[Rezension] Jean-Luc Fromental (nach Georges Simenon) – DER SCHNEE WAR SCHMUTZIG/ mit Illustrationen von Yslaire

Ich halte diese Graphic Novel in den Händen, und während ich lese und mein Blick über die Illustrationen wandert, fröstle ich, und ein unangenehmes Gefühl bemächtigt sich meiner. Ich spüre das Bedürfnis, DER SCHNEE WAR SCHMUTZIG zuzuschlagen und zur Seite zu legen, um mir eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Doch die Faszination an dieser Geschichte ist mächtiger. Wie durch einen Sog werde ich immer weiter in sie hineingezogen. Ein Entrinnen scheint nicht möglich…

Ein namenloses Land, von fremden Truppen besetzt. Der Winter will kein Ende nehmen. Frank Friedmaier wächst als Sohn einer Prostituierten in einem Bordell auf. Der 18-Jährige ist ein Kind seiner Zeit, die geprägt ist von Täuschung und Verrat. Frank hungert nach Erfahrungen, doch nichts vermag ihn zu befriedigen. Aus reiner Langeweile wird er zum Mörder und verschachert das Mädchen, das ihn liebt. Als er schließlich begreift, was er getan hat, und mit sich selbst ins Gericht geht, ist es zu spät.

(Inhaltsangabe der Verlags-Homepage des Romans entnommen!)

Düster, schwer, unerbittlich: Jean-Luc Fromental bleibt bei dem Entwurf seines Szenarios dicht am literarischen Original und folgt dessen Spur. Wie auch Simeon im Roman entwirft er eine Welt, in der die Regeln einer mitfühlenden Gesellschaft nicht mehr zu gelten scheinen. Mitgefühl, Rücksichtnahme und Erbarmen scheinen nicht mehr existent zu sein. Es ist nicht mehr „der Tanz auf dem Vulkan“, vielmehr haben unsere Protagonist*innen einen Schritt zu viel gewagt und schwanken bereits gefährlich nah am Abgrund – da würde nur der sanfteste Lufthauch genügen, und ein Sturz in die Tiefe wäre unvermeidbar.


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Auch bei Fromentals Adaption meine ich die grundlegende Frage herauszulesen, die bereits Simenon in seinem Roman heraufbeschwor: Was lässt einen Menschen kriminell werden? Sind es die Umstände, die einige Menschen dazu veranlassen, Verbrechen zu verüben? Schließlich kommt kein Mensch bereits als Verbrecher auf die Welt. Oder wie es Georges Simenon höchstpersönlich formulierte…

„Seit dreißig Jahren versuche ich nachzuweisen, dass es keine Kriminellen gibt,
sondern normale Menschen, die kriminell werden.“

Georges Simenons Geschichte hat nach all den Jahres nichts von ihrer Intensität verloren. Nun kommt auch eine visuelle Komponente hinzu, die Yslaire mit seinen Illustrationen eindringlich bedient. Farblich deutlich reduziert in schwarz-weiß, grau und sepia, wirkt die Akzentuierung einzelner Szenen, manchmal nur einiger weniger Details in der Farbe Altrosa fokussierend. Äußerst detailreich im Stil des Film noir komponiert er seine Bilder und wählt dabei Perspektiven, die die Emotionen intensivieren. Seine Protagonist*innen sind keine Schönheiten, es sind Typen, Individuen, Charaktere und darum so authentisch. Sie sind absolut keine Sympathieträger und sollen es auch nicht sein. Es sind Figuren, die mich abstoßen aber gleichzeitig faszinieren. Es sind Bilder, die auf mich gleichzeitig geheimnisvoll und ernüchternd wirken.

Die Faszination erwächst u.a. auch aus den Blick auf die seelischen Abgründe unserer Hauptfigur: Da ist seine Wandlung von einer scheinbaren Unantastbarkeit bis zur inneren Läuterung. Dabei ist diese Unantastbarkeit von Anfang an nur Schein, wie uns seine Träume offenbaren. Dort taucht immer wieder eine Katze auf. Und Katzen kreuzen während des Verlaufs der Geschichte auch immer wieder seinen Weg, sei es, dass sie im Treppenhaus über die Stiegen huschen, in den Ruinen auf Mäusejagd gehen oder als Statue auf einem Sockel im Stadtbild erscheinen. Doch wofür stehen diese Katzen? Ist unsere Hauptfigur etwa dem Irrglauben verfallen und wünscht sich die „neun Leben einer Katze“, das auf die erstaunliche Fähigkeit von Katzen anspielt, die gefährlichen Situationen oft unbeschadet entkommen und gleichzeitig ein hohes Maß an Anpassung zeigen? Da bleibt viel Raum für Spekulationen!

