Wilhelm Busch – DER WINTER GING…

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Der Winter ging, der Sommer kam.
Er bringt aufs neue wieder
Den vielbeliebten Wunderkram
Der Blumen und der Lieder.

Wie das so wechselt Jahr um Jahr,
Betracht ich fast mit Sorgen.
Was lebte, starb, was ist, es war,
Und heute wird zu morgen.

Stets muß die Bildnerin Natur
Den alten Ton benützen
In Haus und Garten, Wald und Flur
Zu ihren neuen Skizzen.

Wilhelm Busch

A Portrait of Agatha Christie

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Agatha Christie (* 15. September 1890/ † 12. Januar 1976)


…oder wie sie mit vollem Namen hieß: Dame Agatha Mary Clarissa Christie, Lady Mallowan, gilt als die Begründerin des modernen, britischen Kriminalromans. Zu verdanken hat sie dies aufgrund der Vielzahl an Kurzgeschichten und Romane, die auch mehrfach sehr erfolgreich für das Fernsehen und das Kino verfilmt wurden.

Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich hierbei zwei, der von ihr erschaffenen, Heldinnen/ Helden: Miss Jane Marple und Hercule Poirot

Miss Marple ist eine ältere, altjüngferliche Dame aus der fiktiven kleinen Ortschaft St. Mary Mead, die dank ihres reinen Menschenverstands und einem unverstellten Blick auf die menschliche Natur die rätselhaftesten Geheimnisse lüftet. Dabei wird sie – aufgrund ihres harmlos wirkenden, provinziellen Auftretens – von der Polizei wie vom Täter häufig unterschätzt.

Hercule Poirot (Belgier, nicht Franzose/ wie er immer wieder gerne betont) lebt als Privatdetektiv in London und ist, obwohl er eher klein von Statur, eine wahre Erscheinung. Dazu trägt besonders sein äußerst penibles Äußeres incl. Schnurbart sowie sein Hang zur Symmetrie bei. Seine Fälle löst er äußerst analytisch mit Hilfe seiner „kleinen, grauen Zellen“.

Die verkaufte Weltauflage der Bücher von Agatha Christie wird auf über zwei Milliarden geschätzt (und täglich werden es mehr), womit sie zu den erfolgreichsten Autorinnen der Literaturgeschichte zählt.

Inspiration schöpfte sie aus ihrer eigenen Geschichte. So war sie u.a. im 1. Weltkrieg als Krankenschwester tätig, arbeitete in der Krankenhausapotheke und eignete sich hier ein umfangreiches Wissen über Gifte an. Mit ihrem 2. Ehemann, den Archäologen Max Mallowan, war sie bei div. Ausgrabungen im Nordirak und in Syrien zugegen oder reiste im legendären Orient-Express. So finden sich in den Werken von Agatha Christie immer wieder Beschreibungen existierender Orte und Hinweise auf reale Ereignisse sowie das momentane Zeitgeschehen.

Agatha Christies Werke sind häufig die klassischen „Whodunit“-Geschichten, bei denen der Leser gemeinsam mit dem Ermittler/ -Team auf Verbrecherjagd geht und die Tat aufklärt.

Ihr Schreibstil würde ich als klar und schnörkellos beschreiben: Leser, die ausgeklügelte Sprachkreationen erwarten, werden eher enttäuscht sein. Wobei hier im Laufe der Jahrzehnte durchaus eine Veränderung ihres Schreibstils zu erkennen ist (vergleiche „Das fehlende Glied in der Kette“ von 1920 mit „Passagier nach Frankfurt“ von 1970).

Sie schafft es aber immer, in ihren Romanen Atmosphäre aufzubauen, pralle Charaktere zu beschreiben, den menschlichen Aspekt sowie den Humor niemals außer Acht zu lassen und ihre Geschichten raffiniert zu konstruieren. Dass sie hierbei eine wahre Meisterin ist, beweist sie mir besonders in ihren wunderbaren Kurzgeschichten.

