MONTAGSFRAGE #121: Welche Bücher wurden Euch mit dem Satz „Das musst du unbedingt lesen.“ empfohlen, habt Ihr aber bis jetzt noch nicht gelesen?

Vorab: Ich hoffe, Ihr hattet ein ganz und gar wunderbares Pfingstfest und wünsche Euch für die restlichen Feiertagsstunden genau eben dieses…!

Als ich die heutige MONTAGSFRAGE las, klingelte in der Hinterstube meines Denkkastens mit hellem Ton ein Glöckchen: Hatten wir diese Frage so oder so ähnlich nicht schon einmal? Nach über 120 beantworteten Fragen scheint mir dies nichts Ungewöhnliches zu sein, oder? Ein Blick in mein MONTAGSFRAGE-Archiv offenbarte mir die Frage #55 vom 14. Oktober 2019 mit dem Wortlaut Welches Buch, das man – nach allgemeiner Meinung – gelesen haben sollte, hast du noch nicht gelesen? Warum nicht?

Oberflächlich betrachtet ähneln sich die Fragen sehr, und auch die Antworten scheinen beiderseits kompatibel. Bei genauerem Hinsehen erkennt das geschulte Adlerauge durchaus differenzierte Unterscheidungsmerkmale: Während Frage #55 eher nach einem globalen Hype innerhalb des Literaturbetriebes fragt, meint die Frage #121 eher die persönliche Empfehlung von Mensch zu Mensch – unabhängig von aktuellen Bestseller-Listen. Und somit fallen selbstverständlich auch meine Antworten unterschiedlich aus…!

Schon seit einigen Jahren steht der Kriminalroman „Die Augen eines Mörders“ von Antonia Muñoz Molina bei mir im Regal und wartet darauf, von mir aus seinem Dornröschen-Schlaf geweckt zu werden. Liebe Bekannte, die schon mehrere Lesungen von mir besucht hatten und so meinen Faible für Kriminalromane kannten, überreichten mir bei einem Besuch dieses Buch als Gastgeschenk mit den Worten „Das ist der beste Krimi, den wir je gelesen haben…!“. So steht er nun in meinem Regal und wartet und wartet und wartet…! Und ich weiß noch nicht einmal, warum er schon so lange wartet, da er doch alle Zutaten vereint, die ich mir von einem guten Krimi wünsche. Wenn unsere gemeinsame Zeit endlich gekommen ist, werdet Ihr es genau hier an dieser Stelle erfahren. Versprochen…!

Anfang Februar traf bei mir über facebook eine Nachricht von der Buchhändlerin meines Vertrauens (Ja, genau die, die vor kurzem mit einem Beitrag bei mir zu Gast war!) ein: „Tolles Buch, unbedingt lesen, lass dir ein Rezi-Exemplar schicken, wenn du keins mehr bekommst, leihe ich Dir meins.“ Die Rede war von Im Wasser sind wir schwerelos von Tomasz Jedrowski, eine bittersüße Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Männern vor dem Hintergrund der politischen Verhältnisse im Polen der 80er Jahre. Ich bestellte ein Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde, und begann zu lesen…! Über die ersten Seiten schien ich nur so dahin zu fliegen. Dann bahnte sich schon vor Ostern ein kleines persönliches Drama an, das sich über die weiteren zwei Wochen nach Ostern ausdehnen sollte. Mein Lesefluss wurde abrupt unterbrochen und tat sich in den Wochen danach extrem schwer, wieder in einen entspannten Flow zu geraten. Ich begann wieder mit der Lektüre des Romans und legte es nach nur wenigen Seiten wieder aus der Hand. Irgendwie war aufgrund der Anspannung der vorangegangenen Wochen meine Leselust etwas in Mitleidenschaft gezogen, und dieser Roman war leider nicht dazu geeignet, mich aus dieser Lese-Lethargie zu befreien. So legte ich ihn vorerst durchaus mit Bedauern zur Seite in der Hoffnung auf eine weitere gemeinsame Chance zu einem späteren Zeitpunkt…!

…und welche Schätzchen, die Euch wärmsten ans Herz gelegt wurden, schlummern noch so in Euren Regalen???


