MONTAGSFRAGE #25: Machst du auch beruflich etwas mit Büchern oder könntest du dir das irgendwann einmal vorstellen?

Montagsfrage (1)

„Ha! Das ist ja einfach!“, dachte ich und haute meine Antworten in die Tastatur:

Nein! und Nein!

Fertig!

Aber dann öffneten sich an meiner Erinnerungs-Kommode wieder einige Schubladen und schütteten ihre Inhalte wieder hemmungs- sowie wahllos und vorallem rücksichtslos über mich aus!

Ja! – es ist richtig, dass ich – Nein! – nichts beruflich mit Büchern mache! Ja! – es ist richtig, dass ich – Nein! – mir das nicht irgendwann einmal vorstellen könnte!

Aber es gab eine Zeit, da hätte ich es mir vorstellen können: Knapp 16-jährig musste ich mir die ersten Gedanken bzgl. meiner Berufswahl machen. Da dachte ich, dass ich mich am besten mit Dingen umgebe, die ich am meisten liebe und wollte Bücher in einer Buchhandlung verkaufe. Dabei sollte es  nicht irgendeine Buchhandlung sein – Nein! – es musste die Buchhandlung Weise in meinem Heimatort sein, die zu diesem Zeitpunkt der schönste Ort auf der Welt für mich war (Der zweit-schönste Ort auf der Welt war für mich unsere Gemeinde-Bücherei!).

Von meinen Eltern erntete ich eher Unverständnis und Spott: Ich solle etwas „vernünftiges“ machen! Eine ähnliche Reaktion erntete ich von meinen Erzeugern ein paar Jahre später, als ich mich ernsthaft für Schauspiel und Gesang interessierte: Da sollte ich doch lieber etwas „anständiges“ machen.

Leider hat sich mir bis heute nicht erschlossen, was an beiden Berufen nun un-vernünftig und un-anständig ist, aber als folgsamer Sohn, der ich damals noch war, habe ich mich gefügt und bin stattdessen zuerst Industriekaufmann und dann Krankenpfleger geworden. Und somit musste die Welt auf einen großartigen Buchhändler oder einen begnadeten Schauspieler verzichten.

Beides kombiniere ich nun in meinen Hobbies: Auf meinem Blog versuche ich gute Bücher unter die Menschheit zu bringen, und bei meinen Lesungen tobe ich mich darstellerisch aus.

Meine Eltern konnten meine spätere „Karriere“ nicht mehr verfolgen. Ich bin deswegen nicht traurig,  hegen ihnen gegenüber aber auch keinen Groll mehr.

Eine Traurigkeit (gepaart mit Dankbarkeit) überkommt mich, wenn ich an meinen Großvater denke: Er hat mich und meine Talente immer unterstützt, war die Konstante in unserem unsteten Leben und hat mir viele Werte auf meinen Lebensweg mitgegeben, die auch heute noch Gültigkeit für mich besitzen. Gerne hätte ich ihn noch ein wenig länger an meiner Seite gehabt.

Diedrich Heinrich Friedrich Müller: Du konntest meinen Werdegang leider nicht mehr miterleben, aber ich bin mir sehr sicher, Du wärst auf mich stolz!!! 💖

…???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Rezension] Georg Möller – Und immer wieder mein Garten: Schriftstellerinnen über ihre besondere Beziehung zum Garten/ mit Fotografien von Gary Rogers

Und immer wieder mein Garten.JPG

Der Monat März steht vor der Tür und somit wartet auch die Arbeit in unserem Garten auf mich: So sehr ich im Herbst das Ende der Garten-Saison herbeisehne, um endlich von den lästigen Pflichten des Rasenmähens und Unkrautzupfens befreit zu sein, so sehr drängt es mich im Frühjahr wieder nach draußen in die Natur…!!!

Der Mensch und seine Liebe zum eigenen Garten: Jeder verbindet mit ihm etwas sehr persönliches – für den einen ist es ein Nah-Erholungsgebiet zur Entspannung, dem anderen dient er zur Inspiration, und der nächste braucht die körperliche Tätigkeit zur inneren Einkehr…!

Im vorliegenden Buch wurden nun 12 Schriftstellerinnen nach ihren Beziehungen zu ihren Gärten befragt. Herausgekommen sind 12 sehr persönlich gefärbte Portraits u.a. von Ulla Hahn, Charlotte Link, Ildikó von Kürthy, Rita Falk und Ingrid Noll.

