[Rezension] P.G. Wodehouse – Tausend Dank, Jeeves!

Die Britten können richtig witzig sein und der Welt viel Freude bereiten! Okay, jetzt nicht unbedingt, wenn es sich um den Brexit handelt. Aber sonst durchaus…! Zudem kann der britische Humor fraglos als erfolgreichster Export-Schlager von Großbritannien gelten: Monty Python, Mr Bean und Little Britain schickten den britischen Humor via TV in die Welt, und auch im Kino war er in den 50er bis 70er Jahren dank der Carry-On-Filmreihe äußerst populär. Aber auch literarisch darf der britische Humor nicht unterschätzt werden…!

P.G. Wodehouse gebührt durchaus die Ehre, als einer der bekanntesten, beliebtesten und talentiertesten Vertreter der literarischen Humoreske bezeichnet zu werden. Nachdem mein erster Kontakt mit ihm mich schier in freudige Verzückung versetzt hatte, halte ich nun ein Nachfolge-Epos in meinen Händen, das durchaus das Zeug hat, mit seiner Fülle an Blödsinn nahtlos am Vorgänger anzuknüpfen. Denn nichts anderes verspricht eine Lektüre von Wodehouses Jeeves-Geschichten: ein einziger grenzenloser Blödsinn!!!

Das Leben von Bertie Wooster ist wieder ganz und gar auf dem Kopf gestellt: Reisen soll ja bekanntlich bilden, und New York bietet dafür bekanntlich reichlich Gelegenheiten. Es sei denn, der Reisende hört auf den Namen Bertie Wooster und wäre der Überzeugung, dass Einbildung schon Bildung genug wäre. Die überstürzte Verlobung mit Pauline Stoker hatte er sich leider nicht eingebildet. Doch zum Glück konnte er nochmals rechtzeitig seinen Hals aus der Ehe-Schlinge ziehen und sich flugs Richtung Heimat aufmachen. Dort frönt er seiner Leidenschaft des Banjo-Spiels und bildet sich ein – sehr zum Leidwesen seines Butlers Jeeves – dieses Instrument brillant zu beherrschen. Jeeves greift in seiner Not zum Äußersten und droht mit Kündigung, wenn Bertie seine musikalischen Anwandlungen nicht flott auf das Land verlegt. Das Cottage seines Freundes Chuffy liefert dafür die perfekte Kulisse. Dumm nur, dass Chuffy aufgrund chronischem Geldmangel sein Cottage an den steinreichen Amerikaner J. Washburn Stoker verkauft hat, der mit seinem entzückenden Töchterchen Pauline (Ja, genau eben jene Pauline, die Bertie in New York so unrühmlich hat sitzenlassen.) anreist. Chuffys Herz entbrennt augenblicklich in Liebe für Pauline. Doch kann er es wagen völlig mittellos, um ihre Hand zu bitten? Bertie bietet – nicht ganz uneigennützig – seine Hilfe an…!

Es war wieder eine Menge Blödsinn auf einem Haufen, und es war wieder wunderbar. Nichts und niemand darf hier vom Leser ernst genommen werden. Locker-leichte Albernheiten tollen hier über die Seiten und bringen das Zwerchfell zum Erschüttern. Realismus (Ich bitte Euch!) sucht man hier vergebens und wurde von mir weder erwartet noch vermisst. Es scheint, als würde in den Wodehouse-Geschichten ein immerwährendes Picknick im Sonnenschein stattfinden – voller Unbeschwertheit und ohne einen Blick auf Morgen!

Herrliche Bonmots wechseln sich mit deftigen Frechheiten ab. Hier muss/darf ich den Übersetzer Thomas Schlachter wieder hochlobend erwähnen: Er schafft das Kunststück, dass mir die Zeilen auch beim lauten Vorlesen intelligent-flüssig über die Lippen kommen und auch gesprochen mit der richtigen Betonung herrlich verführerisch anmuten (Verdammt, ich sollte wirklich eine Wodehouse-Lesung machen!). Besonderen Charme schöpfen die Geschichten aus dem Standesunterschied zwischen Bertie und Jeeves, der anhand des jeweiligen Verhaltens gar köstlich persifliert wird.

So war mein Wieder-Lesen mit Bertie und Jeeves auch dieses Mal die pure Wonne!


erschienen bei Insel/ ISBN: 978-3458178248

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

MONTAGSFRAGE #71: Welche Bücher mit Illustrationen im Mittelpunkt des Werkes sollten in keinem Buchregal fehlen?