Auswahl ihrer Werke:

  • Mord im Orientexpress erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455650013

  • Das große Hercule-Poirot-Buch erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455600322

  • 16 Uhr 50 ab Paddington erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455650068

  • Das große Miss-Marple-Buch erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455600315

  • Passagier nach Frankfurt erschienen bei Atlantik/ ISBN: 978-3455002621

So wahr…

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Da kann ich meinen beiden Lieblings-Buchhändlerinnen nur zustimmen:

Einkauf für alle Sinne geht nur “vor Ort”.

Darum: B U Y   L O C A L ! ! !

[Rezension] Fanny Müller – Keks, Frau K. und Katastrophen

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Vor langer, langer Zeit lief auf WDR die unterhaltsame Sendung „Was liest Du?“, in der  Jürgen von der Lippe zusammen mit prominenten Gästen Bücher vorstellte. Im Jahr 2005 war der wunderbare Dirk Bach zu Gast, und die Beiden lasen aus „Keks, Frau K. und Katastrophen“ von Funny Müller.

Ich hatte mich köstlich darüber amüsiert und bin am nächsten Tag hyperaktiv losgerannt, um mir dieses Buch zu besorgen.

Und nun sitze ich hier und schreibe meine eigene kleine Kolumne – `tschuldigung REZENSION…

Vorweg: Fanny Müller, wer ist das? Diese Frage werden sich außer mir sicher einige der WDR-Zuschauer gestellt haben. Wo hat sich diese Frau versteckt? Wieso ist sie mir als einigermaßen (ein)gebildeter Leser bisher nicht in die Finger und somit nicht vor`s Auge gekommen?

Die Antwort ist eigentlich sehr einfach: die Frau schreibt Kolumnen für div. Zeitschriften. Und da ich ein Leser und kein Blätterer bin, weder häufig im Wartezimmer eines Gynäkologen (wozu auch), noch in sogenannten Intellektuellenkneipen (dafür sind meine Haare zu ordentlich gekämmt) `rumsitze, hatte ich diese Frau bisher nicht wahrgenommen.

Das änderte sich nun schlagartig…………(Jürgen & Dirk, ich danke euch!!!)

Frau Müller schreibt kleine, feine, freche Alltagsgeschichten und schaut dabei ihren Mitmenschen sehr genau auf`s Maul und in`s Herz. Sie macht dies auf einer herrlich schnodderigen Art und schert sich nicht die Bohne darum, ob dies nun „political correct“ ist.

Und somit geht sie uns allen (incl. sich selbst) an den Kragen, ist entwaffnend ehrlich aber nie gemein.

Ihre Geschichten sind dabei kleine Lichtblicke im trüben Einerlei, ein Augenblinzeln und schon ist die Geschichte zu Ende. Aber gerade die alltäglichen Kleinigkeiten beinhalten oft eine besondere Komik. Jeder und jedes bekommt genüsslich von ihr das Fett weg: die Lust, das Laster & die Literatur, Politiker & Punks, Chefs & Handwerker, die liebe Familie & die nervigen Nachbarn, ihre Verflossenen & Männer im Allgemeinen. Absolute Highlights setzt sie mit den Anekdoten ihrer Nachbarin Frau K.: Diese kluge, alte Frau bringt häufig mit einem Satz, manchmal nur mit einem Wort die Absurditäten ihrer Umwelt so treffend auf den Punkt, dass ich beim Lesen in spontanes Gegackere ausgebrochen bin und völlig begeistert war (Frau K., ich will ein Kind von dir!).

Frau M.: „Ich nehme an, Sie haben in Ihrem Leben schon alles gesehen?“ Frau K.: „Zweimal.“

Nach vielen (580) Seiten war der Spaß dann leider vorbei. Einigen Tagen später war ich auf Entzug und brauchte dringend Nachschub,…

…aber niemand wollte mir den Weg zum nächsten Gynäkologen weisen!

erschienen bei Zweitausendeins/ ISBN: 978-3861505358

Am Anfang…

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…steht man vor den unendlichen Möglichkeiten des Internets wie der sprichwörtliche “Ochs vorm Berg”,…

…doch so langsam habe ich mich in die Materie hineingefuchst:

Nun habe ich sogar meinen eigenen Blog!

Ich wünsche allen meinen Followern und natürlich auch mir selbst:

VIEL SPASS!!!