Die Damen öffnen buchstäblich ihre Gartenpforten und lassen in ihre Refugien blicken. Dabei gewähren sie einen Einblick in ihr Privat-Leben, berichten über ihre Kindheitserinnerungen und schildern den Einfluss des Gartens auf die schriftstellerische Tätigkeit.

Georg Möller schenkt jeder Dame einen Leit-Artikel und lässt sie danach in Form eines Interviews zu Wort kommen. Abgerundet werden die Portraits durch einen persönlichen Text der jeweiligen Schriftstellerin. Die meist kleinformatigen Fotos von Gary Rogers geben einen Eindruck über die Gärten. Wer hier allerdings Ansichten à la Garten-Hochglanzmagazine erwartet, der wird enttäuscht werden: Die Gärten wirken vielmehr unvollkommen, organisch gewachsen und authentisch.

Dieses Buch ist weniger für den passionierten Gartenfreund gedacht als vielmehr für die Fans der Schriftstellerinnen, die sich über einen voyeuristischen aber respektvollen Blick in deren Privatsphäre freuen können.

erschienen bei Deutsche Verlags-Anstalt/ ISBN: 978-3421040633

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

Weiterführende Literatur: Ulla Lachauer ist mit Der Akazienkavalier eine wunderbare, literarische Abhandlung über Menschen und ihrer Liebe zu Gärten gelungen. Lesenswert!

[Ausstellung] einfach gut. Design aus Dänemark / Wilhelm Wagenfeld Haus Bremen

Dänisches Design erfreut sich ungebrochen großer Beliebtheit. Doch was macht diese Faszination aus. Die Ausstellung im Wilhelm-Wagenfeld-Haus geht diesem Phänomen auf die Spur und blickt zurück auf 70 Jahre dänischer Design-Geschichte.

„Niemals so avantgardistisch, dass man nicht ordentlich sitzen könnte!“

Bezieht sich diese Aussage ursprünglich auf die vielfältigen Sitzgelegenheiten, könnte dieses Credo auch für alle gezeigten Design-Stücke gelten: Zweckmäßig sollte es sein aber auch ansprechend und formschön. Erschwinglich sollte es sein aber auch gutverarbeitet und von hoher Qualität. So machten die dänischen Designer aus der sprichwörtlichen Not eine Tugend, arbeitete mit den Materialien, die sie vor Ort vorfanden und schufen somit schon ab den 40er Jahren Gegenstände für den täglichen Gebrauch, die weiterhin eine erstaunliche Modernität ausstrahlen.

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Pfauenstuhl, Designer: Hans J. Wegner; Foto: Jürgen Hans

So findet die Stelton-Isolierkanne von Designer Erik Magnussen aus dem Jahr 1976 ebenso ihren Platz in dieser Ausstellung wie das wunderschöne Ess-Service mit dem Dekor „Musselmalet“ (wörtlich übersetzt: muschelgemalt) von der Königlich Dänischen Porzellanmanufaktur „Royal Copenhagen“, das,  erstmals im Jahre 1775 hergestellt, 1885 überarbeitet wurde und seitdem als ur-dänisches Service gilt.

Auch die gezeigten Sitzgelegenheiten ließen mich staunen und weckten meine Begehrlichkeit: Ich stand vor einem originalen Pfauenstuhl und überlegte, wo er am besten in unserer Wohnung zur Geltung kommen könnte.

Bis es soweit ist, werde ich mich mit den erschwinglicheren Designer-Stücken begnügen müssen: Voller Ehrfurcht habe ich mir gerade einen Kaffee aus unserer roten Stelton-Kanne in die Tasse gegossen.


Die Ausstellung einfach gut. Design aus Dänemark ist noch bis zum 22. April 2019 im Wilhelm Wagenfeld Haus in Bremen zu bewundern.

[Rezension] Rex Stout – Der rote Stier: Ein Fall für Nero Wolfe

Der rote Stier - Nero Wolfe.JPG

„Gestatten, mein Name ist Archie Goodwin, und ich bin vielgeplagter und leidgeprüfter Assistent vom grandiosen Privatschnüffler Nero Wolfe. Diesmal waren wir auf dem Weg zur Landesshow in Crowfield, wo mein Boss seine geliebten und umhegten Orchideen der Jury präsentieren wollte. Leider sind wir auf dem Weg dorthin mit dem Wagen vom Weg abgekommen, wurden dann von einem wilden Stier über eine Weide gejagt, stolperten mitten hinein in Familien-Zwistigkeiten „par excellence“, nur um es dann nicht mit einer, nicht mit zwei – Nein! – sondern gleich mit drei Leichen (Ich habe den armen Stier mitgezählt!) zu tun zu haben. Aber Nero Wolfe wäre nicht der grandiose Schnüffler für den ihn die Welt und er sich selbst hält, würde er nicht auch dieses Geheimnis lüften. Naja! – und da ich weder auf den Mund noch auf den Kopf gefallen bin, war ich bei der Lösung auch nicht ganz unbeteiligt…!“

NERO WOLFE IS BACK!!!