Mit „…und aus dem sehr weißen Himmel begann ein makelloser Schnee zu fallen.“ schließt diese äußerst gelungene Adaption eines Romans von Georges Simenon. Ich schlage den Buchdeckel zu und bin verwirrt. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, dürfen/müssen vielleicht auch unbeantwortet bleiben. Doch macht dies nicht den Reiz einer guten Geschichte aus, indem sie nicht alle ihre Geheimnisse enthüllt?


erschienen bei Carlsen / ISBN: 978-3551806376 / in der Übersetzung von Christoph Haas
ebenfalls erschienen als Roman bei Kampa / ISBN: 978-311133636 und als Taschenbuch bei Atlantik / ISBN: 978-455007848 
Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

[Ausstellung] MACHT MEDIEN! / Medienhaus Osterholz-Scharmbeck

Dauer der Ausstellung: 12. bis 30. Januar 2026 / Besuch: 15. Januar 2026
Medienhaus im Campus in Osterholz-Scharmbeck


Der letzte Rest vom Schnee lag noch verkrustet am Straßenrand, um sich erfolglos dem tauenden Regen zu widersetzen. Der Himmel zeigte sein typisch norddeutsches Grau. Was sollte ich nur mit einem solch trüben Tag anfangen? Ich tendierte stark, mich dem gemütlichen Dreigestirn Sofa, Wolldecke und Buch hinzugeben. Doch könnte ich ebenso meinen Hintern aus dem Haus und in Richtung Campus bewegen, um mir die Wanderausstellung MACHT MEDIEN! anzuschauen.

Desinformationen, Fake-News, Medienkonsum, Meinungsfreiheit: Mit diesen Schlagwörtern wurde ich auf dem Plakat zur Ausstellung im Eingangsbereich des Medienhauses auf dem Campus meiner Heimatstadt begrüßt. Von diesen vier Schlagwörtern bzw. von ihren Ausprägungen fühle ich mich tatsächlich vermehrt ge-schlagen – Ja! – sogar manches Mal er-schlagen. Ärgere ich mich doch selbst sehr über diese (für mich) sinnbefreiten KI-Fotos, den Gewalt verharmlosenden Filmchen und den gefakten Nachrichten, denen ich bei meinen Sitzungen auf den so genannten Sozialen Medien zunehmend ausgesetzt bin.

Statt aufzuklären schüren diese Desinformationen eher meine Aggressionen, da sie einen schädlichen Umgang miteinander „normalisieren“, der nicht meinen Werten als Mensch entspricht. Mir sind meine aufkeimenden Aggressionen durchaus bewusst, und ich kann für mich einordnen, wo der Ursprung liegt, und mich diesem entziehen. Doch viele Menschen nehmen diese „Informationen“ für wahr und lassen sich von ihnen manipulieren.


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Diese Ausstellung wurde konzipiert und erdacht u.a. vom Servicebureau Jugendinformationen und dem Weser Kurier, der führenden Tageszeitung unserer Region, und befindet sich seit geraumer Zeit auf Wanderschaft durch Schulen und Bildungseinrichtungen in Bremen und dem Bremer Umland.

Als Besucher begleitete ich die drei Jugendlichen Moe, Ava und Alex bei ihre Reise durch den Medien-Dschungel: An insgesamt 12 Stationen beschäftigten wir uns mit Fragen wie…

  • „Warum Pressefreiheit und Demokratie Hand in Hand gehen?“
  • „Wie steht es um die Pressefreiheit weltweit?“
  • „Warum haben Fotos Macht?“
  • „Was sind Desinformationen?“
  • „Wie kann ich Desinformationen erkennen?“
  • „Wie geht seriöser Journalismus?“
  • „Warum brauchen wir seriösen Journalismus?“
  • „Welche Macht haben Medien auf unsere Emotionen?“
  • „Welche Macht haben Soziale Medien?“

…und erhielten kompetente Antworten. So war es interessant, auf einer Weltkarte ein Land anzutippen, um zu erfahren, auf welchem Platz auf der Rangliste der Pressefreiheit es sich befindet. Der jeweilige Platz auf dieser Rangliste ist natürlich abhängig von der politischen Führung des Landes. Deutschland steht sehr gut da, deutlich besser als die USA seit dem Amtsantritt des amtierenden Präsidenten. Kaum verwunderlich, oder?

