[Rezension] Erich Kästner – Drei Männer im Schnee

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So, ausgelesen! Schade! Schön war´s…!

In meiner momentanen Situation (Stichwort: Jahresanfangsmüdigkeit) brauchte ich dringend Balsam für die Seele: Der Roman „Drei Männer im Schnee“ von Erich Kästner…

…und ich erfreute mich wieder an den intelligent-witzigen Dialogen

…und genoss die feine Kästner’sche Ironie, die so leicht zu überlesen wäre, wenn der geneigte Leser zu oberflächlich lesen würde.

Erich Kästner war ein wahrer Könner seines Fachs: Schaute er auch sehr genau auf die menschliche Natur, so blieb er doch durch und durch ein Menschenfreund und kommentierte als Satiriker und Romancier die Schwächen der Leute immer mit einem Augenzwinkern,…

…und so rollten hin und wieder auch die Tränen: vor Lachen & vor Rührung.

Ein richtiger Seelentröster…!!!

erschienen bei Atrium/ ISBN: 978-3038820161


Gabriela Wendt hat auf ihrem Blog „Buchperlenblog“ die tolle Aktion Perlentauchen ins Leben gerufen: Hier werden literarische Kostbarkeiten wieder-vorgestellt, die schon einige Jahre/ Jahrzehnte/ Jahrhunderte auf den Buckel haben aber nicht in Vergessenheit geraten sollten.

An dieser Aktion beteilige ich mich sehr gerne: Gute Geschichten sind zeitlos!

Neues Jahr, neues Glück, neue Ideen…

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…und da gibt es so einiges, das mir im Hirn herum spukt: Themen und Orte für interessante Lesungen, besondere Events und Aktionen. Ich bin schon sehr gespannt, was ich davon in diesem noch so jungen Jahr umsetzen kann,…

…so wird es im Laufe des Jahres eine neue Rubrik hier auf .LESELUST geben. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich möglichst viel Leser*innen beteiligen würden: Einzelheiten folgen zeitnah!

…da liegen noch eine Menge Rezensionsexemplare für mich bereit: Immer Ärger mit Harry von Jack Trevor Story, Opernroman von Petra Morsbach, The Hills von Matias Faldbakken und Weißer Tod von Robert Galbraith – neben all den tollen Bücher, die mir „so nebenbei“ selbst gegönnt habe,…

…zudem stehen zwei Krimiklassiker mit einer Neuauflage in diesem Jahr am Start: Dreizehn Gäste von J. Jefferson Farjeon (23. März) und N oder M?: Ein Fall für Tommy und Tuppence von Agatha Christie (6. Mai)…

…auch als Vor-Leser werde ich in diesem Jahr sicher wieder unterwegs sein: Während meine Traditions-Lesung im Carpe Diem schon fest terminiert ist, werde ich mich ansonsten überraschen lassen, wo und bei welcher Gelegenheit ich ein Buch aufschlagen werde,…

…zudem hängen an unserer Pin-Wand schon einige Eintrittskarten für wunderbare Konzert- und Theater-Abende: Die Zauberflöte im Stadttheater Bremerhaven, Mary Poppins im Stage Theater an der Elbe, Der Frosch mit der Maske im Imperial Theater Hamburg, Die Tür mit den 7 Schlössern im bremer kriminal theater, Konzert Pe Werner – Von A bis Pe im Theater im Fischereihafen,…

…und dann gibt es in diesem Jahr den 1. Geburtstag meines Blogs zu feiern!

Es bleibt spannend!

F R O H E S   N E U E S   J A H R

MONTAGSFRAGE #18: Was war dein Lesehighlight 2018?

Montagsfrage (1)

Nur noch einige wenige Stunden und dieses Jahr ist Geschichte!

Nur noch einige wenige Stunden…!

Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen: Wie war mein ganz persönliches Zweitausendundachtzehn? Es gab Höhen und Tiefen, schöne und weniger schöne Momente, Begegnungen voller Freude und unangenehme Begegnungen. Es war ein Jahr der Extreme – wie im Grunde mein gesamtes bisheriges Leben!

Ebenso „extrem“ pendeln meine Lesehighlights zwischen Hell & Dunkel, zwischen Yin & Yang, zwischen Sommer & Winter…

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Sommer in Super 8 von Anne Müller katapultierte mich zurück in meine Kindheit in den 70er Jahren, löste eine Flut an Erinnerungen aus und ließ mich die Melancholie und die Wehmut der Vergangenheit spüren.

