[Rezension] VIVA LA DIVA. Geschichten von der Oper/ ausgewählt von Silvia Zanovello & Adrian Asllani

🎼 Heute ist der WELTOPERNTAG! 🎼


Vor Jahren bezeichnete ich mich primär als Musical-Fan: Aufführungen von Oper und Operette habe ich „so nebenbei“ besucht. Doch in der Zwischenzeit hat mit der Zahl der besuchten Inszenierungen die Oper gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester der Operette das Musical deutlich überholt. Somit würde ich mich nun eher als Fan des Musiktheaters betiteln. Ich liebe das Musiktheater so sehr, da ich hier, wie nirgends sonst, alles um mich herum vergessen kann. Oder wie Elke Heidenreich es in ihrem Beitrag OPER IST AUFRUHR so treffend, so wahr und wahrhaftig beschrieb…

„Ich hatte noch nie eine Koloratur gehört, aber ich habe sofort gefühlt, was das ist: sinnlicher Überfluss, Verschwendung, Tanz mit Tönen. Und ich war schon bei der Ouvertüre wie verwandelt. Ich hörte hier zum ersten Mal Musik im Dunkeln, in diesem Saal, in diesem Augenblick für mich gespielt – was für ein unbeschreiblicher Luxus!“

…und genau diesen Gefühlswirbelsturm empfinde ich ebenso, und es stürmt nie weniger.

Gibt es etwas Aufregenderes als die Oper? Man tritt ein: die goldenen Logen, der rote Plüsch, das Orchester beim Stimmen. Der Vorhang geht auf, und der Alltag verschwindet. Es zählen nur noch die Musik und das Geschehen auf der Bühne. Große Gefühle in Liebesduetten, bei Gefangenenchören und in Sterbearien. Zuletzt der Schlussapplaus, überbrüllt mit Bravo- und Buhrufen.

 (Inhaltsangabe der Homepage des Verlages entnommen!)

Neben Elke Heidenreich meldet sich eine äußerst illustre Schar an Literat*innen aus Gegenwart und Vergangenheit zu diesem Thema zu Wort: Gleich zu Beginn dieser Text-Sammlung gibt uns Donna Leon DREI OPERNTIPPS FÜR EINSTEIGER. Doris Dörrie schildert nachdrücklich wie DER BLAUE MÜLLSACK die Karriere einer Requisite dramatisch beendete. Meister Mozart persönlich lässt uns mit MEINE OPERA GEHT IN SCENA einen Blick in seine Korrespondenz werfen und so erahnen, dass das Leben eines musikalischen Genies nicht immer ein Zuckerschlecken war. Bei Ewald Arenz bricht ein verheerendes FEUER in einem Theater aus und verändert damit das Leben des Protagonisten.

Petra Mosbach erzählt in DER KORREPETITOR von den Höhen und Tiefen dieses Berufes an einem eher kleineren Stadttheater. An die große Pariser Oper mit ihren legendären Geschichten entführt uns Gaston Leroux mit DIE DIVA UND DAS PHANTOM DER OPER. Shelly Kupferberg berichtet in ihrer hinreißenden Geschichte DISSONANZEN über einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Kultur und Kritik des Kunstgesangs“, der eine Ehekrise wie auch eine Gerichtsverhandlung nach sich zog. Loriot lässt mit einer gar köstlichen Szene AN DER OPERNKASSE – wie schon so oft – mein Zwerchfell vor Lachen erzittern. Mit dem SCHWANENGESANG beendet Agatha Christie nicht nur diese Anthologie sondern auch eine besondere Aufführung von „Tosca“, bei der auf offener Bühne eine späte aber effektvolle Rache geübt wird.

Auf dem Umschlag des Buches wird mit „einer exklusiven Erzählung von Vea Kaiser“ geworben: Leider konnte gerade diese Erzählung mich nicht gänzlich überzeugen. Wobei ich eh der Meinung bin, dass das Schreiben einer Kurzgeschichte eine Kunst für sich und somit eine besondere Herausforderung darstellt. Vea Kaiser schätze ich dafür umso mehr für ihre wunderbar epischen und warmherzigen Familiengeschichten.

Neben den bereits Genannten gibt es zudem Textbeiträge von E.T.A. Hoffmann, Wolfgang Schlüter, Barbara Villiger Heilig, Irene Diwiak, Mark Twain, Ethel Smyth, Charles Lewinsky, Franz Werfel, Lukas Hartmann und Giulio Zanni zu entdecken.

Die thematischen Anthologien aus dem Diogenes-Verlag sind immer ein Garant für gute und abwechslungsreiche Unterhaltung. Dieses Konglomerat an Geschichten in VIVA LA DIVA spiegelt die Vielfalt der Oper so treffend wieder, mit all ihren Höhen und Tiefen, mit fulminanten Triumpfen und erschreckenden Dramen, mit launigen Anekdötchen und handfesten Skandalen, mit einem verklärten Blick in die Vergangenheit und einem ernüchternden Blick in die Gegenwart (oder auch umgekehrt).

