[Blog-Ge-„switch“-er] Dezember 2020…

Oh, Jahr 2020, wo bist du nur geblieben? Nur noch wenige Tage bleiben dir vergönnt, und dann bist auch du Geschichte…! Lassen wir uns überraschen, was uns das Neue Jahr bringen mag.

Doch bevor wir uns dem Jahr 2021 zuwenden, gibt es noch einige höchst interessante Beiträge aus diesem Jahr zu beachten, die meine rührigen Blogger-Kolleg*innen „verzapft“ haben. Ich wünsche Euch viel Spaß!

  • Tala T. von „Wortlicht“ fühlte sich von der MONTAGSFRAGE #98 inspiriert, ihre eigenen Gedanken aus Sicht einer Roman schreibenden und Werke anderer Autor*innen rezensierenden Bloggerin zu machen. Dabei verweist sie auf den zwar etwas älteren aber nicht weniger lesenswerten Beitrag Die Buchkritik ist tot. Lang lebe die Buchkritik! von Maria AlMana. Passend zum Thema möchte ich Euch den Beitrag Wie schreibt man eine Rezension? auf „Literaturzeitschrift.de“ nicht vorenthalten.
  • Die „WUB: Woche unabhängiger Buchhandlungen“ ist zwar schon einige Zeit her, aber auch diesmal wurde wieder überzeugend bewiesen, wie vielfältig die Szene ist. Auf dem Literaturblog „Der Leser“ lässt Florian Birnmeyer einige dieser wunderbaren unabhängigen Buchhändler*innen in einem Gespräch zu Wort kommen – sozusagen stellvertretend für alle anderen!
  • Janne Mika widmet ihrem Blog „Lyrebird“ einer spannenden Mischung aus Psychologie, Philosophie und Büchern. Bei meiner Tour über ihre tollen Seiten sind mir besonders folgende Beiträge im Gedächtnis haften geblieben: In Dinner mit Freunden. Wieso das gemeinsame Essen mit Freunden so gut tut erläutert sie, wie sehr wir Menschen als soziale Wesen vom gemeinsamen Essen – mit dem Partner, der Familie oder mit Freunden – profitieren. Mit Das Kind bewahren. Wieso „erwachsen“ langweilig ist animiert sie uns, mehr die Pippi oder den Karlsson in uns zuzulassen und unser Leben u.a. mit mehr Spontanität und Kreativität zu „versüßen“!
  • Stefan Heidsiek widmet sich auf dem Blog „Crimealley“ u.a. seiner großen Leidenschaft: den Romanen von Sir Arthur Conan Doyle. Mit „Mr. Holmes, es waren die Fußspuren eines gigantischen Hundes …“ widmet er sich dem wohl bekanntesten Fall von Sherlock Holmes und liefert zu „Der Hund der Baskervilles“ nicht nur eine detaillierte Rezension sondern begeisterte mich auch mit seinem (Foto-)Bericht von einem Ortstermin am Schauplatz des Geschehens.
  • Abschließend und somit als Credo für Eure Weihnachts-Shopping-Touren bitte ich Euch, den Beitrag Bitte schenkt mir keine Bücher, den Tobias Nazemi vor einiger Zeit auf seinem Blog „buchrevier“ veröffentlicht hat und weiterhin Gültigkeit besitzt, zu lesen. Wenn Ihr ihn beherzigt, bleiben Euch und dem zu beschenkenden Leser Enttäuschungen, Frust und viele Tränen erspart, und ein harmonisches Weihnachtsfest sei Euch gewiss! 😉
  • Als kleines „Goodie“ zum Schluss findet Ihr auf der Seite vom „BuchMarkt“ noch den „anderen Fragebogen“ Wie war ihr Jahr?. Diesmal steht der von mir sehr geschätzte Rainer Moritz Rede und Antwort und erwähnt u.a. auch die Buchhandlung meines Vertrauens.

Ein kleiner Hinweis am Schluss: Dies ist keine Rubrik, die regelmäßig erscheint. Darum lasst Euch überraschen, wann das nächste [Blog-Ge-„switch“-er] das Licht der Blogger-Welt erblickt…!!! 😊

MONTAGSFRAGE #72: Was ist das älteste Buch, das ihr je gelesen habt?