Für mich – und dies ist eine rein subjektiv geprägte Äußerung – sind Illustrationen mit dem Werk in keinem Genre so eng miteinander verbunden wie bei den Märchenbüchern. (Oder kann sich irgendjemand ein Märchenbuch ohne Illustrationen vorstellen? Nein?! Na, sag ich doch!)

Märchenbücher gibt es „wie Sand am Meer“, sei es als Anthologien unterschiedlichster Ausprägung oder als Bilderbücher mit einer einzigen Märchengeschichte, und so abwechslungsreich das Angebot an Märchenbüchern ist, so vielfältig sind auch die entsprechenden Illustrationen. So findet jede*r das passende Märchenbuch nach dem persönlichen Gusto.

Für mich – und auch dies ist wieder eine rein subjektiv geprägte Äußerung – gibt es ein Märchenbuch, das von all meinen Märchenbüchern seit Jahren an erster Stelle steht: Am 1. November 1987 erschien im Diogenes-Verlag Das große Märchenbuch, das nach wie vor erhältlich ist und sich somit zu einem Dauerbrenner entwickelt hat. Auf 672 Seiten sammelte Herausgeber Christian Strich nicht nur die bekanntesten und beliebtesten Märchen von den Brüdern Grimm und Hans Christian Andersen. Er warf auch einen Blick auf die Schätze fremder Länder mit ihren Volksmärchen und gab auch weniger bekannten Märchenerzählern wie Alexander N. Afanasjew oder Joseph Jacobs Raum. So ist allein die Auswahl dieser Märchen-Anthologie schon etwas Besonderes. Was „Das große Märchenbuch“ allerdings so außergewöhnlich macht, sind die Illustrationen von Tatjana Hauptmann.

Das große Märchenbuch im Diogenes Verlag - Tatjana Hauptmann.png

Ich weiß wirklich nicht, wo/wie ich beginnen soll! Am liebsten möchte ich in einen wahren Begeisterungstaumel incl. Jubelrufe ausbrechen…! Doch ich werde versuchen, mich zu zügeln. Kurz und bündig: Tatjana Hauptmanns Illustrationen sind schlicht und ergreifend wunder-wunderschön!!!

Jedes Märchen erhält von ihr ein ganzseitiges, farbenfrohes Aquarell. Zusätzlich tummeln sich im Text und am Rand des Buches mannigfaltige Zeichnungen, die fantasievoll und detailreich die Handlung bereichern. Ihre Illustrationen sind durchaus für Kinderaugen geeignet, aber auch der erwachsene(re) Betrachter entdeckt skurrile oder pikante Einzelheiten – und dies manchmal erst beim dritten, vierten oder fünften Anschauen.

Ihre Zeichnungen weisen eine gewisse Verspieltheit auf, ohne in eine kindliche Drolligkeit abzugleiten und sind geprägt durch ihren humorvollen Blick auf das jeweilige Märchen. Tatjana Hauptmanns Illustrationen sind schlicht und ergreifend wunder-wunderschön! (Uups, das hatte ich ja schon erwähnt!) Dies ist für mich definitiv ein Werk, das in keinem Buchregal fehlen darf!

…und welchem illustrierten Werk gebt Ihr den Vorzug?


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrundewiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv findet Ihr Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.

[Rezension] Michael Cunningham – Ein wilder Schwan/ mit Illustrationen von Yuko Shimizu

Hallo liebe Liebenden! Passend zum heutigen Valentinstag möchte ich Euch die erotischen Märchen-Adaptionen von Michael Cunningham präsentieren. Nun liegt „Erotik“ immer „im Auge des Betrachters“: Für mich persönlich waren sie weniger erotisch, aber ich attestiere der einen oder anderen Geschichte eine freche Frivolität (…oder eine frivole Frechheit: Sucht es Euch aus!).

Der Autor beleuchtet die bekannten Märchen aus anderen Blickwinkeln. So erfahren wir mehr vom Lebensweg der Knusperhexe; nehmen teil am weiteren Schicksal des 12. Bruders, der nur unvollständig vom Schwan zurückgezaubert wurde; erfahren Intimitäten aus dem Eheleben von Schneewittchen und ihrem Prinz; erschauern über ein kurioses Maskottchen, das unbedacht geäußerte Wünsche brutal detailliert erfüllt. Die Künstlerin Yuko Shimizu schuf für jedes Märchen eine kunstvolle Vignette des Anfangsbuchstabens und stimmungsvolle Illustrationen im Stil des „Art Déco“.