Winter. Das Große Lesebuch für die ganze Familie begeisterte mein kindliches Gemüt, schürte meine Lust am Schauen, Staunen und Entdecken und schenkte mir unbeschwerte Freude.

So gegensätzlich diese Bücher auch scheinen, haben sie doch beide das verborgene Kind in mir wieder erweckt – jedes auf seine sehr besondere Art! Beide Bücher fanden eher zufällig ihren Weg zu mir. Umso dankbarer bin ich, dass sie mich nun gefunden haben!

Mit dieser letzten Montagsfrage im Jahr 2018 möchte ich mich herzlich bei Antonia Leise bedanken, die mich mit ihren Fragen immer wieder „zwingt“, meine Lesegewohnheiten zu überdenken und zu hinterfragen,…

…und ich wünsche ihr und selbstverständlich auch Euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2019: Möge es genauso abwechslungsreich werden, wie es das vergangene Jahr war!!!

…Happy New Year!


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Noch ein Gedicht…] Erich Kästner – SPRUCH FÜR DIE SILVESTERNACHT

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.

Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!

Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos!

Erich Kästner

[Musical] Jerry Herman – Hallo, Dolly! / Ohnsorg Theater Hamburg

Musik und Liedtexte von Jerry Herman / Buch von Michael Stewart / nach „The Matchmaker“ von Thornton Wilder / Deutsch von Robert Gilbert / Plattdeutsch von Hartmut Cyriacks und Peter Nissen

Premiere: 27. Mai 2018 / besuchte Vorstellung: 29. Juni 2018 / Ohnsorg Theater Hamburg


Musikalische Leitung & Einstudierung: Stefan Hiller
Inszenierung & Kostüme: Frank Thannhäuser
Choreographie: Jessica Neumann

Bühne: Katrin Reimers


Auch wenn dieses „Kulturelle Kunterbunt“ nun schon ein ½ Jahr zurück liegt und auch nicht mehr am besagten Theater gespielt wird, so war es doch einer meiner schönsten Musical-Momente, den ich bisher erleben durfte und der hiermit nicht in Vergessenheit geraten soll:

Es gab…

…kein schwebendes Kindermädchen, keinen herabstürzenden Kronleuchter, keinen fliegenden Teppich,…

…keine Modernisierung, kein Regie-Schnickschnack, keine spektakuläre Bühnentechnik,…

…und trotzdem saß ich rundum glücklich im Zuschauerraum, habe gelacht und geweint und fühlte meine Seele gestreichelt.

Das Ohnsorg Theater brachte in der Regie von Frank Thannhäuser diesen Musical-Klassiker zum Glänzen…

…in einem wandlungsfähigen und liebevoll-detailreichen Bühnenbild incl. traumhafter Kostüme,…

…mit der plattdeutschen Sprache, die sich harmonisch in die Dialoge und um die Songtexte schmiegte,

…und dank eines wunderbaren und perfekt aufeinander eingespielten Ensembles (angeführt von der einzigartigen Sandra Keck in der Titel-Rolle, komplettiert mit den Talenten von Till Huster, Christian Richard Bauer, Christin Deuker, Markus Gillich, Tanja Bahmani, Beate Kiupel u.v.m. ), das uns DAS zeigte, was in mancher großen Produktion leider allzu oft hinter der Perfektion verschwindet – ganz viel HERZ! 💖

Wir haben das Theater mit einem wohligen Gefühl im Bauch und mit einem Lied auf den Lippen verlassen – beglückt, beseelt und überreichlich beschenkt!

Vielen, herzlichen Dank!

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Foto: Sinje Hasheider

Das Ohnsorg Theater ist immer für eine Überraschung gut: Plattdeutsch ist alles andere als platt!

Sternenglanz & Weihnachtszauber…

Es war ein Tag wie im Märchen: Die Sonnenstrahlen glitzerten verführerisch in den verschneiten Bäumen, und der Wind hauchte feinen Schnee wie Elfenstaub über die Landschaft. So und nicht anderes begann dieser Tag…

…sicher irgendwo auf der Welt, aber nicht hier in Osterholz-Scharmbeck: Sprühregen, ein Himmel tief verhangen mit grauen Wolken, von der Sonne fehlte jede Spur…

…und mir ging es nicht gut: tagelange Migräne gepaart mit Lampenfieber ist keine angenehme Kombination. Aber: The Show Must Go On!