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Gastbeitrag] DANN EBEN DURCH DIE HINTERTÜR. BUCHHANDEL IN ZEITEN VON CORONA von Ute Gartmann

Wenn ich hier auf meinem Blog von „die Buchhändlerinnen meines Vertrauens“ spreche, dann ist u.a. auch sie damit gemeint: Meine erste Gästin ist Ute Gartmann, die eine Hälfte des dynamischen Schwestern-Duos (Auf diesem Wege: Liebe Grüße an Sabine, die andere Hälfte…!), das die Geschicke in meiner Stamm-Buchhandlung lenkt – und das schon seit Jahrzehnten. Darum kann ich auch nicht mit Gewissheit sagen, wie lange Ute und ich uns schon kennen: Es scheint mir wie eine gefühlte Ewigkeit. Im Laufe dieser Zeit haben wir uns schon bei so manchen Projekten gegenseitig unterstützt, und es war mir immer eine wahre Freude…!


Andreas hat mich gefragt, ob ich was für seinen Blog schreibe – schaut mal…

DANN EBEN DURCH DIE HINTERTÜR… aber das ist nur der zweite Teil des Lebens in der Buchhandlung in Corona-Zeiten – vielleicht auch schon der dritte: Am 17. März 2020 haben wir abends „die schatulle“ abgeschlossen und wussten nicht, wie und ob es am nächsten Tag weiter geht – ein zutiefst trauriges Gefühl, unbeschreiblich – irgendetwas zwischen Ohnmacht, Trauer und Angst. Das einzige, was klar war, dass wir uns alle am nächsten Tag wieder in der Buchhandlung sehen und schauen, was kommt. Strategien haben wir noch am Abend entworfen: Präsenz auf dem Wochenmarkt, Anzeigen schalten, um den Webshop zu bewerben und, und, und…! Und dann kam der besagte Mittwoch: Das Telefon klingelte ununterbrochen, Mails kamen im Viertelstundentakt, Bestellungen über den Webshop purzelten nur so herein. Ein unglaublicher Start in den Lockdown: Wir hatten alle Hände voll zu tun, denn selbst für eine Schullektüre für 1.80 € mussten wir eine Rechnung schreiben. Aber auch darüber hinaus war es der grandiose Wahnsinn: Die Kund*innen verschenkten hohe Gutscheine, schickten über uns dicke Pakete an die Verwandtschaft und die Freunde, orderten Buchgeschenke zu Geburtstagen des ganzen Jahres…! Wir berieten, bestellten, packten, stellten Touren zusammen und radelten abends durch die verschiedenen Quartiere der Stadt. Nachbetrachtend: eine tolle Zeit! Im März 2020: sehr beängstigend…!

Dann das Ende des Lockdowns. Die Osterholzer stürmten unseren Laden. Es war ein Gefühl wie Weihnachten! Und der Lesehunger nahm das gesamte Jahr nicht ab. So viele Leser*innen, die sich auf das lokale Einkaufen zurückbesonnen und Amazon und Co. den Rücken gekehrt haben, die in Zeiten von Homeoffice auf dem Heimweg oder in der Mittagspause nicht bei Thalia einkauften. Kurz: Es war ein Fest für den inhabergeführten Buchhandel! Wäre da nicht Corona: Wir arbeiteten in Teams, damit der Laden nicht schließen müsste, sollte sich eine von uns infizieren. Im Sommer: super/ im Garten liegend/ drei Tage arbeitend/ drei Tage frei! Im Laden: manchmal Stress, weil einfach zwei Personen fehlten. Bis kurz vor Weihnachten fast schon wieder alles normal war (Unsere schicken aus Schweden importierten Einkaufstaschen halfen uns, die „Besucherzahlen“ im Griff zu haben.). Doch dann – dann die Ankündigung des zweiten Lockdowns zum 14.Dezember. Das Grauen – die umsatzstärksten Tage des Jahres ohne Kund*innen im Laden. Aber: gut gegangen dank „click & collect“, denn mit dem Fahrrad hätten wir es im Dezember nicht geschafft. Doch die unglaubliche Treue unserer Kund*innen hat uns auch das überstehen lassen. Weihnachten lagen wir alle erschöpft, zufrieden und demütig auf den Sofas, schlossen alle großartigen Menschen in unseren Jahresrückblick ein und hofften auf 2021. Die ersten zwei Monate waren hart: Winter, wenige Menschen unterwegs, die Stimmung der Republik auf dem Tiefststand – aber (s.o.) DANN EBEN DURCH DIE HINTERTÜR…!

Jetzt haben wir wieder geöffnet, und der Staat hat erkannt, dass Bücher lebensnotwendig sind – wir sind den Lebensmittelläden gleichgestellt und haben Inzidenzwert unabhängig geöffnet. Aber viel wichtiger ist uns: Bücher sind Ihnen wieder viel wichtiger geworden. Sie gestalten Ihre Freizeit mit einem Buch. Sie alle lesen viel mehr, Kinder entdecken Bücher neu und beginnen sie zu lieben. Mußestunden werden wieder mit Büchern verbunden. Wir alle entdecken Welten, die wir wegen Corona nicht bereisen können. Wir treffen neue Freunde zwischen den Seiten, weil wir die realen nicht treffen dürfen/ können. Wir sprengen unseren zurzeit kargen Alltag durch phantastische Erzählungen und bringen Farbe in dieses graue Frühjahr…!