Cunningham gönnt einigen der geläufigen Märchen von Hans Christian Andersen („Die wilden Schwäne“, „Der standhafte Zinnsoldat“) und den Brüder Grimm („Hänsel und Gretel“, „Schneewittchen“, „Rumpelstilzchen“, „Rapunzel“) eine Neu-Deutung. Auch das französische Volksmärchen „La Belle et la Bête/ Die Schöne und das Biest“ nach Gabrielle-Suzanne de Villeneuve wird von ihm nicht verschont. Er wirft aber durchaus ebenso einen Blick auf bei uns weniger populäre Werke wie „Hans und die Bohnenranke“ von Joseph Jacobs und die Horror-Kurzgeschichte „Die Affenpfote“ von William Wymark Jacobs und schließt den Märchenreigen mit „Und sie lebten glücklich“. Da ich in dieser Geschichte kein klassisches Märchen wiedererkennen konnte, vermute ich, dass es sich hierbei um ein Eigenwerk des Autors handelt.

In diesen, sehr erwachsenen Fassungen erfahren die Märchen allerdings auch eine brutale Entzauberung. Während meiner Lektüre stellte ich mir wiederholt die Frage, ob es wirklich nötig war, diese Einzelheiten zu erfahren, oder ob nicht vielmehr das Nichtwissen um sie den besonderen Reiz eines klassischen Märchens ausmacht. Zudem hat er allen Adaptionen das liebgewonnene „…und sie leben glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende!“ verweigert.

Obwohl ich mich in der Märchenwelt recht gut auskenne, erschlossen sich mir die Adaptionen häufig nicht von vornherein. Leser*innen, die über kein entsprechendes Hintergrundwissen verfügen, dürften da noch deutlichere Schwierigkeiten haben. Interessanterweise gefiel mir die Geschichte, die ich nicht zu den klassischen Märchen zählen würde, am besten und war atmosphärisch am eindringlichsten.

Auch nahm ich die einzelnen Texte in ihrer Ausführung als mal mehr und mal weniger gelungen wahr. Michael Cunningham bemüht sich, für jede Geschichte einen eigenen Ton, einen individuellen „Aufhänger“ zu finden. Dies gelingt ihm eher durchwachsen: Mal traf er mit seiner Neu-Interpretation auf den Punkt und lockte ein Schmunzeln auf mein Gesicht, mal schoss er für mein Empfinden über das Ziel hinaus und löste ein unverständliches Kopfschütteln bei mir aus. Doch Cunningham ist ein talentierter Autor, der Sätze zu formulieren weiß und die Hoffnung beim Leser schürt, dass die nächste Geschichte sich anders (besser?) präsentiert.

So empfand ich sowohl Cunninghams Idee als auch seine Umsetzung als durchaus interessant und größtenteils kurzweilig zu lesen, würde aber immer den Zauber und die Poesie der Original-Märchen vorziehen!


erschienen bei btb/ ISBN: 978-3442718276

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

[Musical] Elton John – DER KÖNIG DER LÖWEN / Stage Thea­ter im Hafen in Hamburg

Musik von Elton John / Liedtexte von Tim Rice / zusätzliche Musik & Liedtexte von Lebo M, Mark Mancina, Jay Rifkin, Julie Taymor und Hans Zimmer / Buch von Roger Allers und Irene Mecchi / Deutsch von Michael Kunze

Premiere: 2. Dezember 2001 / bisher besuchte Vorstellungen: 1. Juli 2003, 14. Juli 2005, 10. Oktober 2007, 14. Februar 2010 / zuletzt besuchte Vorstellung: 9. Februar 2020
Stage Thea­ter im Hafen in Ham­burg


Musikalische Leitung: Bradley Nyström
Inszenierung: Julie Taymor
Choreographie: Garth Fagan
Bühne: Richard Hudson

Kostüme, Masken & Puppen: Julie Taymor & Michael Curry


Orkantief „Sabine“ fegte über Deutschland, somit auch über das Zelt-Theater im Hamburger Hafen und brachte die Lampenkonstruktion an der Decke des Foyers zum Schwingen. Wir saßen dort voller Vorfreude und erwarteten den Beginn der Vorstellung. 10 Jahre waren seit unserem letzten Besuch vergangen: 10 Jahre, in denen so viel passiert ist…! Das Leben hat sich verändert, vielmehr mein/ unser Leben hat sich verändert. Hier im Hamburger Theater im Hafen war auf einer beruhigenden Art alles beim Alten, und doch wieder aufregend neu…!