Bereits zu Beginn der Ausstellung wird auf das Grundgesetz Art. 5 (1) hingewiesen:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Diese Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Doch birgt dies nicht auch die Gefahr, dass dieses Gut missbräuchlich zum Einsatz kommt? Doch auch auf diese Frage lieferte mir diese Ausstellung eine eindeutige Antwort, mit der ich mich vollumfänglich identifizieren konnte:

Grundsätzlich ist die Meinungsfreiheit in Deutschland durch das Grundgesetz geschützt. Es gibt jedoch klare Grenzen, insbesondere bei Äußerungen, die die Würde anderer verletzen oder zu Hass und Gewalt aufrufen.

Die Ausstellung MACHT MEDIEN! wurde sehr modern im Stil der Comic Art gestaltet, bietet knackige Informationen in Text und Bild und lädt an einigen Stationen ein, interaktiv zu agieren. Die Informationen sind gut recherchiert, aufschlussreich und regen zum Nachdenken an. Spielerisch wurde ich so animiert, meine Sicht auf die Medien zu optimieren und mein eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen.


Informationen zur aktuellen Station der Wanderausstellung findet ihr auf der Homepage des MEDIENKOMPETENZZENTRUMs, oder ihr werft einen Blick direkt auf die Seite von MACHT MEDIEN!.

[Rezension] Josephine Tey – DER FALSCHE ERBE

Faszination „Hochstapler“: Es gab sie immer und wird sie auch weiterhin geben – Menschen, die sich für etwas ausgeben, das sie nicht sind. Da wird in andere Berufe und Identitäten geschlüpft – manchmal weniger, oft höchst erfolgreich. Hinter dieser Fassade skrupelloser Lügen bleiben die Hochstapler erschreckend lange unentdeckt. Sollte ihr feingesponnenes Konstrukt dann tatsächlich zusammenbrechen, fragt man sich „Wie konnte es soweit kommen? Warum wurde er nicht schon früher enttarnt? Wie konnten die Menschen im jeweiligen Umfeld nur so dumm sein, um darauf reinzufallen?“

Es sind Fragen, die durchaus berechtigt erscheinen. Aber ist es nicht genau das, was uns auf diese charmanten und phantasievollen Persönlichkeiten, die außerhalb jeglicher Moral operieren, hereinfallen lässt: Der schöne Schein! Niemand von uns ist davor gefeit, sich blenden zu lassen, da wir eine innere moralische Hemmschwelle haben und voraussetzen, dass diese auch bei unserem Gegenüber vorhanden ist. Und wie sollten wir auch als Mensch und Gesellschaft weiter miteinander interagieren, wenn wir voller Misstrauen alles und jede*n hinterfragen müssten?

Der schöne Schein! Funktionieren Teile der modernen Blogger- und Influencer-Szene nicht genau nach diesem Prinzip? Filter drauf und aus dem grauen Mäuschen wird eine Beauty-Queen, KI bemüht und der Gernegroß präsentiert seinen Sportwagen.

Auch in der Literatur finden sich höchst faszinierende Hochstapler, sei es DER HAUPTMANN VON KÖPENICK von Carl Zuckmayer (1931), Thomas Manns BEKENNTNISSE DES HOCHSTAPLER FELIX KRULL (1954) oder auch Patricia Highsmiths DER TALENTIERTE MR. RIPLEY (1955), dem sie noch vier weitere Romane widmen sollte.

Doch Josephine Tey lässt ihren Held Brat Farrar in DER FALSCHE ERBE (1949) aus der Reihe der Archetypen herausstechen. Ihr Hochstapler zeigt Skrupel gegenüber denen, die er zu täuschen versucht…

Latchetts, ein Anwesen in Südengland, das seit mehr als dreihundert Jahren von der wohl­habenden Familie Ashby bewirtschaftet wird. Als der letzte Herr von Latchetts und seine Frau bei einem tragischen Flugzeugunglück ums Leben kommen, hinterlassen sie fünf Kinder. Die zwei ältesten, die Zwillinge Patrick und Simon, sind dreizehn Jahre alt; der wenige Minuten früher geborene Patrick soll einmal alles erben. Doch kurz nach dem Tod der Eltern verschwindet er, auf einer Klippe findet man seine Kleidung und einen Abschiedsbrief. Die Familie versucht, ihren Frieden mit seinem Entschluss zu machen, mit der Zeit verblassen die Erinnerungen an den tragischen Tag – bis Jahre später, kurz vor der Volljährigkeit Simons, ein charmanter junger Mann auftaucht, der dem künftigen Erben zum Verwechseln ähnlich sieht und behauptet, Patrick zu sein. Er kennt Details aus der Vergangenheit der Familie und jeden Zentimeter des Anwesens. Alle glauben, dass der Mann Patrick ist. Alle, bis auf Simon.