Wir freuen uns auf nicht digitale Lesungen sondern Live-Veranstaltungen, auf Exkursionen, die wir planen, auf Ihr Lachen ohne die Maske vor Ihrem Gesicht,…

…und wir freuen uns, dass Sie uns treu geblieben sind und unsere Anstrengungen und Leistungen schätzen!

Ute Gartmann


Ute GartmannUte Gartmann wurde als jüngste von drei Schwestern in Braunschweig geboren. Nach Abitur Studium incl. 2. Staatsexamen auf „Lehramt“ in Oldenburg. Seit 1987 Mit-Geschäftsführerin in der schwesterlichen Buchhandlung die schatulle, die u.a. mehrfach mit dem „Deutschen Buchhandlungspreis“ und als „Prädikatsbuchhandlung. Partner für Leseförderung“ ausgezeichnet wurde. Hobbies: lesen (na logisch!) wahlweise mit oder ohne Katze (am liebsten: mit Katze), Garten, Urlaub in Sizilien (Heimat ihres Mannes), Sport: Tennis, Laufen, Fitness, Rennrad. Fühlt sich der Stadt Osterholz-Scharmbeck sehr verbunden, die sie sehr mag.


BE MY GUEST… oder ICH LADE GERN MIR GÄSTE EIN!

Ein beliebter Ausspruch meines Gatten in Bezug auf meine Person lautet:

„Gebt ihm ein Stichwort!“

Dieser Ausspruch liegt in der Tatsache begründet, dass in meinem Leben Musik eine immens wichtige Rolle spielt und auch immer spielte. Ich reagiere schon beinah unbewusst auf bzw. mit Musik: Aus dem Radio eines vorbeifahrenden Autos weht der Fetzen eines Schlagers zu mir herüber – noch bevor ich die Straße überquert habe, pfeife ich diesen Evergreen. Während eines Gesprächs fällt der Name einer Serie – einen Augenblick später summe ich die Titelmelodie. Ich gehe an einem Reisebüro vorbei, das in seinem Schaufenster für ein Musical wirbt – innerhalb von Sekunden trällere ich einen Song aus diesem Werk. Ergo:

„Gebt mir ein Stichwort!“

…und ich pfeife, summe oder singe die passende Melodie und merke es meist selbst nicht, dass ich es tue!

So schwirren immer wieder abwechselnd zwei Melodien durch meinen Kopf, wenn ich unseren Esstisch fein eindecke, während mein Gatte am Herd steht, um seine Kochkünste unter Beweis zu stellt: die Arie „Ich lade gern mir Gäste ein!“ aus der Johann Strauß-Operette „Die Fledermaus“ und der Song „Be our guest“ aus dem Disney-Klassiker „The Beauty and the Beast“. In solchen Momenten erwarten wir mit Vorfreude liebe Menschen zum Essen, um gemeinsam mit ihnen einen geselligen entspannten Abend zu verbringen. Leider sind diese Momente in den letzten Monaten sehr rar geworden. Und doch möchte ich mir weiterhin Gäste einladen – wenn schon nicht im realen Leben, dann wenigstens hier auf meinem Block.

In meinem nahen und näheren Umfeld kenne ich so viele tolle, interessante Persönlichkeiten, die ich nun in unregelmäßigen Abständen auf meinem Blog als Gast begrüßen darf, und die sich hier mit einem Gastbeitrag zu Wort melden werden. Die Themen-Auswahl wird dabei ebenso vielfältig sein, wie die Menschen, die diese Beiträge verfassen. Ihr dürft gespannt sein!

Und meinen Gästen rufe ich zu:

Liebe Gäste!
Fühlt Euch herzlich willkommen:
Ich freue mich so sehr, dass Ihr nun hier bei mir seid,
und danke Euch für Euer Erscheinen!
Herzliche Grüße
Euer
Andreas

MONTAGSFRAGE #120: Schreibt Ihr auch außerhalb eures Blogs (Geschichten, Bücher etc.), und habt Ihr vielleicht schon selbst veröffentlicht?

Ähem…! Hüstel! Jaaa…! (mit einem extrem gedehntem A) Ich habe durchaus schon außerhalb meines Blogs geschrieben, und dies wurde auch veröffentlicht. Doch bevor hier irgendjemand verzückt aufschreit und mich nach Buchtitel, Verlag und ISB-Nummer fragt: Es war kein Buch, auch keine Geschichte und noch nicht mal ein schnödes Gedicht.