So saß ich hier in „meiner“ Klosterkirche St. Marien und wartete,…

…wartete auf den Beginn der von mir selbst initiierten und geplanten Veranstaltung und schickte Verwünschungen gegen mich selbst gen Kirchenkuppel (WARUM?).

Zudem nagte in mir die Unsicherheit „Werden auch genügend Gäste erscheinen?“. Der Kartenvorverkauf verlief leider nur sehr schleppend. Über die Gründe konnten wir nur spekulieren: Lag es an der Wahl des Termins so kurz vor Weihnachten? Oder lag es doch eher an der „Konkurrenzveranstaltung“ einer Lesung mit der Schauspielerin Janette Rauch im wenige Kilometer entfernten Kulturzentrum Gut Sandbeck? Dabei ging es weniger um mein Ego – Ich lese für 5 Gäste ebenso gerne wie für 50 Gäste! – sondern diese Lesung sollte für einen guten Zweck sein, und da hätte ich gerne viele, viele Euros „eingelesen“!

Dabei hatten wir alles getan, um unseren Gästen einen stimmungsvollen Abend zu bescheren: Der große Weihnachtsbaum erstrahlte in unzähligen Lichtern, Kerzen brannten auf dem Altar und auf dem Adventkranz.

Der Kirchenmusiker Utz Weißenfels sorgte an der Orgel für den musikalischen Rahmen. Ute Gartmann von der Buchhandlung „die schatulle“ präsentierte eine kleine, feine Buchauswahl, Susanne Bödeker vom „Carpe Diem“ umsorgte die Gäste mit Getränken, und Pastor Georg Ziegler fand die passenden Worte zur Begrüßung und zum Abschied.

Doch die Hauptlast des Abends lag natürlich auf meinen zarten Schultern. Aber: The Show Must Go On!

Der 1. Teil der Lesung stand ganz im Zeichen des Humors mit seinen heiter-satirischen Texten:

  • Nicole Franz – Um Himmels willen
  • Janina David – Wer glaubt noch an den Weihnachtsmann
  • Loriot – Advent
  • Fritz Bernhard – Der unkorrekte Tannenbaum
  • Hans Scheibner – Fahrlässige Leergutfalscheinsortierung

Nach dem 1. Teil der Lesung ging es mir schon ein wenig besser: Die erste Aufregung hatte sich gelegt, und die Migräne war etwas abgeklungen – auch dank des tollen Publikums, das sich von der ersten Minute an sichtlich gut amüsierte und nach den einzelnen Geschichten entsprechend Applaus spendete.

Der 2. Teil der Lesung wurde ruhiger und besinnlicher:

  • Anton Cechov – Eine schreckliche Nacht
  • O. Henry – Das Geschenk der Weisen
  • Agatha Christie – Der unfolgsame Esel

40 Gäste (geschätzt) spendeten am Schluß begeistert Beifall. Ich war vollgepumpt mit Glückshormonen und hatte das Gefühl, dass ich Bäume entwurzeln könnte: Dopamin ist ein echt krasses Zeug!

Der Abend klang aus mit netten Begegnungen, vielen anerkennenden Worten, dem Genuss des einen oder anderen Bechers Punsch und der freudigen Erkenntnis, dass ich ein hübsches Sümmchen spenden konnte!

Natürlich könnte ich einen solchen Abend nicht „stemmen“, wenn ich nicht so viele tolle Menschen zur Unterstützung an meiner Seite wüsste. Darum sende ich einen herzlichen Dank an Georg Ziegler und Anne Leukers für die Organisation, Utz Weißenfels für die musikalische Begleitung, Susanne Bödeker und Ute Gartmann für „das Dasein“. Ein besonderer Dank geht an meinen Mann, der mich in dieser Zeit immer geduldig erträgt!

P.S.: Kennt jemand von Euch ein wirksames Mittel gegen „Glänzen wie Speckschwarte“ in Kombination mit einem hochroten Kopf? Ich wäre für jeden Tipp sehr dankbar!