Doch genau dies alles – und noch viel mehr – ist es, was ich an der Oper so sehr liebe!


erschienen bei Diogenes / ISBN: 978-3257248210
Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

[Rezension] Frédéric Brémaud (nach Agatha Christie) – DIE MORDE DES HERRN A.B.C./ mit Illustrationen von Alberto Zanon

Begeisterung! Pure Begeisterung! Absolute und uneingeschränkte Begeisterung!

Konnten mich die beiden letzten Veröffentlichungen der „Agatha Christie Classics“ schon begeistern, so hat der Carlsen-Verlag mit DIE MORDE DES HERRN A.B.C. dies noch übertroffen.

Es stimmte einfach alles!

Frédéric Brémaud hat die vielschichtige Geschichte wunderbar in das Format der Graphic Novel transferiert, ohne dass mir signifikante Lücken gegenüber dem Original-Roman auffielen. Vielmehr bekommt diese Raffung der Handlung ausgesprochen gut, da so der Spannungsfaden stets straff gespannt bleibt und Leerlauf oder sogar Langeweile keinerlei Chancen erhalten aufzukeimen. Vielmehr treibt Brémaud die Handlung klug voran, ohne in Hektik zu verfallen. Die Dialoge sind absolut schlüssig und glaubwürdig. Sie bestanden sogar meinen Test des lauten Vortrags und bewährten sich somit als „spielbar“. Ich konnte keine leeren und somit entbehrlichen Worthülsen entdecken, die die Figuren unglaubwürdig erscheinen lassen oder unzutreffend charakterisieren würden.

In einem mysteriösen Brief wird ein Mord angekündigt, und Hercule Poirot kann diesen nicht verhindern. Dann folgt ein zweiter Brief. Wieder geschieht ein Verbrechen. Die Morde scheinen einem Muster zu folgen – den Buchstaben des Alphabets. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, und der einzige Hinweis ist ein ABC-Zugfahrplan. Wieder einmal muss Poirot all seine kleinen grauen Zellen einsetzen, um den Fall zu lösen.

(Inhaltsangabe der Homepage des Verlages entnommen!)


Diese Diashow benötigt JavaScript.


Alberto Zanon sorgte mit seinen Illustrationen gekonnt dafür, dass die Dialoge eine Gestalt erhielten. Er zauberte prägnante, interessante, nicht im klassischen Sinne schöne Charakterköpfe auf das Papier, die sehr viel Persönlichkeit aufwiesen. Seine Figuren – insbesondere unser heldenhaftes Trio Hercule Poirot, Arthur Hastings und Inspector Japp – scheinen zwar ganz dem Christie-Kosmos entsprungen zu sein, doch verlieh er ihnen eine eigene, sehr individuelle Optik, die für eine leichte Wiedererkennung beim Betrachtenden sorgte.

Doch auch sein Setting überzeugte mich durch Abwechslung und Detailreichtum. Besonders in diesen Details erkannte ich, wie intensiv sich Zanon mit der literarischen Vorlage auseinandergesetzt hatte: Da scheint die Fassade von Poirots Wohnsitz der wunderbaren TV-Serie „Agatha Christie’s Poirot“ entliehen zu sein, und Poirots Appartement ist nicht nur herrlich gradlinig sondern auch ebenso herrlich symmetrisch eingerichtet.

In dieser gezeichneten Phantasie-Welt verteilte er einige Tupfer Realismus, denn alles, was im Entferntesten an bedrucktem Papier erinnerte, wirkt beinah naturalistisch: Briefe, Zeitungen, Etiketten, Werbe- und Kino-Plakate sowie der allgegenwärtige ABC-Fahrplan. Zudem verstand er es, meine Aufmerksamkeit durch die Wahl der Perspektive bzw. des Bildausschnittes geschickt auf Feinheiten zu fokussieren und in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Lieber Carlsen-Verlag! Hoffentlich beweist du auch in Zukunft ein so glückliches Händchen bei der Wahl der Graphic Novel-Adaptionen für die „Agatha Christie Classics“, denn dann bin ich auch weiterhin nur allzu gerne dein Fan-Boy. 😄


erschienen bei Carlsen / ISBN: 978-3551807441 / in der Übersetzung von Thomas Schöner
ebenfalls erschienen als Roman bei Atlantik / ISBN: 978-3455650037 und als Hörbuch bei DER HÖRVERLAG / ISBN: 978-3899407891
Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

[Oper] Sergei Prokofjew – DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN / Stadttheater Bremerhaven

Oper von Sergei Prokofjew / Libretto vom Komponisten und Vera Janacópulos / nach Wsewolod Meyerholds Adaption eines Stückes von Carlo Gozzi / deutsche Textfassung von Werner Hintze / reduzierte Orchestrierung von Philipp Haag // in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 13. September 2025 / besuchte Vorstellung: 16. Oktober 2025

Stadttheater Bremerhaven / Großes Haus


MUSIKALISCHE LEITUNG Marc Niemann
INSZENIERUNG & BÜHNE Julius Theodor Semmelmann
KOSTÜME Devin McDonough
DRAMATURGIE Markus Tatzig
CHOR Edward Mauritius Münch
LICHT Katharina Konopka