Meine Veröffentlichungen waren deutlich profaner: Ich habe facebook-Seiten betreut, d.h. ich war für die Fotos incl. Texte zuständig. So habe ich mich einerseits drei Jahre lang um die Seite eines Spezialitäten-Geschäfts in Osterholz-Scharmbeck gekümmert, bis dieses aus persönlichen Gründen im Februar 2020 leider geschlossen wurde. Meine Aufgaben waren dabei recht vielfältig: Ich erstellte Fotos, um die Waren ansprechend zu präsentieren, verfasste dazu den passenden Text und antwortete auf Kommentare der Kunden. „Nebenbei“ lieferte ich auch Ideen für Werbe-Aktionen sowie Veranstaltungen und entwarf die entsprechenden Flyer. Auch für die Veranstaltungen lieferte ich den Text und sorgte dafür, dass diese in den unterschiedlichsten fb-Gruppen beworben wurden bzw. auf der Homepage der Stadt auftauchten. Für diese Tätigkeit habe ich sogar höchst offiziell ein Gewerbe angemeldet, um die Möglichkeit zu haben, ebenfalls höchst offiziell eine Rechnung ausstellen zu können.

Ähnlich aber „in abgespeckter Form“ habe ich zwei Jahre die fb-Seite meiner Kirchengemeinde betreut – natürlich absolut ehrenamtlich. Während es bei der „gewerblichen“ Seite natürlich hauptsächlich um Werbung ging, war es mir hier eher wichtig, die Seite als Tor zu unserer Kirchengemeinde zu gestalten. Hier ging es mir darum, die Aktivitäten in unserer Gemeinde der Öffentlichkeit transparent darzustellen. Ich habe mich bemüht, die Stimmung bzw. die Haltung, die bei uns vorherrscht, widerzugeben, um so eine vielleicht vorhandene Schwellenangst bei den Besucher*innen unserer Seite gegenüber einer christliche Gemeinschaft abzubauen.

In beiden Fällen waren meine Texte zu den Fotos mit Sicherheit nicht unbedingt lyrisch-poetische Ergüsse mit literarischem Mehr-Wert. Aber ich konnte bei dieser Arbeit enorm viel lernen: Wie drücke ich mich kurz aber treffend aus? Auf welche Worte kann ich getrost verzichten? Welche Worte müssen sein, um den richtigen Ton zu treffen. Zudem habe ich meine Texte gerne im „Plauderton“ gehalten, damit sich die Leser*innen persönlich angesprochen fühlten.

Ich liebte es, mit Worten zu spielen und die passenden Begriffe zu suchen, um so die richtigen Formulierungen zu finden. Ich liebe es noch heute – mit dem einen gravierenden Unterschied, dass ich mich nun hier auf meinem eigenen Blog hemmungslos „in epischer Breite“ austoben darf! 😉

…und schlummern auch in Euch verkante Poet*innen? Dann gebt Euch bitte zu erkennen!!!


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

INTERNATIONALER TAG gegen HOMOPHOBIE…

Ja, hallo, da ist er ja wieder! Wie schnell doch so’n Jahr vergeht! Und wie erschreckend, dass es immer noch diesen Tag bedarf, um auf Missstände und Ungerechtigkeiten aufmerksam machen zu müssen.

In diesem Jahr gibt es anlässlich dieses hohen „Feiertages“ (!) keinen eigens von mir verfassten Text. Getreu meinem Motto „Lieber gut geklaut als schlecht selbstgemacht!“ habe ich mir einen etwas älteren Text von Standup-Comedian, Autor und Moderator Markus Barth, den er schon im Jahre 2017 auf seiner fb-Seite (O-Ton: „Hier ist die gute Seite des Internets.“) veröffentlichte, gemopst. Da ich den Meister höchstoffiziell um Erlaubnis gefragt habe, ist es auch kein richtiger Diebstahl sondern vielmehr ein Ausborgen: Der besagte Text ist a). immer noch gut und b). immer noch zutreffend (leider)…!


