Geschichte!

Nur noch einige wenige Stunden…!

Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen: Wie war mein ganz persönliches Zweitausendundachtzehn? Es gab Höhen und Tiefen, schöne und weniger schöne Momente, Begegnungen voller Freude und unangenehme Begegnungen. Es war ein Jahr der Extreme – wie im Grunde mein gesamtes bisheriges Leben!

Ebenso „extrem“ pendeln meine Lesehighlights zwischen Hell & Dunkel, zwischen Yin & Yang, zwischen Sommer & Winter…

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Sommer in Super 8 von Anne Müller katapultierte mich zurück in meine Kindheit in den 70er Jahren, löste eine Flut an Erinnerungen aus und ließ mich die Melancholie und die Wehmut der Vergangenheit spüren.

Winter. Das Große Lesebuch für die ganze Familie begeisterte mein kindliches Gemüt, schürte meine Lust am Schauen, Staunen und Entdecken und schenkte mir unbeschwerte Freude.

So gegensätzlich diese Bücher auch scheinen, haben sie doch beide das verborgene Kind in mir wieder erweckt – jedes auf seine sehr besondere Art! Beide Bücher fanden eher zufällig ihren Weg zu mir. Umso dankbarer bin ich, dass sie mich nun gefunden haben!

Mit dieser letzten Montagsfrage im Jahr 2018 möchte ich mich herzlich bei Antonia Leise bedanken, die mich mit ihren Fragen immer wieder „zwingt“, meine Lesegewohnheiten zu überdenken und zu hinterfragen,…

…und ich wünsche ihr und selbstverständlich auch Euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2019: Möge es genauso abwechslungsreich werden, wie es das vergangene Jahr war!!!

…Happy New Year!


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Noch ein Gedicht…] Erich Kästner – SPRUCH FÜR DIE SILVESTERNACHT

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.

Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!

Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos!

Erich Kästner