REGIEASSISTENZ & ABENDSPIELLEITUNG Annika Ellen Flindt
STUDIENLEITUNG Hartmut Brüsch
MUSIKALISCHE EINSTUDIERUNG Jorrit van den Ham, Tonio Shiga
INSPIZIENZ Regina Wittmar
REGIEHOSPITANZ & FSJ KULTUR Josefine-Alicia Ocko


Ja, Donnerlittchen! Potz Blitz! Himmel, Arsch und Wolkenbruch! Was ist denn hier passiert? Welche halluzinogenen Substanzen hatte sich Komponist Sergei Prokofjew eingeworfen, bevor er diesen überdrehten Spaß zusammenschusterte? Oder gönnte er sich – nachdem er aufgrund der Oktoberrevolution in Russland Exil in den USA suchte – die Freiheit, mit allen Opern-Konventionen zu brechen? Gemäß dem Motto „Neues Land – neues Glück: Ich erfinde mich neu!“.

Alles, was sich der durchschnittliche Opernkonsument von einer Oper erhofft, wird bei DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN gänzlich gegen den Strich gebürstet. Ouvertüre: Fehlanzeige! Koloraturarie und Tenorschmelz: Fehlanzeige! Gassenhauer: Fehlanzeige! Logik: Fehlanzeige! Realismus (Okay! Kann beim Genre Oper manchmal durchaus hinterfragt werden.): Fehlanzeige!

Und Regisseur und Bühnenbildner Julius Theodor Semmelmann machte sich noch nicht einmal die Mühe, irgendeinen Sinn aus dieser kruden Geschichte herauszukitzeln (Frechheit!). Es darf übertrieben werden! Es darf so übertrieben werden, dass es manches Mal beim Zuschauen beinah schmerzt! Es muss übertrieben werden!

Doch werfen wir zum besseren Verständnis (oder zur gänzlichen Verwirrung) einen Blick auf die so genannte (!) Handlung:

PROLOG Im Theater kracht es. Das Publikum ist sich uneinig, welches Stück gespielt werden soll. Die Bühnentechniker bringen Ordnung ins Chaos. Heute Abend: Die Liebe zu den drei Orangen. // 1. AKT Im Palast gibt es nichts zu lachen. Zumindest nicht für den Prinzen, der trübselig im Bett liegt und keinen Spaß versteht. Truffaldino soll ihn aufmuntern – bisher ohne Erfolg. In einem albtraumhaften Kartenspiel unterliegt der gute Magier Tschelio der bösen Zauberin Fata Morgana. Währenddessen schmieden Prinzessin Clarice und ihr Handlanger Leander Pläne für den Sturz der Königsfamilie. // 2. AKT Im Palast wird gefeiert. Der Prinz soll mit einem absurden Fest geheilt werden. Im Tumult mit Truffaldino geht Fata Morgana zu Boden – und der Prinz lacht! Im Zorn verwünscht die Zauberin diesen: Er soll sich in drei Orangen verlieben. Trotz aller Warnungen macht sich der Prinz mit Truffaldino auf die Reise. // 3. AKT Im Rückenwind des Luftgeists Farfarello erreichen der Prinz und Truffaldino das Zauberschloss der Riesin Cremona. In der Küche bewacht die Köchin die drei Orangen. Mit der Hilfe des Zauberers überlisten der Prinz und Truffaldino diese, schnappen sich die Früchte und ziehen in die Wüste. Durstig und erschöpft öffnet Truffaldino heimlich zwei Orangen, die sich als die verzauberten Prinzessinnen Linetta und Nicoletta entpuppen – und kurzerhand verdursten. Aus der dritten Orange schlüpft Prinzessin Ninetta. Eine plötzlich erscheinende Wasser-flasche ist ihre Rettung. Der Prinz ist verliebt. Listig verzaubert Fata Morgana die Prinzessin in eine Ratte und ersetzt sie durch Smeraldina als falsche Braut. Tschelio und Fata Morgana streiten erneut. // 4. AKT Im Palast wird Hochzeit gefeiert. Die Pläne von Fata Morgana werden durchkreuzt. Tschelio verwandelt die Ratte zurück in Ninetta. Dieses Märchen kennt ein glückliches Ende. Vielleicht sogar für arglose Bösewichte.

(Inhaltsangabe dem Programmheft zu dieser Produktion entnommen.)


Diese Diashow benötigt JavaScript.


Im Vergleich zu seinen bekannteren Werken – beispielsweise zum später entstandenen Musikmärchen PETER UND DER WOLF (1936) – ist DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN nicht das Werk von Prokofjew, das aufgrund seiner eingängigen Melodien in meinem Gedächtnis haften bleiben wird. Aus dem Orchestergraben musizierte das Philharmonische Orchester Bremerhaven unter der Leitung von Marc Niemann natürlich wieder auf höchstem Niveau, und auch die Solist*innen, der Opernchor sowie der Extrachor zeigten eine so wunderbar ausgewogene Ensembleleistung, dass man es mir verzeihen möge, wenn ich den musikalischen wie gesanglichen Aspekten diesmal weniger Beachtung schenke.