Ich habe gerade fünf Minuten Zeit, da dachte ich, ich könnte mal eben die Homophobie abschaffen. Also, los geht’s, die beliebtesten Sätze, die wichtigsten Antworten:

  • „Homosexualität ist nicht natürlich.“ Da wir ja auch von der Natur geschaffen, und nicht von Einhorn-Aliens auf der Erde abgesetzt wurden, kann man getrost sagen: Doch, 100% natürlich.
  • „Das ist gegen meine Kultur.“ Egal aus welcher Kultur du kommst: Das ist garantiert gelogen. Informier dich mal richtig, nimm dann alle Homosexuellen und ihre Werke aus deiner Kultur raus, und schau, was dann noch übrig bleibt. Das wird ne traurige Veranstaltung!
  • „Das ist gegen meine Religion.“ Dann ist leider deine Religion das Problem, nicht die Homosexualität. Homosexualität ist real, echt, nachweisbar. Gott dagegen… na ja, schwierige Geschichte! Warum also Religionen kritiklos akzeptieren und Homosexualität nicht?
  • „Ich bin halt so erzogen.“ Ich dagegen bin so erzogen, dass man nur freitags Fisch isst, kein Leitungswasser trinkt und das „A-Team“ nicht schaut, weil es eine fürchterlich gewaltverherrlichende Serie ist. Solche Erziehungsregeln kann man irgendwann hinterfragen und verwerfen. Das ist ehrlich gesagt der ganze Spaß am Erwachsenwerden.
  • „Mir geht’s ja nur um den Schutz der Kinder.“ Super, mir auch. Aber Homosexualität hat nichts mit Kindern zu tun. Das ist Pädophilie. Davor sollte man Kinder schützen. Und vor Eltern, die den Unterschied nicht kennen.
  • „Man muss Homosexualität verbieten, damit Familien gegründet werden und die Gesellschaft erhalten bleibt.“ Der Anteil von Schwulen und Lesben in einer Gesellschaft ist immer gleich groß, egal, ob man Homosexualität erlaubt oder verbietet. Niemand wird heterosexuell, nur weil Homosexualität in seinem Land verboten ist – er oder sie flüchtet sich höchstens in eine Scheinehe. Verbote, Verfolgung und Schikane sorgen also nicht für mehr Kinder, sondern nur für mehr unglückliche Menschen.
  • „Das ist eine persönliche Entscheidung.“ Haha, schön wär’s! Kurz gefragt: wenn du dich entscheiden könntest, ob du dich als Teenager genau wie all deine Freunde/Freundinnen zum ersten Mal in ein Mädchen/einen Jungen verliebst, oder ob du jahrelang daneben hockst und dich nicht traust, irgendjemandem zu sagen, wie du dich wirklich fühlst – wofür würdest du dich wohl entscheiden? Eben.
  • „Ich hab ja nichts dagegen, aber muss man das so in die Öffentlichkeit tragen?“ Du hast erst dann nichts dagegen, wenn du’s auch in der Öffentlichkeit aushältst.

So. Alles geklärt? Wunderbar. Wenn alles klappt, wie ich es mir vorstelle, brauchen wir dann ja schon nächstes Jahr keinen Internationalen Tag gegen Homophobie mehr. Denn:

„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“ (Hannibal, Das A-Team)

Markus Barth

🌈

[Eine Geschichte…] Unbekannt – DURCHBLICK

Ein junges Ehepaar zieht in eine neue Nachbarschaft. Beim Frühstück am nächsten Morgen sieht die junge Frau ihre Nachbarin draußen beim Aufhängen der Wäsche. „Diese Wäsche ist nicht besonders sauber“, sagt sie. „Sie weiß nicht, wie man richtig wäscht. Vielleicht braucht sie auch ein besseres Waschmittel.“ Ihr Mann sieht hin, bleibt aber still.

Jedes Mal, wenn ihre Nachbarin die Wäsche zum Trocknen aufhängt, macht die junge Frau die gleiche Bemerkung.

Ungefähr einen Monat später sieht sie plötzlich im Nachbargarten schöne saubere Wäsche an der Leine hängen. Freudig überrascht sagt sie zu ihrem Mann: „Guck mal, endlich hat sie gelernt, wie man richtig wäscht! Ich frage mich, wer ihr das beigebracht hat.“ Darauf entgegnet ihr Mann trocken: „Heute Morgen bin ich früh aufgestanden und habe unsere Fenster geputzt.“

Unbekannt

[Rezension] Tom Krausz – Hamburg Noir. Die verschwundene Frau

Wann waren wir zuletzt in unserer Lieblingsstadt: Hamburg – meine/ unsere Perle!? War es tatsächlich zuletzt am 24. September 2019, als wir an einem lauen Spätsommerabend (oder evtl. war es auch schon ein Frühherbstabend 😉) im Stadtteil St. Georg auf dem Bürgersteig vor den geöffneten Fenstern eines italienischen Restaurants saßen und uns unsere Pizzen munden ließen. Anschließend machten wir uns auf den Weg, um nur ein paar hundert Meter weiter im Ohnsorg-Theater die wunderbare Komödie Een Mann mit Charakter uns anzusehen. Es scheint mir, als wäre dies in einem anderen Leben, in einer anderen Welt passiert: Und stimmt es etwa nicht, dass sich unser Leben und unsere Welt seitdem massiv verändert haben? Meine Sehnsucht nach Hamburg versuche ich mit Filmen, Serien und Büchern (natürlich nur notdürftig) zu stillen!

