Liebe Antonia! Ein Hoch auf Deine Großzügigkeit: Du bist da ja glücklicherweise sehr entspannt, was die Auslegung dieser Frage anbelangt, d.h. von „Animal Farm“ bis „irgendwo in der Handlung zwitscherte mal ein Vögelchen“ ist alles erlaubt. 😸
Ich habe früher mit großer Begeisterung die Katzenkrimis von Rita Mae Brown (mit Co.-Autorin Sneaky Pie Brown) verschlungen: Katzendame Mrs Murphy löst zusammen mit der tatkräftigen Unterstützung vom Welsh Corgi Tee Tucker so manches Verbrechen, das ursprünglich hinter der beschaulichen Fassade von Crozet, einer Kleinstadt in Virginia, im Verborgenen bleiben sollte. In den ersten Bänden dieser Reihe habe ich besonders die Personenzeichnung sehr geliebt: In Crozet versammelt sich eine illustre Schar gar außergewöhnlicher Charaktere. Leider beschlich mich im Laufe der Jahre das Gefühl, dass sich die Serie ein wenig „totgelaufen“ hatte und somit von seiner persönlichen Note und seinem Charme einbüßte. 😿
Besonders in den Kinder- und Jugendbüchern tummelt sich gar außergewöhnliches Getier, dem ich mit so mancher Rezensionen auch schon ausgiebig gehuldigt habe. Darum möchte ich an dieser Stelle dezent auf eben jene Rezensionen mit Herr Eichhorn, Hund Hugo, Kommissar Gordon und Kater Harry verweisen. Trotzdem muss ich ein Tier aus dieser bemerkenswerten Reihe hervorheben: Das Tagebuch einer Killerkatze von Anne Fine hat mir und meinen Zuhörer*innen bei so mancher Gelegenheit (=Lesung) schon eine immense Freude bereitet. 😹
Im Mai diesen Jahres stolperte ich über ein kleines Büchlein: Heinz und sein Herrl von Eva Woska-Nimmervoll. Bei uns war es eher Liebe auf dem 2. Blick, da ich mich anfangs mit der spröden Geschichte etwas schwertat. Aber mit Geschichten ist es wie mit den Menschen: Einige haben eine zweite Chance verdient. 😼
Dass Elke Heidenreich eine große Tierfreundin ist, hat sie mit Nero Corleone, „Nurejews Hund“ und „Am Südpol, denkt man, ist es heiß“ hinreichend unter Beweis gestellt. Doch besonders nun zur Advents- und Weihnachtszeit möchte ich Euch gerne ihre Geschichte „Erika – oder der verborgene Sinn des Lebens“ ans Herz lesen (auch wenn es sich bei Erika um ein Plüsch-Tier handelt). Ich hatte vor einigen Jahren im Konzerthaus „Die Glocke“ in Bremen das außerordentliche Vergnügen, die Autorin persönlich beim Vortrag dieser entzückende Geschichte erleben zu dürfen – mit musikalischer Unterstützung durch das Bremer Kaffeehaus Orchester. …ein Genuss! 😻
…und welche mauzenden, bellenden oder zwitschernden Werke würdet Ihr mir empfehlen?