Vielmehr gab es inszenatorisch und somit auch darstellerisch so viel zu sehen, dass ich kaum entscheiden konnte, wohin ich zuerst blicken sollte, und Gefahr lief, mir einen Tennis-Nacken einzufangen. Julius Theodor Semmelmann hat die imaginäre 4. Wand gnadenlos zum Einstürzen gebracht: Schon vor Beginn trudelten peu à peu die Sängerinnen des Chores im Zuschauersaal ein, um – kaum vom realen Publikum zu unterscheiden – in der ersten Reihe Platz zu nehmen. Doch kaum hatte die Vorstellung begonnen, erhob sich aus besagter Reihe lautstark Protest und gemeinsam mit ihren männlichen Kollegen, die aus dem Foyer hinzukamen, stürmten sie die Bühne. Dort hatte Semmelmann den Zuschauersaal über die Bühne hinweg verlängert, indem er die Konzert-Muschel, die normalerweise zwecks Verbesserung der Akustik bei philharmonischen Konzerten zu Einsatz kommt, frecherweise zum Königspalast umfunktioniert: das königliche Bett in die Mitte, Lüster drüber und fertig. Doch die erste Reihe blieb nicht ungenutzt: Auch einige Solist*innen durften dort im Laufe der Vorstellung Schutz suchen und boten dem Publikum so die Gelegenheit, die exaltierten Kostüme und Frisuren von Devin McDonough näher in Augenschein zu nehmen.

Semmelmanns Inszenierung ist gespickt mit kruden Ideen und aberwitzigen Details, die meine Phantasie beflügelten und mich animierten, ebensolchen wirren Mumpitz in einige Szenen hinein zu interpretieren. Beispiele gefällig? Sehr gerne!

  • Wenn eine studierte Harfenistin sich an der Alt-Panflöte abarbeitet.
  • Wenn beim Film-mäßigen Vorspann – statt der brüllende MGM-Löwe – ein ORANG-Utan (!) von der Leinwand lächelt.
  • Wenn Prinzessin Clarice sich probeweise die Hermelinschärpe vom Königsmantel um die Schulter wirft, obwohl der König noch im Mantel steckt.
  • Wenn die Köchin per Kamera auf eine große Leinwand, vor der Truffaldino agiert, übertragen wird, und so die Illusion entsteht, die Riesin würde den kleinen Zwerg in die Pfanne hauen.
  • Wenn ich meine im Küchen-Bild der Köchin, freche Easter-Eggs zu entdecken.
  • Wenn der ehrwürdige Magier Tschelio plötzlich in seiner schättrigen Long John Cowboy-Unterwäsche vor dem Publikum steht.
  • Wenn der Luftgeist Farfarello so aufgeblasen auftritt, dass selbst sein Kostüm wie ein Luftballon anschwillt.
  • Wenn die Zauberin Fata Morgana von den Bühnenarbeitern betäubt und in eine Plastikplane gehüllt wird, bei deren Anblick mir prompt der Werbe-Slogan einer Gefrierbeutel-Marke in den Sinn kommt.
  • Wenn eine wilde Verfolgungsjagd mit allen Beteiligten zu einer irrwitzigen Slapstick-Szene wie aus „Väter der Klamotte“ mutiert.
  • Wenn…! Wenn…! Wenn…!

Und ich bin sehr sicher, dass mir bei einem zweiten Besuch der ORANGEN noch viele weitere Details auffallen würden.

Und das Ensemble nutze diese Möglichkeit zur schamlosen Übertreibung mit spürbarer Freude hemmungslos aus: Timothy Edlin wirkte als KÖNIG TREFF so introvertiert ehrwürdig und gleichzeitig so grau und farblos, als wäre er von einer Krankheit betroffen und nicht sein Sohn, der frisch und gesund seine hypochondrische Depression pflegte. Als herrlich schräge KÖCHIN à la Julia Child war Edlin dann extraordinär-extrovertiert und ging darin gänzlich aus sich heraus. Weilian Wang zeigte als PRINZ „der traurigen Gestalt“ seine hypochondrische Depression so bewundernswert konsequent in Körperhaltung und Mimik, dass mich ein kurzzeitig auftauchendes Lächeln auf seinem Gesicht völlig irritierte. Victoria Kunze bot an der Alt-Panflöte ein komödiantisches Kabinettstückchen, um dann als PRINZESSIN NINETTA (Orange Nr. 3) völlig sphärisch wie von einem anderen Stern zu sein. Andrew Irwin gab TRUFFALDINO mit vollem Körpereinsatz und dem burlesquen Charme eines Schmierenkomödianten. Boshana Milkov hauchte PRINZESSIN CLARICE alle nötigen Attitüden einer waschechten, karrieregeilen Intrigantin à la Lucrezia Borgia ein, gefiel aber auch in der kleinen Partie der PRINZESSIN LINETTA (Orange Nr. 1). LINETTAs Handlanger LEANDER lieh Kai Preußker seine männlich-markante Gestalt, der – stets auf seinen Vorteil bedacht – auch schamlos mit FATA MORGANA flirtete. Meredith Hoffmann-Thomson gab FATA MORGANA im glamourösen 50er Jahre Hollywood-Outfit mit divenhafter Exaltiertheit. Ihren Kontrahenten ZAUBERER TSCHELIO versuchte Frederic Mörth erfolglos würdevoll erscheinen zu lassen und scheiterte bereits daran, seinen festgeklemmten Zauberstab aus dem Bühnenboden zu befreien. Marcin Hutek wirkte als PANTALON, der rechten Hand von KÖNIG TREFF, bemitleidenswert überfordert und somit kurz vor dem Nervenzusammenbruch, war dafür als FARFARELLO (im wahrsten Sinne des Wortes) ganz wunderbar aufgeblasen. Katharina Diegritz verkörperte die undankbare Rolle der SMERALDINA mit Souveränität: Immer dann, wenn die Handlung neue Impulse brauchte oder eine Wendung benötigte, war SMERALDINA zur Stelle. Auch die entzückende PRINZESSIN NICOLETTA (aka Orange Nr. 2) von Minji Kim und der jugendliche, hochmotivierte ZEREMONIEMEISTER von Anton Kononchenko sollen nicht unerwähnt bleiben.