Es war wieder einer dieser Tage: Privatdetektiv Paul Ness saß untätig in seinem Büro, rauchte eine Lucky Strike nach der anderen und haderte mit seiner chronischen finanziellen Unterversorgung, als plötzlich das Telefon klingelt. Ein Unbekannter bietet ihm einen lukrativen Auftrag an: Er soll seine untreue Ehefrau aufspüren, die zusammen mit einem anderen Kerl und dem stattlichen Sümmchen von 50.000 in bar abgehauen ist. Ness’ Ermittlungen führen ihn einer Schnitzeljagd gleich durch die ganze Stadt. Schnell merkt er, dass auch andere dunkle Gestalten Interesse am Verbleib der verschwundenen Frau haben. Auch die verführerische Ruth Schöller, angebliche Freundin der Verschwundenen, verhält sich verdächtig und weckt – trotz immenser Anziehungskraft – sein Misstrauen. Ein Privat-Schnüffler muss eben immer und überall auf der Hut sein…!

Bisher war mir Fotograf Tom Krausz durch seine künstlerische Kooperation mit Elke Heidenreich bekannt. So haben beide u.a. an dem opulenten Bildband „Schlafes Mörder“ zusammengearbeitet, in dem sie versuchten, dem Mythos um Shakespeare’s Macbeth mit eigen(willig)en Texten und Bildern näher zu kommen. Vor einigen Jahren durften wir die Live-Performance erleben, die durch das Zusammenspiel von Text, Bild und musikalischer Untermalung beeindruckte.

Im vorliegendem Fall ist nun Krausz beides in Personalunion: Autor und Fotograf. Zudem vereint er zwei seiner Herzensangelegenheiten in diesem Buch: seine Liebe zum Krimi Noir und zu seiner Heimatstadt Hamburg.

Der Autor Krausz scheint den Text bewusst im Stil der kriminalistischen Groschenromane gehalten zu haben, wo echte „hardboiled detectives“ als einsame Rächer durch die Straßen der Großstadt ziehen. Die Lektüre bereitete mir als Leser durchaus eine Menge Spaß. Da verzeihe ich ihm auch so manche unglaubwürdige Entwicklung im Plot: Entweder gelangt wie durch Zauberhand eine Nachricht in die Manteltasche unseres Protagonisten und führt ihn so unversehens zur nächsten heißen Spur, oder die verführerisch-verruchte Femme Fatal taucht „zufällig“ immer dann auf, wenn es für ihn brenzlig wird und rettet ihn somit aus dieser verzwickten Situation. Krausz lässt unseren Held in dieser geradezu kruden Story durch die Straßen der Hansestadt hetzen, liefert dadurch reichlich Gelegenheiten, seine Kamera gekonnt einzusetzen und lenkt den Fokus so auf die Stadt mit all ihren unterschiedlichen Facetten.

Hamburg ist – „the one an only“ – der Star und spielt in dieser Kriminalgeschichte die einzige Hauptrolle. So rückt der Fotograf Krausz auch „seine“ Stadt gekonnt in Szene: In atmosphärischen Schwarz-Weiß-Fotos kitzelt er den Reiz der Metropole hervor, entblättert ihren rauen Charme und schafft somit eine Ästhetik, die mich an alte TV-Serien wie „Stahlnetz“ erinnerte, bei der einige Folgen im Hamburg der Nachkriegsjahre gedreht wurden. Dank dieser kriminalistischen Schnitzeljagd tauchen auf den Fotos so viele mir bekannt Orte auf, dass ich ganz verzückt in Erinnerungen schwelge: von St. Pauli bis zum Jungfernstieg, vom alten Elbtunnel bis zum Heidi-Kabel-Platz, von der Außen- über die Binnenalster bis zur Gurlittstrasse im Stadtteil St. Georg, wo sich übrigens unser Stammhotel befindet…!