Die Schamanin RAFIKI lässt ihren Ruf ertönen, die Sonne geht über der Steppe auf und die ersten Tiere erscheinen auf der Weite der Bühne. Mein Mann und ich sitzen gebannt nebeneinander, halten uns an den Händen, und Tränen rinnen über unsere Wangen. Für uns war und ist dies die emotionalste Eröffnungsszene, die wir je live auf einer Bühne erleben durften. Regisseurin Julie Taymor hat mit dieser Bühnenfassung des Disney-Filmklassikers eine Großtat vollbracht. Bei bisher keinem anderen Musical habe ich so deutlich die Handschrift einer einzelnen Künstlerin gespürt. Mutig hat sie den Film aus seinem Korsett befreit und der Geschichte für die Bühne eine neue Identität verpasst. Mit klassischen Bühnentricks und -effekten, mit dem Spiel von Perspektiven, dem Einsatz von Masken und der Kunst des Puppenspiels erschuf sie die Welt der Savanne zu neuem Leben,…

…und das weltweite Publikum staunt und strömt nun schon seit Jahrzehnten in die Vorstellungen: Seit über 18 Jahren begeistert der König der Löwen in Hamburg seine Zuschauer, und so stehen dort seit über 18 Jahren Abend für Abend talentierte Künstler*innen auf der Bühne und buhlen um die Gunst der Menschen im Auditorium.

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RAFIKI war bei Thulisile Thusi in besten Händen: Stimmgewaltig eröffnete sie die Show und stattete die Rolle mit Wärme, Weisheit und einem Hauch Verrücktheit aus. Mhlekazi Mosiea war zwar ein eher schmächtiger MUFASA, zeigte im Zusammenspiel mit seinem Bühnensohn aber sehr viel Herzlichkeit und berührte mit einem gefühlvoll gesungenem „Sie leben hier“. Die Puppe des Haushofmeisters ZAZU wurde durch Joachim Benoit kunstvoll zu Leben erweckt, der diesen hyperaktiven Vogel geschickt mit sehr viel Situationskomik bedachte. Der SCAR von Stefan Voigt war durchaus gemein und böse, wurde von ihm eher beiläufig gespielt. Gemeinsam mit seinen drei dusseligen Untergebenen, den Hyänen SHENZI, BANZAI und ED – dargestellt von Germaine Wilson, Simon Phezani Gwala und Sean Gerard, kam aber auch der Humor nicht zu kurz. Um die Sympathien der Zuschauer mussten sich Tobias Korinth als TIMON und S’Thembiso Keith Mashiane als PUMBA keine Sorgen machen: Beide Rollen sind per se dankbare Publikumslieblinge, das von den Darstellern auch gekonnt genutzt wurde. Gugu Zulu war eine aparte NALA und interpretierte mit warmer Stimme „Schattenland“. SIMBA wurde von Hope Main als ein vitaler, kraftstrotzender Jungspund porträtiert, der mit einem rührenden „Endlose Nacht“ auch Tiefe zeigte und gemeinsam mit Gugu Zulu ein entzückendes Leading-Paar bot. Für die meisten Darsteller*innen in diesem internationalen Cast ist Deutsch nicht die Muttersprache, und trotzdem überzeugten sie mit einer sehr deutlichen Aussprache. Viele Künstler der sprechenden Zunft sollten sich daran ein Beispiel nehmen, da vernuschelte Sätze gerade sehr hipp zu sein scheinen. Meinen größten Respekt haben bei solchen Produktionen immer die Kinder-Darsteller: Johnny als junger SIMBA und Loa als junge NALA waren absolut bezaubernd und meisterten ihre jeweiligen Parts mit einer immensen Spielfreude.

Zusammen mit großartigen Tänzern und Sängern, deren scheinbar unerschöpfliche Dynamik auf uns übersprang, boten die Künstler eine perfekte Show, die trotz aller Perfektion nicht routiniert wirkte sondern eine energetische Frische ausstrahlte – eine Leistung, die nach über 18 Jahren Open End an einem Standort nicht unbedingt selbstverständlich ist und somit meine Hochachtung verdient.

Dank Orkantief „Sabine“ war uns der Rückweg über die Köhlbrandbrücke verwehrt und so durften wir auf unserem Heimweg ganz neue Ecken vom Hamburger Hafen kennenlernen. Auf der Hinfahrt verspürten wir beim Passieren der Brücke einen Hauch von Wehmut: Vielleicht war dies unsere letzte Fahrt über die alte Köhlbrandbrücke. Das Schicksal dieses Wahrzeichens steht in den Sternen…!

Köhlbrandbrücke Hamburg.jpg


DER KÖNIG DER LÖWEN wird auch weiterhin im Stage Thea­ter im Hafen in Ham­burg gespielt!

MONTAGSFRAGE #70: Welche Autoren-Kollaboration wäre euer Traum?