Bedauerlicherweise blieben bei der von mir besuchten Vorstellung viele Plätze im Zuschauerraum unbesetzt. Jaja, mit dem Humor ist es halt so eine Sache: Je weniger massenkompatibel der gezeigte Humor ist, umso schwerer lassen sich Menschen für ihn begeistern, bzw. umso weniger sind sie bereit, sich dem Unbekannten zu stellen.

Mein Humorzentrum hingegen wurde an diesem Abend ganz wunderbar wachgekitzelt und entlockte noch auf dem Heimweg meiner Kehle wieder und wieder ein amüsiertes Gekicher.


Vitamine sind ja so gesund – besonders im Herbst: Darum darf von diesen Frücht(ch)en weiterhin genascht werden. Noch bis zum Ende des Jahres steht DIE LIEBE ZU DEN FREI ORANGEN auf dem Spielplan des Stadttheaters Bremerhaven. 

[Rezension] Arthur Conan Doyle – SHERLOCK HOLMES & DIE DAME IN GRÜN (Hörspiel)

Die Corona-Zeit liegt zum Glück hinter uns, und sicherlich wird niemand gerne daran erinnert. Das Leben lag zuerst völlig brach und kam dann nur recht schleppend wieder in Bewegung. Kulturelle Einrichtungen durften unter Einhaltung pandemiekonformer Bedingungen ihre Türen wieder für ein Publikum öffnen.

So kreierte das bremer kriminal theater aus der Inszenierung von SHERLOCK HOLMES & DIE DAME IN GRÜN, die die Eröffnungsproduktion ihrer früheren Spielstätte war, ein Live-Hörspiel, das dann zu einer echten Hörspiel-Produktion nochmals veredelt wurde.


2 CDs/ Sherlock Holmes & Die Dame in Grün (2020) von Arthur Conan Doyle/ Regie: Ralf Knapp/ Aufnahmeleitung & Mix: Mark Derichs/ Musik & Sounds: Johannes Haase/ mit Christian Aumer, Mark Derichs, Martina Flügge, Ralf Knapp und Mateng Pollkläsener


Inspektor Gregson von Scotland Yard sieht sich grausigen Serienmorden gegenüber, bei denen junge Frauen ermordet werden und ihnen jeweils ein kleiner Finger fehlt. Die Opfer scheinen keine Gemeinsamkeiten aufzuweisen, so dass die Polizei von einer zufälligen Auswahl der Opfer ausgeht und den Täter für einen wahnsinnigen Affektmörder hält. Sherlock Holmes ist anderer Meinung, da er die Morde für logisch geplant hält und einen klugen Kopf hinter den Straftaten vermutet. Sir George Fenwick wird tot aufgefunden, und schnell wird deutlich, dass er Selbstmord begangen hat. Auf den ersten Blick stehen die Serienmorde und der Selbstmord nicht in Verbindung zueinander. Holmes und sein treuer Freund Dr. Watson kommen allerdings auf eine interessante Spur. Ein angesehener Mann ist in die Mordreihe involviert, denn bei ihm wurde ein abgetrennter Finger einer jungen Frau aufgefunden. Er stand während der Mordnacht unter einem fremden Einfluss und kann sich an viele Details der vergangenen Stunden nicht erinnern. Holmes stellt Nachforschungen an, welche Möglichkeiten bestünden, um einen Menschen so zu manipulieren, dass er einen Mord begeht, ohne sich daran erinnern zu können. Er nimmt an einem informativen Abend der Gesellschaft für Hypnose teil. Dort erfährt er von einer jungen Frau, die häufiger an diesen Abenden teilnimmt – die Frau in Grün. Nach und nach kommt er auf die Schliche von Professor Moriarty und dessen charmanter Komplizin Lydia Marlowe. In einem gefährlichen Versuch lässt sich Holmes auf eine Hypnose ein und wird beinahe Opfer von Professor Moriartys Plan.