…und ich kann nur dazu sagen: zu Recht!!!

Rex Stouts Helden machen Spaß. Ich verwende bewusst das Plural: Neben dem feingeistigen Feinschmecker und gewieften Detektiv Nero Wolfe steht sein Assistent Archie Goodwin ihm in nichts nach. Hier haben wir es nicht nur mit einem Assistenten/ Partner zu tun, der immer einen Schritt hinter dem großen Kriminologen agiert, wie wir es z. Bsp. bei Sherlock Holmes und Doktor Watson oder auch bei Hercule Poirot und Captain Hastings kennen. Archie ist – wie er es schon erwähnte – „weder auf den Mund noch auf den Kopf gefallen“ und leistet seinen nicht unerheblichen Anteil zur Lösung des Falls. Zudem werden die Vorfälle ausschließlich aus seiner Sicht erzählt: Wer nun befürchtet, dass dies lang-atmig wie auch -weilig werden könnte, den kann ich beruhigen.

Stout gefiel mir mit abwechslungsreichen Dialogen voller Witz aber auch Dramatik ebenso, wie mit seiner erfrischenden und ironischen Personenzeichnung. Es amüsierten mich sehr die kleinen Feinheiten in der Charakterisierung der Personen, z.Bsp. dass Feinschmecker Nero Wolfe Wein verschmäht und einem gut gekühlten Bier den Vorrang gibt. Zudem schafft er es – auch mit Hilfe der Dialoge – einen Spannungsbogen aufzubauen, der ihm die Aufmerksamkeit seiner Leser*innen sichert.

Krimi-Klassiker sind darum zu Klassikern geworden, da sie originelle Charaktere, eine gut durchdachte Handlungen und eine sprachliche Qualität besitzen!

Dies war zwar mein erstes Zusammentreffen mir Nero Wolfe und Archie Goodwin – aber mit Sicherheit nicht mein letztes!!!

erschienen bei Klett-Cotta/ ISBN: 978-3608981124

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

[Noch ein Gedicht…] Rainer Maria Rilke – VORFRÜHLING

Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,

greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit ins Land und zeigens.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.

Rainer Maria Rilke

MONTAGSFRAGE #24: Wie sehr wirst du vom Coverdesign eines Buches zum Kauf beeinflusst?

Montagsfrage (1)

Ich bin absolut sinnlich,…

…und das meine ich nicht nur in Bezug auf meine Rundungen: Nein! – Ich nehme meine Umwelt sehr deutlich über meine Sinne wahr, was ich nicht bewusst steuere. Es ist (leider!?) einfach so!

In der Wäscheabteilung eines Kaufhauses streiche ich immer über die Stoffe, im Frühling stehe ich vorm Fliederbusch und halte die Nase in die Blütendolden, bei einem guten Essen mache ich vor lauter Wonne Geräusche, und bei guter Musik und virtuosem Gesang schmelze ich dahin. Leider hat diese – Kann ich es so nennen? – Übersensibilisierung zur Folge, dass mich das Gegenteil vom oben genannten extrem stört, wenn nicht gar belastet (10 Minuten einer Castingshow sind für mich eine Tortur: Ich höre jeden falschen Ton!) und mitunter Migräne zur Folge hat.

Aber so reagiere ich ebenso extrem auf optische Anreize: Ein wunderbares Buchcover zieht mich magisch an und verführt mich eher, mich mit dem Inhalt des Buches zu beschäftigen. Wie hypnotisiert wandert dann meine Hand zu diesem Buch, in der Hoffnung, einen neuen Leseschatz zu entdecken und dann zu heben. Welche große Enttäuschung spüre ich, wenn der Inhalt nicht das hält, was das Cover versprochen hat und lasse dann die Finger davon. Bei Büchern ist es wie bei Menschen: Eine hübsche Optik täuscht dauerhaft nicht über einen mangelhaften Inhalt hinweg. Dafür lassen die „inneren Werte“ mit ihrer Substanz ein unscheinbares Äußeres schnell vergessen und zur Nebensächlichkeit werden!