(Inhaltsangabe der Homepage des Verlages entnommen!)

Keine Unsicherheit, kein Zweifel, keine falsche Fährte: Von Anfang an spielte Josephine Tey mit offenen Karten und weihte mich, ihren Leser in die wahre Identität des Hochstaplers ein. Ich wusste, welche Person sich wirklich hinter der Fassade des vermeintlichen Patrick Ashby verbarg. So machte sie mich zum stummen Verbündeten in dieser Scharade. Schmälerte dies etwa die Spannung in der Geschichte oder meine Freude an der Lektüre? Nein, ganz im Gegenteil! Ich begleitete Brat Farrar auf Schritt und Tritt, wie er sachte in das Familienleben der Ashbys involviert wurde.

Tey strickte um ihn eine so raffinierte Biografie, die sein Handeln nachvollziehbar, ja sogar entschuldbar machte. Sie zeichnete das Bild eines einnehmenden Charakters, bei dem mir nichts anderes übrig blieb, als ihm meine volle Sympathie zu schenken. Ihr Hochstapler ist eloquent, empathisch, mitfühlend und mit einem wahrhaftigen Interesse an seinen Mitmenschen ausgestattet. Somit war ich gänzlich auf Brad Farrars alias Patrick Ashbys Seite und zitterte gemeinsam mit ihm bei jeder Situation, bei der die Gefahr bestand, dass seine Tarnung auffliegen könnte.

Gleichzeitig schwebten immer die nicht unwesentlichen Fragen über der Szenerie, die sie in eine flirrende Unsicherheit tauchten: Was passierte wirklich mit dem wahren Patrick Ashby? War er tatsächlich durch einen Selbstmord ums Leben gekommen, oder hatte er diesen inszeniert, um unterzutauchen? Oder war er Opfer eines gewaltsames Todes, und wer aus seinem näheren Umfeld war daran beteiligt?

Josephine Tey erwies sich abermals als scharsinnige Erzählerin, die ungewöhnliche und vielschichtige Charaktere schuf. Sie spannte ein feines Netz aus Andeutungen, Vermutungen und Ahnungen, in dem ich mich als Leser heillos verfing. Ein Entkommen war mir nicht möglich, und so ließ ich mich dank ihrer exzellenten Erzählkunst durch eine spannende Handlung bis zum unausweichlichen „Grand Finale“ treiben.


erschienen bei OKTOPUS (Kampa) / ISBN: 978-3311300861 / in der Übersetzung von Harry Kahn & Christina Müller
Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

[Noch ein Gedicht…] Erich Kästner – DER JANUAR

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.

Die Amseln frieren. Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.

Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.

Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

Erich Kästner

[Rezension] Erich Kästner – DIE 13 MONATE/ mit Illustrationen von Dirk Schmidt

Das Neue Jahr steht noch am Anfang. Ganz klein und bloß liegt es da vor uns. Beinah hilflos ist es uns ausgeliefert. Was wird mit ihm geschehen? Wie wird es sich entwickeln? Sicher ist, es wird wirken – im Großen wie im Kleinen – je älter es wird. Das wusste auch schon Erich Kästner, als er im Jahre 1955 seinen Gedichtband DIE 13 MONATE veröffentlichte. Nun sehe ich meine geneigte Leserschaft bereits verdutzt die Augen aufreißen und verwirrt den Kopf schütteln „13 Monate? Wieso 13 Monate? Das handelsübliche Jahr besteht doch nur aus 12 Monaten! Extras waren nie vorgesehen.“ Wir haben es hier mit niemand geringerem als Erich Kästner zu tun – da muss immer mit Extras gerechnet werden.

Kästner wäre nicht Kästner würde er in seinen Versen „nur“ über die Besonderheiten der einzelnen Monate, die Schönheit der Natur, das Wetter, Flora und Fauna und vom Menschen im Wandel der Jahreszeiten schwadronieren. Das tut er natürlich auch in seiner ganz unverwechselbaren Art und Weise. Doch zwischen seinen Zeilen, sozusagen als „Untertext“, beinah versteckt und für die oberflächlichen Leser*innen schnell zu übersehen, streut er eine feine Prise Ironie über seine Lyrik, die seinen Versen eine pikante Note verleiht. Doch – wie bereits erwähnt – dafür sollte bei den verkonsumierenden Leser*innen ein empfindsamer Gaumen ausgeprägt sein, um dieses feine Geschmackserlebnis voll auskosten zu können.