Es ist nur eine schlichte Frage, und doch nicht so einfach zu beantworten.

Da könnte ich mich ganz gelassen zurücklehnen und auf die schon in der Montagsfrage der letzten Woche erwähnten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm verweisen. Schließlich wurde deren erster Band bereits im Jahre 1812 veröffentlicht. Aber „einfach“ könnte ja jeder…! So krame ich tiefer in der Kommode meiner Erinnerung in der Hoffnung, dass nicht allzu viele Schubladen klemmen.

Vor genau hundert Jahren erblickte das Erstlingswerk einer jungen aufstrebenden Autorin das Licht der Öffentlichkeit, nichtsahnend, dass hier die zukünftige „Queen of Crime“ einen ihrer erfolgreichsten Detektive ins Rennen schickt: 1920 war das Geburtsjahr von Hercule Poirot, der mit „Das fehlende Glied in der Kette“ seinen Einstand gab. Selbstverständlich wurde vor ein paar Jahren meine wiederentdeckte Liebe zu Agatha Christie mit der Lektüre eben dieses Krimis neu entfacht.

Eine der ersten Sherlock-Holmes-Geschichten, die ich je gelesen habe, war „Der Hund von Baskerville“, die im Jahre 1902 erschienen ist und sicherlich als eine der erfolgreichsten Werke von Sir Arthur Conan Doyle gelten darf. Im Laufe der Jahre habe ich diese spannende Geschichte nicht nur unzählige Male gelesen, auch die vielfältigen Film- und TV-Adaptionen fanden mein Interesse, und sogar eine gelungene Bühnenadaption schenkte mir spannende Unterhaltung.

1977 flimmerten die ersten Folgen der Zeichentrickserie „Heidi“ über die Mattscheibe, und ich wurde ein bekennender Fan. So fand auch das literarische Vorbild von der Autorin Johanna Spyri, das beinah 100 Jahre zuvor (1879) veröffentlicht wurde, schnell Eingang in meinem Kinderzimmer. Zudem handelte es sich hierbei um die Kinderbuchausgabe meiner Mutter aus den 40er Jahren. Doch leider hat dieses Exemplar die div. Umzüge nicht überlebt!

Im September 2018 wagte ich mich doch tatsächlich an Dante Alighieris „Die göttliche Komödie“, die er erst kurz vor seinem Tod im Jahre 1321 vollendete. Dieses Werk wird gerne von mir als meine „literarische Lebensaufgabe“ bezeichnet, und damit habe ich wahrlich nicht übertrieben. Dieses Werk ist alles andere als „leichte Kost“. Ganz im Gegenteil: Es liegt eher schwer im Magen oder auf dem Magen – je nachdem, wie ich den seitenstarken Schinken bei der Lektüre positioniere.

…und welche antiken Leseschätze habt Ihr in Eurer Erinnerungskommode versteckt?


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Rezension] Die schönsten Weihnachts-Krimis – Hörbuch

Ich höre keine Hörbücher! Warum ich dies nicht tue, habe ich bei der MONTAGSFRAGE #2 schon hinreichend beantwortet.

Warum ich nun eine Ausnahme mache? Die Mischung der hier versammelten Kurzgeschichten hat mich gereizt – zumal sie von namhaften Sprecher*innen vorgetragen werden.

Dabei handelt es sich hier um eine so abwechslungsreiche Auswahl Geschichten beliebter und bekannter Autor*innen, dass diese sicherlich viele Hörer erfreuen werden. Ich möchte darum auch weniger auf den Inhalt der jeweiligen Geschichte sondern vielmehr auf die Art des Vortrages eingehen.