Lesen – und damit meine ich das klassische Lesen mit einem echten Buch in der Hand – ist für mich sowieso eine Freude für (beinah) alle Sinne. Meine Hand streichelt über den Einband, der in Leinen gebunden ist und vielleicht sogar eine Prägung besitzt. Ich öffne das Buch, das mit leisem Rascheln seinen Inhalt offenbart. Dabei steigt mir der Duft des Papiers in die Nase, während meine Augen zu den ersten Sätzen wandern. Nur abgeschleckt habe ich bisher noch kein Buch! Wäre das nicht eine geniale Idee für einen findigen Tüftler?

…ja oder nein: Lasst Ihr Euch durch die Optik verführen???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Rezension] frankophile Samtpfoten

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Sie schnurren, maunzen und räkeln sich. Will man sie streicheln, fahren sie ihre Krallen aus. Sie gelten als unberechenbar, dennoch ist ihre Beziehung zum Menschen eine Erfolgsgeschichte…

„Wenn du ihre Zuneigung verdient hast, wird eine Katze dein Freund sein, aber niemals dein Sklave.“ Théophile Gautier


Auf Samtpfoten durch Paris von Olivia Snaije/ mit Fotografien von Nadia Benchallal

Dieses Buch handelt natürlich über Katzen: Es sind aber ganz besondere Katzen! In ihrem Reich sind sie Stars! Denn sie haben sich ein Reich gewählt, indem sie Stars sein dürfen. „Zu Besuch bei den Katzen der schönsten Brasserien, Hotels und Boutiquen“ lautet der Untertext zu diesem Bildband.

Dieses Buch handelt natürlich über Katzen: Gleichzeitig ist es aber auch ein charmanter Shopping-Guide für Paris.

So wird jede Katzenpersönlichkeit mit einer persönlichen und sehr individuell gestalteten Visitenkarte vorgestellt und mit wunderschönen Fotos in ihrem „natürlichen Umfeld“ portraitiert. Gleichzeitig ist es eine Verbeugung über Paris mit seinen Künstlern, seiner historischen Architektur und seinen kleinen, individuellen und inhabergeführten Läden.

erschienen bei Knesebeck/ ISBN: 978-3868737547


Katzen – Französische Landsitze und ihre Bewohner von Rachael McKenna

Das Betrachten der Fotos in diesem Bildband würde ich als „Balsam für die Seele“ bezeichnen: So schön, so stimmungsvoll, so anrührend, so atmosphärisch, so verführerisch,…

Rachael McKenna ist mit ihren Fotos eine Verbeugung vor dem Wesen der Katze gelungen. Dabei spielt natürlich auch die Wahl ihrer Locations eine nicht unerhebliche Rolle am Gelingen ihrer Fotos: Pompöses steht neben Schlichtheit und Vergänglichkeit, Kultur steht neben dem Wilden und Ungezähmten,…

Beim Blättern in diesem wunderschönen Bildband vergesse ich immer alles um mich herum: Darum liegt er auch griffbereit auf meinem Couchtisch.

erschienen bei Knesebeck/ ISBN: 978-3868733747


„Ich habe die Philosophen und die Katzen studiert, doch die Weisheit der Katzen ist letztlich um ein weites größer.“ Hippolyte Taine

Leider stand mir kein Foto einer Katze aus Frankreich zur Verfügung: Aber die überraschende Begegnung einer lieben Freundin mit einer Katze in ihrer Heimat Italien ist doch ebenso schön, oder?

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Foto: Carmela Silvia Sanfilippo

[Kulturtipps] März 2019…

Der März und somit auch meine ersten Kulturtipps starten mit einer bunten Auswahl an Veranstaltungen: Als Märchen(buch)-Liebhaber freue ich mich besonders auf die Ausstellung zu den Bremer Stadtmusikanten in der Kunsthalle Bremen. Zudem bin ich auch schon sehr gespannt auf die Lesung mit Thomas Raab in der Buchhandlung „die schatulle“, da ich von ihm bisher noch keinen Roman gelesen habe. Eine Lesung ist immer eine wunderbar unverbindliche Möglichkeit, einen Autor und sein Werk kennenzulernen.

Ich wünsche Euch einen kulturell abwechslungsreichen März 2019!