„I have a dream“ Martin Luther King

Liebe Antonia! Ja, ich habe einen Traum, aber er beschäftigt sich nicht, aber auch so gar nicht, so absolut überhaupt nicht mit einer Kollaboration zwischen Autorinnen und Autoren. Ich kann mich auch nicht erinnern, jemals einen Roman gelesen zu haben, der mehrere geistige Mütter oder Väter hatte. Ich stelle mir dies auch äußerst schwierig vor: Schreiben ist für mich eine eher einsame Tätigkeit, bei der ich manchmal sehr lange an den Sätzen und ihren Konstellationen, am Aufbau, am Spannungsbogen und an den vielen weiteren Kleinigkeiten, die bei einem Text zu beachten sind, feile.

Mit Schrecken denke ich an meine Gymnasialzeit zurück, wo ich gemeinsam mit einer Kurskameradin Referate erarbeitete. Und ihr könnt meinem Wort glauben: Das war Arbeit!!! Jedes Wort musste mit ihr analysiert werden. Jede Interpretation musste mit Hinweise aus dem Text bewiesen werden. Jede Aussage musste mit Zitaten unterfüttert werden. Nach drei Stunden ermüdender Diskussion hatten wir gerade 5 lumpige Sätze auf dem Papier, für ein Referat, bei dem ein gewisser Seitenumfang vorgegeben war. Wäre ich irgendwann nicht so unendlich müde und darum kompromissbereit gewesen, hätte ich zur Gewalt geneigt! Zugegeben: Das Ergebnis konnte sich dann durchaus sehen lassen und erbrachte uns eine äußerst zufriedenstellende Note. Aber diese Note war auch wahrlich sehr hart erarbeitet!

Bei spätere Ausarbeitungen (z. Bsp. im Rahmen einer Facharbeit) unter Beteiligung mehrerer Personen habe ich immer für eine klare Abgrenzung der Themengebiete plädiert. Die jeweiligen Ergebnisse wurden dann zusammengetragen und gegenseitig korrekturgelesen, um somit Widersprüche oder übermäßige Wiederholungen auszumerzen. Es hat funktioniert, und vielleicht funktioniert es ebenso bei mehreren Autoren, die an einem Roman arbeiten…?!

Doch ich träume weiterhin nicht von einer Zusammenarbeit beispielsweise zwischen Stephen King und Rosamunde Pilcher oder zwischen Jane Austen und Heinz Erhardt oder…

…und vor allem: So schreiben sie zusammen nur ein einziges Buch, während, würde jede*r für sich alleine schreiben, zwei Romane das Licht der Öffentlichkeit erblicken!

Nun möchtet Ihr vielleicht wissen, wovon ich träume?! Tja, das wird weiterhin mein alleiniges Geheimnis bleiben! 😊

…und welche Traum-Paarung bringt Euch um Euren Schlaf?


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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[Rezension] Brüder Grimm – DIE BREMER STADTMUSIKANTEN/ mit Illustrationen von Gabriel Pacheco

Alt sind sie geworden, diese vier selbsternannten Musiker. Obwohl: Wenn wir dem Originaltext der Brüder Grimm folgen, dann waren sie nie etwas anderes gewesen und schon immer sehr weit entfernt von den possierlich-kindlichen Helden oder dem dynamischen Quartett, wie sie gerne von einigen Illustratoren der Vergangenheit porträtiert wurden.

Bei Illustrator Gabriel Pacheco sind sie vom Leben gezeichnete Kreaturen, alt und verbraucht: Die wunden Beine des Esels sind bandagiert, der Hund leidet an einer Ohrenentzündung, der Katze tanzen die Mäuse auf dem (Regenschirm-)Dach, und der Hahn findet ohne seine Brille den Weg nicht mehr. Trotz ihrer Gebrechen formen diese heruntergekommenen Barden ein Team, in dem jede*r seinen Platz ein- und seine Aufgabe wahrnimmt. Und so wirken diese vier „Ritter der traurigen Gestalt“ auf mich nicht hoffnungslos – Nein! – sie wirken eher positiv in ihrem Vertrauen auf eine bessere Zukunft: „Etwas Besseres als den Tod findest du überall.“

Auch den Räubern versagt Pacheco ihren gewohnten Look: Nicht der zauselige und haarige Wegelagerer à la „Räuber Hotzenplotz“ haust dort im finsteren Wald und muss sich aus seinem Haus vertreiben lassen. Hier treten Ringel-bestrumpfte und weiß-gewandete Gestalten mit Masken der Commedia dell’arte auf, die mit ihrer schablonenhaften Mimik nicht weniger furchteinflößend wirken.