CD 1/ Agatha ChristieEine Weihnachtstragödie/ gelesen von Beate Himmelstoß

Zugegeben: Kann ich den Vortrag einer Geschichte, die ich selbst für eine Lesung vorbereitet und vorgetragen habe, völlig objektiv beurteilen? Gänzlich frei wird sich niemand machen können, auch ich nicht…

Beate Himmelstoß Vortrag würde ich als solide bezeichnen. Unaufgeregt trägt sie diesen Kurzkrimi vor und verändert nur unwesentlich ihre Stimme, um die verschiedenen Charaktere zu porträtieren. Dies ist auch nicht unbedingt nötig, da die Geschichte im Wesentlichen aus der Sicht von Miss Marple erzählt wird. Überrascht hat mich allerdings, dass versäumt wurde, die ironisch-humorvollen Passagen mittels Betonung herauszuarbeiten. Ob dies an der Sprecherin oder an der Regie lag, kann ich natürlich nicht beurteilen.


CD 2/ Edgar WallaceDer falsche Rettungsring/ gelesen von Wanja Mues

Wanja Mues nahm mich gleich mit seiner markanten Stimme für sich ein und lieferte für die Wallace-Story eine gelungene Performance: Passend zur Geschichte, die im Kriminellen-Milieu auf einer Kreuzfahrten spielt, wählt er einen leicht arrogant Grundton. Beinah beiläufig wirkt seine Vortragsweise, die aber dadurch eine gewisse Gefährlichkeit im Unterton durchschimmern lässt.


CD 2/ Dorothy L. Sayers Das Perlenhalsband/ gelesen von Friedhelm Ptok

Lord Peter Wimsey ermittelt in einem Fall von einer verschwundenen Perlenkette im überschaubaren Umfeld einer Weihnachtsgesellschaft: Für mich war es ein Vergnügen, dem Vortrag von Friedhelm Ptok zu lauschen. Er lässt seine Stimme von gediegen-versnobt bis humorvoll-ironisch erklingen, setzt die Pausen sehr bewusst und gestaltet seinen Vortrag sehr geschmackvoll.


CD 3/ Arthur Conan Doyle Der blaue Karfunkel/ gelesen von Oliver Kalkofe

Oliver Kalkofe setzt seine Stimme zwar sehr effektvoll ein, leider aber auch wenig differenziert. Er kann sich nicht entscheiden, wen er mit welcher Stimm-Färbung ausstattet. Dies führt dazu, dass ich als Hörer das Handlungspersonal nur schwer unterscheiden konnte. Dies störte mich sehr beim Folgen der Handlung. Bedauerlicherweise eine wenig überzeugende Performance…!


CD 4/ Ellis Peters Der Friedhofskater/ gelesen von Friedhelm Ptok

Wieder kommt Friedhelm Ptok zum Einsatz: Auch hier konnte er mich mit seinem Vortrag völlig überzeugen! Bewundernswert wie dieser talentierte Sprecher sein Können in dieser Lesung zeigt. Seine charakteristische Stimme hat hohen Wiedererkennungswert!


CD 4/ Christianna Brand Gesegnet sei dieses Haus/ gelesen von Walter Renneisen

Walter Renneisens Stimme passt hervorragend zu dieser subtil-bösen Geschichte um Christi (Wieder-)Geburt: heiser, leicht rauchig und doch mit hellem Klang. Teilweise erinnert seine Stimme an Gollum aus „Der Herr der Ringe“, die er äußerst wandlungsfähig und effektvoll einsetzt. Eine Glanzleistung…!


CD 5+6/ Georges Simenon Maigrets Weihnachten/ gelesen von Peter Fricke

Peter Fricke ist „ein Name“: Der bekannte Schauspieler kann auf eine äußerst erfolgreiche Karriere im Theater, Film und Fernsehen zurückblicken. Er widmet sich einer Geschichte um Georges Simenons Kommissar Maigret, den er sehr charismatisch und äußerst prägnant seine Stimme leiht. Hier kommt neben dem Talent auch Frickes immense Erfahrung der Lesung zugute: Er wechselt die Stimmlagen gekonnt zwischen den handelnden Personen. Dabei wirkt dieser Vortrag absolut nicht routiniert sondern verströmt eine Menge Charme. Eine wahre Freude…!


erschienen bei Der Hörverlag/ ISBN: 978-3844523249

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Hörexemplar!