Ausstellung


Ballett

  • 5. März – Kostprobe (Eintritt frei) On the Road / Stadttheater Bremerhaven
  • 9. März – Premiere On the Road / Stadttheater Bremerhaven

Comedy/ Kabarett


Komödie

  • 2. März – Premiere Charlies Weg von Michael McKeever / TiO: Theater in Osterholz-Scharmbeck
  • 7. März – Premiere Loriots gemischtes Doppel nach Vicco von Bülow / Theaterschiff Bremen

Konzert


Lesung, Literatur & Artverwandtes


Schauspiel

  • 1. März – Premiere Auerhaus von Bov Bjerg / Schnürschuh Theater Bremen
  • 5. März – Premiere Der Besuch der alten Dame nach Friedrich Dürrenmatt / Theater Bremen
  • 16. März – Premiere Alte Liebe nach Elke Heidenreich & Bernd Schröder / picollo teatro Bremerhaven
  • 29. März – Premiere Unsere kleine Stadt von Thornton Wilder / Weyher Theater

Nanu! Ein Buch-Blogger gibt Kulturtipps! Wie kommt denn das? Die Antwort findet Ihr unter Der Anfang…!

Berücksichtigung finden natürlich hauptsächlich Veranstaltungen in meinem näheren Umfeld. Aber ich bin mir sicher, dass auch in Eurer Nähe viele spannende Veranstaltungen auf Euch warten!

Kleingedrucktes: Die Kulturtipps eines Monats erscheinen in der Mitte des Vor-Monats. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr!

[Rezension] Poetisches & Erotisches zum Valentinstag

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Der Valentinstag: Für die Einen ist er der romantischste Tag im Jahr, für die Anderen ist es nur Geldschneiderei der Floristen-Innung und der Schokoladenindustrie. Natürlich muss niemand auf den Valentinstag warten, um seinen Liebsten zu versichern, wie groß die Liebe ist. Aber schön ist es doch, oder?

Wer auf Blumen und Schokolade verzichten möchte, z.Bsp. aufgrund einer Rosen-Intoleranz oder einer Kakao-Unverträglichkeit, der kann ganz klassisch zur Feder greifen und lyrisch-verführerische Verse auf das Papier bringen. Oder greift bei mangelndem Talent zu den Klassikern – nach dem Motto „Lieber gut geklaut als schlecht selbstgemacht!“


Liebe!/ herausgegeben von Ilse Walter

Eine Anthologie schöner und abwechslungsreicher Geschichten und Gedichte – meist heiter, doch auch leise und poetisch – rund um das Thema „Liebe“: Robert Gernhardt gesteht große Gefühle, Joachim Ringelnatz möchte getröstet werden, und Else Lasker-Schüler wird von der Liebe eingehüllt.

Karl Valentin erlebt die Tücken einer Heirats-Annonce, Ingeborg Bachmann beschreibt die Macht einer versiegten Liebe, und Ulla Hahn reimt hingebungsvoll ohne Reime. Zusammen mit vielen weiteren Poet*innen kreieren sie ein abwechslungsreiches und vielschichtiges Bild dieses mächtigen Gefühls in 5 Buchstaben!

erschienen bei Deuticke/ ISBN: 978-3216306319


Ich will dich: Die hundert schönsten erotischen Gedichte/ herausgegeben von Hansjürgen Blinn

Hier findet die geneigte Leserin/ der geneigte Leser eine äußerst abwechslungsreiche Sammlung erotischer Verse: So äußern sich Johann Wolfgang von Goethe, Eduard Mörike und Ludwig Thoma auf erotischer Weise ebenso wie die vielen anonymen Poet*innen, die lieber unerkannt bleiben wollten.

Während Karoline von Günderrode zart den Kuss erträumt, versinkt Elke Lasker-Schüler im orgiastischen Rausch, und Reiner Maria Rilke beschreibt in 7 Gedichten die taumelnde Lust zweier Liebenden. „Ich will dich“ ist poetisch, pikant aber stets geschmackvoll!!!

erschienen bei Aufbau/ ISBN: 978-3351037123


Am stillen Himmel meiner Sehnsucht: Liebesmärchen

13 Märchen versammeln sich in diesem kleinen, feinen Band: Dabei dürfen natürlich Werke von den Gebrüder Grimm, Hans Christian Andersen und Ludwig Bechstein nicht fehlen, aber auch die Märchen aus Indien, Dänemark und Ostpreussen finden hier ebenso ihren Platz wie ein Märchen aus tausendundeiner Nacht.

Diese abwechslungsreiche Auswahl schlägt einen gekonnten Bogen von „phantastisch“ bis „erotisch“. Den Märchen werden zudem optisch die Werke berühmter Künstler zur Seite gestellt.

erschienen bei Benziger/ ISBN: 978-3545202153


❣️Ich wünsche Euch von Herzen einen wunderbaren Valentinstag!❣️