Ursprünglich reimte Erich Kästner die ersten zwölf Gedichte (also der klassische Umfang eines Jahres in 12 Monate) im Auftrag der „Schweizer Illustrierten Zeitung“. Hier erschienen sie vom 30. Dezember 1952 bis zum 7. Dezember 1953 als monatliche Serie. Erst als die Buchausgabe vorbereitet wurde, schrieb er das Vorwort und verfasste das dreizehnte Gedicht. „Die hier versammelten Gedichte schrieb, im Laufe eines Jahres, ein Großstädter für Großstädter.“ eröffnet Kästner sein Vorwort und gibt unumwunden aber auch ein wenig beschämt zu, dass er zur korrekten Wiedergabe des Jahresablaufs vielfältige Quellen aus der Literatur zu Rate gezogen hat – obwohl er selbst bereits in einem so fortgeschrittenem Alter wäre, dass er die recherchierten Fakten hätte wissen müssen.

Das Altern, die Vergänglichkeit und das Vergehen der Zeit – dies sind alles Themen, die er gerne in diesen Gedichten aufgreift. So wird im Januar das Jahr als „klein und liegt noch in der Wiege“ beschrieben, während es im Dezember „dünne Haar“ hat und „gar nicht mehr gesund“ wirkt, und somit sein baldiges Ende unausweichlich ist. Zwischen diesen beiden Extremen zeigt sich das Jahr in seiner ganzen verschwenderischen Vielfalt. Kästner präsentiert die Monate beinah als Individuen, so als hätten sie eine eigene Persönlichkeit, mit der sie willentlich Einfluss auf den Jahresablauf nehmen.

Er erweckt ein heiteres Bild, betont die Schönheit jedes einzelnen Monats, mischt aber auch eine sanfte Melancholie unter seine Verse. Dabei variiert er sowohl mit der Länge der Gedichte als auch mit deren Versmaß und fordert mich als Leser stets auf Neue heraus, mich diesem wandelnden Rhythmus der Verse (wie auch der Monate) anzupassen. In „Der dreizehnte Monate“ schickt er unsere Phantasie auf Reise, sich einen Bonus-Monat zu erträumen und wagt eine kritische Anmerkung. Wozu brauchen wir einen dreizehnten Monat? Wer die vorherigen zwölf Monate nicht mit Farben füllen konnte, wird dies mit einem weiteren Monat auch nicht mehr bewerkstelligen und so das Versäumte nie mehr aufholen können.

In der Vergangenheit wurde das Kästner’sche Jahres-Menü gerne mit würzigen Illustrationen verfeinert, die die lyrische Idylle aufbrachen und so vor einer süßlichen Romantik retteten. Oftmals waren es Illustratoren wie Richard Seewald, Walter Trier und Celestino Piatti, die auch durch ihre politischen Karikaturen bekannt waren. In einer der mir vorliegenden vorangegangenen Auflagen schuf Hans Traxler die Monatsblätter mit seinem markanten wie unverwechselbaren Pinselstrich.

Doch nun sind wir im modernen Digital-Zeitalter angekommen, wo sich Sehgewohnheiten stetig verändern: Diesmal hat sich Dirk Schmidt, der bereits für renommierte Zeitungen und Illustrierten wie „Stern“, „Der Spiegel“ und „Süddeutsche Zeitung“ gearbeitet hat, der Visualisierung der Monate angenommen. Seine Illustrationen sind nett, durchaus charmant, betonen allerdings weniger die kabarettistische Note und lassen so an Biss vermissen.

So rutschen Kästners DIE 13 MONATE in der aktuellen Aufmachung eher in Richtung „gefälliges Geschenkbüchlein“, was ihnen leider nicht gerecht wird. Sollten so allerdings DIE 13 MONATE einem breiteren Publikum wieder zugänglicher werden, würde mich dies außerordentlich freuen!


erschienen bei Atrium / ISBN: 978-3855352357
Ich danke der Presseagentur Politycki & Partner herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

NEUJAHRSANSPRACHE 2026

Nein, so förmlich soll es nicht werden. Das überlasse ich lieber dem Profi oder demjenigen, der sich für einen Profi hält.

Doch so ein Jahresbeginn lässt mich immer sehr demütig werden: Wieder liegen zwölf Monate vor mir. Wieder liegt es an mir, Chancen zu nutzen, oder sie – mehr oder weniger bewusst – verstreichen zu lassen. Gleichzeitig ist es aber auch eine wunderbare Gelegenheit, um einen Blick über die Schulter zurück zu werfen. Da gibt es so vieles, das ich gerne vergessen oder zumindest verarbeiten möchte.