Auch das Umfeld, in der Pacheco seine Protagonisten agieren lässt, wirkt beinah wie ein Bühnenbild: In einem reduzierten Setting zwischen Abstraktion und Realismus lässt er blattlose Bäume wachsen, schnörkellose Behausungen entstehen und einen Theater-Mond leuchten.

Vielleicht gerade weil er in diesem Bilderbuch den Bremer Stadtmusikanten die Niedlichkeit verwehrt, entwickeln sie ein eindrucksvolles Eigenleben und somit ihre unverwechselbare Charakterisierung, die mich, den Betrachter sehr berührte: Im Mut, ein mögliches Scheitern zu akzeptieren, verbirgt sich die größte Stärke.

Dieses Märchen der Brüder Grimm feierte im letzten Jahr seinen 200. Geburtstag und wurde u.a. mit einer umfangreichen Ausstellung in der Bremer Kunsthalle geehrt.


erschienen bei Bohem/ ISBN: 978-3855815784

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

[Rezension] Colin Cotterill – Dr. Siri und der verschwundene Mönch

Der Kommunismus ist nicht „die beste aller möglichen Welten“!

…diese Erfahrung musste Dr. Siri leider schon viel zu häufig machen. Gesunder Menschenverstand ist ihm Rahmen eines kommunistischen Regimes weder gefragt noch gern gesehen. So eckt er auch diesmal wieder empfindlich an. Aus der „illegalen Aufnahmeeinrichtung für ein kleines Heer von Obdachlosen“, wie er liebevoll das gemeinsame Heim von sich und seiner Frau Madame Daeng nennt, verschwindet ein Gast: Der bisher sehr sesshafte Wandermönch Noo ergreift überraschend die Flucht und hinterlässt nur eine kurze Nachricht, in der er Dr. Siri bittet, einem anderen Mönch bei der Flucht über den Mekong zu helfen. Dr. Siri wäre nicht Dr. Siri würde er nicht gerne diese Herausforderung annehmen. So begleitet er gemeinsam mit Frau und Hund diesen Mönch nach Thailand, um mit Entsetzen festzustellen, dass dort unter dem Deckmantel der Religion furchtbare Verbrechen begangen werden…!

Colin Cotterill ist bisher das Kunststück gelungen, mit „Dr. Siri“ eine Krimi-Reihe auf konstant hohem Niveau zu etablieren, ohne im Laufe der Jahre zu schwächeln, die Handlungen abzuflachen oder eine liebevolle Zeichnung der Figuren zu vernachlässigen. Dabei bleibt er seinem ironisch-witzigen Ton treu und erfreut mit spritzigen Dialogen und augenzwinkernden Seitenhiebe auf das politische System. Und so tummeln sich in dieser Handlung wieder eine wilde Mischung aus Kommunisten, Mönche, Mörder sowie weiteren Figuren rund um Glaube und Aberglaube.

Cotterill lässt die verschiedenen Handlungsstränge ebenbürtig nebeneinander laufen, nur um sie dann geschickt miteinander zu verknüpfen. Scheinbar Belangloses erhält später in der Handlung mehr Gewicht. Zudem schöpft er den Charme dieser Krimi-Reihe aus dem Reiz des exotischen Umfelds von Laos ebenso, wie aus den für westliche Augen skurril wirkenden Verhältnissen des Kommunismus der 70er Jahre.

Mit Dr. Siri wurde eine Persönlichkeit geschaffen, die über eine gehörige Portion an Lebenserfahrung in Kombination eines gehobenen Alters verfügt: Er muss sich keine Gedanken mehr über mögliche Konsequenzen seines Tuns machen. Schließlich unterstützt und schützt ihn der Geist eines alten und weisen Schamanen in seinem Handeln. Welches wirksame Druckmittel könnte die Regierung da gegen ihn in der Hand haben? Trotz eines starken Leading-Man kommen die anderen Charaktere nicht zu kurz und erhalten vom Autor erfreulicherweise ebenso die Möglichkeit der Weiterentwicklung.

So hoffe ich auf möglichst viele weitere unterhaltsame Fälle mit Dr. Siri und seinen Freunden aus dem Dies- und Jenseits.


erschienen bei Goldmann/ ISBN: 978-3442315239

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

MONTAGSFRAGE #69: Kann ein Autor über etwas außerhalb der eigenen Erfahrung schreiben? (Und muss er es sogar?)

Antonia stellt uns diese interessante und nachdenkenswerte Frage und beantwortet sie mit einem Zitat vom wunderbaren G.K. Chesterton gleich selbst: ”Ein guter Roman verrät uns die Wahrheit über den Helden, ein schlechter über den Autor.” Chesterton schuf die kurzweiligen Father Brown-Krimis, die sich nach wie vor (auch in filmischer Variante) großer Beliebtheit erfreuen. Aber er war zu Lebzeiten – sofern bekannt – weder als Geistlicher noch als Verbrecher aktiv tätig. Montagsfrage beantwortet!