Dank Krausz’ stimmungsvollen Fotos begebe ich mich vor meinem inneren Auge auf eine lustvolle imaginäre Wanderschaft durch die Straßen seiner/ meiner/ unserer Perle an der Elbe!


erschienen bei Koehler/ ISBN: 978-3782212571

[Rezension] Lupita Nyong’o – Sulwe/ mit Illustrationen von Vashti Harrison

Vorwort: Vor einiger Zeit blieb ich beim Zappen durch die Fernsehprogramme beim Sender „arte“ hängen. Dort lief eine Reportage über eine Studie in den USA. Dabei wurden Kindern mit dunkler Hautfarbe zwei Puppen gezeigt. Die eine Puppe hatte eine helle Haut, die andere Puppe hatte einen dunklen Haut-Ton. Die Kinder, die zwischen 4-6 Jahre alt waren, wurden gefragt, welche Puppe sie schöner fänden. Alle zeigten auf die „weiße“ Puppe. Dann wurden sie gefragt, welchen Haut-Ton sie mit schlecht/böse verbinden. Ausnahmslos alle Kinder zeigten auf die „schwarze“ Puppe. Bei der dritten Frage, welche Puppe ihnen selbst ähnlich sieht, blieb mir als Zuschauer beinah das Herz stehen. Alle Kinder deuteten auf die dunkle Puppe und wirkten dabei ängstlich, traurig und verzweifelt. Einige Kinder brachen sogar in Tränen aus. Mir selbst liefen in dem Moment die Tränen über das Gesicht, und ich fragte mich, was in unserer Gesellschaft – verdammt nochmal – so schief läuft, dass diese kleinen unschuldigen Menschenkinder mit einem solchen Stigma aufwachsen müssen. Am liebsten hätte ich jedes von ihnen in die Arme genommen, getröstet und ihnen gesagt, dass sie ganz außergewöhnliche, einzigartige und wundervolle Geschöpfe sind.

Sulwe ist traurig: Sie sieht so ganz anders aus wie ihre Familie. Während Mama, Papa und ihre Schwester viel hellere Haut haben, ist ihre Haut mitternachtsfarben. Und wegen dieser Hautfarbe wird sie in der Schule gehänselt und ausgegrenzt. All ihre Versuche, ihre Haut aufzuhellen, schlagen fehl. Sogar ihr Gebet an den lieben Gott bleibt scheinbar ungehört. Mama versucht sie zu trösten, erklärt ihr, dass das Leuchten der Schönheit von innen kommt, und erinnert sie an die Bedeutung ihres Namens: Stern! In der gleichen Nacht erscheint Sulwe eine Sternschnuppe und lädt sie zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Seit ewigen Zeiten gab es zwei Schwestern, die sich sehr lieb hatten, und gänzlich unterschiedlich waren. Sie hießen „Tag“ und „Nacht“ und waren sehr glücklich miteinander. Aber die Menschen behandelten die Schwestern sehr unterschiedlich: Während sie „Tag“ verehrt, verfemten sie „Nacht“. „Nacht“ war darüber so traurig, dass sie ihre Schwester verlies. Fortan war immer nur „Tag“, doch die Menschen erkannten, dass sie beide Schwestern brauchen, und jede Schwester für sich ihre eigene unverwechselbare Schönheit hat. Und als Sulwe am nächsten Morgen aufwachte, hatte sie erkannt, dass zur Schönheit eines Menschen mehr gehört als der Ton seiner Haut…!

Diversität: Dieser Begriff ist momentan in aller Munde. Beinah drängt sich mir der Eindruck auf, dass alles und jeder – von Institutionen bis Prominente – sich mit diesem Begriff schmückt, um möglichst hipp und weltoffen zu wirken. Vieles Gutes wurde durchaus schon erreicht, doch einiges erscheint mir auch wie Augenwischerei. Die weltweiten Ereignisse der jüngsten Vergangenheit offenbaren schmerzlich, dass noch vieles zu tun ist…!

Autorin Lupita Nyong’o legt gemeinsam mit Illustratorin Vashti Harrison ein wunderbares Bilderbuch vor, dass die Realität eines kleinen Mädchens zwar nicht beschönigt aber durchaus kindgerecht abmildert: Rassismus und Mobbing ist leider auch schon für Kinder real existent. Dabei verpacken sie Sulwes Reise in stimmige Texte und stimmungsvolle Bilder. Nyong’o spiegelt in ihren Texten glaubhaft den Alltag eines Kindes, lässt dabei den Humor nicht vermissen und wählt für Sulwes nächtliches Abenteuer einen märchenhaften Ton. Harrison bedient sich für ihre Illustrationen vornehmlich bei den Farbgruppen „blau-violett“ und „gelb-gold“ und schafft durch diese Kontrastierung, die Farben in all ihren Schattierungen wirken zu lassen. Zudem ist die Haptik des Einbands angenehm samtig, und der überlegte Einsatz von Gold und Glitzer macht das Bilderbuch sehr edel. Auch die weiteren gestalterischen Details überzeugen: So sind die Muster der Vorsatzpapiere den Kleidern der Schwestern „Tag“ und „Nacht“ nachempfunden, ein Poster liegt ebenso bei, und ein Hinweis verweist auf ein Malbuch zum Download.