Gleichzeitig birgt so ein Jahresbeginn auch die Möglichkeit, sich bei den Menschen zu bedanken, die von mir vielleicht im Laufe eines manchmal doch recht hektischen Jahres viel zu wenig Dank erfahren. Dass es Menschen gibt, die mir und meinem Blog teilweise schon ab dem ersten zaghaft veröffentlichten Beitrag folgen, nehme ich wahrlich nicht für selbstverständlich. Darum:

Ich danke Euch für Eure Treue und Verbundenheit,
für all die mutmachenden Worte, die kollegiale Unterstützung
und das respektvolle Miteinander im vergangenen Jahr,

und ich wünsche Euch von ganzem Herzen
ein friedvolles, gesundes und glückliches
NEUES JAHR!
💖

Liebe Grüße
Andreas

LESE-HIGHLIGHTS 2025…

Nun ist das Jahr 2025 beinah Geschichte, und wieder frage ich mich, ob es für mich ein gutes oder ein schlechtes Jahr war. Wobei so ein Jahr für sich betrachtet weder das eine noch das andere Extrem sein kann. Das Jahr ist neutral. Vielmehr liegt es an mir (und an vielen Faktoren, die von Außen Einfluss nehmen), wie ich die mir zur Verfügung stehenden 12 Monate fülle und sich das Jahr dadurch für mich entwickelt.

Doch bleiben wir beim Jahr 2025: Die vergangenen Monate waren emotional, arbeitsintensiv, kraftraubend, aufwühlend und brachten schlussendlich eine entscheidende Veränderung. Doch hatte sich diese Veränderung nicht schon am Anfang des Jahres angekündigt? Hatte ich den Beitrag 7 WOCHEN ANDERS LEBEN: …fasten, wem fasten gegeben! nicht bereits mit den Worten „Anscheinend steht dieses Jahr bei mir ganz im Zeichen des Aufbruchs…!“ eingeleitet? Ja, die Veränderungen warfen schon ihren Schatten, doch ich benötigte offenbar deutlichere Impulse, bevor ich den Mut fand, Neues zu wagen.

Ich bin so dankbar, dass ich in all dem Chaos so viel Halt und Unterstützung erfahren durfte. Darum schicke ich voller Dankbarkeit einen herzlichen Gruß an meinen geliebten Gatten, meine wunderbare Familie und an liebe Freunde. Einen besonderen Dank sende ich an meine geschätzten Kolleg*innen, mit denen ich bisher zusammenarbeiten durfte, sowie an frühere Kolleg*innen, die mir abermals ihr Vertrauen schenken und zukünftig mit mir arbeiten werden.

Und ich merke besonders in diesen herausfordernden Phasen in meinem Leben, dass ich die Kultur so sehr brauche. Die Auseinandersetzung mit der Kultur in ihren vielfältigen Facetten ist mir Inspiration, Trost und Zerstreuung zugleich. Neben den Besuchen von Theatern, Konzerten und Ausstellungen zählt für mich natürlich auch die Literatur dazu, und so durfte ich meine Nase auch in diesem Jahr wieder in einige wundervolle Bücher versenken.

Und hier sind sie nun endlich, meine Lese-Highlights des Jahres 2025…



  • Der März begann mit der Entdeckung der äußerst gelungenen Graphic Novel DER PASSAGIER DER POLARLYS nach einem Roman von Georges Simenon. José-Louis Bocquet und Christian Cailleaux haben die düstere Atmosphäre des Originales sehr gut eingefangen.
  • Ebenfalls im März besuchte mich nach fünf langen Jahren der Abwesenheit eine meiner liebsten Schnüfflerinnen: FLAVIA DE LUCE. DES HENKERS LETZTE MAHLZEIT. Ich hoffe, dass ihr Schöpfer Alan Bradley uns nicht wieder so lange auf ihr nächstes Abenteuer warten lässt.
  • Im April entführte mich Štěpán Zavřel mit seinen absolut traumhaften Illustrationen im Bilderbuch TRAUM VON VENEDIG in die sagenhafte Lagunenstadt.
  • Der Mai brachte mir die Bekanntschaft mit der Autorin Kate Atkinson: Ihr neuster Roman NACHT ÜBER SOHO ist spannend, fesselnd und absolut vielschichtig.
  • Im Juni amüsierte mich Winifred Watsons charmanter wie humorvoller Roman MISS PETTIGREWS GROSSER TAG ganz famos und bescherte mir kurzweilige Stunden.
  • Im Juli traute ich mich abermals an Tomasz Jedrowskis IM WASSER SIND WIR SCHWERELOS. Bereits zwei Mal hatte ich diesen Roman zu lesen begonnen und wieder abgebrochen. Es lag definitiv nicht an der literarischen Qualität der Geschichte.
  • Ich liebe Musik: Sie umgibt mich täglich und zu (beinah) jeder Lebenslage. Doch wie entwickelt sich der persönliche Musik-Geschmack? Im August fand ich dank Michel Faber und seinem Buch HÖR ZU! Was Musik mit uns macht darauf und zu vielen weiteren Fragen die Antwort.
  • Ebenfalls im August tauchte ich mit den Illustrationen in ALLE FARBEN DES LEBENS in die wunderbar poetische Welt der Künstlerin Lisa Aisato.
  • Der Oktober überraschte mich mit der bisher besten Adaption eines Agatha Christie-Klassikers, die ich bisher lesen durfte. Als Graphic Novel konnte mich DIE MORDE DES HERRN ABC von Frédéric Brémaud und Alberto Zanon völlig überzeugen.
  • Im November startete ich mit meiner alljährlichen Rubrik LEKTÜRE ZUM FEST:  Beim Lauschen der Hörspiele TOD UNTER LAMETTA. Teil 1+2 von Kai Magnus Sting bekam ich vor Lachen Schnappatmung. Kein Wunder bei dieser exquisiten Besetzung!
  • Doch auch Ernsteres hielt der November und somit die Rubrik LEKTÜRE ZUM FEST bereit: Kirsten Boies Erzählung DER WEIHNACHTSFRIEDEN, zu der Claire Harrup stimmungsvolle Illustrationen geschaffen hatte, rührte mich zu Tränen.