 (Inhaltsangabe der Wikipedia-Seite zum Film entnommen!)

Die Inszenierungen am bremer kriminal theater (kurz: b.k.t.) bestechen immer durch eine ganz eigene Ästhetik – sowohl in der Ausstattung wie auch in der Art der Darstellung. Diese Ästhetik konnte auch ins Hörspiel ganz wunderbar transferiert werden. Diese Mischung aus Dramatik und Spannung, aus (leichter) Übertreibung und Ironie, gepaart mit der hörbaren Lust am Spiel mit der Stimme, machte mir als Zuhörer eine immense Freude.

Theaterleiter und Regisseur Ralf Knapp besetzte die Rollen mit bekannten Gesichtern bzw. (in diesem Fall) mit bekannten Stimmen aus dem b.k.t.-Kosmos. Christian Aumer gibt den brillanten Meisterdetektiv mit wohldosierter Arroganz, der allerdings auch dem Weltlichen nicht abgeneigt scheint und so deutlich nahbarer wirkt. Regisseur Ralf Knapp selbst mimt dessen treuen Freund Dr. Watson und porträtiert ihn bodenständig aber durchaus auch etwas begriffsstutzig. Es ist herrlich witzig, wie Dr. Watson mit Inspektor Gregson darum buhlt, wer von ihnen nun der Erzähler und somit der Chronist dieser Geschichte ist. Mark Derichs stattet Inspektor Gregson mit jugendlichem Elan aus, der allerdings seine Überforderung gegenüber Holmes Genialität nicht kaschieren kann. Martina Flügge als die titelgebende DAME IN GRÜN weiß sich in dieser Männerriege zu behaupten, indem sie gekonnt stimmlich prägnante Akzente zwischen Verruchtheit und Verzweiflung setzt. Mateng Pollkläsener verleiht Professor Moriaty eine trügerische Gemütlichkeit, die nicht über den skrupellosen Schurken hinweg täuscht.

Der Regisseur machte – wie auch in vergangenen Inszenierungen am b.k.t. – aus einer Not eine Tugend. Er ließ (neben den erwähnten Hauptpartien) die div. Nebenrollen von den vorhandenen fünf Herren und der einzigen Dame im Ensemble einsprechen, die scheinbar mühelos in die vielen Charaktere hüpften. Zudem setzte er meisterhaft auf ein perfektes Timing und würzte die Geschichte mit witzigen Rand-Dialogen (Stichwort: Zeitungsverkäufer). Johannes Haase sorgte nicht nur für den atmosphärisch stimmigen Sound. Zur musikalischen Untermalung ließ er immer wieder die Geige erklingen, deren Einsatz ich als Reminiszenz an Sherlock Holmes musikalischem Talent gedeutet habe.

Mit dieser rundum gelungenen Hörspielproduktion braucht sich das bremer kriminal theater wahrlich nicht hinter Produktionen größerer Labels zu verstecken.


Das Hörspiel ist im Eigenverlag erschienen und nur direkt beim bremer kriminal theater erhältlich. Eine Bestellung ist über die Homepage des Theaters möglich.

[Event] KOSTPROBE / Stadttheater Bremerhaven

KOSTPROBE zur Inszenierung von DER NUSSKNACKER
Termin des Events: 6. Oktober 2025

Stadttheater Bremerhaven / Großes Haus


Der Herbst scheint eindeutig in unseren Breiten angekommen zu sein: Als ich die Tür des Parkhauses öffnete, begrüßte mich eine satte Briese, fegte in meine Jacke und ließ mich ein wenig frösteln. Da stand ich nun – wie schon so oft – vor dem Stadttheater Bremerhaven und wartete auf Einlass. Diesmal sollte es keine „fertige“ Aufführung sein, der ich beiwohnen wollte. Vielmehr erwartete mich eine so genannte KOSTPROBE, eine öffentliche Probe zu einer Inszenierung, die in wenigen Tagen Premiere feiern sollte. Schon sehr häufig habe ich nur allzu gerne dieses Angebot genutzt, um meine Vorfreude auf favorisierte Stücke zu steigern oder meine Neugier auf interessante Produktionen zu entfachen. Selbst wenn ich mich nach dem Besuch einer KOSTPROBE entscheiden sollte, mir nicht die Inszenierung anzusehen, so verlassen ich das Theater zumindest nicht dümmer als ich es betreten habe. Wobei: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich eine KOSTPROBE besucht und mir danach nicht die fertige Inszenierung angeschaut habe.

Wer schon vor der Premiere wissen möchte, was bei unseren neuen Produktionen und anstehenden Konzerten zu erwarten ist, ist bei den Kostproben an der richtigen Adresse. Sie bieten allen Interessierten die Möglichkeit schon vorab einen Einblick in unser Programm zu bekommen – und das kostenlos!