Lupita Nyong’o und Vashti Harrison ist gemeinsam ein berührendes Plädoyer für ein liebevolleres Miteinander gelungen, das ebenso ein Statement für Toleranz und Akzeptanz setzt. Jetzt braucht es von diesem wichtigen Bilderbuch nur noch eine Variante für Jungs, damit auch sie eine entsprechende Identifikationsfigur haben. Aber vielleicht ist es auch schon „in Arbeit“…!


erschienen bei Mentor/ ISBN: 978-3948230180

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

MONTAGSFRAGE #119: Nehmt Ihr regelmäßig Kontakt zu Autoren auf? Wenn ja, bezüglich welcher Themen?

Nun sind wir doch tatsächlich im Monat Mai angelangt, d.h. es dauert nicht mehr lange, und das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Höchste Zeit, sich über die Weihnachtsgeschenke Gedanken zu machen…! 😉

Doch nun zur Beantwortung der heutigen MONTAGSFRAGE, bei der mir sofort zwei Wörter förmlich ins Gesicht sprangen: Können wir bitte mal die Wörter „regelmäßig“ und „Kontakt“ genauer definieren?! „Regelmäßig“ kann von 1x wöchentlich bis 1x im Jahrzehnt ALLES beinhalten, ebenso könnte als „Kontakt“ sowohl ein verschämtes Bitten um Signatur während einer Lesung als auch ein gemeinsames Versacken in der Hotelbar bezeichnet werden. Aber wie ich unsere Hüterin der MONTAGAFRAGE kenne, hat sie sehr bewusst die Interpretationsspanne so weit gedehnt.

Nein, ich nehme nicht regelmäßig Kontakt zu Autoren auf, womit sich eine Beantwortung der zweiten Frage erübrigt…! Meine Kontaktaufnahme zu Autoren beschränkte sich bisher hauptsächlich auf Lesungen, wo ich mich als Buch-Blogger outete und anfragte, ob Fotos während der Lesung möglich sind. Bei Interesse würde ich dem Autor auch gerne einen Link zu meinem Beitrag in „Kulturelles Kunterbunt“ zusenden: Bisher nur ein einziges Mal erfolgt bei der Matinee mit Rainer Moritz zum Geburtstag der Buchhandlung meines Vertrauens, der auch prompt Erwähnung fand im Monatsrückblick von Uwe Kalkowski auf BuchMarkt.

Doch nicht alle Autor*innen scheinen den Kontakt mit ihrem Publikum zu mögen, geschweige denn, zu genießen. So hatte ich nach der jeweiligen Lesung durchaus schon Begegnungen mit Autor*innen, die ich eher unangenehm empfand. Es lag etwa nicht daran, dass die/der Autor*in bei dieser Live-Veranstaltung selbst nervös war. Diesen Umstand fände ich eher sehr sympathisch und absolut menschlich. Nein! Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass die/der Autor*in eine Lesung als lästige Pflicht ansah und dabei den direkten Kontakt mit dem Publikum eher verabscheute. Diese Attitüden wirkten auf mich extrem herablassend und arrogant: Namen verschweige ich diskret!

Auf der Haben-Seite stehen die Begegnungen mit ganz wunderbaren Autor*innen, die nicht nur bei einer Lesung begeistern, ihrem Publikum absolut zugewandt sind, humorvoll jede Frage beantworten und geduldig für gemeinsame Fotos posieren. Stellvertretend für all diese wunderbaren Autorinnen und Autoren möchte ich folgende nennen: Ursula Poznanski, Karsten Dusse, Melanie Raabe und (natürlich) Rainer Moritz sowie Elke Heidenreich.

…und welche Begegnungen mit Autor*innen hattet Ihr? Plaudert doch gerne mal aus dem Nähkästchen!!!


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Noch ein Gedicht…] Friedrich von Hagedorn – DER ERSTE MAI

Der erste Tag im Monat Mai
Ist mir der glücklichste von allen.
Dich sah ich und gestand dir frei,
Den ersten Tag im Monat Mai,
Dass dir mein Herz ergeben sei.
Wenn mein Geständnis dir gefallen,
So ist der erste Tag im Mai
Für mich der glücklichste von allen.

Friedrich von Hagedorn