…und das war er wieder, mein Lese-Rückblick auf das Jahr 2025, das viel zu schnell vergangen ist. Da bleibt mir nur noch eines zu erwähnen:

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2026!

Liebe Grüße
Andreas

[Konzert] Adventskonzert MERRY CHRISTMAS / Philharmonisches Orchester Bremerhaven

Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Georg Friedrich Händel, Tom A. Kennedy, César Franck, Morten Lauridsen, Johann Sebastian Bach, Gustav Holst, Georges Bizet, Jesse Edgar Middleton, James Bobby, John Williams sowie traditionelle Weihnachtslieder

Premiere: 30. November 2025/ besuchtes Konzert: 27. Dezember 2025

Stadttheater Bremerhaven/ Großes Haus


DIRIGENT & MODERATION Hartmut Brüsch 
CHOR Edward Mauritius Münch
SOLIST:INNEN  Meredith Hoffmann-Thomson, Boshana Milkov, Weilian Wang, Timothy Edlin

Opernchor des Stadttheaters Bremerhaven
Philharmonisches Orchester Bremerhaven
Kinderchor des Stadttheaters Bremerhaven
Kinder- und Jugendchöre der Musikschule Geestland

ORGANISATION & STIMMBILDUNG KINDERCHOR Katharina Diegritz
EINSTUDIERUNG KINDER- UND JUGENDCHÖRE DER MUSIKSCHULE GEESTLAND Gabriele Brüsch


An den Tagen zwischen den Feiertagen habe ich in jedem Jahr erneut das Gefühl, als würde sich die Welt langsamer drehen, so als würde sie – nur für diese wenigen Tage – ausgebremst werden. Natürlich ist mir bewusst, dass dies leider nicht der Fall ist: Die Welt dreht und dreht und dreht sich unbeirrbar, und irgendwo auf ihr passieren ungeheure Ungerechtigkeit – auch jetzt in diesem Moment, in dieser Sekunde.

Doch ich brauche am Ende eines ereignisreichen Jahres diese kurze Zeitspanne so sehr, um atmen zu können, zur Ruhe zu kommen und auch um zu träumen. Die Wochen vor Weihnachten brachten mir noch eine gehörige Portion Aufregung und sorgten so für reichlich Verwirrung. Doch nun waren alle Unsicherheiten beseitigt, und auch die vor-weihnachtliche Hektik war von mir abgefallen. Entsprechend entspannt machte ich mich auf den Weg in Richtung Bremerhaven, um einen Tag nach Weihnachten beim Adventskonzert MERRY CHRISTMAS die besinnliche Zeit nochmals „nachzuschmecken“. Der Weihnachtsmarkt in der Seestadt dauert traditionell bis zum 30. Dezember an, und so drehte sich auf dem Theodor-Heuss-Platz vor dem Theater immer noch das bunt beleuchtete Riesenrad. Von den geschmückten Buden wehten köstliche Düfte zu mir herüber: Bratwürstchen und Churros munden auch nach Weihnachten gar köstlich!