Nein, ganz so einfach mache ich es mir natürlich nicht. Wobei Chesterton ein passendes Beispiel dafür ist, dass ein Autor nicht alles selbst erlebt haben muss, um glaubhafte Charaktere und einen schlüssigen Plot zu kreieren (Wo wäre unsere Welt, wenn alle literarischen Massenmörder ein reales Vorbild hätten?). Viele Genre würde es dann in unseren Bücherregalen gar nicht oder nur recht überschaubar geben: Krimi, Fantasy, Horror, Märchen…!

Natürlich ist es durchaus von Vorteil, wenn der Autor eigene Erfahrungen – sozusagen im Sinne der Authentizität – in sein Werk einfließen lassen kann. Agatha Christie konnte auf ihre Erfahrungen, die sie während ihrer Reisen mit dem Orient-Express oder bei Ausgrabungen im Nahen Osten machen durfte, und auf ihr Wissen bzgl. Gifte, das sie sich während ihrer Tätigkeit als Krankenschwester in einer Krankenhausapotheke angeeignet hatte, zurückgreifen. Zudem nutze sie häufig reale Vorbilder zur Beschreibung von Gebäuden und Ortschaften in ihren Romanen. Auf ähnliche Erfahrungen griff auch der Schöpfer von Kommissar Maigret zurück: Als ehemaliger Journalist kannte George Simenon sowohl Paris als auch das Pariser Umland wie seine Westentasche und lies somit viel Lokalkolorit und Atmosphäre in seine Werke einfließen. Von welchen Erfahrungen die damals arbeitslose Erzieherin Joanne Rowling beim Entwurf des ersten Harry Potter-Romans gezerrt hat, wird wohl ihr alleiniges Geheimnis bleiben. Vielleicht war es für sie auch einfach „nur“ eine Flucht vor einer deprimierenden Realität. Doch sie hat uns auf wundersam-zauberhafte Art und Weise bewiesen, dass dank der Macht der Fantasie ganze Welten entstehen können, die ein weltweites Publikum über alle Generationen hinweg zum Staunen bringen.

Fazit meiner kleinen Abhandlung: Diese Frage lässt sich (zum Glück) nicht eindeutig beantworten! Ein guter Autor kann – zum Zwecke der Glaubwürdigkeit – auf eigenen Erfahrungen zurückgreifen. Ein guter Autor ist aber nicht zwingend darauf angewiesen, da er über ausreichend Talent und Fantasie verfügt, bzw. die Fähigkeit besitzt, kompetent zu recherchieren.

Somit schließt sich der Kreis, und ich möchte die heutige Montagsfrage mit dem Eingangszitat von G.K. Chesterton beenden:

”Ein guter Roman verrät uns die Wahrheit über den Helden, ein schlechter über den Autor.”

…und wie ist Eure Meinung zu diesem Thema?


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[Rezension] Eleonora Hummel – Die Wandelbaren

Vier junge Menschen, die nichts miteinander gemein zu haben scheinen, werden von der Regierung „auserwählt“, die deutsche Sprache auf den Bühnen der sowjetischen Republik erklingen zu lassen. Denn das ist die einzige Gemeinsamkeit dieser jungen Menschen: ihre deutschen Wurzeln. Diese Wurzeln waren bisher mehr Last als Freud im kommunistischen Russland und galten eher als Makel und Stolperstein für ein berufliches Vorwärtskommen. Ihre deutschen Wurzeln: Bisher von ihnen gering beachtet oder möglichst verschwiegen, sollen sie ihnen nun Tor und Tür für eine ruhmreiche Karriere auf der Bühne des deutschen Nationaltheaters Russlands öffnen. Gäbe es da nicht ein klitzekleines Problem: Keiner dieser jungen Menschen spricht mehr die Sprache ihrer Ahnen…!

Autorin Eleonora Hummel blättert ein interessantes Kapitel deutscher Identität auf – beginnend in den 70er Jahren bis zur jüngsten Vergangenheit. Wir begleiten Arnold, Violetta, Emilia und Oswald durch die beschwerliche Schauspiel-Ausbildung in Moskau zum ersten Engagement am Theater in der öden Steppe Termirtau und sehen ihr Bemühen um gesellschaflicher Veränderung im Herbst 1989 in Zeiten von Glasnost und Perestroika.