(Text der Homepage des Stadttheaters Bremerhaven entnommen.)

Die Türen öffneten sich, und gemeinsam mit mir strömte eine stattliche Zahl an interessierten Menschen ins große Haus des Stadttheaters. Auf der schwarz verhangenen Bühne stand nur ein schmuckloser Tisch in Gesellschaft dreier ebenso schmuckloser Stühle, im Orchestergraben warteten einsam und verlassen einige Instrumente auf ihre musikalischen Meister*innen.

Heute gab es für die Öffentlichkeit erste Einblicke zum Märchenballett DER NUSSKNACKER mit der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky. Ballettdirektor und Chefchoreograf Alfonso Palencia, Bühnenbildnerin und Videokünstlerin Yoko Seyama sowie Torben Selk, der als Dramaturg diese Produktion begleitet, betraten die Bühne und nahmen auf den Stühlen Platz. Torben Selk fungierte in dieser Runde auch als Moderator und Interviewer. So erfuhren wir u.a. vorab, wann Palencia und Seyama jeweils das erste Mal mit dem Werk in Berührung kamen, welche tänzerischen Stile in der Choreografie von Palencia sich vereinen, und welches optische Konzept ihm vorschwebte, das dann von Seyama im Bühnenbild umgesetzt wurde…

Dann gesellten sich peu à peu die Musiker*innen zu den bisher vereinsamten Instrumenten im Orchestergraben, und der typische Klangteppich, der beim Stimmen der Instrumente ertönt, war zu hören. Mit dem Erscheinen des musikalischen Leiters Davide Perniceni kehrte wieder Ruhe in das Orchester ein – wenn auch nur kurzzeitig.

Bei der KOSTPROBE erleben wir – je nach Inszenierung – die Sänger*innen, Schauspieler*innen, Tänzer*innen und/oder das Orchester völlig pur. Es gibt durchaus schon Teile des Bühnenbildes zu bewundern, allerdings ohne Beleuchtung, Videoprojektionen oder sonstigen Theaterzauber. Auch die Darstellenden erscheinen ohne Maske und Kostüm – evtl. tragen sie ihr Proben-Kostüm. Auch wird das Stück nicht in einem Rutsch durchgeprobt, sondern nach Bedarf unterbrochen, und Szenen werden wiederholt: Der Regisseur feilt mit den darstellenden Künstler*innen noch an den Feinheiten, oder der musikalische Leiter stimmt die Einsätze und das Tempi mit Orchester und Sänger*innen ab.

Doch heute präsentierte uns Alfonso Palencia (s)eine KOSTPROBE aus einem Guss: Er hatte zu diesem Anlass besondere Szenen aus jedem Akt von DER NUSSKNACKER vorbereitet, bei denen einerseits die tänzerische Ausdruckskraft der Solist*innen wie auch das Zusammenspiel des gesamten Ensembles im Fokus stand. Charmant moderierte Palencia die einzelnen Programmpunkte und erläuterte seine Intensionen, die er in seiner Choreografie ausdrücken wollte. Dabei wurden die Tänzer*innen von ihm respektvoll mit Namen dem Publikum vorgestellt und erhielten nach jeder Darbietung ihren verdienten Applaus.

Nach ca. 2 Stunden wurde das Publikum verabschiedet: Übervoll mit Eindrücken verließ ich das Theater, vorfreudig auf die kommende Inszenierung. Der Abend hatte sich über die Stadt gelegt, und so strahlte das Plakat zu DER NUSSKNACKER im Schein des beleuchteten Theaters märchenhaft zu mir herab.

Das Märchenballett DER NUSSKNACKER feiert heute seine Premiere im großen Haus des Stadttheaters Bremerhaven. Ich wünsche allen Beteiligten…

🍀 TOI – TOI – TOI 🍀


Weitere Termine zu den KOSTPROBEN und vielen weiteren Extras findet Ihr auf der Homepage vom Stadttheater Bremerhaven.

WELTTAG der BUCHHANDLUNGEN

Fanfaren schallen durch Straßen und Gassen. Jubelrufe tönen allerorten aus mannigfaltigen Kehlen. Was mag geschehen sein?

Friedrich Merz, Lars Klingbeil und Alexander Dobrindt geben nicht nur gemeinsam eine Autogramm-Stunde auf dem Marktplatz sondern sich auch betont volksnah – bevorzugt mit einem Kleinkind oder einem Hundewelpen im Arm? Nein!!!
Der amtierende DSDS-Sieger gibt noch schnell ein Konzert, bevor er/sie/es (Ich bin da nicht so auf dem Laufenden.) wieder in der Versenkung der Bedeutungslosigkeit verschwindet? Nein!!!
Heidi Klum castet spontan für GNTM und verspricht, dass sie am Ende des Tages für alle Teilnehmerinnen ein Foto hat? Nein!!!