Nachdem der Leib im ausreichenden Maße gefüttert wurde, waren nun Herz und Hirn an der Reihe, um genussvoll gesättigt zu werden. Magnetisch zog mich das warme Licht durch die geöffneten Türen ins Innere des Theaters, wo zahlreiche Weihnachtsbäume und Lichterketten für ein festliches Ambiente sorgten. Auf der stimmungsvoll dekorierten Bühne hatten bereits vereinzelt Musiker*innen des Philharmonischen Orchester Platz genommen, um an ihren Instrumenten die eine oder andere tückische Passage nochmals zu üben.

Peu à peu füllte sich das Orchesterpodium. Das Licht im Zuschauersaal wurde gedimmt, und unter Applaus betrat der musikalische Leiter Hartmut Brüsch mit den Sänger*innen des Opernchors die Bühne, um gemeinsam das Konzert mit „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ von Felix Mendelsohn Bartholdy musikalisch prachtvoll zu eröffnen. Hartmut Brüsch erwies sich abermals als versierter Moderator, der es verstand, Wissen so leicht und humorvoll zu vermitteln, das wir im Publikum kaum wahrnahmen, dass wir etwas lernten.


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Das Programm führte uns durch 400 Jahre Musikgeschichte (vom Barock über die Romantik zu zeitgenössischen Werken), ließ uns musikalisch – neben Deutschland – auch Länder wie England, USA, Kanada und Frankreich bereisen und war so imposant gefüllt mit so vielen bemerkenswerten Momenten, dass es mir unmöglich ist, die mitwirkenden Künstler*innen für alle ihrer Darbietungen gebührend zu würdigen.

Boshana Milkovs samtener Mezzo umschmeichelte mit feiner Koloratur insbesondere die Oboe bei „Bereite dich, Zion“ aus WEIHNACHTSORATORIUM von Johann Sebastian Bach. Weilian Wangs schön timbrierter Tenor schien bei „Panis Angelicus“ von César Franck mit dem Klang des Orchesters zu verschmelzen. Sopranistin Meredith Hoffmann-Thomson entzückte mit einem zauberhaft beseelten „In the Bleak Midwinter“ von Gustav Holst. Timothy Edlin gestaltete mit seinem warmen Bass äußerst gefühlvoll „O little Town of Bethlehem“ und bot so dem nachfolgenden Kinderchor einen wunderbaren Einstieg in seinen ersten Auftritt.

Der Kinderchor setzte sich aus dem Kinderchor des Stadttheaters Bremerhaven (Einstudierung: Edward Mauritius Münch und Katharina Diegritz) und den Kinder- und Jugendchören der Musikschule Geestland (Einstudierung: Gabriele Brüsch) zusammen, der die englischen Carols ebenso entzückend zu Gehör brachte wie zu einem späteren Zeitpunkt die deutschen traditionellen Weihnachtslieder. Manche Kinder und Jugendlichen waren so hochkonzentriert bei der Sache, dass ihnen vor Aufregung der Text entfiel. Ich erkannte es an ihrem leicht verschreckten Gesichtsausdruck, was mir ein verständnisvolles Schmunzeln entlockte. Zumal sie bravourös auch anspruchsvolle Chorpartien meisterten, so das älteste kanadische Weihnachtslied „The Huron Carol“ von Jesse Edgar Middleton, das sie gemeinsam mit dem Opernchor a cappella vortrugen.

Auch das mystisch-sphärische „O Magnum Mysterium“ von Morten Lauridsen erklang stimmgewaltig a cappella durch den Opernchor. Beim würdigen Finale mit „Merry Christmas“ aus KEVIN ALLEIN IN NEW YORK von John Williams verband sich die orchestrale Kraft des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven mit dem brillanten Gesang der Sänger*innen des exzellenten Opernchors.

Traditionell endete auch dieses ADVENTSKONZERT mit einem fulminanten Chor – bestehend aus Solist*innen, Opern- und Kinderchor sowie den 685 Zuschauer*innen – im gänzlich ausverkauften Großen Haus des Stadttheaters Bremerhaven. Mit „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „Dat Joahr geiht to End“ endete ein so beglückendes Konzert, das mich beseelt nach Hause fahren ließ und einen versöhnlichen Abschluss für dieses herausfordernde Jahr bildete.

„Du denkst still bi di: Wedder een Joahr vorbi,
un wat wür, wür dat schlecht oder good?“

Ich sende ein großes Dankeschön an alle, die dieses wunderbare Konzert möglich gemacht haben: Euch ist es zu verdanken, dass ich nun zuversichtlicher in mein persönliches Neues Jahr 2026 blicke!


Das Philharmonische Orchester Bremerhaven bietet in jeder Saison ein Vielzahl an abwechslungsreichen Konzerten: Ein Blick in das PROGRAMM lohnt sich sehr!