Zwischen Proben mit wechselnden Regisseuren, Tourneen durch alle möglichen und unmöglichen Orte und der Alltagsbewältigung in einer Mangelwirtschaft, werden Ehen geschlossen, Kinder geboren und Wehrdienste abgeleistet. Doch nie scheint dem übermächtig wirkenden Staat die Mühe ihrer Genossinnen und Genossen zu genügen. Der Erhalt der deutschen Sprache wird zwar staatlich gefördert, gleichzeitig aber kritisch beäugt und vom KGB bespitzelt. Und so wirkt das Bemühen des sowjetischen Staates um die deutsche Sprache eher wie Zuckerguss, der über einen Kuchen verteilt wird, um die angebrannten Stellen zu übertünchen: Deutsch ja, aber nicht zu Deutsch, kritisch ja aber nicht zu kritisch. Unter der Oberfläche brodelt der Widerstand, und Rufe werden laut nach einer deutschen Identität in einer eigenen deutschen Wolgarepublik…!

Hummel lotet die Charaktere ihrer Held*innen sehr detailliert aus, lässt diese selbst zu Wort kommen und offenbart somit deren Innerstes: ihre Wünsche, Ängste und Sehnsüchte, ihr Zaudern und Streben. Jede*r Protagonist*in erhält so in einem unverwechselbaren Profil einen eigenen Ton, der sich im Laufe der Handlung verändert: Die Autorin erlaubt ihren Charakteren eine (Weiter-)Entwicklung. Für Arnold, Violetta, Emilia, Oswald und ihren Mitstreitern entpuppen sich „die Bretter, die die Welt bedeuten“ mehr und mehr zur Einbahnstraße. Die Träume nach Ruhm und Anerkennung, das Sehnen nach Identität und Verbundenheit, das Hoffen auf einen Platz im sowjetischen Gefüge, um dort heimisch zu werden – dies alles wird unter dem Mühlstein der politischen Willkür zermahlt,…

…und weicht einem resignierten Pragmatismus: Am Schluss bleibt nur die Flucht zum kapitalistischen Klassenfeind, die schmerzhafte Anpassung an die neuen Verhältnisse und eine bittere Erkenntnis: Der Kommunismus ist nicht „die beste aller möglichen Welten“!


erschienen bei müry salzmann/ ISBN: 978-3990141960

Ich danke der Autorin und dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

MONTAGSFRAGE #68: Liest du Bücher parallel oder nacheinander?

An diesem Montag gibt uns Antonia eine typische Buchblogger-Frage zur Beantwortung auf. Obwohl: „typisch“ – Was bedeutet das schon? Gibt es überhaupt irgendetwas, das absolut und für alle Menschen gleichermaßen zu 100% „typisch“ ist? Ist die Definition von „typisch“ nicht eher auch abhängig von den eigenen Erfahrungen und dem unmittelbaren Umfeld.

Also zurück zum Ausgangspunkt: Hier kommt meine Antwort zur heutigen Frage – unabhängig, ob sie nun typisch oder atypisch ist…!

Ich lese immer ein Buch zurzeit! Eine andere Vorgehensweise wäre für mich auch nicht möglich. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich Menschen, die Bücher parallel lesen, bewundern soll: Es wirkt auf mich, als wären sie gehetzt und müssten ihre Zeit optimal managen!

Mehrere Bücher parallel lesen würde mich auch kolossal überfordern: Beim üppigen Handlungspersonal einiger Romane habe ich bei einem einzigen Buch schon Schwierigkeiten, mir all die Namen zu merken. Käme noch ein zweiter oder sogar dritter Roman mit entsprechenden Protagonist*innen hinzu, wäre bei mir die mentale Verwirrung vorprogrammiert. Womöglich würde ich Held ABC im falschen Roman vermuten und ihn dort vermissen. Während ich mich bei Heldin XYZ wundern würde, was sie in dieser Geschichte zu suchen hätte: War sie gestern nicht noch…?! Nee Nee, dann doch lieber alles schön der Reihe nach: Ich lese, wenn ich Lust dazu habe und konzentriere mich dann ganz und gar auf ein einziges Buch!

So versuche ich, auch möglichst eine Rezension pro Woche zu veröffentlichen! Dabei spielt natürlich auch meine zur Verfügung stehende Zeit eine wichtige Rolle: Schließlich »füttere« ich meinen Blog in meiner Freizeit, bin berufstätig und lasse mich gerne von Familie, Freunden und div. kulturellen Veranstaltungen von meinem Blog weglocken. Der Blog ist eine wunderbare Bereicherung meines Lebens, aber eben auch »nur« ein Teil davon…!

…und wie ist es bei Euch: „Multitasking“ oder „alles schön der Reihe nach“?


Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

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