Dieser Jubel gebührt einzig und allein einer ganz besonderen Institution, die – trotz schändlichster Versuche einer gesichts- und seelenlosen Übermacht aus dem Internet, die sie zu vernichten trachtet – weiterhin an vielen Orten ausharrt und diese verabscheuungswürdigen Angriffe mit Kreativität, Kompetenz und Freundlichkeit kontert. Sie gilt als Mekka der bibliophilen Leidenschaft und stillt den Durst ihrer Anhängerschaft nach dem literarischen Fetisch. Ihr widmen wir diesen Tag, denn…


📚 Heute ist der WELTTAG der BUCHHANDLUNGEN! 📚


Und – Ja! – auch ich gehöre zu ihren Jüngern und bin ihnen hoffnungslos verfallen. Unzählige Stunden habe ich in ihren Räumlichkeiten verbracht, gestöbert, geschmökert und geplaudert, Autor*innen gelauscht oder selbst vorgelesen, mich mit Gleichgesinnten ausgetauscht, mich beim Vorlesewettbewerb als Juror hervorgetan und an so manchen auch außergewöhnlichen Aktionen erfreut.

Da das Lesen die eigene Phantasie beflügelt, wundert es kaum, dass auch Buchhandlungen die Phantasie so mancher Autor*innen anregten, die sie so in den Mittelpunkt ihrer Werke stellten:


LEBEN, LIEBEN & LEIDEN (MAL FIKTIV, MAL REAL – MAL IN WORT, MAL IN BILD)

  • RALF BUTSCHKOW WIR GEHEN IN DIE BUCHHANDLUNG / ERSCHIENEN BEI PIXI (CARLSEN) / ISBN: 978-3551685759 (das persönliche Pixi-Buch der Buchhandlung meines Vertrauens)
  • SHAUN BYTHELL TAGEBUCH EINES BUCHHÄNDLERS / ERSCHIENEN BEI BTB / ISBN: 978-3442718658
  • RÉGIS DE SÁ MOREIRA DAS GEHEIME LEBEN DER BÜCHER / ERSCHIENEN BEI DROEMER / ISBN: 978-3426197110
  • PENELOPE FITZGERALD DIE BUCHHANDLUNG / ERSCHIENEN BEI INSEL / ISBN: 978-3458360469
  • HORST A. FRIEDRICHS BUCHHANDLUNGEN. EINE LIEBESERKLÄRUNG (MIT TEXTEN VON STUART HUSBAND UND NORA KRUG) / ERSCHIENEN BEI PRESTEL / ISBN: 978-3791385808
  • GUSTAVE FLAUBERT BIBLIOMANIE (MIT ILLUSTRATIONEN VON BURKHARD NEIE) / ERSCHIENEN BEI INSEL-BÜCHEREI / ISBN: 978-3458205296
  • NINA GEORGE FRAUEN IN DER BUCHHANDLUNG / ERSCHIENEN BEI THIELE & BRANDSTÄTTER / ISBN: 978-3851794823
  • PETRA HARTLIEB MEINE WUNDERBARE BUCHHANDLUNG /ERSCHIENEN BEI DUMONT / ISBN: 978-3832164553
  • PETRA HARTLIEB WEIHNACHTEN IN DER WUNDERVOLLEN BUCHHANDLUNG / ERSCHIENEN BEI DUMONT / ISBN: 978-3832198879
  • ALEX LÉPIC LACROIX UND DER BLINDE BUCHHÄNDLER VON NOTRE-DAME / ERSCHIENEN BEI KAMPA / ISBN: 978-3311125419
  • RAINER MORITZ LESEPARADIESE: EINE LIEBESERKLÄRUNG AN DIE BUCHHANDLUNG / ERSCHIENEN BEI SANSSOUCI / ISBN: 978-3990560495
  • RAINER MORITZ DIE SCHÖNSTEN BUCHHANDLUNGEN EUROPAS (MIT FOTOGRAFIEN VON RETO GUNTLI) / ERSCHIENEN BEI GERSTENBERG / ISBN: 978-3836926133
  • ÅSNE SEIERSTAD DER BUCHHÄNDLER AUS KABUL / ERSCHIENEN BEI KEIN & ABER / ISBN: 978-3036961118
  • LARS SIMON DAS ANTIQUARIAT DER TRÄUME / ERSCHIENEN BEI DTV / ISBN: 978-23219310
  • FRIEDA SKYBÄCK DIE KLEINE BUCHHANDLUNG AM UFER DER THEMSE / ERSCHIENEN BEI INSEL / ISBN: 978-3458364405
  • TORSTEN WOYWOD IN 80 BUCHHANDLUNGEN UM DIE WELT / ERSCHIENEN BEI EDEN BOOKS / ISBN: 978-3959101257
  • DER SCHÖNSTE ORT DER WELT. VON MENSCHEN IN BUCHHANDLUNGEN (HERAUSGEGEBEN VON MARTHA SCHOKNECHT / ERSCHIENEN BEI DIOGENES / ISBN: 978-3257244267

So, nun habt Ihr aber mehr als genügend Zeit vor dem PC verplempert. Schert Euch gefälligst in die nächste Buchhandlung. Kauf-Inspirationen habt Ihr ja nun reichlich…! 😉